Lufthansa Aktie aktuell Lufthansa: Reicht ein Boden aus Hoffnungen für den Ausbruch?

News: Aktuelle Analyse der Lufthansa Aktie

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Zur Lufthansa Aktie

Ernüchternde Bilanzzahlen, die Ausweitung der Sparprogramme, der Verkauf eines Aktienpakets durch einen Grossaktionär, eine mögliche Kapitalerhöhung: Die Lufthansa-Aktie hat das alles zuletzt gut weggesteckt. Ist das ein Argument, um einzusteigen?

Eine schlechtere Bewertung durch die Analysten als derzeit für die Lufthansa-Aktie kann man sich kaum vorstellen. Von 24 Analysten hat nur einer die Aktie derzeit mit „Kaufen“ eingestuft, vier sind neutral eingestellt … der grosse Rest empfiehlt, Positionen in der Aktie zu reduzieren oder sie ganz zu verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei 7,80 Euro und damit sehr deutlich unter dem derzeitigen Börsenkurs. Und das niedrigste der aktuellen Kursziele von nur 2,00 Euro sollte die Anleger eigentlich beunruhigen. Aber die Aktie hält sich wacker.

Die Frage ist indes, warum das so ist. Denn die Argumente derer, die seit dem letzten Test der unteren Begrenzung der breiten, zwischen 6,85 und 12,96 Euro liegenden Handelsspanne gekauft haben und seither erfolgreich verhindern, dass der Kurs in die untere Hälfte dieser Kursspanne zurückfällt, sollten stichhaltig sein. Nur dann wäre auch eine taugliche Chance gegeben, dass die Aktie mehr hinbekommt als nur nicht wegzubrechen, dass sie tatsächlich den Befreiungsschlag nach oben schafft. Wie steht es um diese Argumente?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Lufthansa Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Grundsätzlich klingt das Hauptargument logisch: Das, was die Airline derart brutal in die roten Zahlen gedrückt hat, ist auf absehbare Zeit vorbei. Dann wird der Flugbetrieb wieder auf frühere Levels hochfahren und damit werden auch früher oder später gute Gewinne eingefahren. Das ist sicherlich so, aber wer jetzt kauft, müsste sich eine weitergehende Frage stellen:

Auf welchen Level könnten die Gewinne wieder steigen – und bis wann? Denn Zukäufe und die zunehmende Konkurrenz führten ja bereits vor der Corona-Problematik dazu, dass der Gewinn pro Aktie nach dem Rekordjahr 2017, als gut fünf Euro pro Aktie verdient wurden, 2019 auf nur noch 2,55 Euro/Aktie sank. Und wenn man diesen Level von 2,55 Euro als Ziel der Normalisierung nehmen würde, wäre die Aktie bereits jetzt relativ normal bewertet, denn in der Airline-Branche sind die Kurs/Gewinn-Verhältnisse traditionell niedrig, lagen in normalen Jahren bei der Lufthansa zwischen vier und sechs. Und die Analysten rechnen selbst für 2023 nur mit einem Gewinn pro Aktie, der zwischen 1,00 und 1,50 Euro pro Aktie liegen wird.

Dieses Polster aus Hoffnungen auf die Rückkehr guter Gewinne ist daher nicht besonders dick, so dass man sich unbedingt konsequent absichern sollte, wenn man hier auf der Long-Seite dabei ist. Der Bereich um 10,00 Euro ist da eine entscheidende Zone, hier finden sich die Zwischentiefs der vergangenen Monate, die derzeit durch die 200-Tage-Linie in ihrer Relevanz als Support verstärkt werden. Würde dieser Bereich fallen, könnte die Lufthansa-Aktie aufgrund dieser wackligen Perspektive zügig in die Zone 6,85/7,00 Euro zurückfallen.

Und auf der Oberseite? Da kommt es auf den Widerstandsbereich 12,60/12,96 Euro an. Würde der bezwungen, wäre der Weg nach oben erst einmal frei. Aber solange es da nicht zu einer massiv positiven Veränderung der Gesamtsituation kommt, bliebe die Charttechnik im Fall eines solchen Ausbruchs auf sich allein gestellt und das Risiko entsprechend recht hoch – enge Stop Loss Long wären daher dann unbedingt angeraten.

