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Aktuelle Analyse:
Euro Stoxx 50: make or break – jetzt gilt es!

Dass die europäische Zentralbank den Bullen am Donnerstag nicht viel zu bieten haben würde, war eigentlich zu erwarten. Denkbar wäre schon, dass ein paar verwegene Trader wirklich darauf setzten, dass die Andeutungen der US-Notenbank in Richtung einer ersten Zinssenkung auch die EZB dazu bewegen würde, zumindest symbolisch etwas zu tun. Wobei: Eigentlich tat sie das auch, indem sie die Guidance neu formulierte.

Jetzt soll der Leitzins mindestens bis Mitte 2020 unverändert an der Nulllinie bleiben. Was aber am europäischen Aktienmarkt nicht mit Freude aufgenommen wurde, denn hier hat man die rationale Bodenhaftung noch, die vielen an der Wall Street mittlerweile abhandengekommen ist. Will heißen:

Man versteht sehr wohl, dass man keine Aktien kauft, weil die Feuerwehr einwilligt, ein bereits brennendes Haus zu löschen. Man erkennt vielmehr, dass es erst einmal negativ ist, dass die Hütte brennt, sprich das Wachstum wegbricht. Und man erkennt im Gegensatz zu denen, die auch gestern wieder wie wild US-Aktien kauften, dass es keineswegs sicher ist, dass Zinssenkungen als Löschmittel funktionieren. Entsprechend versuchte man sich beim Euro Stoxx 50 zwar an einem Befreiungsschlag nach oben, musste den aber zum Handelsende als in der ersten Runde gescheitert ansehen. Aber es könnte aus dieser Position jederzeit einen zweiten Versuch geben. Und der ist sogar recht wahrscheinlich, denn:

Expertenmeinung: Ob man sich hierzulande an den Kopf fasst, wenn man sich die Wall Street ansieht oder nicht, die dortigen Impulse bleiben nicht unbeachtet. Vor allem, was die unmittelbaren Faktoren angeht: die Verhandlungen zwischen Mexiko und den USA im Licht der ab Montag drohenden Strafzölle und die US-Arbeitsmarktdaten.

Es mag ja sein, dass die Perspektiven in den USA trübe und hier in der Eurozone noch trüber sind. Aber sollten die US-Indizes auch den heutigen Freitag mit einer Rallye beenden, werden die Bullen beim Euro Stoxx 50 zweifellos erneut versuchen, den doppelten Widerstand aus kurzfristiger Abwärtstrendlinie und 20-Tage-Linie zu überwinden. Denn solange die US-Börsen nicht nach unten abdrehen, wird man eher nicht versuchen, das Fundament, das sich der Index in den vergangenen Tagen geschaffen hat, zu sprengen:

Die Erfolgschance wäre ohne unmittelbare, bärische Argumente zu gering. Sie sehen im Chart: Die Supportzone 3.245/3.275 Punkte sowie die am oberen Ende der Zone verlaufende 200-Tage-Linie haben standgehalten. Zugleich steht der Trendfolgeindikator MACD unmittelbar vor einem Kaufsignal. Das wäre eine ideale Basis, um sich zumindest in die Region um 3.450 Punkte nach oben abzusetzen. Aber da dieses Unterfangen am Donnerstag abgewiesen wurde, der Euro Stoxx 50 am Ende im Minus schloss, dürfen die Bullen sich keinen zweiten Fehlschuss leisten. Das muss jetzt sitzen, ansonsten dürfte diese Supportzone 3,245/3,275 Punkte nicht nur erneut getestet werden, dann könnte es auch gut sein, dass sie bricht. Wir könnten somit heute einen dieser spannenden „make or break“-Tage vor uns haben!

Chart vom 06.06.2019, Kurs 3.338,41 Punkte, Kürzel ESTX50 | LYNX Aktienempfehlungen

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