Cancom Aktie aktuell Cancom: Wo kann man zugreifen?

News: Aktuelle Analyse der Cancom Aktie

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Cancom
ISIN: DE0005419105
Ticker: COK
Währung: EUR

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Zur Cancom Aktie

Cancom ist ein herstellerunabhängiges IT-Systemhaus mit einem breiten Produkt- und Dienstleistungsspektrum im Bereich IT-Infrastruktur und Professional Services.

Corona beschleunigt

Zielgruppe des IT-Dienstleisters sind grosse und mittelständische Unternehmen. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot erstreckt sich über das gesamte Spektrum von Beratung, Erstellung von IT-Konzepten, über die Beschaffung bis hin zur Integration und dem Betrieb der Systeme.

Als Partner von HP, Microsoft, IBM, SAP, Symantec, Citrix, Apple und Adobe verfügt Cancom über Kernkompetenzen in richtungsweisenden IT-Zukunftsthemen wie etwa Cloud Computing.

Bisher haben viele Mittelständler die Digitalisierung verschlafen, das hat die Krise schmerzhaft gezeigt. Daher sollte das Geschäft von Cancom mittelfristig sogar von der Pandemie profitieren. Der Nachholbedarf ist gross.

Das grosse Bild

Langfristig ist die Aktie ohnehin ein Outperformer. In den letzten zehn Jahren konnte der Umsatz von 553 Mio. auf 1,55 Mrd. Euro gesteigert werden.
Gleichzeitig haben sich die Margen verbessert.
Das Ergebnis kletterte in dieser Zeit von 0,38 auf 1,04 Euro je Aktie.

Grössere Kapitalerhöhungen hat man schon länger nicht mehr durchgeführt, nennenswerte Schulden hat man nicht.

Daher hatte ich mich in der Vergangenheit mehrfach positiv zur Aktie geäussert. Während des Crashs hatte es Cancom sogar in meine Kaufliste geschafft und glücklicherweise lag das Tief auch direkt in der genannten Kaufzone:

Börsencrash: Das ist meine Kaufliste

Wo kann man zugreifen?

Anschliessend legte die Aktie um 80% zu und kehrte zum Allzeithoch zurück. Derzeit befinden wir uns aber wieder im Rückwärtsgang, die Halbjahreszahlen am vergangenen Donnerstag kamen nicht sonderlich gut an.

Die Wachstumsdynamik hat zwar spürbar nachgelassen, der Umsatz konnte aber um 8,2% auf 826 Mio. Euro gesteigert werden.
Im Vergleich zum gesamten IT-Markt, der um 5,6% eingebrochen ist, ist das eine gute Entwicklung.

Dass der Gewinn um 42% eingebrochen ist, ist zwar nicht erfreulich, es handelt sich aber nicht um hausgemachte Probleme.

Der Wachstumstreiber im Konzern, der Bereich Cloud Solutions, konnte die positive Entwicklung in nahezu ungebremstem Tempo fortsetzen. Im ersten Halbjahr legte der Umsatz um 27% auf 168,6 Mio. Euro zu.

Der Anteil an planbaren und wiederkehrenden Einnahmen durch langlaufende Verträge hat weiter zugenommen und erreichte 191,4 Mio. Euro, nach 145,4 Mio. Euro zuvor.

Wenn man sich die Zahlen also etwas genauer ansieht, erkennt man, dass es bei Cancom vergleichsweise gut läuft.
Im laufenden Jahr sollen Umsatz und Gewinn trotz Corona moderat steigen.

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Chart

Die Aktie ist übergeordnet klar bullisch, der Aufwärtstrend ist intakt. Auf dem aktuellen Niveau ergibt sich für antizyklische Anleger die erste Möglichkeit.

Weitere Unterstützungen liegen bei 39-40 Euro sowie nahe 34 Euro.