Lufthansa-Aktie: Chart vom 07.06.2021, Kurs 10,818 Euro, Kürzel LHA | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Lufthansa Aktie

Dass grössere Aktienpakete von einem Grossaktionär an institutionelle Investoren abgegeben werden, kommt immer mal wieder vor. Aber wenn der damit einhergehende „Mengenrabatt“ wie bei der Lufthansa-Aktie ganze zehn Prozent beträgt, ist das ungewöhnlich.

Die Erben des verstorbenen Lufthansa-Grossaktionärs Heinz Hermann Thiele hatten, wie am Donnerstagabend nach Handelsende gemeldet wurde, gut die Hälfte seines Anteils bei institutionellen Investoren untergebracht. Es ging da um etwa sechs Prozent aller Aktien des Unternehmens, also um eine immense Grössenordnung.

Trotzdem wäre das grundsätzlich kein Thema für den Markt, weil die Aktien ja nicht in den normalen Handel gegeben wurden. In diesem Fall war es jedoch sehr wohl ein Problem für die Marktteilnehmer, was sich in einem kräftigen Abschlag von 6,5 Prozent im Freitagshandel niederschlug. Warum?

Expertenmeinung: Wenn grosse Pakete auf einen Schlag veräussert werden, sind Abschläge zum letzten Börsenkurs eher die Regel als die Ausnahme, nicht aber ein „Rabatt“ dieser Grössenordnung. Die Lufthansa-Aktie hatte am Donnerstag, als man von diesem Deal noch keine Kenntnis hatte, bei 10,87 Euro geschlossen. Verkauft wurden diese Aktien aber zu nur 9,80 Euro. Und da stellte man sich – zu Recht – die Frage:

Wenn die grossen Adressen, die diese Aktien übernommen haben, das nur zu einem derartigen Abschlag tun, ist die Aktie dann womöglich auch nicht mehr wert? Dass dieser Gedanke aufkommt, ist nachvollziehbar, vor allem, wenn man sich ansieht, dass fast alle Analysten die Aktie momentan mit „Verkauf“ einstufen und das durchschnittliche Kursziel der Experten bei 7,80 Euro liegt. Aber stellt man da eigentlich die richtige Frage?

Eigentlich wäre interessanter zu fragen, warum die Thiele-Erben verkauft haben. Und da käme, wie einige Printmedien zu Recht vermuten, die Erbschaftssteuer ins Spiel. Um die bezahlen zu können, muss eben einiges zu Barem gemacht werden … und da würde es nicht wundern, wenn die Thiele-Erben einen solchen Abschlag einfach hinnehmen, Hauptsache, es geht schnell und reibungslos über die Bühne. Das ist also eher kein Misstrauensvotum gegenüber der Aktie bzw. deren Kursniveau an sich … aber:

Dieser Abschlag könnte einige daran erinnern, wie weit das Papier der Kranich-Airline zuletzt über die Kursziel-Zone der Analysten hinausgelaufen war. Und dass auf absehbare Zeit nicht damit zu rechnen ist, dass die Lufthansa wieder an die Profitabilität früherer Jahre anknüpfen wird. Daher ist dieser „Weckruf“ durchaus spannend, zumal:

Sollten die Abgaben weitergehen, stünde schnell die bei 9,86 Euro verlaufende 200-Tage-Linie im Feuer. Eine an sich schon wichtige Unterstützung, die aber, da das Kursbild zuletzt wenig strukturiert war, jetzt eine noch höhere Relevanz hätte. Sollte die 200-Tage-Linie fallen, könnte es schnell weiter Richtung der Auffangzone 9,10/9,30 Euro gehen. Die Käufer müssten also umgehend wieder aktiv werden, um diesen „Schatten“ des Blockverkaufs abzuschütteln … aber erst Schlusskurse über 11,50 Euro wären angetan, den Weg nach oben wieder freizugeben. Es dürfte sich lohnen, die Aktie in den kommenden Tagen im Auge zu behalten.

Lufthansa-Aktie: Chart vom 21.05.2021, Kurs 10,16 Euro, Kürzel LHA | Online Broker LYNX

Lufthansa hat Quartalszahlen vorgelegt und die waren so schlecht wie erwartet. Sollte man jetzt einsteigen, bevor sich die Lage entspannt und die Zahlen besser werden?

Ende ohne Schrecken

Vor wenigen Stunden hat die Lufthansa Quartalszahlen vorgelegt. Die Lage ist nach wie vor desaströs.

Der Umsatz ist um 60% auf 2,56 Mrd. Euro eingebrochen und das, obwohl das Vorjahresquartals auch schon schlecht war. Damals verzeichnete man einen Rückgang um 18%.

Bei 86% weniger Fluggästen aber alles kein Wunder.

Die operativen Aufwendungen liegen mit 3,98 Mrd. Euro weit über den Einnahmen. Im Endeffekt verbrennt man knapp 500 Mio. Euro im Monat.
Bei nur noch 2,05 Mrd. Euro an Eigenkapital ist bald Schluss.

Als Ergebnis bleibt ein Verlust von 1,05 Mrd. Euro, was -1,75 Euro je Aktie entspricht.

Ganz schlechte Bilanz

Es ist zwar nicht so, dass die Lufthansa Schuld an der Misere hätte, man hat aber auch zuvor schon nicht gut gehaushaltet.
Das Wachstum nach der Finanzkrise war schwach, die Margen niedrig.

Kommt es dann zur nächsten Krise, steht man schnell mit dem Rücken zur Wand.

Genau aus diesem Grund läuft die Aktie auch seit mehr als zwei Jahrzehnten seitwärts. Für Anleger war nichts zu holen.

Das ist einer der eindeutigsten Hinweise auf ganz grundlegende Probleme, auch abseits von Krisen.

Chart vom 29.04.2021 Kurs: 10,65 Kürzel: LHA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 29.04.2021 Kurs: 10,65 Kürzel: LHA – Wochenkerzen

Investoren sollten sich von solchen Aktien grundsätzlich fernhalten. Bestenfalls schafft eine von hundert irgendwann den Turnaround. Irgendwann kann aber auch erst in 10 Jahren sein.
Solange bringt ihr Investment kein Geld.

Erstaunlich

Betrachtet man die aktuelle Lage, ist es aber vor allem erstaunlich, dass die Aktie noch so hoch notiert und nicht weit unter das Niveau von 2016, 2012 oder 2009 gefallen ist.

In all diesen Jahren notierte die Lufthansa ebenfalls zeitweise bei 10-12 Euro.

Rechnet man die ganze Sache mal durch, ist die Lufthansa heute mehr Wert als vor der Krise. Sie haben richtig gehört.

Rechnen und Nachdenken

Ende 2018 kam die Lufthansa auf einen Unternehmenswert von 12,76 Mrd., zusammengesetzt aus 9,27 Mrd. Börsenwert und 3,49 Mrd. Euro an Nettoschulden.

Ende 2019, unmittelbar vor der Krise, lag der Börsenwert bei 7,77 Mrd. Euro. Inklusive der Nettoschulden von 6,66 Mrd. Euro lag der Unternehmenswert also bei 14,43 Mrd. Euro.

Heute, nach all den Hilfskrediten und einer massiven Kapitalerhöhung liegt der Unternehmenswert bei 17,46 Mrd. Euro (Börsenwert 6,53 Mrd. + 10,92 Mrd. Nettoschulden).

Es ist vollkommen absurd

Die Unternehmensbewertung ist trotz all der Probleme heute höher, als in den Jahren zuvor.

Wir haben es hier mit einer toxischen Situation zu tun und die Lufthansa wird mittel- und sogar langfristig nicht mehr den Gewinn je Aktie erzielen können, wie vor der Krise.
Selbst wenn sich der Tourismus vollkommen erholt.

Das hat drei einfache Gründe:
Für die ausufernden Schulden fallen natürlich Zinsen an, das drückt den Gewinn.

Man hat die Flotte verkleinert, das drückt den potenziellen Umsatz und Gewinn.

