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Aktienanalyse:
Campbell Soup: Langweilig?

Aktuelle Analyse der Campbell Soup Aktie

Campbell Soup ist ein Hersteller von Fertiggerichten und Suppen.

Die Probleme fangen schon an

Genau an diesem Punkt beginnen bereits die Probleme. Campbell Soup erwirtschaftet nahezu den gesamten Gewinn und Cashflow in einem schrumpfenden Markt.

Trotz mehrerer Übernahmen konnte der Umsatz in den letzten zehn Jahren lediglich von 7,68 auf 8,11 Mrd. USD zulegen. Inflationsbereinigt geht es also abwärts und ein gutes Händchen für Zukäufe hat man offensichtlich auch nicht.
Das Ergebnis konnte trotz stetiger Buybacks lediglich von 2,47 auf 2,62 USD je Aktie gesteigert werden.

In diesem Jahr dürfte der Gewinn sinken, der Ausblick sieht auch nicht viel besser aus. Dennoch ist die Aktie seit dem Jahreswechsel um 50% gestiegen.
Ich würde das als problematische Gesamtkonstellation beschreiben.

Für Campbell Soup ist es daher schwierig auch nur die Minimalvoraussetzungen zu erfüllen, um als Investment infrage zu kommen.
Daher ist die Aktie auch ein massiver Underperformer und notiert heute auf dem Niveau von 1997.
Wer möchte solche Aktien im Depot haben?

Leverage

Dennoch hat die Börse dem Unternehmen in der Vergangenheit eine P/E von durchschnittlich 16,8 zugestanden. Ich hätte meine Mühe, auch nur eine P/E von 10 zu begründen. Auf diese  Bewertung kam Campbell an mehreren markanten Tiefs der letzten 20 Jahre.

Im laufenden Geschäftsjahr dürfte Campbell Soup auf eine P/E von 19,3 kommen. Bereits auf den ersten Blick handelt es sich um eine klare Überbewertung. Warum sollte man für ein Unternehmen mit faktischem Null-Wachstum, geringer Profitabilität und grundlegendem Gegenwind eine derartige Bewertung hinblättern?

Tatsächlich ist die Lage noch deutlich schlechter. Campbell Soup hat heute höhere Schulden, als jemals zuvor und die zehren einen bedeutenden Teil der erwirtschafteten Mittel auf.

Die Rechnung ist bestechend einfach. Man nehme eine margenschwaches Geschäft und langfristige Verpflichtungen, die nahezu dem Jahresumsatz entsprechen.
Im Fall von Campbell sind es aktuell 7,1 Mrd. USD Schulden und ein Jahresumsatz von 8,11 Mrd. USD.

Betrachten wir beispielhaft das letzte Quartal. Der Umsatz ist um 1% auf 2,18 Mrd. USD gesunken. Das EBIT ist um 3% auf 317 Mio. USD gefallen und die Zinsen beliefen sich auf 80 Mio. USD – also mehr als ein Viertel der erwirtschafteten Mittel.
Das Ergebnis ist von 0,60 auf 0,56 USD je Aktie gesunken.

Getilgt hat man an diesem Punkt aber noch keinen Cent der Schulden. Bei dem gegebenen Gewinn und Cashflow wird Campbell Soup wohl das nächste Jahrzehnt damit zubringen.

Charttechnik+

Am Allzeithoch im Jahr 2016 lag die P/E bei 22,6.
Aktuell würde das einem Kurs von 57,40 USD entsprechen, denn seitdem ist der Gewinn gesunken.
Darüber hinaus haben sich die Schulden nahezu verdreifacht. Bezieht man sie in die Rechnung mit ein, war Campbell Soup nie höher bewertet als derzeit.

Rational betrachtet dürfte die Aktie die alten Hochs also keinesfalls erreichen. Doch aktuell läuft ein Ausbruch und wer weiß, wie lange die Bullen noch feiern?

Oberhalb von 48 USD ist aus charttechnischer Sicht der Weg in Richtung 50 und 52,50 USD frei.

Steigt Campbell Soup in die Nähe von 60 USD wäre das Chance-Risiko-Verhältnis für Leerverkäufe außerordentlich gut.
Glücklicherweise sind die Leihgebühren für die Aktie ebenfalls sehr gering, jedenfalls bei LYNX.

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Chart vom 23.12.2019 Kurs: 49,17 Kürzel: CPB - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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