Mehr als 10.600 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Chart vom 18.08.2020 Kurs: 44,00 Kürzel: COK - Wochenkerzen

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Cancom Aktie

Man bemühte sich, das Ergebnis des zweiten Quartals positiv darzustellen, indem der IT-Dienstleister CANCOM betonte, man habe den Umsatz im ersten Halbjahr 2020 insgesamt trotz schwieriger Rahmenbedingungen um 8,2 Prozent gesteigert. Zudem sei die Profitabilität von einmaligen Sondereffekten belastet gewesen. Die Anleger liessen sich indes nicht beeindrucken. Als die Zahlen am Donnerstag vorgelegt wurden, gelang es zwar noch, einen Teil der Verluste wieder aufzukaufen und so ein markantes, charttechnisches Verkaufssignal zu verhindern. Aber am Freitag brach der Deich dann doch. Was nicht unbedingt wundert, denn:

Abseits der Hervorhebung der positiven Aspekte des Zahlenwerks waren die Ergebnisse des zweiten Quartals eben unerfreulich. Der Umsatz fiel gegenüber dem zweiten Quartal 2019 um 8,6 Prozent, der Gewinn, gerechnet als EBITDA (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) fiel überproportional um 29 Prozent, einer deutlich von 7,0 im Vorjahr auf jetzt 5,4 Prozent zusammengeschmolzenen Gewinnmarge geschuldet. Die Anleger stimmten mit den Füssen ab und stiegen aus. Und mit dem Minus von gut sieben Prozent am Freitag wurde das am Donnerstag noch verhinderte Abwärts-Signal der Charttechnik dann eben doch generiert.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Cancom Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Das Problem der Marktteilnehmer dürfte vor allem sein, dass andere IT-Dienstleister besser durch das zweite Quartal kamen, so z.B. Bechtle, die ihre Ergebnisse am Mittwoch auf den Tisch legten. Zudem lief die Aktie, nachdem die Hand in Hand mit dem Gesamtmarkt Mitte März losgetretene Hoffnungs-Rallye Anfang Juni endete, in einem Abwärtstrend und damit insgesamt schwächer als der Gesamtmarkt, das alleine dürfte die Käuferseite bereits im Vorfeld der Zahlen eher vorsichtig gestimmt haben.

Genau an dieser Juni-Abwärtstrendlinie drehte CANCOM am Donnerstag als Reaktion auf die Quartalbilanz nach unten. Dabei gelang es am Donnerstag zwar noch, die bis in den Sommer 2019 zurückreichende Unterstützungszone zwischen 45,90 und 47,00 Euro auf Schlusskursbasis zu halten. Aber diese Rettungsaktion des Donnerstags zog keine Käufe nach sich, der Abgabedruck setzte am Freitag sofort wieder ein. Und das war für die Marktteilnehmer das Signal, hier besser nicht in ein fallendes Messer zu greifen. Diese Unterstützungszone wurde zum Wochenschluss klar gebrochen, so dass der Weg nach unten aus rein charttechnischer Sicht jetzt erst einmal frei wäre. Und die Bären dürfte es freuen, dass sich in unmittelbarer Nähe erst einmal keine charttechnische Unterstützung findet, die sich als Basis für Käufe des bullischen Lagers aufdrängen würde.

Chart vom 14.08.2020, Kurs 44,50 Euro, Kürzel COK | Online Broker LYNX

Die Aktie des IT-Dienstleisters CANCOM ist zwar anders als Wirecard kein Schwergewicht im TecDAX, aber eine ernüchternde Wirkung dürfte auch der Abwärts-Turnaround dieser Aktie auf die Investoren gehabt haben, der sich am Donnerstag als Reaktion auf die Bilanz des ersten Quartals ergab. Erst zog CANCOM nach Vorlage der Ergebnisse deutlich an, begann aber bald abzubröckeln und rutschte zur Mittagszeit ins Minus, das sich bis zum Handelsende auf sechs Prozent ausweitete. Wie kam es, dass die Akteure die Zahlen zuerst positiv und dann doch negativ beurteilten?