Die Zahl der ausstehenden Aktien ist gestiegen, das drückt den Gewinn je Aktie.

Summa summarum

In Summe wirkt sich das massiv aus.
Nehmen wir an, dass die Lufthansa zeitnah wieder an die operativen Margen von 2019 anknüpfen kann.
Damals lag das Ergebnis bei 2,55 Euro je Aktie.

Bevor Sie weiterlesen, schätzen Sie, wie sehr das damalige Ergebnis durch die drei zuvor genannten Punkte sinken würde.

Vielleicht um 30%, 50% oder etwa noch mehr?

Die Lufthansa könnte wohl froh sein, wenn man ein Ergebnis von 0,50 Euro je Aktie erzielen würde.

Und das auch nur unter den Voraussetzungen, dass man zeitnah zum Normalbetrieb zurückkehren kann (was nicht der Fall ist), und dass man nicht nochmal Kapital benötigt.
Bei dem gegebenen Cashburn und dem auf 2,05 Mrd. Euro zusammengeschmolzenen Eigenkapital ist das fraglich.

Dass eine Aktie derart weit über das durchschnittliche Analysten-Kursziel hinausschiesst, wie dies bei der Lufthansa-Aktie der Fall ist, sieht man selten. So etwas geht selten gut … und es scheint, als bekämen die Bullen jetzt die Rechnung präsentiert.

In gut einer Woche, am 29. April, wird die Bilanz zum ersten Quartal erwartet. Aber dass die imstande wäre, dass klar negative Votum der zahlreichen, die Lufthansa beobachtenden Analysten auf den Kopf zu stellen, ist unwahrscheinlich. Wie sich die Lage der Airlines insgesamt und die der Lufthansa im Besonderen darstellen, kann jeder problemlos nachverfolgen. Es tut sich in Europa in Sachen Tourismus nahezu nichts … und ob das zur diesjährigen Urlaubssaison spürbar besser wird, ist fraglich. Dass andere Regionen etwas besser dastehen, mag zwar sein, aber die Basis der Kranich-Airline liegt eben in Europa.

Natürlich ist das kein Zustand für die Ewigkeit. Die durchschnittliche Prognose der Experten für das Jahr 2022 sieht eine schwarze Null in der Bilanz, für das laufende Jahr immerhin eine Reduzierung der Verluste. Aber wenn es um die Frage geht, auf welchem Niveau die Aktie korrekt bewertet wäre, kann man nicht einfach so lange in eine letztlich ja unsichere Zukunft vorausblicken, bis die für den aktuellen Kurslevel opportune Gewinne erzielt wären.

Anfang des Jahres hatten die Bullen versucht, den Kurs in den Bereich der Handelsspanne der Jahre 2015/2016 zwischen 9 und 15,50 Euro zurückzutragen … aber da gehört sie nicht hin. 2015/2016 lag der Gewinn pro Aktie bei 3,67 bzw. 3,81 Euro. Das sehen die Analysten momentan nicht einmal im Jahr 2025 wieder erreicht. Kein Wunder also, dass aktuell drei Viertel der Analysten die Aktie entweder mit „Untergewichten“ oder mit „Verkaufen“ einstufen.

Expertenmeinung: Momentan liegt das durchschnittliche Kursziel der Experten bei 7,40 Euro. Anfang März hatte die Aktie 12,96 Euro erreicht … damit lag der Kurs sagenhafte 75 Prozent über dem Kursziel. Dass so etwas ohne eine Verbesserung der Rahmenbedingungen auf Dauer nicht gutgeht, war klar. Aber wann die wilde Hatz enden würde, nicht. Daher blieben viele dabei und kauften sogar zu, solange der Aufwärtstrend hielt. Jetzt ist er gebrochen.

Damit sind die bullischen Akteure jetzt klar in der Defensive. Auffällig war, dass der Versuch, den Ende März vollzogenen Bruch des Aufwärtstrends zu eliminieren, genau an dieser alten Aufwärtstrendlinie scheiterte. Das indiziert, dass Short-Seller gezielt an Widerständen Druck aufbauen. Und das war am Dienstag von Erfolg gekrönt, indem die Aktie deutlich unter die Tiefs der Monate Februar und März rutschte.

