Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Euro Stoxx: Wie weit kann diese Rallye noch gehen?

Was für eine Rallye im Euro Stoxx! Abwärts ging es 2018 in Wellen, immer wieder von Gegenreaktionen nach oben durchbrochen, in denen diejenigen einstiegen, die jedes neue Tief als Kaufgelegenheit wahrnahmen, weil das so viele Jahre zuvor immer wieder funktioniert hatte. Gewagt.

Doch seit Weihnachten geht es wie auf Schienen höher. Und immer mehr Akteure fühlen sich in ihrer „buy on dips“-Methode bestätigt, sind sicher, dass der Euro Stoxx damit jetzt mehr zeigt als eine Gegenbewegung: Sie sehen die Wende als vollzogen an.

Es ist beeindruckend, wie sehr Kursbewegungen des Aktienmarkts imstande sind, die Wahrnehmung der Rahmenbedingungen zu beeinflussen. Man könnte erkennen, dass sich seit dem Tief des europäischen Leitindex, am 27. Dezember bei 2.909 Punkten markiert, seitens der Gemengelage nichts zum Positiven verändert hat. Aber man will nicht.

Der damals mehrheitlich sicher geglaubte Einigungstermin im Handelsstreit USA/China ist vom Tisch. Die Chance, den BrExit doch noch im Rahmen des EU-Vertrages zu vollziehen, ist mittlerweile deutlich geringer geworden. Die Bilanzen der europäischen Unternehmen sehen schlechter aus als allgemein erhofft, zahlreiche Konjunkturdaten generieren Warnsignale.

Doch der Index steigt – und dieser Anstieg ist es, der denen, die eingestiegen sind bzw. investiert blieben und jetzt hoffen, dass ihre Verluste sich in Gewinne verwandeln, als Beleg dafür, dass das Umfeld bullisch sein muss … sonst würde der Index ja nicht steigen.

Dieser Trugschluss ist nicht neu. Immer wieder sehen Marktteilnehmer den Effekt ihres eigenen Tuns als Beweis dafür an, richtig gehandelt zu haben. Aber wer kauft, treibt jetzt die Kurse. Die steigen also auch, wenn die Käufer Luftschlösser bauen. Wie derzeit. Solange sich die Rahmenbedingungen nicht merklich verbessern, ist damit zu rechnen, dass diese mittlerweile fast acht Wochen alte Rallye irgendwann in sich zusammenfällt.

Aber so dünn die Beinchen auch sind, auf die sie sich stützt: Noch schaffen es die Bullen, einen Schritt vor den anderen zu setzen, den Euro Stoxx höher zu treiben. Allerdings wird es auch jetzt erst aus charttechnischer Sicht schwieriger, wie wir in den Charts sehen können.

Chart auf Wochenbasis vom 19.02.2019, Kurs 3.239,41 Punkte, Kürzel ESTX50 | LYNX Online Broker

Erst jetzt trifft der Index nach dem Mitte Januar gelungenen Break über die September-Abwärtstrendlinie wieder auf aktuellere Widerstände. Und die kommen dicht gestaffelt. Zwischen 3.260 und 3.275 Punkten wartet eine Zone, in welcher der Euro Stoxx seit vergangenem April mehrfach gedreht hatte.

Darüber wartet bereits bei 3.305 Punkten die 200-Tage-Linie und bei 3.380 Zählern dann die mittelfristige Abwärtstrendlinie. So sehr sich das Bullen-Lager das auch wünschen mag: Die Wende ist noch nicht vollzogen, das wäre erst der Fall, wenn eben diese Abwärtstrendlinie mit Closings über 3.380 Punkten bezwungen ist.

Das zu schaffen, wird zwar nicht einfach. Aber solange das Momentum noch zu Gunsten der Bullen positiv ist, sollte man sich hüten, ohne klare Signale auf der Short-Seite dagegen zu halten. Was aus charttechnischer Sicht auch nicht nötig wäre, denn der Punkt, an dem den Bullen ihre Beine wegknicken, lässt sich gut ausmachen. Es ist der doppelte Leitstrahl aus der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie und der 20-Tage-Linie, der brechen müsste, um ein Short-Signal zu erzeugen.

Dieser Leitstrahl liegt aktuell bei 3.180 Punkten und steigt pro Tag um circa sechs Punkte. Was bedeutet: Die Bullen sind derzeit dazu verdammt, den Index höher zu treiben, um ihn von dieser Zone fernzuhalten, die täglich nachrückt. Ein kniffliges Unterfangen, es sollte daher lohnen, den Euro Stoxx bzgl. potenzieller Short-Trades im Auge zu behalten!

Chart auf Tagesbasis vom 19.02.2019, Kurs 3.239,41 Punkte, Kürzel ESTX50 | LYNX Online Broker

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