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Analyse:
Brent Crude Oil: Matchball vergeben. Endgültig? Sicher nicht!

Das hört ja gar nicht mehr auf: In den vergangenen drei Monaten sind die Rohöl-Lagerbestände der US-Unternehmen in elf von dreizehn Wochen gefallen. Und für die vergangene Woche stand, am Mittwochnachmittag veröffentlicht, mit -6,9 Millionen Barrel wieder einmal ein Rückgang der deutlichen Sorte an. Aber trotz dieses auffälligen Abbaus der Vorräte kamen die Bullen bei den wichtigsten Ölsorten, hier das für uns wichtige Brent Crude Oil, nicht vom Fleck: Brent Crude notiert heute dort, wo der Kurs auch schon vor drei Monaten stand. Wieso?

Das dürfte sich so mancher auf der Long-Seite engagierter Trader auch fragen. Aber grundsätzlich haben diejenigen, die den Befreiungsschlag nach oben immer wieder an der im April etablierten Abwärtstrendlinie abwehren, taugliche Argumente. Denn es kann gleich zwei Gründe geben, die dagegensprechen, dass dieser beeindruckende Abbau der Lagerbestände wirklich in eine mittelfristig nennenswert steigende Nachfrage mündet:

Expertenmeinung: Zum einen könnten die US-Unternehmen lieber auf ihre Lagerbestände zurückgreifen, statt das Öl am Markt zu kaufen, weil sie wissen, dass der Wachstumsmotor stottert und daher eine gute Chance besteht, die Lager in einiger Zeit deutlich billiger wieder auffüllen zu können. Zum anderen kann der Abbau der Lager zwar einen gestiegenen Verbrauch bedeuten, der kann aber kurzfristig sein. Denn z.B. die zuletzt nach oben geschossenen Schifffrachtraten deuten an, dass viele Unternehmen versuchen, so viel wie möglich zu produzieren und zu den Absatzmärkten zu transportieren, bevor der BrExit Fakt ist und die nächste Anhebung der Strafzölle zwischen den USA und China greift. Was hieße: Bald könnte der Verbrauch in ein Loch fallen.

Für den Moment kommt hinzu, dass man mutmaßt, Donald Trump könnte einige Sanktionen gegen den Iran im Vorfeld eines Treffens mit der iranischen Regierung lockern, um eine bessere Verhandlungsbasis zu schaffen, jetzt, nachdem er Scharfmacher Bolton vor die Tür gesetzt hat. Das ist zwar nicht mehr als eine Mutmaßung. Aber sie hat gereicht, um Brent Crude Oil trotz dieses erneuten Rückgangs der US-Lagerbestände ein weiteres Mal an dieser April-Abwärtstrendlinie scheitern zu lassen. Aber die bleibt natürlich in Reichweite, was heißt:

Gelingt es den Bullen, doch noch einen Schlusskurs klar über der aktuell bei 63,30 US-Dollar verlaufenden Abwärtstrendlinie und der alten Dezember-Aufwärtstrendlinie, die bei 64 US-Dollar ebenso als Widerstand fungiert, zu erreichen, wäre dieses bullische Signal umso mächtiger und könnte alleine durch hastige Short-Eindeckungen der Bären einen massiven Rallyeschub auslösen.

Chart vom 11.09.2019, Kurs 60,95 US-Dollar, Kürzel COIL | Online Broker Aktienempfehlungen

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