Lufthansa Aktie: Chart vom 20.04.2021, Kurs 10,088 Euro, Kürzel LHA | Online Broker LYNX

Ein erstes Kursziel wäre jetzt die aktuell bei 9,58 Euro verlaufende 200-Tage-Linie, darunter würde der Bereich 9,11/9,28 Euro eine Auffangbasis bieten. Ob diese Bereiche angelaufen werden und ob sie dann halten oder nicht, lässt sich im Voraus nicht absehen. Aber letztlich muss man auch nicht im Vorfeld wissen, wie weit die Bewegung reicht, entscheidender ist zu wissen, wo sie beendet wäre. Und das ist im Chartbild gut definiert: Die Abwärtsbewegung wird von einem doppelten Leitstrahl in Form der kurzfristigen Abwärtstrendlinie und der 20-Tage-Linie im Bereich 10,97/11,25 Euro geführt. Sollte es gelingen, den Kurs über diese Zone hinaus zu heben, bekämen die Bullen ihre zweite Chance.

Bereits Anfang Februar hatten wir unsere Prognose auf die Lufthansa-Aktie nach oben geschraubt. Zu diesem Zeitpunkt verharrten die Kurse noch in einer überaus konstruktiven Zwischenkonsolidierung knapp unter der eingezeichneten Widerstandslinie.

Expertenmeinung: Angekommen am Zwischenhoch von Juni des vorigen Jahres könnte die Aufwärtsbewegung nun etwas zäher werden. Sollte dennoch der aktuelle Bereich nach oben verlassen werden, könnten sich neue Kursziele bilden. Hierbei blicken wir auf den Wochenchart. Hier findet sich das nächste Widerstandsniveau erst bei rund 18 EUR. Durchaus möglich, dass das Wertpapier die Reise bis zu diesem Punkt weiter fortsetzen könnte. Nach unten hin ist vor allem darauf zu achten, dass der Support-Bereich über der Marke von 11 EUR nicht mehr nach unten verlassen wird. Alles oberhalb bleibt vorerst bullisch und auch unserer Aussichten bleiben vorerst im positiven Terrain.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 09.03.2021 Kurs: 12.37 Kürzel: LHA | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die allgemeine Erholung der Luftfahrtbranche schreitet voran. Hiervon profitiert auch der Kurs der Lufthansa-Aktie, welche die jüngst stattgefundene Zwischenkorrektur überaus positiv hinter sich gebracht hat. Mit dem Pivot-Tief bei 9.45 EUR wurde eine neue Unterstützung und gleichzeitig auch ein frisches höheres Tief geschaffen. Dies ist für den intakten Aufwärtstrend nicht unwichtig. Die Bullen übernahmen rasch das Ruder und drückten die Kurse in den letzten Wochen wieder in Richtung des Zwischenhochs, welches bei 11.29 EUR gebildet wurde. Es bleibt abzuwarten, ob dem Wertpapier der ganz grosse Ausbruch gelingt.  

Expertenmeinung: Sollte der Widerstandsbereich tatsächlich gebrochen werden, könnte es rasch eine weitere Etage nach oben gehen. Aus technischer Sicht dürfte in Folge ein Anstieg auf 12 bis 12.50 EUR möglich sein. Hier bildete sich im vorigen Jahr ein Zwischenhoch, welches vorerst wohl nicht so leicht zu knacken sein wird. Kurzfristig scheinen Anleger jedoch eher die jüngsten Kursgewinne zu nutzen, um ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Warum auch nicht. Der Widerstand ist deutlich erkennbar und knapp davor ein paar Gewinne zu realisieren, macht Sinn. Sollte der Titel wirklich den Breakout über den Bereich bei 11.30 EUR schaffen, kann jederzeit wieder nachgelegt werden. Wir bleiben vorerst bullisch auf das Papier.   


Aussicht: BULLISCH

Chart vom 09.02.2021 Kurs: 10.73 Kürzel: LHA | Online Broker LYNX