Börsenblick

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Aktienanalyse:
Alibaba: Vom Politik-Blitz getroffen

Aktuelle Analyse der Alibaba Aktie

Um 11:34 Uhr US Eastern Time brach die Aktie des chinesischen Online-Giganten Alibaba an der Nasdaq plötzlich ein, als wäre sie vom Blitz getroffen worden. Was in gewisser Weise auch so war. Die Aktie, die vorher kaum verändert notiert hatte, beendete den Freitag mit einem Minus von 5,15 Prozent. Und sollte sich das Gerücht, das da umging, bestätigen und die Maßnahme, die diese Verkäufe auslöste, nicht nur potenzielles Druckmittel bleiben, sondern umgesetzt werden, wäre für die Aktie noch einiges an Abwärts-Spielraum vorhanden. Es ging, Sie haben es zweifellos in den Nachrichten gelesen, um die Meldung, dass der US-Präsident prüfen lasse, wie sich US-Investments in China reglementieren ließen und wie man chinesische Unternehmen, wie Alibaba eines ist, von den US-Börsen verbannen könnte.

Das Problem für Alibaba wäre in diesem Fall, dass die US-Technologiebörse Nasdaq die Heimatbörse des Unternehmens ist. Dort ging Alibaba 2014 an die Börse, nicht in China. Also, wohin dann? Nach Hongkong? Genau, denn dort wollte das Unternehmen sowieso gerade ein „Zweit-Listing“ vornehmen, um weitere Milliarden für neue Investitionen einzusammeln. Doch dieses Listing wurde gerade erst verschoben, als Reaktion auf die Unruhen in der Stadt. Beobachter glauben, der Konzern wolle China nicht verärgern, indem man ausgerechnet in Hongkong ein Listing vornimmt statt in Shenzen oder Shanghai und so den Eindruck erweckt, das „rebellische“ Hongkong zu bevorzugen. Aber jetzt dürfte man sich dort in der Vorstandsetage angesichts solcher Meldungen wohl eilig Gedanken machen.

Expertenmeinung: Das dürfte man in Peking auch tun. Und man kann eigentlich erwarten, dass man dort alles tun wird, um einen Riesen wie Alibaba aufzufangen, vor allem, wenn es die USA sind, die ihm ein Bein stellen. Immer vorausgesetzt, dass diese am Freitag lancierten Meldungen Substanz haben und dass diese „Prüfung“ der US-Regierung a) Machbarkeit ergibt und b) die Maßnahme eines solchen „Delistings“ an der US-Börse auch zum Einsatz käme. Aber die Sorge, dass dieser politische Zwist auf dem Rücken von Unternehmen wie Alibaba ausgetragen werden könnte, gewinnt damit an Kontur. Und damit wird es für den langfristigen Aufwärtstrend der Aktie langsam eng:

Durch dieses Minus des Freitags ist der Kurs näher an die seit 2016 bestehende Aufwärtstrendlinie heran gerutscht. Die ist zwar nicht hundertprozentig „sauber“, aber sollte die Aktie das letzte Zwischentief vom August bei 151,85 US-Dollar nennenswert unterbieten, wäre die Linie hinreichend klar gebrochen, um das Risiko zügiger, weiterer Abgaben deutlich zu erhöhen. Auch, wenn bis dahin offen bliebe, ob eine solche Verbannung von Alibaba und den vielen anderen chinesischen Unternehmen von der Wall Street wirklich zustande kommt oder nicht.

Chart vom 27.09.2019, Kurs 165,98 US-Dollar, Kürzel BABA | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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