PUMA Aktie Prognose Puma: Rekordzahlen am Mehrjahrestief

News: Aktuelle Analyse der PUMA Aktie

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Bei Puma scheint es blendend zu laufen. Der Sportartikel-Hersteller meldet neue Rekorde, die Aktie notiert unterdessen auf einem Mehrjahrestief.

Es wird Ihnen nicht gelingen

Kursstürze sind in den seltensten Fällen vollkommen unbegründet. Manchmal liegt es an einer zu hohen Bewertung, im anderen Fall an geschäftlichen Problemen, dann an (geo-)politischen Veränderungen und manchmal rauschen die Kurse einfach in die Tiefe, weil es gerade zu einem allgemeinen Crash kommt.

Meistens handelt es sich um ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren und das macht es Anlegern so schwer, zu einer Anlageentscheidung zu kommen.
Hinzu kommt, dass man Entscheidungen auf Basis einer unvollständigen und unsicheren Informationsbasis treffen muss.
Denn kein Mensch kennt alle relevanten Fakten der Gegenwart und die in der Zukunft relevanten Daten auch nicht.

Das Interessante ist, dass wir selbst dann keine optimalen Anlageentscheidungen treffen könnten, wenn das der Fall wäre.
Sie haben richtig gehört. Selbst wenn Sie fünfmal so klug wie Einstein wären und den Stein der Weisen gefrühstückt hätten, wären optimale Entscheidungen nicht möglich.
Denn neben ihnen gibt es schliesslich auch noch andere Akteure am Markt, die keineswegs rational oder klug handeln. Ihre Entscheidungen zu antizipieren ist unmöglich.

Wir müssen an der Börse also mit einem erheblichen Mass an Unschärfe arbeiten und ihr Rechnung tragen.
Das ist auch einer der Hauptgründe, warum ich Anlegern dazu rate, tranchenweise zu investieren.

Einerseits kann man einen analytischen Fehler begangen haben, oder es können unvorhersehbare Dinge geschehen. Plötzlich marschiert ein Land beim Nachbarn ein und alle Pläne sind dahin.
Doch selbst wenn es nicht dazu kommt, können Aktien einfach weiter fallen, auch wenn sie bereits unterbewertet sind. Es dauert eine gewisse Zeit, bis der Markt wieder zu Verstand kommt.
Dasselbe gilt auf der Oberseite.

Rekordzahlen

Und es wäre gut möglich, dass wir es mit Puma gerade mit so einer Situation zu tun haben. Inzwischen notiert die Aktie auf dem Niveau von 2018. Also entweder lagen die Marktteilnehmer über Jahre hinweg mit ihrer Einschätzung falsch oder jetzt.

Schaut man sich die geschäftliche Entwicklung an, gelangt man schnell zu der These, dass Ersteres wahrscheinlich ist.
Denn seit 2017 (und nur diese Zahlen hatte man Anfang 2018), ist der Gewinn von 0,91 auf 2,07 Euro je Aktie gestiegen.
Dadurch ist das KGV im Gegenzug von etwa 40 auf 22 gesunken.

Als Investor müssen wir an diesem Punkt eigentlich nur noch prüfen, ob der zugrundeliegende Trend intakt ist und ob die derzeitige Bewertung grundsätzlich gerechtfertigt ist.

Auf die erste Frage haben die jüngsten Quartalszahlen eine klare Antwort geliefert.

In den ersten neun Monaten lag das Umsatzwachstum bei 18% und das Konzernergebnis legte um 17% auf 2,35 Euro zu.
Im dritten Quartal lag das Umsatzplus bei 16,9%, das EBIT kletterte um 12,6% und bei beiden Kennzahlen wurden neue Rekordwerte erreicht.

Ausblick und Bewertung

Das Geschäft läuft also wahrlich nicht schlecht. Bisher war man davon ausgegangen, dass Puma in diesem Jahr 2,58 Euro je Aktie verdienen würde.
Nachdem man in den ersten neun Monaten bereits einen Gewinn von 2,35 Euro eingefahren hat, dürfte sich diese Prognose als zu niedrig herausstellen.

Doch bleiben wir bei der Konsensschätzung, auch wenn sie wohl zeitnah revidiert werden dürfte.
Puma kommt demnach auf ein KGVe von 17,9.

