Aktuelle Analyse:
Nordex: Geht diese Super-Rallye wirklich weiter?

Eines muss man Nordex lassen: Der Windkraftanlagenbauer hat die Flaute der letzten Jahre erfolgreich niedergerungen. Gestern meldete das Unternehmen im Vorfeld der erst in vier Wochen anstehenden Quartalsbilanz den Auftragseingang des ersten Quartals. Mit 1,03 Gigawatt wirkt es, als sei die Krise überstanden.

Allerdings sind Wattzahlen nicht dasselbe wie die Auftragswerte in Euro. Und eigentlich müsste man noch ein wenig zulegen, um den immensen Auftragseingang des Jahres 2018 zu übertreffen. Im Vorjahr gelang es, den dünnen Auftragseingang des Jahres 2017 mit 4,75 Gigawatt um 73 Prozent zu übertreffen. Das erste Quartal ist bei den meisten Unternehmen eher träge, aber unter dem Strich muss man festhalten:

Diese auf den ersten Blick sehr positive Nachricht sagt noch nichts darüber aus, ob Nordex 2019 wieder in die Nähe der Gewinnzone zurückkehrt. Aber genau darauf wetten diejenigen, die diese seit Anfang 2016 so sehr unter Druck geratene Aktie seit Jahresbeginn wie wild einsammeln. Als deutlich wurde, dass die zuvor so dominanten Leerverkäufer hier das Handtuch werfen, schlug die Stimmung derart massiv um, dass der zuvor übertriebene Pessimismus in kürzester Zeit einer nicht minder überzogenen Euphorie wich.

Expertenmeinung: Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs bereits verdoppelt, lag zweitweise sogar noch höher. Damit ist so viel eines wirtschaftlichen Turnarounds bereits im Kurs enthalten, den Nordex erst noch erzielen muss, dass selbst kleine Enttäuschungen eine große Wirkung haben können. Je schneller und weiter eine Aktie steigt, desto größer werden die Erwartungen der Trader an die kommenden Nachrichten.

Da reicht es dann nicht mehr, dass Bilanzdaten „wie erwartet“ auf den Tisch kommen, um Gewinnmintahmen zu verhindern. Und wenn eine Aktie derart schnell zulegt, muss man unterstellen, dass schon so viele Akteure bereits investiert sind, dass nicht genug potenzielle Käufer da wären, um zu verhindern, dass Gewinnmitnahmen eine Lawine auslösen, weil eine brechende Unterstützung derartigen Abgabedruck auslöst, dass dadurch gleich die nächste Auffanglinie fällt und nur noch mehr Verkäufe losgetreten werden.

Auch, wenn Nordex allemal auf dem Weg ist, den Turnaround zu schaffen: Hier sind derart viele Vorschusslorbeeren verteilt worden, dass das Eis dünn ist. Es würde sich daher nahezu aufdrängen, hier mit einer konsequenten Absicherung zu agieren. Dabei ist die sinnvollste Orientierung die an der 20-Tage-Linie, die in Abwesenheit einer tauglichen Struktur für eine Aufwärtstrendlinie den Leitstrahl der bullischen Trader darstellt. Sollte diese derzeit bei 14,45 Euro verlaufende Linie mit einem Schlusskurs gebrochen werden, der drei Prozent und damit hinreichend deutlich darunter liegt, wäre es zu überlegen, in Sachen Long-Trades erst einmal von Bord zu gehen.

Chart vom 17.04.2019, Kurs 14,67 Euro, Kürzel NDX1 | LYNX Aktienempfehlungen

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