K+S Aktie Prognose K+S: Wo klemmt es hier?

News: Aktuelle Analyse der K+S Aktie

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Umsatz zum Vorjahresquartal verdoppelt, Gewinn verfünffacht, Bewertung spottbillig. Und doch hatte die K+S-Aktie nach Vorlage dieser herausragenden Quartalsergebnisse zu kämpfen. Wo klemmt es? Und gelingt nicht am Ende doch noch der Ausbruch nach oben?

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Will man es sich einfach machen, begründet man das monatelange Seitwärts-Geschiebe der K+S-Aktie weit unterhalb des im April bei 36,45 Euro markierten Jahreshochs damit, dass die Anleger den Blick voraus richten und erkennen, dass diese durch den immens hohen Bedarf befeuerten, trotz gestiegener Kosten ungewöhnlich guten Preise, die K+S vor allem im Düngemittelgeschäft erzielt, nicht von Dauer sind. Und warum kaufen, wenn der Gewinn ohnehin wieder fällt?

Dem liesse sich aber entgegenhalten: Bei einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von derzeit 2,8 auf Basis des avisierten 2022er-Gewinns könnte sich der Gewinn vierteln und damit fast wieder auf die Levels der Prä-Corona-Phase abrutschen … und die Bewertung wäre mit etwa zehn immer noch nicht zu hoch im Vergleich zu früheren Jahren. Ausserdem ist völlig offen, um wie viel der Gewinn des Salz- und Düngemittelherstellers, der sich mit dem Bereich Entsorgung und Recycling noch ein drittes Standbein verschafft hat, überhaupt fallen könnte. Bliebe noch diese Sache mit dem Gas, aber:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur K+S Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Zwar ist die Düngemittelherstellung sehr energieintensiv und die Produktionsenergie basiert vor allem auf Erdgas. Aber erst am Mittwoch hatte die EU-Kommission empfohlen, Düngemittelhersteller im Fall von Gasmangellagen bevorzugt zu versorgen, weil man diese für die Landwirtschaft entscheidende Ressource verfügbar halten müsse. Damit sinkt das Risiko, dass K+S wegen Gasmangels die Produktion stoppen müsste … auch das Gas-Problem war/ist ein Argument derer, die bei dieser Aktie trotz der bereits umfassenden Korrektur des Frühjahres weiter bärisch sind.

Zwar hatten die Analysten für das gemeldete dritte Quartal im Schnitt mit einem EBITDA um 710 Millionen Euro gerechnet, während K+S „nur“ 633 Millionen vermelden konnte. Aber in Relation zu den ohnehin schon guten 121 Millionen des Vorjahresquartals macht das wenig aus. Aber ein „könnte eigentlich höher stehen“ alleine bewegt keine Aktie, daher:

Die Chance auf einen charttechnischen Befreiungsschlag bleibt erhalten, auch, wenn die Reaktion auf diese Quartalsbilanz höchst verhalten ausfiel. Immerhin liegen die letzten Zwischenhochs jeweils höher als die vorherigen. Dabei sind die Charthürden, die es dafür zu bezwingen gälte, klar definiert: Es geht um die 200-Tage-Linie bei aktuell 23,85 Euro, an der K+S Ende Oktober nach unten abdrehen musste. Und es geht um die Widerstandszone zwischen 24,95 und 25,96 Euro, die bis in die Jahre 2017/218 zurückgeht. Gelänge es, sich über diese Zone hinaus abzusetzen, würden alleine durch die Sogwirkung einer Rallye auch die skeptischen Stimmen leiser. Aber das muss eben erst einmal gelingen. So lange K+S nicht klar über 26 Euro schliesst, bleibt die Aktie in einem uneinbringlichen Seitwärtstrend gefangen.

K+S-Aktie: Chart vom 10.11.2022, Kurs 21,76 Euro, Kürzel SDF | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der K+S Aktie

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Erst eine Super-Hausse, dann eine monatelange Abwärtsbewegung, seit Juli ein volatiler Seitwärtstrend: Wie geht es weiter mit der K+S-Aktie? Das wird sich entscheiden, sobald die nächsten Bilanzzahlen auf dem Tisch liegen. Denn derzeit sind viele Fragen offen.

Ein massiv gestiegener Gaspreis, der derzeit aber wieder zurückkommt: gut. Für die Gewinnperspektive des Salz- und Düngemittelherstellers K+S ist der Gaspreis wichtig, denn die Kaliproduktion als Basis der Düngemittel ist energieintensiv und vom Gas abhängig. Anfang August, im Rahmen Halbjahresbilanz, war K+S in dieser Hinsicht zuversichtlich. Selbst, wenn es zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Gas und zu einer Gasumlage kommen sollte, könnte man die bestehende 2022er-Gewinnprognose von 2,3 bis 2,6 Milliarden Euro vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) halten, hiess es da.