Dass der TecDAX durch das Bleigewicht namens Wirecard an den Füssen im Tagesverlauf deutlich in die Tiefe gerissen wurde, mag ein Grund gewesen sein. Ein anderer aber, dass wir hier wohl von zwei verschiedenen Gruppen reden. Von denen, die sofort nach einem flüchtigen Blick auf Bilanzen reagieren und von jenen, die genauer hinschauen und erst handeln, wenn sie sich ein klares Bild gemacht haben. Und wer das tat, dürfte bei CANCOMs Bilanz eine Augenbraue gehoben haben.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Cancom Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Denn der Umsatz, der in den ersten drei Monaten 2020 erzielt wurde, lag zwar über 27 Prozent über dem des Vorjahresquartals und solide über der durchschnittlichen Analystenprognosen. Aber der Gewinn nicht. Der stieg, gerechnet vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) nur um 3,6 Prozent und blieb damit hinter der Prognose zurück. Der Grund: Die Gewinnmarge war deutlich gefallen, von 7,0 Prozent im ersten Quartal 2019 auf jetzt 5,7 Prozent. Das ernüchtert. Und dass CANCOM die Gesamtjahresprognose trotz des satten Umsatzanstiegs nicht anhob, die man Ende April mit „moderates Umsatz- und Ergebniswachstum“ umschreiben hatte, machte denen, die genauer hinsahen, deutlich, dass man dort nicht damit rechnet, dass die Gewinnmarge kurzfristig wieder deutlich zulegen wird.

Angesichts dieser Erkenntnis dürften nicht wenige, die hier engagiert waren, die Aktie als erst einmal ausgereizt angesehen haben. Immerhin hatte der Kurs das vorherige Rekordhoch vom Februar Anfang Juni überboten, weil man auch CANCOM als IT-Dienstleister (durchaus zu Recht) zu den von der Pandemie nicht betroffenen Unternehmen zählte. Nur hatte man das, was derzeit an Wachstum greifbar ist, auch zu Jahresbeginn schon erwartet, warum also sollte eine solche Bilanz mit dieser unerwartet deutlich gedrückten Marge ein noch höheres Kursniveau rechtfertigen?

Das Problem bei diesen Abgaben ist, dass sie dazu führten, dass die Aktie die rechte Schulter einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausbildete. Das ist noch kein bärisches Signal, das entsteht erst, wenn die Nackenlinie der Formation, die Linie, die man unter die zwei Zwischentiefs ziehen kann, gebrochen wird. Aber diese Nackenlinie liegt mit 49 Euro nicht gerade weit entfernt. Und würde sie brechen, wäre auch noch die knapp darüber verlaufende 200-Tage-Linie unterboten und damit ein äusserst massives charttechnisches Verkaufssignal entstanden. Wer hier Long engagiert ist, sollte diese Zone um 49/50 Euro besser nicht aus den Augen lassen!

Cancom Aktie Chart vom 18.06.2020, Kurs 51,85 Euro, Kürzel COK | Online Broker LYNX

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Der Ausverkauf des Aktienmarkts zwischen Mitte Februar und Mitte März hatte bei der Aktie des IT-Systemhauses CANCOM zur Vollendung einer zuvor über Monate hinweg ausgebildeten Topp-Formation geführt. Jetzt steht die Aktie an der Schwelle zur Rückeroberung der Nackenlinien-Zone dieser Formation. Auf den ersten Blick mag das überraschen, aber CANCOM hatte am Dienstagmorgen geliefert, worauf viele, die seit Mitte März wieder eingestiegen waren, gesetzt hatten: Im Zuge der 2019er-Bilanz lieferte der IT-Dienstleister einen Ausblick, der hoffen lässt, dass CANCOM zu den Unternehmen gehört, die von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie weniger betroffen sein werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr legte der Umsatz um 17,6 Prozent, der um Sonderfaktoren bereinigte, vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen gerechnete Gewinn um 14,7 Prozent zu, die Dividende soll stabil bei 50 Cent pro Aktie bleiben. Diese Bereitschaft, trotz der insgesamt kritischen Rahmenbedingungen der Wirtschaft eine stabile Dividende zu zahlen und der Umstand, dass sich CANCOM im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen zutraut, eine Prognose für 2020 abzugeben, in der mit moderatem Umsatz- und Gewinnwachstum gerechnet wird, zog die Aktie am Dienstag höher. Diese Aussagen waren gut genug, um trotz der zuvor in der Spitze fast 50 Prozent, die der Kurs seit Mitte März zugelegt hatte, Gewinnmitnahmen zu verhindern. Geht es jetzt durch die gestern angegangene Widerstandszone, wird damit die auch mittelfristig relevante Aufwärtswende zementiert?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Cancom Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Das ist möglich, aber keineswegs sicher, denn erst am 14. Mai kommt dann die Bilanz des ersten Quartals 2020. Dann ist die Phase, in der sich CANCOM durch das Umfeld einer wegbrechenden Wirtschaftsleistung bewegt, noch ein paar Wochen älter und klarer absehbar, ob man dort wirklich so relativ ungeschoren davon kommt, wie die in der 2019er-Bilanz getätigte Aussage es hoffen lässt. Richtig ist:

