Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
DAX: Das Misstrauen ist berechtigt

Ein Plus von knapp 100 Punkten als Reaktion auf die US-Wahl … oder besser, als Reaktion auf die kräftig steigende Wall Street … wirkt ein wenig hüftlahm. Immerhin ist der DAX gemeinhin ein wenig volatiler als beispielsweise der Dow Jones, der am Mittwoch über zwei Prozent aufsattelte. Aber nicht nur, dass es schließlich eine Wahl in den USA und nicht hierzulande war, die die US-Aktien antrieb:

Den meisten Tradern am deutschen Markt wurden zwei Dinge sehr schnell klar: Zum einen war diese Rallye keineswegs zwingend logisch und wirkte sehr „angeschoben“, siehe dazu auch unsere heutige Analyse zum S&P 500-Index. Zum anderen wäre das, was es da zu feiern gäbe, für Europa wohl weit weniger erfreulich als für die US-Unternehmen – Stichwort Handelskrieg.

Zu feiern, dass der durch die Eroberung des Repräsentantenhauses durch die Demokraten vom Tisch sei, wäre verwegen. Denn dahingehend kann dem US-Präsidenten völlig egal sein, wer da die Mehrheit hat: Für Strafzölle und andere Daumenschrauben braucht er die Zustimmung der Kammern des Kongresses nicht.

Im Gegenteil dürfte man fürchten, dass Mr. Trump, in den letzten Wochen durch Twittern und Wahlkampf-Touren am Regieren gehindert, jetzt genug Zeit habe, um sich des Themas Handelskrieg wieder intensiver anzunehmen. Und dass es sehr gut sein kann, dass Donald Trump jetzt, nachdem die Wähler aus dem Weg sind, erst richtig zeigt, wozu er imstande ist, deutet der umgehende Rauswurf des Justizministers keinen Tag nach Schließung der letzten Wahllokale an.

Expertenmeinung: Nein, schon die Rallye der US-Indizes hätte leicht ein Kurseinbruch sein können, hätte man nicht dieselbe Methode wie nach der Wahl am 8. November 2016, nach dem Italien-Referendum oder ähnlichen Situationen angewandt, in denen es leicht böse für die Bullen hätte enden können: die Flucht nach vorne.

Aber am deutschen Markt gab es erst recht keinen Grund, um zu jubeln: Vielen Anlegern schwant da, zu Recht, böses. Man gewinnt den Eindruck: Was immer die US-Börsen gerade antreibt, entweder ist es eine „angeschobene“ Rallye mit womöglich begrenzter Haltbarkeit, die Vorfreude darauf, dass die US-Regierung u.a. Europa jetzt unter Druck setzen und damit die eigenen Unternehmen protektionieren wird – oder beides. Hinzu kommt, dass sich der Chart des DAX weit weniger einladend für die Bullen darstellt.

Oberhalb des Mittwochs-Schlusskurses wartet eine ganze Phalanx an alten Wendemarken, die als potenzielle Widerstände dienen. Und erst darüber kämen die Bullen überhaupt in die Region mittelfristiger Abwärtstrendlinien oder der mit 12.387 Zählern sehr fern scheinenden 200-Tage-Linie. Noch hat dieser Kursgewinn des Mittwochs nicht mehr bewirkt, als die 20-Tage-Linie als allererste dieser ganzen Reihe an potenziellen Bremsmarken zu halten – zu dünn, um hier mit Schwung Long zu gehen und damit das absolut berechtigte Misstrauen abzulegen.

Chart vom 07.11.2018, Kurs 11.579,10 Punkte, Kürzel DAX

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