Auto1 Group Aktie Prognose Auto1 Group: Ist hier endlich der Boden gefunden?

News: Aktuelle Analyse der Auto1 Group Aktie

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Auto1 Group
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Der Handel mit der Aktie des Online-Autohändlers Auto1 Group startete im Februar 2020 bei 55 Euro. Am bisherigen Tief, das im Oktober bei 5,40 Euro erreicht wurde, waren also zeitweise über 90 Prozent verloren. Bringt die gestern veröffentlichte Quartalsbilanz endlich die Wende?

Eher nicht, denn die Ergebnisse bargen keine positiven Überraschungen. Und dass es wenigstens keine negativen Überraschungen wurden, reichte nicht, um die Kurve nach oben zu kriegen. Der Umsatz lag im dritten Quartal mit 1,71 Milliarden Euro zwar leicht über den Analystenerwartungen und deutlich über den 1,26 Milliarden des Vorjahresquartals. Aber das brachte keinen Gewinn, im Gegenteil fiel der Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) diesmal mit 35,2 Millionen Euro noch grösser aus als ein Jahr zuvor (-24,7 Millionen). Auch netto übertraf das Minus mit 55,1 Millionen das des Vorjahres (-34,9). Das war zwar nur geringfügig schlechter als seitens der Analysen im Schnitt erwartet – aber eben auch nicht gut.

Und das galt auch für den Ausblick. Hier sieht die Auto1 Group jetzt einen Umsatz zwischen 6,5 und 6,7 Milliarden Euro, damit wurde nur die zuvor breitere, zwischen 6,0 und 7,0 Milliarden Euro angesetzte Spanne eingegrenzt. Und es fiel auf, dass die Zahl der im dritten Quartal verkauften Fahrzeuge mit 163.500 sogar leicht unter den 166.147 lag, die im zweiten Quartal verkauft wurden.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Auto1 Group Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Keine Basis also für eine Aufwärtswende. Zumal die entscheidende Widerstandszone, die es für ein bullisches Signal zu bezwingen gälte, mit 9,50 zu 9,75 Euro weit entfernt liegt, alles, was sich darunter abspielt, wäre nur eine Gegenbewegung im Abwärtstrend. Aber womöglich legen diese durchwachsenen Zahlen den Grundstein für einen Short-Trade?

Richtig ist, dass die Quartalsbilanz die Aktie in die Verlustzone drückte, aber das war alles, nur kein Selloff mit hohen Umsätzen. Die grosse Mehrheit der Akteure hatte also nicht allzu viel erwartet und genau das, nicht allzu viel, auch bekommen. Wenn das nicht mehr auslöst als ein in Relation zu der üblichen Volatilität der Auto1-Aktie moderates Minus, wäre ein dynamischer Abwärtsschub jetzt, nachdem die Nachrichten verdaut sind, eher überraschend, gerade mit Blick darauf, wie massiv die Aktie in den vergangenen zweieinhalb Jahren bereits gefallen ist.

Solange die Schlüsselzone 9,50 zu 9,75 Euro nicht überwunden ist, bliebe die Short-Seite zwar Trend-konform, aber jetzt noch neu auf fallende Kurse zu setzen, dürfte hier nicht allzu lukrativ sein. Wer hier momentan nicht engagiert ist, könnte/sollte die Aktie weiter meiden.

Auto1 Group-Aktie: Chart vom 02.11.2022, Kurs 6,83 Euro, Kürzel AG1 | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Auto1 Group Aktie

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Gestern kamen die Ergebnisse des zweiten Quartals des Online-Autohändlers Auto1 Group – und stiessen nicht auf Gegenliebe. Das bisherige Jahres- und zugleich Rekordtief könnte daher durchaus noch einmal getestet werden, wenn die jetzt im Feuer stehende Unterstützung fällt.

Der Umsatz der Auto1 Group, vor allem durch die Plattform wirkaufendeinauto.de bekannt, stieg im 2. Quartal 202 um satte 63 Prozent, die Zahl der verkauften Fahrzeuge aber „nur“ um gut 16 Prozent. Die Preise für Fahrzeuge sind massiv gestiegen, das wird auch in diesen Zahlen deutlich. Aber das befeuerte den Gewinn nicht. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) blieb ein Verlust, fiel aber gegenüber dem zweiten Quartal 2021 mit 46,8 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch aus. Netto konnte die Auto1 Group das Minus zwar mit 133,5 Millionen Euro mehr als halbieren, aber es wurde deutlich: Bis schwarze Zahlen erreicht werden, dauert es noch.

