Wells Fargo Aktie aktuell Jetzt zuschlagen? Wells Fargo mit 6,74% Dividende

News: Aktuelle Analyse der Wells Fargo Aktie

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Wells Fargo
ISIN: US9497461015
Ticker: WFC
Währung: USD

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Zur Wells Fargo Aktie

Wells Fargo ist eine der führenden US-Grossbanken.

Wer bin ich

Es sind stürmische Zeiten und die Zukunft erscheint derzeit noch ungewisser als sonst. Guter Rat ist teuer. Aus meiner Sicht sollte man sich daher an die halten, die schon etliche Krisen überstanden und in diesen Zeiten erfolgreich navigiert haben.
Eigentlich sollte man sich immer so verhalten, doch gerade jetzt ist es umso wichtiger.

Dazu gehören die jahrzehntelangen Outperformer unter den Investoren und Fondsmanagern. Anleger mit einem langen und starken Trackrecord, sie sind das Gegenteil von Kommentatoren und Analysten.
Ich beobachte die wenigen Könner der Branche ohnehin immer. Nahezu alle sind Value-Investoren oder nutzen einen Ansatz, der zumindest daran angelehnt ist. Nirgendwo kann man mehr lernen. Was machen diese Investoren mit ihrem eigenen Geld, wie gehen sie mit dem Markt um?

In den letzten Tagen sind mir dabei einige Dinge aufgefallen. Keiner von Ihnen weiss, ob wir den Boden bereits gesehen haben, doch sie kaufen gerade alle ein. Vorsichtig und langsam, doch sie kaufen. Die Message könnte nicht klarer sein.
Ausserdem wurden immer wieder US-Grossbanken genannt. Nachdem man in den letzten Quartalen verkauft hat, steigt man jetzt wohl wieder ein.

Ich bin kein grosser Freund von Banken, doch die Argumente sind stichhaltig und lauten wie folgt:
Die P/E von Wells Fargo, JP Morgan und Bank of America liegen jeweils bei 7-8.
Die Eigenkapitalrenditen sind hoch und man ist sehr viel robuster aufgestellt als noch vor zehn Jahren. Die Banken sind gut kapitalisiert, würden auch eine neue Finanzkrise überstehen.
Der niedrige Leitzins sei zwar nicht hilfreich, die Banken verdienen aber ohnehin das meiste Geld abseits vom Zinsspread.

Ein Problem

Ich nehme an, dass diese Investoren Recht haben und damit Geld verdienen werden. Und wer wäre ich sie in Frage zu stellen?
Ich möchte dennoch auch mahnende Worte an Sie richten. Die Geschichte lehrt uns, dass es keinen Free Lunch gibt.

Die Geschichte.
In Japan ist der Zins in den 90ern auf 0 gefallen und nie mehr nachhaltig gestiegen. Seitdem sind die dortigen Banken ein miserables Investment.
In der EU steht der Leitzins seit der Finanzkrise nahe 0. Seitdem sind auch unsere Banken ein miserables Investment.

Inzwischen ist der Leitzins in den USA wieder auf 0 gesunken. Man müsste schon sehr ignorant sein, um hier keine Gefahr zu wittern. Sollte der Leitzins dauerhaft auf diesem Niveau bleiben, droht den US-Banken ein ähnliches Szenario.

Ich beteilige mich nicht an Hellseherei. Niemand weiss, ob der Zins dauerhaft gegen 0 tendieren wird. Es gibt aber durchaus Argumente, die dafür sprechen.
Das naheliegendste Argument: Man kann sich höhere Zinsen schlichtweg nicht mehr leisten. Weder der Staat noch die Unternehmen.

Das US-Haushaltsdefizit war in den letzten Jahren schon hoch, trotz niedriger Arbeitslosigkeit.
Letzte Woche haben aber mehr als 3 Millionen Amerikaner ihren Job verloren. Der bisherige Rekord an wöchentlichen Arbeitslosenanträgen wurde um mehr als den Faktor 4 übertroffen. Lesen Sie den Satz besser nochmal.

Das dürfte nur ein Vorgeschmack von dem sein, was noch kommt. Die Steuereinnahmen werden also sinken, gleichzeitig gehen die Ausgaben durch die Decke. Bereits jetzt hat man Konjunkturpakete beschlossen, die alles bisherige übertreffen.
Die Staatsverschuldung wird also regelrecht explodieren, in diesem Jahr um mehr als 10% des Bruttoinlandsprodukts. Lesen Sie den Satz besser nochmal. Was gerade passiert hat historische Ausmasse, so etwas gab es noch nicht. Auch während der Finanzkrise nicht.

Kein Problem

Wird der US-Leitzins auf „ewig“ nahe 0 liegen, werden es Banken nicht leicht haben. Dazu muss es aber nicht kommen.

Es gibt auch gute Argumente, die dagegen sprechen. Die Geldflut der US-Regierung und der FED befeuern natürlich auch die Inflation. Vielleicht sind die derzeitigen Massnahmen so überbordend, dass an dieser Front plötzlich der Knoten platzt. Vielleicht ist das sogar gewollt.
Der einfachste Weg sich zu entschulden, ist schliesslich Inflation.

Zieht die Inflation an, werden auch die Leitzinsen wieder steigen. Dann sieht es für Bankaktien gut aus.

Und jetzt?

Was fängt man mit all diesen Informationen an? Es weiss schliesslich niemand, welches Szenario greifen wird.
Die erfolgreichsten Grossinvestoren haben sich allerdings positioniert. Sie kaufen langsam und schrittweise ein, auch Bankaktien.

Wie gewohnt versuche ich eine pragmatische Lösung für die aktuelle Situation zu finden. Es dürfte einige Zeit vergehen, bis sich der Nebel lichtet. Zwischenzeitlich sollte man sich für die Wartezeit wenigstens bezahlen lassen. Unter den US-Grossbanken hat Wells Fargo mit 6,74% die mit Abstand höchste Dividendenrendite.

Ausserdem ist die Aktie auf eine bedeutende Unterstützungszone zurückgekommen. Für antizyklische Anleger ist der Bereich zwischen 22,50 und 25,00 USD interessant.

Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über 30 USD, könnte sich die Erholung aber auch direkt fortsetzen. Mögliche Kursziele liegen bei 34 und 36 USD.

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Chart vom 30.03.2020 Kurs: 30,25 Kürzel: WFC - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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