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Indexanalyse:
TecDAX: Jetzt besser nicht schlappmachen, sonst …

Aktuelle Analyse des TecDAX Index

Das gestrige Minus von 1,4 Prozent im TecDAX ist charttechnisch noch nicht problematisch für die Bullen. Aber dass es ohne besondere Nachrichten zustande kam, sollte ebenso vorsichtig stimmen wie der Blick darauf, welche Aktien an diesem relativ schwachen Dienstag fielen und welche im Gegenzug stark zulegten. Denn es wurde kräftig verkauft, was zuletzt unter dem Label „defensiv“ gut lief.

So fanden sich bisherige Outperformer wie Carl Zeiss Meditec oder Sartorius auf der Verliererliste. Zugleich starteten konjunktursensible Aktien wie Siltronic durch. Dieses Bild sehen wir schon seit einigen Tagen, wobei sich das quer durch den deutschen Aktienmarkt zieht und nicht auf den TecDAX beschränkt ist.

Marktteilnehmer verkaufen die vorher monatelang bevorzugt wegen ihrer eher defensiven Geschäftsfelder gekauften Aktien, so z.B. aus Branchen wie der Medizintechnik oder dem Immobiliensektor. Dafür werden Aktien aus den Bereichen Automobil oder Hightech gekauft. Parallel dazu rutscht Gold weiter ab. Es ist nicht zu ermessen, ob hier bereits eine Mehrheit der Marktteilnehmer agiert oder nur einige wenige. Aber was da abläuft, ist eine Umschichtung heraus aus der Defensive in konjunktursensible Aktien, die laufen, wenn das Wachstum zurückkehrt, die Weltwirtschaft wieder in Fahrt kommt.

Hier spielen einige Akteure also das Szenario einer konjunkturellen Belebung, setzen darauf, dass sich die USA und China zügig einigen, der BrExit ohne größeren Schaden über die Bühne geht, die Maßnahmen der Notenbanken greifen. Allesamt Annahmen, die man höflich als „gewagt“ einstufen müsste. Können wirklich so viele Akteure an ein solches Szenario glauben?

Eine interessante Frage, denn wer die Börse kennt, weiß: Es werden gerne gezielt Nebelkerzen geworfen. Es ist keineswegs auszuschließen, dass diese Umschichtungen, so massiv sie auch wirken, nur andere Akteure dazu locken sollen, es ebenso zu tun, wodurch die Initiatoren dieser Bewegungen dann wieder billiger in defensive Aktien hineinkommen und bessere Ausstiegskurse für Aktien aus dem Automobil- und Chipsektor bekommen würden. Da wir morgen mit der Entscheidung der EZB den ersten Meilenstein für die Optimisten erleben, kann sich da bereits herausstellen, ob diese Umschichtungen „echt“ sind.

Chart auf Wochenbasis vom 10.09.2019, Kurs 2.823,80 Punkte, Kürzel TDX | Online Broker Aktienempfehlungen

Was den TecDAX angeht, sollte der eigentlich profitieren, wenn die Anleger sich wieder zyklischen, konjunktursensiblen Aktien zuwenden, immerhin dominiert der Hightech-Sektor diesen Index. Aber so viele der 30 TecDAX-Aktien wurden im Vorfeld durch die Decke gekauft, die jetzt bereits gekippt sind (so z.B. CompuGroup oder Evotec), dass man sich darauf nicht verlassen kann. Die Bullen müssen dranbleiben, ansonsten kann es leicht dazu kommen, dass die vorherigen Highflyer weiter fallen und die zyklischen, seit einigen Tagen wie wild gekauften Aktien zugleich wieder zurückfallen. Wo liegen die Schlüsselmarken, was muss halten?

Es ist wieder einmal die altbekannte Zone, bestehend aus der bis Anfang 2018 zurück reichenden Supportzone 2.726/2.733 Punkte und der bei 2.718 Zählern verlaufenden 200-Tage-Linie. Sollte dieser Bereich deutlicher unterboten werden, dürfte den Tradern wieder die im Chart auf Tagesbasis hervorgehobene „Trompeten-Formation“ ins Auge fallen, deren untere Begrenzung bereits bis auf 2.570 Punkte nach unten gelaufen ist. Ideal wäre jetzt ein zeitnaher Schlusskurs über dem am Montag markierten, bisherigen Monatshoch von 2.883 Punkten, um das Risiko vom Tisch zu bekommen, dass die Rallye des TecDAX scheitert.

Chart auf Tagesbasis vom 10.09.2019, Kurs 2.823,80 Punkte, Kürzel TDX | Online Broker Aktienempfehlungen

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