Der Onlinehändler selbst erwartet den Sprung in die schwarzen Zahlen auf EBITDA-Basis im vierten Quartal 2023. Das ist noch eine Weile hin … und es dürfte wenig hilfreich für die Chance sein, das Ziel zu erreichen, wenn sich die Wirtschaft bis dahin noch deutlich weiter abschwächt. Der Chart zeigt klar, wie die Marktteilnehmer dieses Zahlenwerk aufnahmen:

Expertenmeinung: Die Aktie verlor am Mittwoch 2,81 Prozent. Rein nominal ist das nicht dramatisch, aus charttechnischer Sicht aber knifflig. Denn was die Aktie jetzt gebraucht hätte, wäre ein Aufwärtsimpuls, der sie vom Unterstützungsbereich 9,75/10,00 Euro weg getragen hätte. Doch mit diesen Abgaben rutschte die Aktie im Gegenteil in diese Zone hinein.

Das ist eine Steilvorlage für das bärische Lager, denn so hat die Aktie durch ein unter dem vorherigen liegendes Tief unterhalb der im Chart dick schwarz hervorgehobenen, zügig fallenden 200-Tage-Linie ein absteigendes Dreieck ausgebildet. Eine Formation, die tendenziell nach unten verlassen wird – das dürfte die Bären anlocken.

Die Auto1-Aktie müsste zwingend über diese 200-Tage-Linie bei derzeit 11,90 Euro und das August-Hoch bei 11,98 Euro hinaus, um dieses Dreieck zu entschärfen. Derzeit erscheint das zwar nicht unmöglich, aber weniger wahrscheinlich als ein Ausbruch nach unten. Und damit würde der Weg in Richtung des bisherigen, im Mai bei 6,60 Euro erzielten Rekordtiefs frei. Was vor allem dann an Wahrscheinlichkeit gewinnen würde, wenn die kommenden Wirtschaftsdaten belegen sollten, dass sich die dunklen Wolken über der deutschen Konjunktur weiter zuziehen.

Auto1 Group-Aktie: Chart vom 14.09.2022, Kurs 9,865 Euro, Kürzel AG1 | Online Broker LYNX

Anfang 2021 ging der Internet-Autohändler Auto1 Group an die Börse. Der Ausgabepreis für die Erstzeichner lag bei 38 Euro, der erste Börsenkurs bei 55 Euro. Doch von da an ging es bergab, im März 2022 touchierte die Aktie die 9 Euro-Marke. Gelingt jetzt die Bodenbildung?

Bislang können die Unternehmensnachrichten des Online-Autohändlers den Bann nicht brechen. Am 23. März meldete die Auto1 Group die Ergebnisse des Jahres 2021. Der Umsatz stieg zwar um knapp 70 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Aber der Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA), der stieg eben auch: von 15,2 Millionen auf 107,1 Millionen.

Die Aktie quittierte das Zahlenwerk an diesem Tag mit einem satten Minus und dem Erreichen eines Rekordtiefs bei 8,99 Euro. Was auch am Ausblick auf 2022 gelegen haben dürfte, denn das Unternehmen erwartet zwar weiter steigende Umsätze, die EBITDA-Marge sieht man aber im Bereich zwischen -2,0 und -3,0 Prozent. Mit einem Gewinn wird es also auch 2022 nichts.

Auch die am 13.4. vorab der im Mai anstehenden Quartalszahlen gemeldeten Fahrzeug-An- und Verkäufe der ersten drei Monate 2022 brachten die Käufer nicht zurück. Mit 179.550 angekauften und 169.900 verkauften Fahrzeugen liegt man zwar einigermassen im Rahmen der selbst gesteckten Ziele, aber damit war das kein „Game Changer“ aus Sicht der Marktteilnehmer. Was kann diese Aktie überhaupt aus ihrer Baisse holen?