Wenn es der Aktie gelingt, die Nackenlinien-Zone des vorherigen Topps im Bereich 45,90/47,00 Euro zu überwinden und darüber hinaus noch die aktuell bei 49,11 Euro verlaufende 200-Tage-Linie zurückerobert würde, wäre der Weg nach oben aus rein charttechnischer Sicht frei, das Jahres-Verlaufshoch bei 57,10 Euro ein denkbares Kursziel. Da die Hoffnung diesen Aufwärtstrend aber als entscheidendes Element begleitet und diese erfahrungsgemäss ein unsteter Begleiter ist, wäre es ratsam, laufende Long-Trades konsequent nach unten abzusichern. Hierfür bietet momentan der doppelte Leitstrahl der Rallye, bestehend aus der März-Aufwärtstrendlinie, aktuell um 43,90 Euro, und der knapp darunter mitlaufenden 20-Tage-Linie (um 42,75 Euro), eine gute Orientierung.

CANCOM Aktie Chart vom 28.04.2020, Kurs 46,20 Euro, Kürzel COK | Online Broker LYNX

Panik.

Der Börsencrash geht unvermindert weiter. Am Vortag rauschten die US-Indizes 4,5% in die Tiefe und der Dax eröffnete heute über 3% im Minus.

Wie soll man damit umgehen? Zunächst heisst es: Ruhe bewahren. Die Welt wird nicht untergehen.
Hier erkläre ich meine Herangehensweise ausführlich: Schlachtplan und Einkaufsliste für den Börsen-Crash

Während bei den meisten Börsenteilnehmern Panik ausbricht, schauen wir uns eiskalt nach Gelegenheiten um. Wir machen wie immer das Gegenteil von dem, was die breite Masse macht.

“Be Fearful When Others Are Greedy and Greedy When Others Are Fearful” ― Warren Buffett.

Die meisten Anleger kaufen, wenn die Kurse steigen und verkaufen, wenn sie fallen.
Es dürfte klar sein, dass das keine gute Strategie ist und es ist einer der wesentlichen Gründe, warum die meisten Anleger sehr viel schlechter als der Markt abschneiden.

Wenn man aber ein klares System und einen Plan hat, wird einem das nicht passieren. Ich kann es nur wiederholen: Sie brauchen einen Schlachtplan. Sie müssen vorbereitet sein bevor etwas passiert.
Es wird Ihnen das Börsenleben ungemein erleichtern. Sie werden in jedem Fall wissen, was zu tun ist und müssen nicht spontan oder emotional reagieren. Damit sind Sie einem Grossteil der Anleger überlegen und können bessere Entscheidungen treffen.

In diesem Sinne hatte ich gestern einen Artikel mit US-Aktien veröffentlicht: Einkaufsliste für den Crash 2020
Heute werden wir uns in Europa, aber vor allem in unserer schönen Heimat umschauen. Auch Deutschland hat absolute Top-Unternehmen zu bieten.

Warum ist der Absturz so brachial?

Ich habe dazu eine ganz eigene Theorie. Als Auslöser wird uns der Corona-Virus genannt, eine wirtschaftliche Abkühlung, ein möglicher Wahlsieg von Bernie Sanders oder oder. All diese Faktoren spielen sicherlich eine Rolle, doch es geht eigentlich viel tiefer. Warum ist der Absturz so brachial? Warum verhält sich der Markt so? Warum schwankt die Börse nur noch zwischen 2 Zuständen:
Monatelang steigende Kurse ohne jegliche Korrektur oder eben totaler Crash ohne jegliche Erholung.

Es ist Irrsinn, es überrascht mich aber nicht. Bereits vor Monaten hatte ich folgendes geschrieben, jetzt ist es wieder hochaktuell.

Die Maschinen übernehmen

Computerprogramme und Algorithmen haben den Markt inzwischen vollkommen unter ihre Kontrolle gebracht.

