Börsenblick

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Aktienanalyse:
Lyft: Mittelfristig spannend, aber kurzfristig sind neue Tiefs möglich

Aktuelle Analyse der Lyft Aktie

Die bekanntesten Börsengänge (engl. IPO für Initial Public Offering) des Jahres an der Wall Street haben sehr unterschiedlich eingeschlagen. Einer der bekanntesten Flops ist der Fahrdienstleister Lyft, der kurz vor dem international bekannteren, weil auch außerhalb des amerikanischen Kontinents operierenden Konkurrenten Uber an die Börse ging.

Unser Chart zeigt die gesamte Börsenhistorie der Aktie seit deren erstem Handelstag am 29. März. Sie sehen, dass Lyft, deren Aktien an die Erstzeichner zu 72 US-Dollar ausgegeben wurden, zwar am ersten Handelstag mit einem starken Plus startete, aber schon bei dieser Premiere umgehend Abgabedruck aufkam. Bereits am zweiten Handelstag schloss die Aktie unter dem Ausgabepreis und fiel bis zum 13. Mai weiter.

An diesem Tag wurde das bisherige Verlaufstief von 47,17 US-Dollar markiert. Wobei das Chartbild nahelegt, dass man da das Wort „bisherige“ unterstreichen sollte, denn derzeit notiert die Aktie innerhalb eines intakten, kurzfristigen Abwärtsimpulses nur noch wenig darüber. Nicht wenige dürften sich verwundert fragen, wieso die Aktie derart schwach aussieht, denn die bislang einzige Quartalsbilanz war durchaus ordentlich ausgefallen:

Am Abend des 7. August legte Lyft die Bilanz für das zweite Geschäftsquartal vor. Der Verlust war mit 0,68 US-Dollar pro Aktie deutlich kleiner ausgefallen als seitens der Analysten im Vorfeld geschätzt, die im Schnitt mit -1,58 US-Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz lag zugleich mit 867 Millionen US-Dollar klar über der Konsens-Prognose von 809 Millionen. Dadurch sah sich Lyft imstande, eine Gesamtjahres-Umsatzprognose um die 3,5 Milliarden vorzulegen, die ebenfalls über den Erwartungen der Experten lag. Doch die Reaktion war nicht so positiv, wie man es hätte erwarten dürfen.

Expertenmeinung: Bereits Mitte Juli war die Chance auf eine zügige Bodenbildung vergeben worden, als die Aktie an der im Chart rot markierten Widerstandslinie, die sich über die vorherigen Zwischenhochs ziehen lässt, abgewiesen wurde. Am Tag nach den abendlichen Quartalszahlen startete Lyft zwar deutlich im Plus, aber sofort kam, wie am ersten Handelstag, Abgabedruck auf. Am Folgetag war der Gewinn, der aus den erfreulichen Quartalszahlen entstanden war, bereits abverkauft.

Seither stellt sich den Short-Sellern offenbar kaum noch jemand entgegen, zumal man nicht absehen kann, ob nicht zusätzlich Aktien auf den Markt kommen, weil die Sperrfrist für Personen, die Anteile vor dem Börsengang hielten, am 19. August abgelaufen war.

Grundsätzlich hätte Lyft sicherlich eine interessante Perspektive, zumal die Analysten bei Guggenheim erst Anfang der Woche betonten, dass Lyft bereits 2021 und damit klar früher als allgemein erwartet einen operativen Gewinn erzielen könnte. Aber solange hier kein charttechnisch positives Signal durch den Ausbruch über die übergeordnete, derzeit bei 61 US-Dollar verlaufende Abwärtstrendlinie gelingt, wäre Lyft ein „falling knife“, ein fallendes Messer, in das man besser nicht hineingreifen sollte.

Chart vom 27.08.2019, Kurs 49,61 US-Dollar, Kürzel LYFT | Online Broker Aktienempfehlungen

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