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Aktienanalyse:
TeamViewer: Kalte Dusche für andere bedeutet hier warmen Regen

Aktuelle Analyse der TeamViewer Aktie

Es läuft hier, weil es andernorts nicht läuft: Die gerade erst im September 2019 an der Börse emittierte TeamViewer-Aktie notiert auf Rekordniveau. Grund ist, dass das Unternehmen genau das anbietet, was im Zuge der schlagartig und massiv gestiegenen Zahl an Home Office-Mitarbeitern benötigt wird: Software zur Fernüberwachung, Fernkommunikation und Fernwartung. Dementsprechend beeindruckend fiel die Bilanz des ersten Quartals aus, die am Dienstagmorgen präsentiert wurde:

Der Umsatz stieg in den ersten drei Monaten 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich von 86,7 auf 102,7 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) schoss von 37,7 auf 73,9 Millionen Euro in die Höhe. Zugleich hob TeamViewer seine 2020er-Umsatzprognose von zuvor 430 bis 440 Millionen Euro auf 450 Millionen an. Die Aktie reagierte positiv, zumal das Unternehmen mitteilte, dass die Nachfrage nach den Software-Lösungen auch im April sehr hoch war und man die derzeitige Lage als potenzielle Basis für Zukäufe betrachten würde. Aber ließe sich daraus ableiten, dass der Weg nach oben für die Aktie weiterhin frei ist?

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Expertenmeinung: Einfach blind darauf zu setzen könnte daneben gehen. Der Grund: Nur, wenn der Anteil an Home Office-Mitarbeitern auch nach der Viruskrise deutlich höher sein wird als zuvor, bestünde für Unternehmen, die sich in den ersten Monaten des Jahres entsprechende Software-Abonnements zugelegt haben Grund, diese auch langfristig aufrechtzuerhalten. Und der erste, große Umsatzschub ist jetzt wohl erst einmal vorüber, was auch im Rahmen der Bilanz-Kommentierung durchschien, indem man bei TeamViewer mitteilte, dass sich das Volumen der Rechnungsstellungen im Mai weitgehend normalisiert habe. Eine stete Steigerung von Umsatz und Gewinn in der Größenordnung des ersten Quartals für das Gesamtjahr ist also zumindest aus aktueller Sicht zwar möglich, aber nicht voraussetzbar. Rein von der Bewertung her wäre die Aktie, wenn sich der Gewinn in 2020 verdoppeln würde, zwar mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis knapp unter 40 nicht unbedingt teuer. Das gälte aber nur, wenn sich dieses Wachstum auch in den kommenden Jahren fortsetzt. Und das ist zumindest offen.

Trotzdem könnte es voreilig sein, bei der Aktie umgehend den Gewinn zu kassieren. Solange der Trend nach oben weist, muss der Gipfel noch nicht erreicht sein. Zumal auffällig war, dass es am Dienstag zwar als Reaktion auf die Bilanz Gewinnmitnahmen gab, diese aber aufgekauft wurden und der Kurs am Mittwoch weiter zulegte – da ist also noch Kraft in der Aktie. Derzeit wäre eine sinnvolle Option, sich mit einem Stop Loss jeweils knapp unterhalb des letzten Zwischen-Verlaufstiefs abzusichern, was derzeit einem Niveau um 40 Euro entsprechen würde, nachdem die TeamViewer-Aktie am Dienstag nach ersten Gewinnmitnahmen bei 40,61 Euro wieder nach oben gedreht hatte.

Am späten Abend wurde gemeldet, dass TeamViewer-Großaktionär Permira einen größeren Teil der dort noch verbliebenen gut 51 Prozent der Aktien verkaufen könnte. Ob das so ist und ob sich das nennenswert auf den Kurs auswirken würde, bleibt zu beobachten, denn solche Anteilsverkäufe erfolgen gemeinhin nicht über die Börse, solche „Big Blocks“ an Aktien werden normalerweise außerbörslich an institutionelle Investoren weitergegeben.

Teamviewer Aktie Chart vom 13.05.2020, Kurs 45,16 Euro, Kürzel TMV | Online Broker LYNX

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