Indexanalyse:
TecDAX: Es klemmt … ausgerechnet hier: Was bedeutet das?

Aktuelle Analyse des TecDAX Index

Im TecDAX finden sich viele dynamische Wachstumswerte. Daher ist es nicht unüblich, dass Trends im TecDAX intensiver ausgeprägt sind als in DAX und MDAX. Doch in diesem Jahr ist das anders. Zumindest seit Beginn des zweiten Halbjahres. Bis Ende Juni hielt der TecDAX beim Anstieg der anderen beiden wichtigen deutschen Aktienindizes noch mit. Aber seither hinkt er auffällig hinterher. Per Dienstag lagen DAX und MDAX in der bisherigen Jahresbilanz nahezu gleichauf bei über +24 Prozent, während der TecDAX nur gut 18 Prozent verbuchen kann. Ausgerechnet der Index, der in einem bullischen Umfeld besonders stark zulegen müsste, tut genau das nicht. Das hat Gründe. Und die sollten vorsichtig stimmen.

TecDAX Chart Tageskerzen vom 05.11.2019, Kurs 2.901,33 Punkte, Kürzel TDX | Online Broker LYNX

Das fängt bei der Formulierung „in einem bullischen Umfeld“ an. Manch einer mag denken, dass das Umfeld einfach alleine deswegen bullisch sein muss, weil die Aktien steigen. Aber das eine bedingt das andere nicht zwingend. Sollte es zwar in einer normalen Situation. Aber die derzeitige Gemengelage ist eben nichts, das man im Lehrbuch nachschlagen könnte. Das deutsche Wachstum ist zum Erliegen gekommen: negativ. Die Anleiherenditen sind bereits negativ und haben nicht verhindert, dass das Land mit anderthalb Beinen über der Klippe der Rezession hängt, so dass es blauäugig wäre zu erwarten, dass noch mehr Druck auf die Zinsen das ändern würde: negativ. Die Unternehmensgewinne bleiben davon nicht unberührt, vor allem der Margendruck ist in den meisten Branchen markant: negativ. Und dass Handelskrieg und BrExit in Kürze mit einer für alle Beteiligten positiven Lösung vom Tisch sein werden, ist zwar eine ansteckende Hoffnung, entbehrt aber echter Argumente. Also?

Also steigen die Aktienindizes in einem eigentlich negativen Umfeld. Und das, mit Unterbrechungen, seit Anfang des Jahres, als es zu einer abrupten Umkehr der monatelangen Verkäufe kam, die genau diese vorstehenden Faktoren einpreisten. Das alleine ist Dynamit im Stil der Jahre von dem großen Crash 1929. Aber was ist nun mit dieser Divergenz zwischen DAX, MDAX und dem zögerlich hinterherlaufenden TecDAX?

Diese Divergenz deutet an, dass es derzeit einen ganz erheblichen Unterschied zwischen passiven und aktiven Marktteilnehmern gibt. Die passiven Anleger haben wenig Ahnung von Börse und Wirtschaft und überlassen daher lieber den Fonds die Arbeit oder investieren in den Gesamtmarkt, indem sie einen DAX-ETF kaufen. Diese Klientel weiß mehrheitlich nicht, dass Rahmenbedingungen und Trend nicht zueinander passen und steckt immer mehr Geld in den Markt. Das bekommen Fonds und ETF-Betreiber vor die Tür gekarrt und haben keine Wahl: Sie müssen dieses Geld anlegen. Aber das fließt vor allem in die Standardwerte und –Indizes. In den Dax und, weniger, in den MDAX. Der TecDAX hingegen wird eher von den aktiven Privatanlegern dominiert. Hier ist der Arm der großen Adressen nicht so lang wie beim DAX, vor allem nicht der der internationalen Player. Und genau da, wo versiertere Anleger jeden Kauf oder Verkauf selbst abwägen, klemmt es mit dieser Super-Hausse.

TecDAX Chart Wochenkerzen vom 05.11.2019, Kurs 2.901,33 Punkte, Kürzel TDX | Online Broker LYNX

Das ist ein klares Indiz dafür, dass die erfahrenen Akteure sehr wohl erkennen, auf welchem Pulverfass diese Trends stehen. Und es wäre keine Überraschung, wenn diese vorsichtigere Sichtweise den TecDAX auch zu einem Frühindikator für eine nachhaltigere Abwärtswende des DAX machen würde. Derzeit wäre eine Schlüsselzone der Bereich zwischen dem letzten Zwischentief des TecDAX bei 2.681 und der 20-Tage-Linie bei 2.810 Punkten. Schließt der Index darunter, wären zugleich auch die 200-Tage-Linie und der zur Jahreswende 2018/2019 begonnene mittelfristige Aufwärtstrend gebrochen. Das wäre nicht nur der letzte Aufruf, um bei Long-Trades von Bord zu gehen, sondern auch ein markantes Short-Signal mit einer ersten Zielzone im Bereich 2.375/2.435 Punkte.

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