Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
US-Dollar / Chinesischer Yuan: Der Kesseldruck steigt

Wer dieser Tage auf die Aktienmärkte in Europa und den USA blickt ist versucht zu glauben, dass dieser Handelskonflikt zwischen den USA und China medial völlig überzogen wird. Denn die US-Indizes halten sich nahe ihrer Rekordhochs, die in Europa halten zumindest ihr Niveau der vergangenen Tage und Wochen. Aber die Aktienmärkte sind, ganz im Gegensatz zum Devisenmarkt, als Barometer für das Maß der Gefahr völlig untauglich.

Dort spielen zu viele andere Faktoren mit hinein, allen voran der krampfhafte Versuch der großen Adressen, die Aktien stabil zu halten, um zu verhindern, dass die normalen Sparer sich Sorgen machen. Denn von Sorgen machen bis zum Ausstieg ist der Schritt nicht mehr groß. Und würden Euro-Indizes und Wall Street wegbrechen, würde das die sehr wohl vorhandenen, negativen Auswirkungen des Treibens der US-Regierung rasant intensivieren.

Am Devisenmarkt hingegen spielen solche Aspekte kaum eine Rolle. Hier findet man einen recht zuverlässigen Spiegel der realen Lage, vor allem natürlich in der Relation des US-Dollars zum chinesischen Yuan. Und da ist mit einem Blick erkennbar:

Expertenmeinung: Der Druck im Kessel ist weiter gestiegen. Und jetzt ist der Punkt erreicht, an dem dieser Kessel jederzeit platzen könnte. China hat zwar den Wechselkurs im Zuge der eigenen „Steuerung“ des Yuan zum US-Dollar nur moderat und langsam hochgefahren, lag da zuletzt am Dienstagmorgen bei 6,8990 Yuan pro US-Dollar. Aber die Devisentrader antizipieren bereits den „großen Knall“, der dann gegeben wäre, wenn die beiden markanten Hochs der US-Dollar/Yuan-Relation bei 6,97 Yuan, erreicht kurz vor Trumps Amtsantritt Ende 2016 sowie im vergangenen Herbst, überboten würden.

Das wäre eine massive Attacke Chinas als Antwort auf die zusehends aggressivere Vorgehensweise der USA. Denn je höher dieser Kurs steigt, desto billiger werden chinesische Waren in den USA, desto teurer werden US-Importe nach China, was die Gewinnmargen der ex- bzw. importierenden Unternehmen angeht. Damit würde China Trumps Strafzölle zum Teil aushebeln und den US-Unternehmen das Leben in China noch schwerer machen. Würde diese symbolische Linie mit Kursen über 7,00 Yuan eindeutig überschritten, wäre der Weg nach oben frei, die Eskalation unübersehbar und wohl auch der Aktienmarkt nicht mehr imstande, das zu ignorieren.

Darauf zu wetten, dass China der Kragen endgültig platzt, ist spekulativ. Aber in diesem Umfeld darauf zu wetten, dass der Kurs unter 6,97 Yuan pro US-Dollar wieder nach unten abdreht, wäre erst recht verwegen, denn bislang scheint man in Washington nicht einmal so recht verstanden zu haben, welches Druckmittel China da hat und einsetzt.

Chart vom 21.05.2019, Kurs 6,9318 Yuan, Kürzel USD.CNH | LYNX Aktienempfehlungen

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