Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
LYFT: Oh weh … Uber darf nervös werden

Handelstag Nummer 12 für den US-Fahrdienstleister LYFT ist vorbei. Und bei dem größeren, weltweit agierenden Konkurrenten UBER dürfte man langsam nervös werden. UBER hat jetzt die nötigen Unterlagen für den Börsengang eingereicht, schon mal das Kürzel „UBER“ beantragt. Aber ansonsten weiß man immer noch verdächtig wenig.

Weder die angepeilte Bookbuilding-Spanne ist klar noch der Termin des Börsengangs. Noch wartet man. Und das wohl mit Blick auf LYFT mit zunehmendem Unbehagen. LYFT ist ein hierzulande kaum bekannter Fahrdienstleister, weil er ausschließlich auf dem nordamerikanischen Kontinent agiert. LYFT ging an die Börse, obwohl man noch „Geld verbrennt“, sprich defizitär arbeitet. Ebenso wie UBER.

Zwar waren diejenigen, die dem Unternehmen die Aktien aus den Händen rissen (die Nachfrage nach den Aktien lag zur Ausgabe zehnmal so hoch wie das Angebot) sicher, dass LYFT bald goldene Eier legt. Aber die, die nicht zugriffen, sehen das offenbar anders. Und es scheint, als würde man jetzt bei weitem nicht nur die Gewinne der ersten Börsentage mitnehmen, sondern Short gehen. Einfach deshalb, weil es keine Gewinne mehr mitzunehmen gibt!

Expertenmeinung: Die LYFT-Aktien wurden zu 72 US-Dollar an die da noch glücklichen Erstbesitzer verteilt. Der erste Kurs lag, Sie sehen es im Chart, bei 87,24 US-Dollar und damit über 20 Prozent über dem Ausgabepreis. Diejenigen, die Aktien bekommen hatten, schätzten sich glücklich. Was übrigens sehr an SNAP! erinnert, auch und gerade, was dann folgte.

LYFT gab noch am ersten Handelstag, am 29. März, nach. Die Aktie schloss mit 78,29 US-Dollar fast auf Tagestief. Da lag der Gewinn gegenüber dem Ausgabepreis nur noch bei 8,7 Prozent. Schon am zweiten Handelstag sackte der Kurs unter den Ausgabepreis von 72 US-Dollar, erholte sich in den Tagen danach nur unbefriedigend und rutscht seit dem Montag vergangener Woche ein um den anderen Tag weiter ab.

Die Bilanz für die am 29. März noch glücklichen Erstzeichner per Montagabend, den 15. April: – 22 Prozent! Der Grund: Nicht wenige zweifeln daran, dass LYFT allzu bald, wenn überhaupt jemals, in die schwarzen Zahlen vordringen wird, auch trotz des über den Börsengang eingesammelten Geldes. Im Vorjahr lag der Umsatz um die 2,2 Milliarden US-Dollar, dem stand aber ein Verlust von über 900 Millionen gegenüber. Bemerkenswert war, dass die Nachfrage so groß war, dass LYFT den Ausgabepreis erhöhen konnte.

Ursprünglich hatte man 62 bis 68 US-Dollar angepeilt, konnte dann aber auf 72 US-Dollar gehen. Jetzt dürften diejenigen, die bei der Aktienzeichnung nicht zum Zuge kamen, froh sein. Und immer dann, wenn eine kurze Euphorie so schnell umschlägt, kann man nur konstatieren: Besser nicht anfassen, auch jetzt dürfte LYFT noch kein Schnäppchen sein! Was UBER angeht, darf man gespannt sein, was dort entschieden wird. Denn es ist fraglich, ob es mit diesem Vorbild des Konkurrenten möglich sein würde, den Ausgebpreis so hoch anzusetzen, wie man es gerne hätte. Und müsste man wegen LYFT mit einem „Rabatt“ gegenüber den Planungen starten, könnte es allemal sein, dass UBER den Gang aufs Parkett verschiebt.

Chart vom 15.04.2019, Kurs 56,11 US-Dollar, Kürzel LYFT | LYNX Aktienempfehlungen 

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