Expertenmeinung: Durch die Verknappung an Neuwagen und die vorsichtiger werdenden Verbraucher kann man im Gebrauchtwagensegment, in dem die Auto1 Group agiert, derzeit gute Preise erzielen. Möglich, dass sich das bereits in den Ergebnissen des ersten Quartals niedergeschlagen hat. Aber noch liegen diese Zahlen eben nicht auf dem Tisch. Und da es kein Geheimnis ist, dass die Gebrauchtwagen-Preise derzeit ungewöhnlich hoch sind, zugleich aber klar ist, dass das kein Dauerzustand werden dürfte, bleibt ohnehin die Frage, ob das neue Käufer rekrutieren könnte.

Aber dieser potenzielle Boden, auf dem sich der Kurs jetzt bewegt, der könnte für sich genommen eine Chance bieten. Nicht auf die grosse Wende, nicht für einen Run zurück an das Hoch des ersten Handelstages, das bei 56,76 Euro erreicht wurde. Aber immerhin bis an die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals, die derzeit bei 21 Euro verläuft. Wenn alles klappt.

Nötig wären dafür zum einen gute, ermutigende Quartalszahlen, entweder zum geplanten Termin am 11. Mai oder über eventuell vorläufige, vorab gemeldete Zahlen. Zum anderen müsste die Chance, hier eine sogenannte Untertassen-Formation zu vollenden (engl. rounding bottom), genutzt werden. Das ist eine Bodenbildung, die durch ein sukzessives Auslaufen der Verkäufe und eine langsame Zunahme der Käufe zustande kommt, ohne grössere Volatilität, so dass ein solcher Boden einer Untertasse gleicht.

Die Nackenlinienzone dieser – möglichen – Formation liegt zwischen 12,64 und 13,72 Euro. Da müsste die Auto1 Group-Aktie drüber, dann hätte sie die Chance, wieder an die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals zu laufen. Aber wer hier nicht zu viel riskieren will, sollte auf einen Anstieg über diese Zone nur dann reagieren, wenn eine solche Wende über den Rückenwind positiver Unternehmenszahlen verfügt.

Auto1 Group-Aktie: Chart vom 25.04.2022, Kurs 10,72 Euro, Kürzel AG1 | Online Broker LYNX

Auto1 hat neue Absatz- und Ankaufszahlen für das erste Quartal 2022 veröffentlicht.
Demnach ist die Zahl der verkauften Fahrzeuge auf Jahressicht um 30% gestiegen.

Den Aktienkurs von Auto1 konnte das allerdings nicht beflügeln. Derzeit notiert die Aktie 6,85% schwächer bei 10,75 Euro.

Depression

Anleger scheinen bei Auto1 jeglichen Mut verloren zu haben. Im Endeffekt wird auf jede Meldung mit einem Abverkauf reagiert.
Warum das so ist, darüber lässt sich vortrefflich spekulieren.

Am Ende des Tages sind die Bedenken vieler Anleger einfach zu gross. Vielleicht, weil eine ganze Reihe von Querelen wie Gerichtsverfahren mit einstigen Partnern verunsichern.
Oder aber das Zahlenwerk nicht überzeugend genug ist.

Damit lässt sich erklären, dass der Kurs an sich sinkt, die immer wieder stattfindenden Abverkäufe aber nur sehr schwer. Teilweise kommt ganz plötzlich und ohne jeglichen Anlass Verkaufsdruck auf.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass bei Auto1 immer wieder Gerüchte über umfassende Leerverkäufe die Runde machen.
Ob es sich um organisierte Bären handelt, die den Kurs absichtlich drücken, lässt sich kaum beweisen.

Shortseller am Werk?

In Deutschland findet kaum eine nennenswerte Überwachung statt. Daher sind das alles nur Mutmassungen. Die fehlende Überwachung dürfte aber auch der Grund sein, warum Deutschland immer wieder Ziel von Short-Angriffen wird, egal ob verbal oder direkt im Handel.

Die Leerverkäufer agieren auch strategisch, das muss man ihnen lassen. Angegriffen werden vor allem Aktien von Unternehmen, die keinen Gewinn erzielen oder ein sehr komplexes oder schwer durchschaubares Geschäftsmodell haben.