Das ist bei dem anhaltend hohen Wachstum und der Perspektive wenig. In den fünf Jahren vor dem allgemeinen Börsenhype von 2020/2021 lag das KGV durchschnittlich bei 50 und am Tief bei 34.
Dabei handelte es sich über weite Strecken um eine Übertreibung, zeigt aber, was man über weite Strecken für Puma auf den Tisch legen musste.

Chart vom 26.10.2022 – Kurs: 46,51 Kürzel: PUM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 26.10.2022 – Kurs: 46,51 Kürzel: PUM – Wochenkerzen

Zwischen 44 und 39 Euro befinden sich zentrale Unterstützungen und Trendwendepunkte der letzten Jahre.
Daher bietet sich auf diesem Niveau die Chance auf eine Bodenbildung.

Erste positive Zeichen ergeben sich über 47 Euro sowie im Falle eines Ausbruchs über die Widerstandszone bei 50-51 Euro.

Fällt die Aktie unter 44 Euro, ist mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 39-40 Euro zu rechnen. Darunter werden die Karten neu gemischt.

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Vorherige Analysen der PUMA Aktie

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Der Kurs von Puma hat sich halbiert, notiert unmittelbar am mehrjährigen Aufwärtstrend und war seit einer gefühlten Ewigkeit nicht so niedrig bewertet. Dabei läuft das Geschäft blendend.

Manchmal wird einem schlagartig bewusst, wie schnell die Zeit vergeht. Zum Beispiel, wenn einem klar wird, wie gross die eigenen Kinder inzwischen sind. Oder aber, wenn man feststellt, dass man den letzten Artikel zu Puma vor über vier Jahren geschrieben hat.

Damals war meine Einschätzung der Aktie eher mittelprächtig. Es handelte und handelt sich zwar um ein tolles Unternehmen, die Bewertung war damals aber viel zu hoch.
Das KGV lag bei über 40.

Zwischenzeitlich verdoppelte sich der Kurs dennoch. Solange das Geschäft gut läuft, werden Rallyes eben meistens fortgesetzt.
Man könnte auch sagen, die Flut hebt alle Boote.

Früher oder später kommen Kurse aber auf den Boden der Tatsachen zurück. Als disziplinierter Investor muss man einfach nur abwarten.
Wer abgewartet hat, kann die Aktie heute zu dem Preis von 2018 kaufen und hat sich vier Jahre gespart, in denen man andernorts Gewinne einfahren konnte.

Da Puma zwischenzeitlich geschäftliche Fortschritte erzielt hat, ist die Bewertung heute deutlich niedriger und das Chance-Risiko-Verhältnis entsprechend besser.

Das kann sich sehen lassen

In den letzten fünf Jahren konnte Puma den Umsatz von 4,14 auf 6,81 Mrd. Euro steigern.
Das Ergebnis hat sich von 0,91 auf 2,07 Euro je Aktie mehr als verdoppelt.

Der Einbruch durch Corona im Geschäftsjahr 2020 hielt sich stark in Grenzen, bei vielen Konkurrenten sah das deutlich schlechter aus.

Auch die anschliessende Erholung ist recht dynamisch ausgefallen, denn 2021 wurden bereits wieder Rekorde beim Umsatz und Gewinn eingefahren.

Kapitalerhöhungen waren nicht notwendig und abzüglich der Barmittel hat man keine nennenswerten Nettoschulden.

Ausblick und Bewertung

Im laufenden Geschäftsjahr hat sich die erfreuliche Entwicklung fortgesetzt. In den ersten sechs Monaten konnte der Umsatz um 19% auf 3,91 Mrd. Euro gesteigert werden.
Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte um 30,1% auf 342 Mio. Euro.
Der Gewinn je Aktie stieg von 1,06 auf 1,37 Euro je Aktie.

Auch das kann sich wahrlich sehen lassen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Geschäft in Asien/Pazifik durch die dauernden Lockdowns um über 10% geschrumpft ist.
Dort besteht also noch die Möglichkeit für Nachholeffekte.

Daher hat man zuletzt auch die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzwachstum von „mindestens zehn Prozent“ auf einen „mittleren Zehnerbereich“ erhöht.
Beim operativen Ergebnis (EBIT) stellt man weiterhin 600-700 Mio. Euro in Aussicht.