Das klingt gut. Zumal die Gasumlage ja vom Tisch ist und man damit rechnet, dass die Industrie dann ab Januar etwa zwei Drittel ihres Bedarfs zu gedeckelten Preisen beziehen kann, so dass die Perspektive für 2023 auch nicht so wacklig wäre, wie man es zeitweise befürchten musste. Aber wieso reagiert die Aktie dann nicht mit einer Rallye, sondern hängt weiterhin in dieser “stabilen Seitenlage“ fest?

Expertenmeinung: Weil erstens deswegen dennoch offen bleibt, ob Gas nicht irgendwann im Winter knapp wird und zweitens die Kostenseite nur eine Seite der Medaille ist. Wie sieht es mit der Nachfrage zu den hohen Preisen aus, die K+S die zuletzt so stark gestiegenen Gewinnmargen erhalten würden? Sollte die Nachfrage zurückgehen bzw. nur auf deutlich geringerem Preisniveau hoch sein, weil die Abnehmer nicht mehr imstande sind, massiv höhere Preise zu bezahlen, würde ein niedrigerer als befürchtet liegender Gaspreis zwar die Margen stützen, aber womöglich eben nicht genug, um die bestehende Gewinnprognose zu halten. Allerdings muss man auch etwas anderes sehen:

Dass die 2021 erzielten und 2022 erwarteten Gewinne nicht für die Ewigkeit sein können, weiss man ja. Deswegen ist auch das Kurs/Gewinn-Verhältnis im Vergleich zu früheren Jahren, als es sich für K+S um 10 bewegte, ungewöhnlich niedrig. Was heisse: Auch, wenn man nach den nächsten Bilanzzahlen, die regulär am 10.11. erwartet werden, damit rechnen müsste, dass der Gewinn bereits 2023 deutlich abrutschen und auf frühere Levels zurückfallen würde, wäre die Aktie auf dem derzeitigen Niveau eigentlich noch nicht zu teuer. Rein aus fundamentaler Sicht müsste also einiges schiefgehen, um K+S so weit zu drücken, dass der momentan um 16 Euro verlaufende, mittelfristige Aufwärtstrend bricht. Nach oben hingegen wäre grundsätzlich Spielraum für Überraschungen, aber:

Bevor die Marktteilnehmer keine neuen Zahlen vor sich liegen haben, wären jedwede Impulse potenziell mit kurzfristiger Lebensdauer und Reichweite versehen. Innerhalb dieser aktuellen Handelsspanne zwischen grob 17,50 und 25 Euro sollte man daher besser nicht eingreifen, so verlockend die innerhalb dieser Range oft kräftigen Impulse auch sind. Die nächsten Bilanzzahlen werden auch die Trenddynamik zurückbringen, alles, was vorher passiert, ist nicht in Stein gemeisselt, sondern auf Sand gebaut.

K+S Aktie: Chart vom 18.10.2022, Kurs 21,07 Euro, Kürzel SDF | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: K+S ist ein deutsches Bergbauunternehmen, das seine Schwerpunkte in der Kali- und Salzförderung hat. Mit kali- und magnesiumhaltigen Produkten für die Landwirtschaft, industriellen, technischen und pharmazeutischen Anwendungen ist K+S in Europa der mit Abstand grösste Anbieter.

Nach einem starken Anstieg in diesem Jahr, musste die K+S-Aktie ordentlich Federn lassen. Vom April-Hoch bei 36 Euro halbierten sich die Kurse bis in den Juli. Hier konnte man das Papier am Tief bei 18 Euro einsammeln. Danach stabilisierten sich die Kurse und eine Bodenbildung startete. Mit dem Breakout auf ein höheres Verlaufs-Hoch letzten Freitag, war die Chance auf eine nachhaltige Trendwende vorhanden. Es liegt nun an den Bullen, diese Möglichkeit nochmals bei den Hörnern zu packen.

Expertenmeinung: K+S profitiert von einer starken Nachfrage und hohen Preisen bei Düngemitteln, welche durch den Ukraine-Krieg noch zusätzlich befeuert werden. Damit die Aktie den Turbo zünden kann, müssen die Bullen nach dem Intraday-Rücksetzer von letztem Freitag weiter am Ball bleiben.

Mit Kursen oberhalb aller wichtigen gleitenden Durchschnitte hat die Aktie ein Bollwerk an Unterstützungen im Rücken. Ein freundlicher Gesamtmarkt dürfte zahlreiche Anleger anlocken. Weiterer Kaufdruck würde die bullischen Aussichten bestätigen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 29.08.2022 Kurs: 24.11 Kürzel: SDF | Online Broker LYNX

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im Mai hatte ich dem deutschen Bergbauunternehmen eher neutrale Aussichten mit auf den Weg gegeben. Der Aufwärtstrend war zu diesem Zeitpunkt gebrochen und wir sahen eine deutliche Verletzung der Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs. Die Bären hatten in Folge leichtes Spiel. Damals war auch die Stimmung an den Märkten alles andere als gut und es kam zu einer deutlichen Talfahrt.

Die K+S-Aktie verlor in dieser Phase nahezu den gesamten Anstieg, welcher mühsam seit Jahresbeginn aufgebaut wurde. Erst rund um die psychologisch wichtige Marke von 20 EUR konnte sich ein Boden ausbilden. Zuletzt sahen wir die Bildung eines höheren Tiefs, was auf erhöhten Kaufdruck schliessen liess. Mittlerweile konnte sogar der Widerstand bei 22.19 EUR gebrochen werden und wir sehen erstmals seit Monaten wieder ein klares Kaufsignal.    

Expertenmeinung: Die Bullen scheinen nun wieder in Fahrt zu kommen und es sieht ganz danach aus, als ob wir hier eine neue Aufwärtsbewegung starten könnten. Wichtig war dieser Tage vor allem auch die Rückeroberung der gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50. Solange sich die Kurse über diesen beiden Indikatoren halten, bleibt der positive Tenor bestehen.

Für mich Grund genug, um den Titel wieder positive Aussichten mit auf den Weg zu geben. Mögliche Kursziele sind schwer zu eruieren, aber zumindest einen Anstieg auf bis zu 27.50 EUR halte ich für möglich.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 18.08.2022 Kurs: 23.69 Kürzel: SDF | Online Broker LYNX
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Das waren Bilanzdaten zum Niederknien, die K+S da am Donnerstag vorgelegt hatte: Umsatz +127 Prozent zum Vorjahresquartal, EBITDA +530 Prozent. Und beides lag über den Analystenerwartungen. Und was macht die Aktie? Gar nichts. Was ist denn da los?

Im ersten Moment wirkt das schon seltsam. Der Umsatz explodiert, die Gewinnmarge mit, so dass der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) gleich noch mal um ein Mehrfaches stärker gestiegen ist. Und damit kommt man dann für das laufende Jahr auf ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von etwa 2,3 bis 2,4. Ein Witz, selbst in den Jahren ruhigen Fahrwassers vor 2016 war es bei K+S viermal so hoch. Also, was stimmt mit der Aktie nicht?

Der Chart deutet das Problem schon an. Die Aktie hatte dermassen extrem überzogen, als sie im März und April weit über die Hochs der Jahre 2017 und 2018 lief, dass eine normale Korrektur nicht reichte. Es wurde ein heftiger Abwärtstrend, der den K+S-Kurs dann bis Anfang Juli dorthin drückte, wo er eine Art „logische Unterstützung“ fand, nämlich an die mittelfristige Aufwärtstrendlinie. An der die Aktie jetzt, nach dieser Traum-Bilanz, immer noch notiert. Was zwar nicht zwingend wäre, aber nachvollziehbar ist, aus zwei Gründen.

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Expertenmeinung: Erstens ist den meisten Marktteilnehmern völlig klar, dass diese Gewinnexplosion auf einer Sondersituation basiert, nämlich auf der derzeit weltweit extremen Nachfrage nach den Kali-basierten Düngern, die K+S neben anderen, kleineren Geschäftsfeldern wie der Salzproduktion, herstellt. Ob es schon 2023 so sein wird oder später, klar ist: Diese Gewinne werden in den kommenden Jahren wieder niedriger ausfallen. Aber wie niedrig, kann man nicht abschätzen. Das macht die Anleger vorsichtig … und die Analysten ebenfalls. Die zwei ersten Analysten-Reaktionen nach der Bilanz waren zwar Kursziel-Anhebungen. Aber die gingen in einem Fall von 22 auf 23 Euro (Berenberg Bank) und im anderen Fall (Bank of America) von 27 auf 29 Euro. Das ist nun wirklich nichts, was Trader zum Einstieg bringen könnte.

Zweitens haben viele Trader sich nach dieser massiv überzogenen Super-Rallye der K+S-Aktie zwischen August 2021 und April 2022 die Finger verbrannt, als die Aktie auf einmal schnell und weit wegrutschte. Solche Aktien fasst man dann ungern an und wenn, dann nur, wenn andere den ersten Schritt getan und den Kurs von wichtigen Unterstützungen nach oben weggezogen haben. Aber solange dieser Gedanke umgeht, dass niemand weiss, wie lange die Bilanzen noch grandios sein werden, und deswegen bislang niemand so recht zufassen mag, bleibt die Aktie an dieser aktuell bei knapp über 20 Euro verlaufenden und bislang nicht überzeugend verteidigten Aufwärtstrendlinie hängen.