Wird kein Gewinn erzielt, gibt es auch kein niedriges KGV, welches Anleger anziehen würde. Das trifft auch auf Auto1 zu.
Ausserdem würde man sich das Sentiment der Anleger zunutze machen. Seit dem Börsengang ist die Aktie schliesslich nur gesunken, da ist es ein Leichtes, mit einem neuen Tief die nächste Welle an Stopps zu provozieren.

Und bei schwer durchschaubaren Geschäftsmodellen, wie bei Grenke, stossen Vorwürfe auf einen fruchtbaren Boden. Wer kann schon sagen, ob bei einer Million laufenden Leasingverträgen alles rechtens ist und das Geld aus sauberen Quellen stammt.

Früher oder später ist der Markt auf der Unterseite aber ausgereizt. Man kann die Kurse nicht ewig in den Keller prügeln.
Früher oder später drehen Angebot und Nachfrage, weil die verbliebenen Aktionäre weder die Volatilität noch sinkende Kurse schrecken können.

Aus einem simplen Grund: Sie haben die Position innerlich bereits abgeschrieben.

Chart vom 13.04.2022 Kurs: 10,75 Kürzel: AG1 - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 13.04.2022 Kurs: 10,75 Kürzel: AG1 – Tageskerzen

Schaut man sich der Kursverlauf von Auto1 an, ist jedenfalls zu erkennen, dass es zuletzt keine grosse Abwärtsdynamik mehr gab.
Inzwischen läuft die Aktie seit sechs Wochen seitwärts.

Womöglich beobachten wir gerade eine Bodenbildung. Spätestens wenn ein Ausbruch über 12,50 Euro gelingt, dürften auch prozyklische Trader auf den Zug aufspringen.

Das Update

In Anbetracht der wirtschaftlichen Fortschritte wäre das durchaus denkbar, denn Auto1 steht trotz sinkenden Kursen nicht still.

Wie wir jetzt wissen, ist die Zahl der verkauften Autos im ersten Quartal um 30% auf 169.600 Stück gestiegen.

Im Geschäftskunden-Segment konnte der Umsatz um 26% auf 155.050 und im Privatkundengeschäft (Autohero) um +86% auf 14.550 Fahrzeuge gesteigert werden.

Für Autohero stellt man einen Rohertrag von 700 Euro je Fahrzeug in Aussicht und das dürfte einige Anleger verunsichert haben.
Denn in Q4 lag der Rohertrag noch bei 772 Euro je Fahrzeug, allerdings auf Konzernebene und nicht nur im Privatkundengeschäft.

Die Zahlen sind somit nicht vergleichbar. Das erste, was man als Anleger als Vergleichswert findet, ist aber der Rohertrag auf Konzernebene.

Das zeigt ein weiteres Problem des Unternehmens auf. Die schwache IR-Arbeit dürfte auch massgeblich zu den sinkenden Kursen beigetragen haben.

Die vollständigen Ergebnisse und Finanzzahlen für Q1 2022 werden am 11. Mai 2022 bekannt gegeben.

Der Online-Autohändler Auto1 Group meldete gestern früh die Absatz- und Ankaufszahlen des vierten Quartals. Das Wachstum war beeindruckend, aber die Aktie, die anfangs fünf Prozent zulegte, drehte schnell ins Minus und schloss auf Rekordtief. Ist diese Baisse endlos?

Natürlich haben Aktien, deren Unternehmen noch deutlich ausserhalb der Gewinnzone operieren, das Problem einer soliden Bewertung, so dass sie mehr von der allgemeinen Marktstimmung abhängig sind, als mit Gewinnen und Dividenden aufwartende, etablierte Unternehmen. Aber ein so drastischer Abstieg, wie ihn die Auto1 Group-Aktie zeigt, ist schon ungewöhnlich. Vor allem, weil das Unternehmen im Rahmen der eigenen Ziele wächst.

Zwar bremsen momentan bei der Auto1 Group relativ hohe Investitionen. Aber das sind Investitionen in Kapazitäten zur Aufbereitung von angekauften Gebrauchtwagen – und die Fähigkeit, das europaweit in Eigenregie tun zu können, ist mittelfristig ein wichtiger Vorteil. Und mit den gestern vorgelegten An- und Verkaufszahlen des vierten Quartals (die Verkäufe stiegen insgesamt 42 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal), wird klar: Es läuft alles im Plan. Nur die Aktie nicht.