Zum ersten Mal kam mir dieser Gedanke beim „Flash-Crash“ von 2010. Kein normaler Mensch hätte den Dow Jones in kürzester Zeit fast 1000 Punkte, oder knapp 9% in die Tiefe geschickt, nur um ihn dann wieder hochzukaufen.
Bei Einzelaktien im S&P500 kam es teilweise zu Kursverlusten von 50%. Nicht bei kleinen Nebenwerten, sondern bei Aktien wie Procter & Gamble.

Anschliessend brachte man die Programme wohl wieder unter Kontrolle und etablierte entsprechende Sicherungssysteme.
Davon sind wir inzwischen wohl wieder weit entfernt.

Auch im Dezember 2018 wurde der ganze Markt blind abverkauft. Von einer Sekunde auf die andere wechselte man daan wieder den Rallye-Modus.
Kein Mensch würde jemals so handeln. Aber Maschinen, denen die Marktrichtung vollkommen egal ist.

Nach diesen Vorgängen war ich mir sicher. Computerprogramme und Algorithmen haben den Markt inzwischen vollkommen unter ihre Kontrolle gebracht.
Sie bestimmen die Aktienkurse jetzt autonom, der Mensch hat nichts mehr zu melden.

Hoch lebe Skynet

Jetzt ist es wieder so weit. Die Maschinen setzen auf Rot. Algorithmen ist es eben vollkommen egal, ob Kurse steigen oder fallen. Sie wollen sich nur ein Stück vom Kuchen sichern.

Das ist ein ernstzunehmendes Problem, denn fallende und steigende Kurse haben ganz reale Auswirkungen. Ein Crash kann den Interbankenmarkt und somit das ganze Finanz- und Wirtschaftssystem an den Rand des Kollaps bringen.

Ich denke uns stehen stürmische Zeiten bevor. Die wilden Kursentwicklungen werden zunehmen. Scharfe Einbrüche und Rallyes werden sich abwechseln. Mal in einzelnen Sektoren, dann in verschiedenen Asset-Klassen, das nächst Mal dann wieder am gesamten Aktienmarkt.
Suche sie sich etwas aus.

Weitere Unsicherheit und Gefahren drohen durch ETFs. Fangen die Maschinen erst an, alles zu verkaufen und der Markt geht in die Knie, werden die Menschen folgen.
Sie stossen ihre ETFs ab und nehmen Geld vom Tisch, wie sie es bei Crashs immer tun.

Das übt noch mehr Druck aus, auf alle Aktien gleichzeitig. Es entsteht eine Feedback-Schleife.

SAP: Das Schwergewicht

Beginnen wir mit einem Schwergewicht. Langjährige Leser werden es wissen, die wenigsten Dax-Unternehmen würden es jemals in mein Portfolio schaffen. Überwiegend sind es blutleere Giganten mit schwachem Wachstum.

Bei SAP sieht das ganz anders aus. Daher hatte ich die Aktie in der Vergangenheit auch immer wieder zum Kauf empfohlen. Zuletzt bei einem Kurs von 103,80 Euro, ausführliche Analyse. Anschliessend ging es bis auf 129 Euro aufwärts, jetzt könnten Anleger eine neue Chance erhalten.

In den letzten zehn Jahren konnte SAP den Umsatz von 10,67 auf 24,71 Mrd. Euro steigern. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,47 auf 3,42 Euro je Aktie.
Die Margen sind hoch und der Kapitalbedarf liegt im Rahmen. Die Umstellung auf Cloud und wiederkehrende Einnahmen sollte die Profitabilität und Stärke des Cashflows weiter befeuern.
Daher werden für 2020 und 2021 erhebliche Gewinnsprünge erwartet.

SAP steuert auf massgebliche Unterstützungen und den Aufwärtstrend zu. Für antizyklische Anleger könnten die Supports bei 105 sowie 96,50 Euro interessant sein.

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Chart vom 28.02.2020 Kurs: 109,60 Kürzel: SAP - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Cancom: Powerhouse

Cancom deckt das gesamte Spektrum von der Beratung, Erstellung von IT-Konzepten, über die Beschaffung bis hin zur Integration und dem Betrieb von IT-Systemen ab. Man ist also ein Know-How-Powerhouse. Die meist mittelständischen Kunden haben es dringend notwendig.

