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Aktienanalyse:
Aumann: Des einen Leid ist des anderen Freud

Aktuelle Analyse der AUMANN Aktie

Dass die klassische Automobilindustrie wider Erwarten der meisten Investoren beim großen Konjunkturpaket leer ausgehen soll, dafür die Elektromobilität aber umso stärker gefördert werden soll, war für Aktionäre der im DAX notierten Mitglieder der Automobilindustrie am Donnerstagmorgen eine unschöne Überraschung. Aber umso größer war die Freude bei Unternehmen wie Aumann, die von dieser Entwicklung profitieren. Aumann ist ein Spezial-Maschinenbauer, der mit Anlagen zur Fertigung von Elektromotoren einen wachsenden Anteil seiner Produktpalette auf die Elektromobilität ausgerichtet hat.

Die ersten positiven Nachrichten kamen für die Aumann-Aktie bereits Ende Mai in Form der Bilanz des ersten Quartals. Denn dort musste man zwar wie befürchtet einen deutlichen Umsatzeinbruch im Bereich des klassischen Maschinenbaues vermelden, die Sparte der E-Mobilität konnte trotz „Lockdown“ aber zulegen und erreichte einen Umsatz, der knapp zwölf Prozent über dem Vorjahresquartal lag. Dadurch erreichte dieses Segment 62 Prozent des Gesamtumsatzes in den ersten drei Monaten. Und mit diesen „good news“ der gezielten E-Mobilitäts-Förderung im Rücken setzten die Anleger am Donnerstag darauf, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und der wachsende Anteil der E-Mobilität an Aumanns Umsatz imstande sein wird, zeitweilige Einbußen im klassischen Maschinenbau auszugleichen.

Expertenmeinung: Die Aktie legte mit dem Rückenwind dieser guten Nachrichten am Donnerstag um 5,36 Prozent zu. Aber nicht die Größenordnung des Anstiegs ist da bedeutsam, sondern wo sich dieser Anstieg abspielte. Denn aus charttechnischer Sicht ist damit ein Knoten geplatzt, indem ein äußerst wichtiger Kreuzwiderstand bezwungen wurde, der sich aus der oberen Begrenzung eines im März etablierten Aufwärtstrendkanals und der 200-Tage-Linie zusammensetzt. Diese Hürde lag bei 12,65/12,70 Euro und wurde durch die Käufe als Reaktion auf das Stimulus-Paket der Bundesregierung übersprungen.

Ob die Akte jetzt umgehend massiv durchstartet ist offen, immerhin ist die aktuelle Perspektive zwar aufgehellt, aber das bedeutet nicht, dass die Gewinne bei Aumann sofort durch die Decke gehen würden. Aus rein charttechnischer Sicht wäre der Weg nach oben aber durch diesen Ausbruch erst einmal frei: Die nächsten, nennenswerten Charthürden würden erst in der Zone 16,00/16,45 Euro warten. Aber ob es schnell aufwärts geht oder eher langsam, einen großen Vorteil hatte dieser Donnerstag für die Bullen auf jeden Fall: Mit dem Break über diesen Kreuzwiderstand ließe sich ein Stop Loss Long jetzt deutlich nachziehen, auf einen Level knapp unterhalb dieses jetzt zur Unterstützung verwandelten „Ex-Widerstands“.

Aumann Aktie Chart vom 04.06.2020, Kurs 13,36 Euro, Kürzel AAG | Online Broker LYNX

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