Die Konsensschätzungen liegen derzeit bei einem Gewinn von 2,68 Euro je Aktie.
Puma kommt demnach auf ein KGVe von 21,9.
Das ist bei den vorliegenden Wachstumsraten von über 20% wenig.
In den letzten fünf Jahren lag das KGV quasi durchweg bei über 30.

Das gilt umso mehr, falls auch die Prognosen für die kommenden Jahre erfüllt werden. Derzeit geht man davon aus, dass der Gewinn 2023 bereits bei über 3,20 Euro je Aktie liegen wird und 2024 bei knapp 4,00 Euro liegen könnte.

Chart vom 07.09.2022 – Kurs: 59,00 Kürzel: PUM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 07.09.2022 – Kurs: 59,00 Kürzel: PUM – Wochenkerzen

Puma ist übergeordnet bullisch und der Aufwärtstrend ist noch intakt. Die Aktie steht allerdings am technischen Scheideweg.
Fällt Puma unter 58 Euro und somit unter den Aufwärtstrend, muss jedoch mit einer Ausdehnung der Korrektur gerechnet werden.
Eine mögliche Anlaufstelle läge dann bei 50-52 Euro.

Solange der Aufwärtstrend jedoch gehalten werden kann, ist eine Erholung jederzeit möglich. Gelingt ein Anstieg über 62 Euro, könnte das einen Anstieg in Richtung 70-72 Euro einleiten.

Über 72 Euro würde sich das Chartbild spürbar aufhellen.

Bis Ende 2021 lief PUMA immer höher, obwohl die Erzeugerpreise stark gestiegen waren und die Inflation die Verbraucher verunsicherte. Doch jetzt hat man erkannt, wie dünn das Eis ist. Und so, wie zuvor nach oben nichts unmöglich war, gilt das jetzt auf der Unterseite.

Der Sportartikelhersteller PUMA hatte Ende April überzeugende Zahlen für das erste Quartal 2022 abgeliefert. Der Umsatz war um 22,6 Prozent zum Vorjahresquartal gestiegen und damit mehr als seitens der Analysten prognostiziert. Und der Gewinn vor Steuern legte ebenfalls deutlich, um 27,6 Prozent zu, auch da wurden die Erwartungen übertroffen. Es wirkte, als könnten Lieferengpässe, massiv höhere Erzeugerpreise, die Verbraucherinflation und die geopolitischen Spannungen dem Unternehmen nichts anhaben, nicht einmal die wankende Konjunktur im wichtigen Absatzmarkt China.

Aber die Reaktion der Anleger auf diese Zahlen war keineswegs positiv, an diesem 24. April, als die Bilanz vorgelegt wurde, fiel die Aktie und hat seither auch keine Anzeichen einer Wende oder auch nur einer Stabilisierung gesehen. Der Hintergrund:

Expertenmeinung: Die reichliche Zahl an gesenkten Prognosen im Zuge von Quartalsbilanzen hat den meisten Marktteilnehmern deutlich gemacht, dass das erste Quartal noch nicht repräsentativ für die derzeitige Lage bzw. die Perspektiven für den Rest des Jahres war. Die gestiegenen Kosten für die Unternehmen ebenso wie die Probleme mit den Lieferketten schlagen erst jetzt durch. Und dass nach Walmart gestern mit Target die nächste US-Supermarkt-Kette sehr schwache Zahlen ablieferte und deren Geschäftsquartale von Februar bis April reichen, lässt das ungute Gefühl aufkommen, dass die nächsten Quartalsergebnisse bei den meisten Unternehmen aus dem Konsumsektor schon deutlich unerfreulicher aussehen dürften.

Damit hätte die PUMA-Aktie durchaus das Potenzial, weiter abwärts zu laufen. Wir zeigen die Aktie hier in einem längerfristigen Chart auf Wochenbasis, um deutlich zu machen, dass der Kurs vergangene Woche schon kurzzeitig unter das März-Tief gerutscht war und mit dem gestrigen Minus von fünf Prozent auf dem Weg wäre, auch dieses neue Jahrestief bei 61,04 Euro zu unterschreiten, dann aber auch noch einiges an Abwärts-Spielraum vorhanden wäre.