Dadurch konnte man den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 0,43 auf 1,07 Mrd. Euro steigern. Das Ergebnis kletterte im selben Zeitraum von 0,24 auf 1,21 Euro je Aktie.
Im nahezu abgeschlossenen Geschäftsjahr wird ein Gewinnsprung auf 1,50 Euro je Aktie erwartet.

Daher hatte ich mich in der Vergangenheit mehrfach positiv zur Aktie geäussert (diesen Satz werden ich mir bei den folgenden Werten sparen – es trifft auf alle zu), sie befindet sich auch im Musterdepot 1 auf Guidants. Aktuell 96% im Plus.

Zuletzt wurde ich aber vorsichtiger. Cancom erschien klar überkauft. Seitdem ist das Papier 53 auf 42,50 Euro eingebrochen. Damals hatte ich versucht, die folgende Frage zu beantworten: Cancom: Wo würde ich kaufen?

Jetzt sind wir in der Zielzone angekommen. Für antizyklische Anleger ist der Bereich zwischen 39 und 42,50 Euro interessant. Darunter ergäbe sich die nächste Chance bei 32 – 34,50 Euro.

Mehr als 8.200 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 42,34 Kürzel: COK - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

LVMH: Luxus fürs Depot

LVMH steht für Louis Vuitton Moët Hennessy. Es handelt sich also um einen Luxusgüter-Konzern.

Luxoriös war auch die Performance der Aktie. Stichwort „Consumer Hourglass Theory“. Ich möchte es nicht weiter ausführen, die Zahlen sprechen ohnehin für sich.
In diesem Bereich lässt sich noch richtig Geld verdienen.

LVMH konnte den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 20,32 auf 53,65 Mrd. Euro steigern. Der Gewinn kletterte von 6,32 auf 14,23 Euro je Aktie. In der jüngeren Vergangenheit hat sich die Entwicklung sogar noch beschleunigt.
Die operative Marge ist mit mehr als 20% hoch, der Cashflow stark. Im letzten Jahr lag der FCF bei mehr als 8,0 Mrd. Euro. In dieser Liga spielen ganz wenige Unternehmen mit. Daher ist die Bilanz auch blitzsauber.

Heute ist LVMH auf die erste antizyklische Marke bei 358 Euro zurückgekommen und stösst dort auf Interesse.
Weitere Möglichkeiten ergeben sich bei 333 und 310 Euro.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 365 Kürzel: MC - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Amadeus Fire: Landet die Rakete auch?

Amadeus Fire ist ein spezialisierter Personaldienstleister für Fach- und Führungskräfte. Das Konzept geht auf, die Aktie ist mit gutem Grund ein Outperformer.
In den letzten zehn Jahren konnte der Umsatz von 111 auf 206 Mio. Euro gesteigert werden. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,89 auf 4,66 Euro je Aktie.

Das Geschäft ist auch nicht kapitalintensiv, der Cashflow stark. Das ist auch der Hauptgrund, warum man das Wachstum aus den laufenden Einnahmen finanzieren und sich eine Dividende leisten kann.
Ausführliche Analyse: Amadeus Fire mit 5% Dividende: Lohnt es sich?

Aus rein charttechnischer Sicht ist das aktuelle Niveau durchaus interessant. Können die Bullen den Aufwärtstrend verteidigen, könnte es direkt wieder gen Norden gehen.

Für Investoren dürfte es aber noch zu früh sein. Antizykliker könnten womöglich zwischen 120 und 126 Euro vorsichtig den Fuss in die Tür stellen.
Wirklich interessant wird es allerdings zwischen 100 und 110 Euro.

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Chart vom 28.02.2020 Kurs: 133 Kürzel: AAD - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Grenke: Da sind wir wieder

Grenke ist einer der führenden deutschen Anbieter von IT-Leasing. Das Unternehmen ist auf den sogenannten Small-Ticket-Bereich spezialisiert, also Produkte mit Anschaffungskosten unter 25.000 Euro.

Das Unternehmen hat mehr als eine dreiviertel Million laufender Leasingverträge. Das Geschäft ist weder kompliziert noch aufregend, dafür aber kalkulierbar und generiert stetige Einnahmen.

