Indexanalyse:
MDAX: Bearish Engulfing Pattern am Jahreshoch!

Aktuelle Analyse des MDAX Index

Dass mit Zalando, Nemetschek und Delivery Hero gleich drei der am Donnerstag schwächsten fünf MDAX-Unternehmen am selben Tag ihre Quartalsergebnisse vorlegten, dürfte so manchen, der bis dahin guter Dinge war, dass der Index nicht nur neue Jahreshochs markieren, sondern auch das 2018 bei 27.525 Punkten markierte Rekordhoch erreichen und überwinden wird, unruhig machen. Dabei waren diese Bilanzen nicht einmal schlecht. Die Anleger hatten offenbar einfach zu hohe Erwartungen.

Und wenn die Hoffnungen groß sind, die Rahmenbedingungen das aber in keiner Weise widerspiegeln, ist da eine Schere entstanden, die jederzeit und äußerst heftig zuschnappen könnte. Es sei denn, es wären die Rahmenbedingungen, die sich in Richtung der zuletzt aufgekeimten Hoffnung, das alles werde schon irgendwie gutgehen, bewegen würden. Aber momentan spricht die Nachrichtenlage nicht dafür:

Aus China waren Zweifel zu hören, ob man mit einem Präsidenten wie Donald Trump aufgrund dessen impulsiven Charakters überhaupt zu einer dauerhaften Einigung im Handelsstreit kommen könne bzw. wolle. Der wichtige, immer kurz vor dem nationalen US-Einkaufsmanagerindex veröffentlichte Einkaufsmanagerindex der Region Chicago fiel unerwartet weiter in den rezessiven Bereich. Und die Entscheidung, am 12. Dezember in Großbritannien Neuwahlen abzuhalten, sorgte nicht für Erleichterung, weil man nicht absehen kann, ob und was dies dann an der weiterhin verfahrenen Situation ändern würde. Aber:

Ein Minus von 0,54 Prozent im MDAX ist alles, nur nicht dramatisch. Was die Sache so brisant macht ist, wo und wie dieses Minus zustande kam:

Der Index war im Vorfeld in die Widerstandszone hinein gelaufen, die sich aus den Hochs vom April, Juli und September gebildet hatte (26.215 bis 26.404) Punkte. Dort hatte er mehrere Tage auf der Stelle getreten, bevor es am Donnerstagmorgen zu einem Handelsstart über dieser Zone kam. Doch ausgerechnet dort drehte der MDAX ab und fiel zurück. Es gelang zwar, sich vom Tagestief zu lösen und zumindest noch innerhalb dieser Widerstandszone zu schließen. Aber der Kerzenkörper der roten Kerze, die sich daraus ergab, schließt den der vorangegangenen grünen Kerze des Mittwochs komplett ein: ein Bearish Engulfing Pattern ist entstanden.

Eine solche Formation ist zwar kein unmittelbares Verkaufssignal, aber gerade nach einer längeren Aufwärtsbewegung doch ein Warnsignal, das man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Wenn die Bullen ein neues Hoch nicht halten können, ist das immer eine kritische Situation. Als Verkaufssignal gültig wäre die Formation dann, wenn ihr unmittelbar am Folgetag, sprich heute, eine Bestätigung in Form einer weiteren roten Kerze folgen würde. Die im Moment noch vorhandene, bullische Indikation wäre vor allem dann dahin, wenn der MDAX dabei die heute bei knapp 26.000 Punkten zu erwartende 20-Tage-Linie als nächstgelegene Supportlinie brechen sollte. Dann wäre es in jedem Fall eine Überlegung wert, Gewinne in Long-Positionen erst einmal zu sichern.

MDAX Tages-Chart vom 31.10.2019, Kurs 26.249,30 Punkte, Kürzel MDAX | LYNX Online Broker

MDAX Wochen-Chart vom 31.10.2019, Kurs 26.249,30 Punkte, Kürzel MDAX | LYNX Online Broker

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon EINFACH ANRUFEN
+41 435086312
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.CH
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN