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Aktienanalyse:
K+S: Ist das endlich der Boden?

K+S, ehemals Kali und Salz ist einer der weltweit führenden Bergbau- und Chemiekonzerne im Bereich mineralische Rohstoffe und ihrer Förderung und Veredelung.

Krisensicher

Der Konzern ist der größte Salzproduzent der Welt und auch im Bereich kali- und magnesiumhaltiger Produkte einer der größten Hersteller. Daneben bietet K+S Dienstleistungen in den Bereichen Entsorgung, Recycling, Handel, Logistik und IT an.

Das Produktspektrum umfasst neben zahlreichen Düngemitteln, Pflanzenpflegeprodukten und Tierhygienemitteln auch etliche Basischemikalien wie Natronlauge, Salpetersäure und Natriumkarbonat. Zu den Abnehmern des Unternehmens zählen beispielsweise Glashütten, Metallverarbeitungsbetriebe, Waschmittelproduzenten, die Pharmaindustrie, Brauereien sowie Städte und Kommunen.

K+S bietet also eine breite Palette von Produkten und Services an und ist über eine Vielzahl von Branchen diversifiziert. Salz oder beispielsweise Düngemittel sind auch keine konjunkturanfälligen Güter und daher ist es das Unternehmen ebenfalls nicht. Man erzielte beispielsweise auch 2008 und 2009 einen Gewinn.

Es gibt nichts umsonst

Im Gegenzug wächst das Unternehmen aber auch nicht. Der Umsatz von K+S schwankte in der zurückliegenden Dekade zwischen 3,57 und 5,15 Mrd. Euro und das Ergebnis zwischen 0,22 und 3,48 Euro je Aktie.

Im letzten Geschäftsjahr lag der Umsatz bei 4,04 Mrd. und der Gewinn bei 0,22 Euro je Aktie.

Die Margen sind niedrig und das Geschäft ist kapitalintensiv. Seit Jahren liegt der freie Cashflow im negativen Bereich.
Daher notiert die Aktie heute auch auf dem Niveau von 2006 notiert.

Leider hat der hohe Kapitalbedarf auch dazu geführt, dass der Schuldenberg binnen weniger Jahre von 1,51 auf 2,93 Mrd. Euro gestiegen ist. Das wird die Gewinne in Zukunft nachhaltig belasten, denn zinsfrei sind die Verpflichtungen natürlich nicht.

Bei einem Return on Capital von zuletzt 2,6%, kann K+S aber kaum die Kapitalkosten erwirtschaften.

Für Investoren ist das keine wünschenswerte Gesamtkonstellation.

Ausblick und Bewertung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Umsatz um 11% auf 4,04 Mrd. Euro gestiegen. Das Ergebnis ist jedoch von 0,96 auf 0,22 Euro je Aktie eingebrochen.

Dazu haben die hohen Zinsaufwendungen maßgeblich beigetragen. Sie haben sich mehr als verdoppelt und lagen bei 120,7 Mio. Euro.
Dadurch wurden drei Viertel des operativen Ergebnisses aufgezehrt.

Im ersten Quartal 2019 ist der Umsatz um 8% auf 1,263 Mrd. Euro gestiegen und das Ergebnis legte von 0,44 auf 0,56 Euro je Aktie zu.
Besonders erfreulich hat sich der freie Cashflow entwickelt, der bei 233 Mio. Euro lag.

Die Prognose wurde bestätigt. Für das Gesamtjahr erwartet K+S eine deutliche Steigerung des EBITDA auf 700-850 Mio. Euro.

Der Gewinn könnte dementsprechend von 0,22 auf 1,15 Euro je Aktie anspringen. So positiv, wie es wirkt, ist das aber nicht, denn im Vorjahr wurde das schlechteste Ergebnis seit über 10 Jahren eingefahren und auch mit 1,15 Euro je Aktie ist man noch weit von den Höchstwerten entfernt.

Durch die enormen Zinsaufwendungen wird es auch sehr schwierig, an die Rekorde anzuknüpfen.

Wie wir gesehen haben, hat K+S ernsthafte strukturelle Probleme, wächst langfristig nicht und hat in der jüngeren Vergangenheit einen erdrückenden Schuldenberg angehäuft. Daher erfüllt das Unternehmen die Grundbedingungen für ein Investment nicht.

Bei einem KGVe von 13,6 und auch mit Blick auf Kennzahlen wie Cashflow, EV/EBITDA usw., erscheinen die Risiken zur Unterseite zwar begrenzt.
Aus fundamentaler Sicht kann dennoch keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Chart

Die Bullen dürften ihre Argumente wohl hauptsächlich auf technische Faktoren stützen. K+S ist in die Unterstützungszone zwischen 15 und 17,50 Euro eingetaucht. Dort wurden in den letzten Jahren immer wieder markante Tiefs ausgebildet.

Es besteht eine berechtigte Hoffnung, dass das wieder gelingen wird. Seit Monaten zeichnet sich oberhalb von 15 Euro eine Bodenbildung ab.

Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über 16,25 Euro, wäre der Weg in Richtung 17 und 17,50 Euro frei. Darüber hellt sich das Chartbild weiter auf.

Fällt K+S hingegen unter 15 Euro, wird es kritisch und es droht eine Stop-Loss-Lawine.

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Chart vom 25.06.2019 Kurs: 16,15 Kürzel: SDF - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 25.06.2019 Kurs: 16,15 Kürzel: SDF - Tageskerzen | LYNX Online Broker

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