Sollte K+S die Anfang des Monats nicht bezwungene 200-Tage-Linie mit Schlusskursen über 22,50 Euro in einem zweiten Anlauf klar bezwingen, kann das schon reichen, um dieses Zaudern der Trader zu beenden. Aber bleibt die Aktie noch ein paar Tage darunter, wäre es keine Überraschung, wenn die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bricht und mit Schlusskursen unter dem Juli-Verlaufstief (18,89 Euro) die nächste Korrekturstufe eingeläutet wird.

K+S-Aktie: Chart vom 12.08.2022, Kurs 21,13 Euro, Kürzel SDF | Online Broker LYNX
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Die Aussicht auf gewaltig steigende Gewinne beschleunigte den bestehenden Aufwärtstrend der K+S-Aktie und trieb den Kurs bis April auf den höchsten Stand seit 2015. Doch seither fällt sie wie ein Stein. Und genau jetzt steht die Entscheidung an, ob der Abverkauf weitergeht.

Nachdem der Salz- und Düngemittelhersteller K+S seine 2022er-Gewinnprognose mehrfach angehoben hatte, wurde klar, dass die Nachfrage vor allem nach Düngemitteln bislang derart hoch ist, dass K+S so hohe Preise erzielt, dass diese die gestiegenen Kosten der Herstellung weit mehr als kompensieren. Doch wie lange wird das so bleiben? Diese Frage stellten sich nur wenige, solange die Hausse den Kurs mit hohem Momentum immer höher trug. Aber kaum begann die Korrektur, änderte sich, wie so oft, auch die Sichtweise der Anleger.

Auf einmal blickt man voraus und fragt sich – zu Recht – ob es sein könnte, dass die Gewinne nicht erst in zwei, drei Jahren zurückkommen, sondern unerwartet schnell. Basis solcher Überlegungen sind zwei Faktoren:

Expertenmeinung: Auch, wenn die momentane geopolitische Situation und die Veränderungen des Klimas erwarten lassen, dass Düngemittel weiterhin dringend in stetig wachsender Menge gebraucht werden, könnte eine weltweite Rezession dazu führen, dass diese Nachfrage sinkt. Und dann stellt sich die Frage, wie es mit der Gasversorgung weitergeht. Das ist Richtung Jahresende kaum absehbar. Aber wenn Gas knapp wird, wird zuerst den Unternehmen der Hahn zugedreht. Und K+S hat einen hohen Bedarf an Gas bei der Düngemittelproduktion. Würde K+S dann womöglich ausgenommen, weil Düngemittel dringend benötigt werden – oder nicht? Kommt es überhaupt zu Einschränkungen? Wie wird sich der Gaspreis als wichtiger Kostenfaktor des Unternehmens dann entwickeln?

Man weiss es nicht, aber, der Chart auf Wochenbasis zeigt es unübersehbar. Momentan dominieren die Sorgen. Solange aber offen bleibt, ob die auch berechtigt sind und welche Folgen ein „Worst Case“-Szenario überhaupt für Umsatz und Gewinn haben könnte, kann eine Aufwärtswende der Aktie solche diffusen Befürchtungen auch vertreiben. Was hiesse: Die Bullen müssten die sich jetzt bietende Gelegenheit beim Schopf ergreifen, dann könnte K+S nach oben allerhand zu bieten haben.

Sie sehen, dass die Aktie zwar durch die immens wichtige Unterstützungszone 24,74/25,86 Euro gefallen ist, die sich aus den Jahreshochs 2017 und 2018 zusammensetzt. Aber jetzt hat K+S den nächsten wichtigen Unterstützungsbereich erreicht: Das Jahreshoch 2019 bei 18,63 Euro und die marginal darüber verlaufende, im April 2021 etablierte Aufwärtstrendlinie.

Sollte auch diese Zone fallen, würde der nächste Auffanglevel in Form der Ende 2020 entstandenen, flacheren Aufwärtstrendlinie erst bei 15 Euro warten. Aber kriegen die Bullen jetzt die Kurve, wäre eine Rallye an die jetzt als Widerstand fungierende Zone 24,74/25,86 Euro absolut keine Überraschung. Die Entscheidung muss in den nächsten ein, zwei Wochen fallen, es dürfte also lohnen, K+S jetzt im Auge zu behalten!

K+S-Aktie: Chart vom 14.07.2022, Kurs 19,185 Euro, Kürzel SDF | Online Broker LYNX