Börsenblick

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Aktienanalyse:
Dax und S&P500: Das Ende ist nah.

In mehr als einem Jahrzehnt an der Börse habe ich noch nie so eine Diskrepanz gesehen. Munter steigende Aktienkurse, die Indizes an Jahres- und Allzeithochs. Gleichzeitig ist die wirtschaftliche Abkühlung dermaßen offensichtlich, dass einem die Worte fehlen.

Das billige Geld scheint alle Vernunft beiseite zu wischen.

Ich hatte vor kurzem zahlreiche Argumente angeführt, warum ich davon ausgehe, dass die Weltwirtschaft vor enormen Problemen steht.
Im Allgemeinen bin ich als Permabulle und Daueroptimnist bekannt, aber die aktuelle Lage treibt selbst mir den Schweiß auf die Stirn.

USA

In den USA werden die Probleme nur durch das Haushaltsdefizit überdeckt. Trotz einer Neuverschuldung von 6%, lag das Wirtschaftswachstum 2018 aber nur bei 2,9%. In diesem Jahr ist die Lage eher noch schlechter.
Doch selbst ohne weitere Probleme könnte man argumentieren, dass sich die USA bereits in einer Rezession befindet.

Weitere Hinweise auf Probleme liefert der Dow Jones Transportindex. Er gilt als Vorläufer und hat die neuen Höchststände im Dow Jones und S&P500 nicht bestätigt. Gleiches gilt für den marktbreiten Russel 2000.
Beide Indizes haben seit Mitte letzten Jahres keine neuen Hochs erreicht.

Der S&P500 hält sich nur so gut, weil die enthaltenen Unternehmen die Hälfte ihrer Gewinne im Ausland erwirtschaften. In den USA selbst ist die Lage schlecht.

China und Rohstoffe

In China ist das Bild ebenfalls eindeutig. Vergessen Sie die offiziellen Daten, die Wahrheit offenbart ein Blick auf die wichtigsten Handelspartner.
Das Wirtschaftswachstum in Australien ist auf das niedrigste Niveau seit einem viertel Jahrhundert gesunken. Der Handel zwischen Südkorea und China ist kollabiert.

Die schwache Nachfrage aus dem Reich der Mitte lässt sich auch leicht an den Rohstoffpreisen erkennen, sie senden auf breiter Front Warnsignale. Bauholz, Rohöl, Kupfer, Stahl sind allesamt weit von den Hochs entfernt. Teilweise auf dem niedrigsten Stand seit Jahren.

Welthandel bricht ein

Derzeit kann man in Echtzeit beobachten, wie die Wirtschaft von Handelszentren und Warenumschlagsplätzen regelrecht implodiert. Sie gelten als Vorläufer.

Das Wirtschaftswachstum in Hong Kong ist auf den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise eingebrochen. Im vierten Quartal sank das BIP um 0,5%, aktuell kann man sich gerade so über der Null-Linie halten.

In Singapur erscheint die Lage noch dramatischer. Im zweiten Quartal ist die Wirtschaft um 3,4% geschrumpft. Wohlgemerkt nicht auf Jahressicht, sondern innerhalb eines Quartals. Einen derartigen Einbruch hat das Land noch nicht erlebt, selbst während der Finanzkrise nicht.

Man könnte noch eine ganze Weile fortfahren. Kein Wunder, dass die Notenbanken bereits entsprechende Signale senden.
Die Börse ruht sich darauf aus, doch welchen Unterschied machen um 0,25% sinkende Zinsen in der Realwirtschaft?

Ich würde behaupten gar keine. An Geld und Krediten mangelt es auch jetzt nicht, ganz im Gegenteil. Wenn Anleihen mit einer Rendite von 0% gekauft werden, herrscht ganz offensichtlich Anlagenotstand. Es ist zu viel Geld im System und man weiß nicht, wohin damit.

Die eigene Haustüre

Inzwischen erreichen uns ständig neue Gewinnwarnungen. Die Liste wird jeden Tag länger, heute sind es Brenntag und Villeroy Boch.

In den illustren Kreis gesellen sich etliche US-Firmen, darunter auch Giganten wie Intel. Auf unserer Seite des großen Teichs quasi alle Autozulieferer, Daimler, Lufthansa, Dürr, Siltronic, Axel Springer, TUI, Osram, Washtec, Fuchs Petrolub und BASF.

Die Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit…

Dax

Der deutsche Leitindex scheint am Ende der Fahnenstange angekommen zu sein. Der Abwärtstrend konnte nicht überwunden werden und der Ausbruch über 12.435 Punkte ist vorerst gescheitert. Es fehlten schlichtweg die Anschlusskäufe.

Solange die Bullen keinen Ausbruch über 12.435 und den Abwärtstrend erzwingen können, ist die Korrekturgefahr hoch. Mögliche Kursziele auf der Unterseite liegen bei 12.000 sowie 11.750 Punkten.

Chart vom 17.07.2019 Kurs: 12.437 Kürzel: DAX - Tageskerzen | LYNX Online Broker

S&P500

Der S&P500 ist in den letzten Monaten mehrfach an der eingezeichneten Trendlinie gescheitert und hat anschließend umfassende Korrekturen vollzogen. Kommt es wieder dazu?

Der Index ist jedenfalls auf allen Zeitebenen überkauft. Ein Kursplus von 10% in wenigen Wochen und nahezu 30% in wenigen Monaten ist schlichtweg nicht normal.

Ein mögliches Korrekturziel liegt bei 2.950 Punkten. Darunter käme es zu einem Verkaufssignal mit Potenzial in Richtung 2.910 sowie 2.800 Punkten.

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Chart vom 17.07.2019 Kurs: 3.004 Kürzel: SPX - Tageskerzen | LYNX Online Broker

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