Das nächste mittelfristige Kursziel würde dann zwar bereits um 51 Euro in Form der langfristigen Aufwärtstrendlinie warten. Aber wenn man bedenkt, wie sich die derzeitigen Perspektiven für den Konsumsektor im Vergleich zu denen im März 2020 darstellen, wäre ein Test des damaligen Tiefs bei 40 Euro mittelfristig keine allzu grosse Überraschung.

Puma Aktie: Chart vom 18.05.2022, Kurs 62,94 Euro, Kürzel PUM | Online Broker LYNX

Wenn man bedenkt, dass es bei der gestern vorgelegten Bilanz des Sportartikelherstellers PUMA ebenso an positiven Überraschungen mangelte wie beim Ausblick auf 2022, hielt sich die Aktie respektabel. Aber ein bullisches Signal wurde daraus nicht. Noch nicht?

Mit einem 2021er-Umsatzplus von 32 Prozent auf 6,805 Milliarden Euro hat PUMA die Analystenprognose ziemlich präzise getroffen. Das Konzernergebnis, d.h. der Nettogewinn, lag indes mit 310 Millionen etwas unter den durchschnittlichen Erwartungen von 332 Millionen Euro, damit verfehlte auch der Gewinn pro Aktie mit 2,07 Euro die Prognose von 2,17 Euro.

Das wäre schnell vergessen, wenn der Ausblick auf das Jahr 2022 voll überzeugt hätte. Aber da sieht man ein Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent (die Analysten sahen hier im Schnitt bisher +12,5 Prozent) und einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) zwischen 600 und 700 Millionen Euro (2021: 557 Millionen). Das ist ziemlich vage, denn das hiesse eine Spanne des Gewinnanstiegs zwischen +7,7 und +25,6 Prozent. Es könnte also wenig werden oder auch viel … das hilft den Anlegern nicht weiter. Was aber auffällt ist, dass die Experten bislang für 2022 mit einem EBIT von im Schnitt 699 Millionen rechneten. Das wäre das absolut obere Ende der von PUMA avisierten Spanne.

Und ob dieses obere Ende erreicht wird, ist völlig offen. Denn da war auch noch die Meldung, dass der Umsatz von PUMA im wichtigen Markt China im Gesamtjahr 2021 um 6,0 Prozent zurückgegangen ist. Und im vierten Quartal 29021 lag das Minus gegenüber dem Vorjahresquartal sogar bei 27 Prozent. Nicht gerade eine Steilvorlage dafür, ein Wachstum zu erreichen, das diese jetzt vorgelegte Prognosespanne übertrifft.

Expertenmeinung: Dafür hielt sich die Aktie durchaus wacker, wie Sie im Chart sehen. Sie lag zwar am Tagestief um 3,6 Prozent hinten, dieses Minus traf dann aber auf Kaufbereitschaft. Am Nachmittag wurde sogar kurz die Pluszone erreicht, bevor es dann zum Handelsende mit knapp zwei Prozent Minus in den Feierabend ging. Das könnte man als Signal dafür sehen, dass die Investoren ein schwierigeres Umfeld längst durch die seit drei Monaten laufende Korrektur in die Aktie eingepreist haben und jetzt, da auch relative „Bad News“ auf dem Tisch liegen, wieder langsam zugreifen. Aber das kann leicht täuschen.

Kaufbereitschaft im Zuge eines intakten Abwärtstrends, nachdem wichtige Nachrichten auf den Tisch kamen und auf einem Level deutlich unterhalb für eine Aufwärtswende relevanter Chartmarken, das kann auch alleine durch das Eindecken von leer verkauften Aktien auftreten. Doch dann das robust wirkende, nur kleine Minus des Aktienkurses eben nicht das Ergebnis optimistisch gestimmter Investoren, sondern der Effekt Gewinne mitnehmender Bären.

Da an den Käufen kein Zettel hängt, wer da gekauft hat und warum, wäre es auf jeden Fall ratsam, die PUMA-Aktie erst dann als potenziellen Kauf einzuordnen, wenn die derzeit bärische, charttechnische Gemengelage ins Positive verkehrt wurde. Das wäre dann gelungen, wenn PUMA die Zone 93,44 zu 94,70, die Nackenlinien-Zone des im Januar vollendeten Topps, mit Schlusskursen über 96 Euro glaubwürdig zurückerobert hätte. Bis dahin bleibt der Weg nach oben für die Aktie trotz der gestrigen, relativen Stabilität der eindeutig steinigere.

