Aktienanalyse:
Volkswagen Vz.: selling on good news

Aktuelle Analyse der Volkswagen Vz. Aktie

Die am Mittwochmorgen vorgelegten Neun-Monats-Zahlen des VW-Konzerns übertrafen die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten relativ solide. Der Umsatz überragte mit 186,6 Milliarden Euro den des Vorjahreszeitraums (174,6 Mrd.) um stattliche knapp 6,9 Prozent, der als EBIT (vor Steuern und Zinsen) gerechnete Gewinn lag mit 14,8 Milliarden Euro sogar 11,2 Prozent höher (Januar bis September 2018: 13,3 Milliarden). In beiden Fällen hatte man seitens der Experten zwar mit einem Anstieg gerechnet, aber nicht in dieser Größenordnung. Das hätte ein Festtag für die Bullen sein müssen. Einzig, es fehlten die Käufe.

War die  Volkswagen Aktie womöglich an einen charttechnischen Widerstand gelaufen? Oder fanden sich in der Bilanz Haare in der Suppe, die in den Details verborgen waren? Richtig ist zwar, dass sich das Unternehmen trotz dieser erfreulichen Entwicklung vorsichtig gab und beispielsweise betonte, man müsse sich das Umfeld mit Blick auf die eigenen Ziele für 2020 ganz genau ansehen.

Aber wer wollte in einem derart schwierigen Marktumfeld erwarten, dass Volkswagen bereits jetzt mit einer Zielsetzung massiver Umsatz- und Gewinnsteigerungen daherkommt? Richtig ist zwar, dass die Aktie mit dem gestrigen Tageshoch in einer in den April und Mai 2018 zurückreichenden Widerstandszone hängengeblieben war. Aber das dürfte nicht das eigentliche Problem gewesen sein. Das lag schlicht daran, dass zu viele bereits im Vorfeld auf starke Ergebnisse gewettet hatten.

Expertenmeinung: Sie sehen, dass die Aktie bereits Mitte des Monats aus ihrem ein Jahr lang, durch die Handelsspanne bestimmenden, leicht aufwärts gerichteten Trendkanal nach oben ausgebrochen war. Der Kurs hatte dadurch in relativ kurzer Zeit äußerst zugelegt, obgleich die guten Nachrichten erst noch geliefert werden mussten. Viele waren hier also im Vorfeld auf der Long-Seite aktiv und bereit, diese schnellen Gewinne mitzunehmen, wenn sich eine entsprechende Gelegenheit bieten würde.

Als die Aktie am Morgen als erste Reaktion auf die Bilanz klar im Plus startete und mit einem Tages- und Eröffnungshoch von 178,50 Euro den höchsten Stand seit April 2018 erreichte, war diese Gelegenheit gekommen. Zumal man sich darüber im Klaren war, dass in den nächsten Wochen vermutlich erst einmal keine entscheidend den Kurs bewegenden Nachrichten mehr kommen würden.

„Selling on good news“ war das Ergebnis. Ist der Weg für die Volkswagen Vorzugsaktie damit nach oben zugestellt, haben die Käufer sich zunächst verausgabt? Das wird darauf ankommen, ob sich der Gesamtmarkt in den kommenden Tagen und Wochen positiv zeigt oder aber im Gegenteil nach unten abdreht. Denn jetzt sind es wieder die Vorgaben des Aktienmarkts insgesamt, die die Trading-Entscheidungen dominieren.

Wäre letzteres der Fall, wäre ein Test der bei knapp 168 Euro verlaufenden, oberen Begrenzung des überwundenen Trendkanals keine Überraschung. Aber erst, wenn die Aktie unter 159 Euro rutschen sollte, wäre diese auch wirklich wieder als kurzfristig bärisch anzusehen. Dann nämlich wären die drei letzten Zwischenhochs vom April, Juli und September sowie die diese Peaks verbindende Trendlinie unterboten und damit das eigentliche Rückgrat dieser Rallye gebrochen.

Chart vom 30.10.2019, Kurs 174,58 Euro, Kürzel VOW3 | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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