Aktienanalyse:
Carl Zeiss Meditec: Kleine Enttäuschungen, große Folgen?

Aktuelle Analyse der Carl Zeiss Meditec Aktie

Wenn eine Aktie derart stark zulegt wie Carl Zeiss Meditec AG, steigt die Erwartungshaltung der Anleger mit jedem Prozentpunkt, den ein solches Papier steigt. Zugleich wird das Eis für eine solche Hausse alleine deswegen dünner, weil in solchen Fällen die Kurse schneller steigen als die Gewinne und die Aktie daher von der Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis immer teurer wird. Solange der Trend hält, ist sie den meisten Akteuren nicht „zu teuer“, denn solche Bewertungen interessieren niemanden, wenn das Momentum des Trends hoch bleibt. Aber wenn die Aufwärtsbewegung ins Stocken gerät, wird es schnell eng. Und wenn dann auch noch kleine Enttäuschungen statt übertroffener Prognosen auf den Tisch kommen, kann das große Folgen haben. Auch bei der Carl Zeiss Meditec-Aktie?

Auch, wenn die Aktie im Oktober in der Spitze 20 Prozent von ihrem am 2. Oktober bei 111,50 Euro markierten Verlaufsrekord zurückgekommen war, ist das noch nicht entschieden. Denn bislang haben die Unterstützungen, die für den Fortbestand des mittelfristigen Aufwärtstrends halten mussten, auch gehalten. Konkret der doppelte Leitstrahl aus der im November vergangenen Jahres etablierten Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie im Bereich 87/89 Euro. Nichtsdestotrotz müsste die Aktie jetzt zeitnah weiter zulegen, damit dieser zunächst erfolgreiche Test dieser neuralgischen Zone nicht bald wiederholt wird und dann womöglich im Sinne der Bären gelingt. Wo lag das Problem?

Expertenmeinung: Eigentlich war es gar keine große Sache, die diese Abgaben vergangene Woche auslöste. Man könnte es mit „ungeschickt zu weit aus dem Fenster gelehnt“ beschreiben. Carl Zeiss legte am 23. Oktober die Bilanz für das am 30. September beendete Geschäftsjahr 2018/2019 vor und konnte beim Umsatz ein Plus von 14, beim Gewinn (als EBIT gerechnet) von 34 Prozent vorweisen. Das war respektabel, die Sache hatte aber einen Haken. Die gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr kräftig von 15,4 auf 18,1 Prozent gestiegene Gewinnmarge war dafür verantwortlich, dass der Gewinn stärker stieg als der Umsatz. Das Unternehmen bewegt sich also in einem positiven Umfeld, in dem eine starke Nachfrage es ermöglicht, gute Preise zu verlangen und zu erhalten. Soweit alles tadellos, aber:

Carl Zeiss hatte Anfang Oktober verkündet, diese Gewinnmarge werde deutlich über der Erwartung des Markes liegen, die bei 18,5 Prozent läge. Und da hat man sich definitiv zu früh aus dem Fenster gelehnt. Einige Investitionen wurden da nicht mit einkalkuliert, daher fiel diese Marge jetzt bescheidener aus. Nur: Sie ist eben trotzdem stark gestiegen, der Gewinnzuwachs tadellos. Daher muss sich jetzt erst einmal herausstellen, ob genug Marktteilnehmer diese ungeschickte Aktion wirklich als hinreichenden Anlass sehen, um nach einem erfolgreichen Test dieser entscheidenden Supportzone 87/89 Euro weiter zu verkaufen bzw. aktiv leer zu verkaufen, um die Aktie durch diese Zone hindurch zu drücken.

Da wäre daher genaues Beobachten angezeigt. Bricht Carl Zeiss Meditec da durch, schließt die Aktie also klar unter 87 Euro, wäre der Trend in der Tat dahin. Aber würde es gelingen, den Kurs wieder über die mit dieser negativen Reaktion der Vorwoche unterbotene Nackenlinie eines im September/Oktober ausgebildeten Doppeltopps zu heben, wäre diese kritische Situation geheilt und die Aktie wieder bullisch. Diese Nackenlinie verläuft bei 97,85 Euro und wurde am Montag bereits angegangen. Im ersten Anlauf wurde der Kurs dort abgewiesen, aber sollte ein mit Schlusskursen über 100 Euro eindeutiger Rebreak dieser Linie gelingen, wäre dieser Lapsus in Sachen Gewinnmarge doch ohne große Folgen geblieben.

Carl Zeiss Meditec Aktie: Chart vom 28.10.2019, Kurs 95,85 Euro, Kürzel AFX | LYNX Online Broker

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