PUMA-Aktie: Chart vom 23.02.2022, Kurs 86,88 Euro, Kürzel PUM | Online Broker LYNX

Vergleicht man die PUMA-Aktie mit ihrem direkten Konkurrenten adidas, fällt auf, dass PUMA im zweiten Halbjahr 2021 deutlich besser gelaufen ist. Aber davon dürfte einiges auf dem „DAX-Aufstiegsbonus“ basieren. Sollte man den besser mitnehmen, solange er noch da ist?

Die Sportartikelhersteller sind überraschend gut durch die Corona-Phase gekommen. Wider Erwarten ging die Nachfrage nach hochpreisigen Sportartikeln nur moderat zurück. Und 2021 konnte PUMA die 2019er-Gewinne sogar übertreffen, sofern die Analysten mit ihren Schätzungen Recht behalten. Und sollten die Experten auch mit ihrem Blick in die Glaskugel richtig liegen, würden PUMA im neuen Jahr 40 Prozent mehr verdienen als 2021.

Unter dem Strich soll es mit dem Unternehmensgewinn weiter aufwärts gehen … warum also nicht auch mit der Aktie? Wenn es so kommt wie prognostiziert, wäre in zwei, drei Jahren ein Kurs um die 150 Euro durchaus denkbar, keine Frage. Aber eben nur, wenn alles ideal läuft. Und das heisst nicht, dass es eventuell lohnen könnte, zeitweise einen guten Gewinn mitzunehmen und später günstiger wieder einzusteigen. Denn im Kurs ist durchaus einiges an Luft enthalten, die jederzeit abgelassen werden könnte. Der schwache Donnerstag könnte da den Anfang gemacht haben.

Expertenmeinung: Im Vergleich zu adidas ist PUMA ab Juli weit besser gelaufen, wobei der Grossteil der Outperformance entstand, bevor PUMA im September in den DAX aufgenommen wurde. In der Jahresbilanz 2021 war der Unterschied immens. So verlor adidas im Vorjahr etwa 15 Prozent, PUMA hingegen schaffte 2021 ein Plus von ca. 16 Prozent. Aber diese Differenz wird in dieser Grössenordnung nicht von den Bewertungsparametern gestützt.

Für adidas erwarten die Analysten 2022 im Schnitt einen Gewinnanstieg um 30 Prozent, aus dem sich ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 26 errechnet. Bei PUMA sieht man zwar mit 42 Prozent einen höheren Gewinnanstieg, aber auch mit diesem stärkeren Gewinn-Momentum würde hier ein KGV von 38 herauskommen … PUMA ist auf dieser Basis also nahezu 50 Prozent teurer. Und das, ohne dass sich das argumentativ unterfüttern liesse … ausser mit dem DAX-Aufstiegsbonus. Aber der hält eben nicht für die Ewigkeit.

Eine relativ teure Bewertung wird selten zum Problem, solange der Trend dynamisch nach oben weist. Aber genau da muss man jetzt aufpassen, das gestrige Minus hat das Chartbild angezählt. Die Aktie war zu Wochenbeginn am Dezember-Hoch hängengeblieben, am Donnerstag kamen daraufhin kräftige Verkäufe, die den Kurs um 4,68 Prozent drückten. Damit kommt die Unterstützungszone 98,90/100,35 Euro nahe, die sich aus einigen Zwischentiefs vom Spätsommer, vor allem aber aus der 200-Tage-Linie zusammensetzt. Dieser wichtige gleitende Durchschnitt wurde seit dem Sommer 2020 nie unterboten. Käme es diesmal dazu, wäre der Weg zur nächsten Auffangzone 93,40/94,35 frei.

Solange die halten würde, gäbe es noch keinen Grund, das Handtuch zu werfen. Aber sollte auch dieser Support fallen, kann es schnell Richtung 80 Euro gehen, dann wäre ein Ausstieg also schon zu überlegen. Zumal: Starkes Wachstum mit dem Lineal in die Zukunft zu verlängern, ging schon oft schief. Und wenn es dahingehend eben nicht so optimal laufen würde wie gedacht, wäre die PUMA-Aktie auch bei 80 Euro noch nicht wirklich „billig“.

PUMA-Aktie: Chart vom 06.01.2022, Kurs 102,75 Euro, Kürzel PUM | Online Broker LYNX