Die Auto1 Group-Aktie wurde den Erstzeichnern im Februar 2021 zu 38 Euro zugeteilt. Am ersten Handelstag erreichte der Aktienkurs 56,76 Euro – ein gigantischer Gewinn für die Erstzeichner. Aber schon am ersten Tag schloss die Aktie unter dem Eröffnungskurs und sollte das damalige Tageshoch nie wieder erreichen. Im Juni schloss die Aktie erstmals unter dem Ausgabekurs, mittlerweile hat sich der Kurs gegenüber dem Zeichnungs-Kurs von 38 Euro mehr als halbiert. Was steckt dahinter?

Expertenmeinung: Der Umstand, dass die Entwicklung für das Unternehmen planmässig verläuft und gerade in diesen Monaten Gebrauchtwagen grandiose Preise erzielen, spricht dafür, dass man die Ursache der Dauer-Baisse woanders suchen muss. Und wenn ein Chartbild so aussieht wie dieses, wird deutlich: Hier sind vor allem charttechnisch orientierte Trader am Werk – auf der Baisse-Seite.

Wir sehen hier einen Abwärtstrendkanal, dessen obere Begrenzung im August ebenso wie im November eindrucksvoll bestätigt wurde. Das animiert die Trader, hier konsequent auf der Short-Seite zu agieren, sprich die Auto1 Group-Aktie immer wieder leer zu verkaufen. D.h. man leiht sich die Aktien, verkauft sie, um den Kurs zu drücken und plant, sie zu tieferen Kursen zurückzukaufen und dem Verleiher zurückzugeben. Die Differenz zwischen dem Verkaufskurs und dem späteren Rückkaufskurs ist, abzüglich der meist geringen Leihgebühr, der Reingewinn des Leerverkäufers.

Die untere Begrenzung des Trendkanals verläuft derzeit bei 17,25 Euro. Dass diese Linie vergangene Woche zunächst leicht, mit dem Abverkauf anfänglicher Gewinne gestern dann deutlich unterboten wurde, deutet an, dass die Leerverkäufer langsam übermütig werden. So etwas kann fatal schiefgehen, in einer sogenannten „Short Squeeze“ enden.

Denn wenn die Aktie erst einmal deutlicher anzieht, schwimmen den Leerverkäufern die Felle weg. Sie müssen die Aktie dann umgehend zurückkaufen, um keinen Verlust zu erleiden. Und bei einem Chartbild wie diesem darf man vermuten, dass da sehr viele leer verkauft haben. Wenn die alle auf einmal ihre leer verkauften Positionen „eindecken“ wollten, kann eine solche Aktie schnell mal zehn oder zwanzig Prozent nach oben schiessen. Aber Vorsicht:

Einfach darauf zu wetten, dass eine solche Short Squeeze einsetzt, ist brandgefährlich. Das hätte man bei dieser Aktie schon mehrfach vermuten dürfen, doch bislang ist sie nie aufgetreten. Es sollte zumindest die Rückkehr in den Abwärtstrendkanal und ein Break über den nächstgelegenen Kreuzwiderstand erfolgen. Der liegt im Bereich 18,75 Euro und setzt sich aus dem Dezember-Tief und der 20-Tage-Linie zusammen. Alles, was sich darunter abspielt, dürfte die Leerverkäufer, sprich die „Bären“, noch in keiner Weise nervös machen!

Auto1 Group-Aktie: Chart vom 18.01.2022, Kurs 15,76 Euro, Kürzel AG1 | Online Broker LYNX

Es gab in den letzten Wochen keine neuen Nachrichten vom Online-Automobilhändler AUTO1 Group, trotzdem fiel die Aktie immer weiter. Die Leerverkäufer freuen sich … aber wenn sie ihre Buchgewinne aufs Konto bringen wollen, könnte sich das ändern.