In den letzten fünf Jahren hat sich der Umsatz von 1,47 Mrd. auf 2,91 Mrd. Euro nahezu verdoppelt. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,47 auf 2,78 Euro je Aktie.
Ausführliche Analyse: Grenke wird in der Luft zerrissen. Was nun?

Jetzt kommen die antizyklischen Marken langsam in Reichweite. Die Unterstützungen bei 85 sowie 80 und 70 – 72,50 Euro könnten interessant sein.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 84,85 Kürzel: GLJ - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Hypoport: Explosiv

Hypoport ist ein Netzwerk von Technologieunternehmen für die Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft. Zur Unternehmensgruppe gehört unter anderem Dr. Klein, sowie Europace, Genopace und Vergleich.de.

Seit 2010 konnte der Umsatz von 68 auf 266 Mio. Euro gesteigert werden. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 0,53 auf 3,66 Euro je Aktie.
Das Geschäft ist gut skalierbar. Darüber hinaus ist der Kapitalbedarf gering und dementsprechend konnte man immer wieder zukaufen. Nennenswerte Schulden hat man nicht und es waren auch keine Kapitalerhöhungen notwendig.

In der Summe vereint das Unternehmen also eine ganze Reihe an wünschenswerten Eigenschaften. Das Problem bei Hypoport ist die notorisch hohe Bewertung. Selbst nach dem massiven Kurssturz der letzten Tag geht das Unternehmen nicht gerade als klassisches Schnäppchen durch.

Die Unterstützung nahe 263 Euro ist aus charttechnischer Sicht allerdings interessant. Antizyklische Investoren sollten den Blick auf den Bereich nahe 225 Euro richten.

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Chart vom 28.02.2020 Kurs: 289,50 Kürzel: HYQ - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Sixt VZ: Enorme Lücke

Sixt SE ist ein weltweit tätiger und Deutschlands führender Mobilitätsdienstleister. Zusammen mit Lizenznehmern und Partnern ist das Unternehmen in mehr als 100 Ländern präsent.
Das Kerngeschäft entfällt auf die Bereiche Autovermietung und Leasing.

In den letzten Jahren hat sich das Wachstum deutlich beschleunigt. Seit 2013 kletterte der Umsatz von 1,67 auf 2,93 Mrd. Euro. Der operative Gewinn hat sich sogar verdoppelt. Das gemeldete Ergebnis lag zuletzt sogar bei 9,07 Euro je Aktie, was aber zu einem grossen Teil auf den Verkauf eines Joint-Ventures zurückzuführen war.

Bei Sixt scheint das Thema Sonderfaktoren besonders gross zu sein, das trifft auch auf die Aktie selbst zu. Es gibt zwei Aktiengattungen. Sixt (Six2) notiert bei 78,20 Euro, die Vorzugsaktie nur bei 54,70 Euro.
Die Lücke ist enorm und sehr viel grösser, als es in der Vergangenheit war. Daraus ergibt sich entsprechenden Aufholpotenzial und eine weitaus höhere Dividendenrendite.

Die Vorzugsaktie von Sixt ist zum Aufwärtstrend zurückgekommen. Für antizyklische Anleger wäre auch der Bereich 45 – 47 Euro interessant.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 54,70 Kürzel: SIX3 - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Wirecard: Das Sorgenkind

Zu guter Letzt Wirecard. Hier mangelt es wirklich an nichts. Bullen, Shortseller, Vorwürfe, Krisen, schlechte Pressearbeit, explosives Wachstum und daraus resultierende Volatilität. Aktive Händler durften sich freien, denn schwer zu handeln war die Aktie nicht.

Die letzte Abfolge: Empfehlung bei 107 Euro und warnende Worte bei 142,40 Euro.

In den letzten zehn Jahren konnte man den Umsatz von 0,23 auf 2,02 Mrd. Euro steigern. Das Ergebnis kletterte von 0,45 auf 2,81 Euro je Aktie.
Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Gewinnsprung auf 4,20 Euro erwartet.

Ohne die Vorwürfe der FT könnte die Aktie auch 50% höher stehen. Was also, wenn KPMG den Konzern entlastet? Da es bisher zu keiner Ad-hoc-Meldung gekommen ist, liegt die Vermutung nahe, dass KPMG nichts oder zumindest keine schwerwiegenden Unregelmässigkeiten gefunden hat.
An dem allergrössten Teil des Geschäfts gibt es ohnehin nichts zu rütteln.

Jetzt sind wir wieder am unteren Ende angekommen. Bei 115 Euro verläuft eine Unterstützung. Ebenso ist die Supportzone bei 105 – 110 Euro interessant.

Ausgezeichnete Preise. Ausgezeichneter Service. Mein Broker ist LYNX.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 115 Kürzel: WDI - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Cancom ist ein herstellerunabhängiges IT-Systemhaus mit einem breiten Produkt- und Dienstleistungsspektrum im Bereich IT-Infrastruktur und Professional Services.

Richtungsweisend

Zielgruppe des IT-Dienstleisters sind grosse und mittelständische Unternehmen. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot erstreckt sich über das gesamte Spektrum von Beratung, Erstellung von IT-Konzepten, über die Beschaffung bis hin zur Integration und dem Betrieb der Systeme.

Als einer der bedeutendsten Partner von HP, Microsoft, IBM, SAP, Symantec, Citrix, Apple und Adobe verfügt Cancom über Kernkompetenzen in richtungsweisenden IT-Zukunftsthemen wie etwa Cloud Computing.

Handfeste Resultate

Erfreulicherweise hört sich das nicht nur gut an, man liefert auch das passende Zahlenwerk ab.

In den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 0,42 auf 1,38 Mrd. Euro gestiegen. Darüber hinaus hat sich die Profitabilität deutlich verbessert.
Dementsprechend legte das Ergebnis stark überproportional von 0,24 auf 1,21 Euro je Aktie zu.
Zuletzt lag der freie Cashflow über dem Gewinn, das Geschäft ist also auch nicht kapitalintensiv.

All diese Faktoren machen die Aktie zu einem Outperformer und zum passenden Preis auch zu einem guten Investment.
Daher hatte ich die Aktie in der Vergangenheit immer wieder zum Kauf empfohlen. Vor allem nach grösseren Korrekturen wie im Vorjahr.
Cancom ist auch im Musterdepot auf Guidants und aktuell 141% im Plus.

Aktuelle Situation

Die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr ist ebenfalls erfreulich. Vor wenigen Stunden wurden Zahlen vorgelegt.

In den ersten neun Monaten legte der Umsatz um 22% auf 1,18 Mrd. Euro zu. Das Ergebnis kletterte von 0,79 auf 1,15 Euro je Aktie, ein Plus von 46%.
Es fehlt nicht viel und man hätte bereits den Gewinn des gesamten Vorjahres erzielt.

Im dritten Quartal hat das Momentum allerdings nachgelassen. Beim Gewinn ging es zwar spürbar aufwärts, doch der Umsatz legte auf Jahressicht nur noch um 8% zu.

Die Prognose wurde bestätigt. Die Konsensschätzungen dürften somit ebenfalls unverändert sein. Der Gewinn dürfte demnach von 1,22 auf 1,78 Euro je Aktie steigen.

Cancom kommt somit auf ein KGVe von 29,8. Das ist selbst bei dem hohen Wachstum nicht wenig, aber vertretbar. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 28,7.
Von Zeit zu Zeit war es aber auch möglich, Cancom für ein KGV von unter 20 zu kaufen. Das war erst vor wenigen Monaten der Fall.

Aktuell ist das Chance-Risiko-Verhältnis also nicht optimal. Erste antizyklische Käufe bieten sich ab 47,50 Euro an. Nahe 42,50 Euro wird es richtig interessant. Hier wäre ein Einstieg sehr attraktiv.

Mit Blick auf die Charttechnik kann man zumindest hoffen, dass es zu einem Rücksetzer kommen wird. Zwischen 52 und 56,60 Euro reihen sich die markanten Widerstände geradezu auf.
Der mehrmonatige Aufwärtstrend wurde bereits verlassen.

Bricht Cancom hingegen direkt über 56,60 Euro aus, wäre eine Fortsetzung der Rallye wahrscheinlich.

Mehr als 6.300 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.
Ausgezeichnete Preise. Ausgezeichneter Service. Mein Broker ist LYNX.

Chart vom 14.11.2019 Kurs: 53,00 Kürzel: COK - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 14.11.2019 Kurs: 53,00 Kürzel: COK - Wochenkerzen | LYNX Online Broker