Börsenblick

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Analyse:
ISRA Vision: Gute Zahlen … aber womöglich nicht gut genug

ISRA Vision stellt hochsensible optische Steuerungs- und Überwachungssysteme für die industrielle Produktion her. Ein Metier mit Zukunft, dessen Wachstumsperspektive durch BrExit oder Handelskrieg wenig bis gar nicht beeinträchtigt werden dürfte. Denn hier geht es um Rationalisierung und Vervollkommnung von Produktionsprozessen, was für Unternehmen gerade in kritischen Phasen ein wichtiges Tool ist, um Kosten zu reduzieren.

Dieser durchaus richtige Gedanke führte bei der ISRA Vision-Aktie indes bis vor genau einem Jahr zu einer Übertreibung, in deren Verlauf sich der Kurs binnen gut zwei Jahren vervierfachte. Dann kam der Absturz im Zuge der Bilanz des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2017/2018 (die Geschäftsjahre enden hier jeweils Ende September). Man hatte einfach zu viel erwartet.

Die Aktie fiel bis Ende 2018 vom Hoch ausgerechnet um über 60 Prozent. Dann, Ende 2018, begann ein mühsamer Weg nach oben, der indes in den vergangenen Wochen wieder von kräftigem Abgabedruck abgelöst wurde. Eine überzeugende Bilanz des dritten Quartals 2018/2019 bzw. der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres hätte die Chance geboten, dass ISRA Vision erneut die Kurve nach oben bekommt. Und ja, diese am Freitagmorgen präsentierte Bilanz fiel gut aus. Aber war das auch gut genug?

Expertenmeinung: ISRA Vision beendete den Freitagshandel mit einem satten Plus von 8,22 Prozent. Das wirkt, als hätte das Zahlenwerk die Wende gebracht. Aber wenn man sich das längerfristige Chartbild der Aktie auf Wochenbasis ansieht, relativiert sich das Plus des Freitags sofort. ISRA Vision ist eine sehr volatile Aktie, da ist ein solches Plus nicht unbedingt entscheidend. Und die Zahlen waren zwar gut, aber die ein Jahr zuvor so abrupt begrabene Goldgräberstimmung dürften sie nicht wiederbeleben.

Ein Umsatzplus in den ersten neun Monaten von 7,6 Prozent und ein Anstieg des Gewinns vor Steuern um 19,5 Prozent ist gut … aber mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis um die 27 ist die Aktie damit nicht mehr billig. Und die ausgegebene Perspektive, im kommenden Geschäftsjahr bei Umsatz und Gewinn im „zweistelligen Bereich“ zuzulegen heißt alles und nichts zugleich.

Da muss die Charttechnik unterstützen, d.h. jetzt müssten Anschlusskäufe kommen, erst dann könnte man der Aktie auf der Long-Seite lohnendes Potenzial zutrauen. Sie sehen, dass der Kurs zum Wochenschluss zwar an, aber nicht über die aktuell bei 33,15 Euro verlaufende 200-Tage-Linie gestiegen ist. Diese Linie müsste die Aktie eindeutig und auf Schlusskursbasis bezwingen, dann hätte ISRA Vision immerhin unmittelbar Spielraum in den Bereich der mittelfristigen Abwärtstrendlinie, die aktuell bei 39,50 Euro verläuft.

Chart vom 30.08.2019, Kurs 32,90 Euro, Kürzel ISR | Online Broker Aktienempfehlungen

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