Es ist ein Start-Ziel-Sieg für die Bären, wie man ihn so wohl sonst nirgends findet. Das Verlaufshoch der AUTO 1 Group-Aktie entstand am 4. Februar, dem allerersten Handelstag der Aktie. Da wurden 55 Euro erreicht. Und all diejenigen, die bei der Erstzeichnung der Aktie dabei waren und diese zu 38 Euro ins Depot gebucht bekamen, konnten sich entspannt zurücklehnen. Doch dieser Zuteilungspreis wurde bereits im Juni unterschritten … und am gestrigen Montag wurde das bisherige Verlaufstief bei 18,76 Euro erreicht … auf einmal finden sich die Erstzeichner also 50 Prozent im Verlust wieder. Geht das etwa immer so weiter?

Das muss es nicht und tendenziell wird es das auch nicht. Wobei man sich aber nicht unbedingt darauf verlassen sollte, dass es zunächst nicht noch weiter abwärts geht, bevor diese Aktie dann irgendwann auf einmal zum Leben erwacht.

Da die fundamentale Lage eigentlich nicht negativer ist als zu dem Zeitpunkt, als die Anleger die Aktie hatten zeichnen können (weil zwar der Weg hin zur Gewinnschwelle durch zusätzliche Investitionen jetzt länger, dafür aber solider geworden ist), die Bären das aber auch bislang ignorierten, ist es zwar fraglich, ob es eine Quartalsbilanz sein könnte, die die Aufwärtswende auslöst. Aber je länger und weiter eine Aktie fällt, desto weniger zwingend müssen es „good news“ sein, die einen Abwärtstrend drehen. Grund:

Expertenmeinung: Dieser monatelange, wie auf Schienen laufende Abwärtstrend dürfte die umgehenden Aktien schon längst mehrfach von einer Hand in die andere gebracht haben. Die Dynamik des Abwärtstrends wird vor allem von sogenannten „Leerverkäufen“ ausgelöst. Das bedeutet, dass Trader in Aktien der AUTO1 Group Short gehen, indem sie sich bei Anlegern, die die Aktie besitzen, eben diese leihen und diese geliehenen Aktien dann am Markt verkaufen. Ziel: Druck auf den Kurs ausüben, um die Aktie dann zu niedrigeren Kursen kaufen und dem Verleiher zurückgeben zu können. Abzüglich der meist winzigen Leihgebühr ist die Differenz zwischen dem Kurs, zu dem die Aktie verkauft wurde und dem Kurs, zu dem sie dann später zurückgekauft wurde, der Gewinn des Leerverkäufers.

Wenn wir im Hinterkopf haben, dass die unternehmerische Entwicklung der AUTO1 Group eine solche Super-Baisse nicht unterfüttert und dann sehen, dass der Aktienkurs eine untere Begrenzung des übergeordneten Abwärtstrends erreicht hat, wäre das so ein Moment, wo weit im Gewinn liegende Leerverkäufer auf die Idee kommen könnten, diesen Gewinn einzustreichen. Was aber eben nur geht, wenn man die Aktie dazu in der Menge kauft, in der man sie vorher leer verkauft hatte. Aber was, wenn da nicht genug Aktien angeboten werden, während sehr viele Leerverkäufer gleichzeitig ihre Position schliessen (eindecken) wollen?

Dann kommt es zu einer Short Squeeze,, d.h. die Leerverkäufer werden ausgequetscht wie Zitronen, weil sie, wenn die Aktie erst einmal nach oben gedreht hat und sie ihre Gewinne sichern bzw. behalten wollen, dann eben zu jedem Preis in die Aktie hinein müssen. Das kann bisweilen dramatische Kurssprünge auslösen. Aber Vorsicht:

Ob man „eindecken“ will oder nicht, ist nicht zwingend von einer solchen, potenziellen Unterstützung abhängig, die die AUTO1 Group jetzt erreicht hat, sondern eine sehr emotionale Entscheidung, die dann auch noch eine solche Kettenreaktion durch die Eindeckungen anderer auslösen muss. Dass so etwas passiert, darauf sollte man sich auf keinen Fall verlassen. Nur eines sollte man jetzt besser wirklich nicht mehr: Hier noch selbst leer verkaufen bzw. über andere Derivate auf eine noch weiter reichende, ewige Baisse setzten, denn so langsam dürfte das Chance/Risiko-Verhältnis hier kein Verbündeter der Bären mehr sein!

Chart vom 20.12.2021, Kurs 19,79 Euro, Kürzel AG1 | Online Broker LYNX