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Aktienanalyse:
Nordex: Ist jetzt eine Neubewertung sinnvoll?

Aktuelle Analyse der Nordex Aktie

Eine Meldung, die am Morgen des 8. Oktober auf den Tisch kam, hat die Aktie des Windkraftanlagenbauers Nordex kräftig in Wallung gebracht. Ein Aufwärtsimpuls, der aus charttechnischer Sicht im genau richtigen Moment kam. Aber bislang grübeln die Marktteilnehmer zu Recht, ob diese Nachricht ein Grund ist, Nordex neu zu bewerten oder aber doch alles beim Alten bleibt. Worum ging es da?

Der spanische Bau-, Immobilien- und Energiekonzern Acciona hatte 2015 seine Windenergiesparte an Nordex verkauft und wurde im Gegenzug der größte Aktionär bei Nordex. Am 8. Oktober wurde mitgeteilt, dass Nordex eine Kapitalerhöhung um zehn Prozent des Grundkapitals durchführt, die ausschließlich an Acciona geht, d.h. die knapp zehn Millionen neuen Aktien wurden für knapp 100 Millionen Euro alle an Acciona verkauft. Dadurch wurde Nordex viel Geld in die Kasse gespült, während Accionas Beteiligung an Nordex von vorher knapp 30 auf knapp 40 Prozent steigt. Das wiederum erfordert laut Gesetz, dass Acciona den freien Aktionären ein Pflichtangebot für ihre Aktien machen muss oder aber ein freiwilliges Übernahmeangebot ergeht. Käme dieses, wolle Nordex, so das Unternehmen am 8. Oktober, dies prüfen und dann dazu Stellung nehmen. Was bedeutet das?

Expertenmeinung: Das ist eben die große Frage. Will Acciona Nordex vielleicht tatsächlich mehrheitlich übernehmen oder aber geht es nur um eine größere Beteiligung als Investition? Und wenn ein Übernahmeangebot käme, würde es den Anlegern einen attraktiven Kurs bieten? Wird Nordex mit diesen knapp 100 bei der Kapitalerhöhung eingenommenen Millionen etwas bewegen können, das die Marktstellung und in deren Folge die Margen stärkt? Es ist offen. Eine negative Sache ist das alles definitiv nicht, das ist klar. Aber ob das dazu führt, dass Nordex schneller und weiter in die schwarzen Zahlen zurückkehrt? Das bleibt, für den Moment, unbeantwortet.

Es würde sich daher anbieten, diese Entwicklung zwar grundsätzlich als Chance anzusehen, aber erst dann auch zu reagieren, wenn Charttechnik und Nachrichtenlage zusammen grünes Licht geben. Und das ist, auch, wenn Nordex da auf dem Weg zu entscheidenden Hürden ist, noch nicht der Fall. Denn erst müssten diese Widerstände auch überboten sein. Es geht, Sie sehen es im Chart, um die breite, in Teilen ins Jahr 2018 zurück reichende Widerstandszone zwischen 11,45 und 12,02 Euro, an der Unterseite noch durch die 200-Tage-Linie verstärkt. Nordex müsste über dieser Zone schließen, dann wäre die Ausgangslage eine durchaus günstige für die Bullen. Aber solange der Kurs unter dieser Zone verharrt, könnte er jederzeit noch abgewiesen werden und mit dem Bruch der mit dem Rückenwind dieser Meldung zuletzt verteidigten, kurzfristigen Aufwärtstrendlinie (aktuell bei 10,30 Euro) ein bärisches Signal generieren.

Chart vom 14.10.2019, Kurs 11,09 Euro, Kürzel NDX1 | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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