Indexanalyse:
DAX: Und auf einmal träumen sie von neuen Allzeithochs

Aktuelle Analyse des DAX Index

Gerade am Morgen wurde der deutsche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe den zehnten Monat in Folge unter der Scheidemarke zwischen Wachstum und Kontraktion von 50 Punkten gemeldet. Die Notenbanken, auch in den USA, sind genötigt, den Wachstumsschwund mit noch mehr Stützungsmaßnahmen zu lindern, mit unsicheren Erfolgsaussichten. Und die Gewinne der deutschen Unternehmen stehen mehrheitlich seit über einem Jahr unter Druck.

Da ist es natürlich erfreulich, dass US-Handelsminister Wilbur Ross am Wochenende erklärte, dass die USA von Strafzöllen gegen die europäische Automobilindustrie Abstand nehmen könnten. Aber auch, wenn diese Nachricht aufgenommen wurde, als seien diese Zölle endgültig vom Tisch, war da doch das Wort „könnte“ zu finden. Und eigentlich weiß man ja, dass Donald Trump gerne abrupt seine Meinung ändert. Was gerade zum Vorwochenschluss ein Punkt war, der angeblich Vertreter der chinesischen Regierung zweifeln lässt, dass es eine Einigung im Handelsstreit geben könne, solange Trump Präsident ist. Doch während man darauf kaum reagierte, wurde dieses Statement von Ross gefeiert, als wäre damit nicht nur das Thema Rezession vom Tisch, sondern ein Boom ausgebrochen. DAX und Euro Stoxx 50, aber auch MDAX und TecDAX, haussierten zum Wochenstart.

Doch selbst wenn es nicht äußerst ambitioniert und bis dato bar jeden Belegs wäre, die Wende zum Positiven auszurufen, wenn von jetzt an wirklich das Wachstum zurückkehrt: Das Niveau, welches der DAX jetzt erreicht hat, ist nicht das Niveau der Hoffnung auf die Rückkehr des Wachstums. Es ist ein Niveau, das nur gerechtfertigt wäre, wenn es diesen Schwund des Wachstums nie gegeben hätte. Denn am Tageshoch fehlten bis zum bisherigen, am 23. Januar 2018 bei 13.597 Punkten erreichten Allzeithoch gerade einmal 3,2 Prozent. Rein vom Momentum her, das diese vor einem Monat fast 1.300 Punkte tiefer begonnene DAX-Rallye derzeit zeigt, ein Katzensprung. Und ein Sprung, der tatsächlich zu schaffen wäre, denn:

DAX Chart auf Tagesbasis vom 04.11.2019, Kurs 13.136,28 Punkte, Kürzel DAX

Bei solchen intensiven Kursbewegungen beeinflusst die Schwungkraft des Impulses die Wahrnehmung der Akteure, zumal ein hohes Momentum die rein technisch agierenden Trader und Handelsprogramme gar nicht auf die Idee bringt, auf der Gegenseite zu agieren. Aber damit entsteht zugleich die Achillesferse dieser Jagd auf den bisherigen Rekord: Wenn das Tempo nachlassen, der DAX zu lange auf der Stelle treten würde, würden die technisch orientierten Akteure den Gewinn kassieren und ggf. sogar auf die Gegenseite wechseln. Was vor allem dann zu vermuten wäre, wenn die Gewinnmitnahmen nicht nur von den Tradern kämen, sondern auch von großen Adressen Material in den Markt kommen sollte.

Und da diese großen Player am Aktienmarkt natürlich sehr genau wissen, dass Hoffnungen auf eine Wende, die sich nicht aus Fakten nähren, wie Treibsand wirken können, wäre es durchaus denkbar, dass der DAX eventuell zwar diese „letzte Grenze“ von knapp 13.600 Punkten überwindet, dann aber Gewinnmitnahmen die erhofften Anschlusskäufe überwiegen und es zu einer Bullenfalle kommt.

DAX Chart auf Wochenbasis vom 04.11.2019, Kurs 13.136,28 Punkte, Kürzel DAX

Natürlich ist das so lange ein Szenario von mehreren, bis es tatsächlich so kommt. Aber eines sollte man auf der Long-Seite in jedem Fall beachten: Eine konsequente Absicherung der Positionen; je spekulativer die Position, desto enger sollte man den Stop Loss ansetzen!

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