Shop Apotheke Europe Aktie aktuell Shop Apotheke: Was ist los? Wo bleiben die Bullen?

News: Aktuelle Analyse der Shop Apotheke Europe Aktie

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Shop Apotheke Europe
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Zur Shop Apotheke Europe Aktie

Die Anfang April vorgelegten vorläufigen Zahlen zum ersten Quartal waren ebenso tadellos wie die mitgelieferte 2021er-Perspektive. Trotzdem gelingt es der Shop Apotheke-Aktie nicht, sich dem Hoch vom Februar zu nähern. Wo bleiben die Bullen?

Das Problem liegt weniger in der aktuellen Geschäftsentwicklung oder dem 2021er-Ausblick, der ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 20 Prozent und einen Anstieg der EBITDA-Marge von 2,2 Prozent im Jahr 2020 auf 2,3 bis 2,8 Prozent projiziert. Es liegt darin, dass die Super-Rallye, welche die Aktie der Shop Apotheke in wenig mehr als vier Wochen von 155 auf 249 Euro und damit in der Spitze um gut 60 Prozent nach oben katapultierte, eine rein aus Emotionen geborene, wilde Kaufwelle war. Das bedeutet:

Erst, als der Kurs auf einmal den Rückwärtsgang einlegte, begannen viele sich zu fragen, wo die Aktie eigentlich wirklich „hingehört“, d.h. welcher Kurslevel angesichts der Umsatz- und Gewinnentwicklung angemessen sein könnte. Und wenn man sich überlegt, dass die in den Niederlanden beheimatete Online-Apotheke erst in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen schreiben dürfte, ist ein Aktienkurs von fast 250 Euro schon ein Wort. Vor allem, weil diese Aktie unmittelbar vor der Corona-Krise noch für unter 50 Euro zu haben war. Aber heisst das, dass der Kurs noch weiter nachgeben müsste?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Shop Apotheke Europe Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Dass die am 7. April vorgelegten, vorläufigen Ergebnisse zum ersten Quartal nebst 2021er-Ausblick die zu dieser Zeit über der wichtigen Unterstützungszone 166/168 Euro ablaufende Bodenbildung nicht durch einen Ausbruch nach oben beendete, ist zumindest kein allzu gutes Zeichen. Dass der dann doch noch vollzogene Ausbruch zu einer Bullenfalle wurde und der Kurs in die Handelsspanne zwischen der 200-Tage-Linie bei 162 Euro und 195 Euro zurückfiel, ebenso wenig.

Was jetzt nötig wäre, um die Käufer zu mobilisieren und dadurch einen nachhaltigen Ausbruch nach oben zu erreichen, der aus aktueller, charttechnischer Sicht bei Schlusskursen über dem letzten Zwischenhoch von 205,40 Euro gelungen wäre, wäre eine Anhebung der Jahresprognose, begleitet von positiven Analysten-Kommentaren und angehobenen Kurszielen. Die Chance dafür wäre die Vorlage der endgültigen Ergebnisse des ersten Quartals, die am Donnerstag nächster Woche, d.h. am 6. Mai, erwartet wird.

Kommt da nichts, das die momentane Zurückhaltung der Trader beenden kann, wäre es allemal denkbar, dass diese Korrektur sich fortsetzt. Entscheidend dafür: Die mittelfristig entscheidende Auffangzone, beginnend mit der 200-Tage-Linie bei 162 Euro bis zur bei momentan 172 Euro verlaufenden, im März 2020 etablierten Aufwärtstrendlinie. Ginge die Aktie da nach unten durch, wäre sogar ein Test der unteren Begrenzung der im Januar nach oben verlassenen, alten Handelsspanne bei 116 Euro nicht auszuschliessen.

Chart vom 26.04.2021, Kurs 181,00 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX
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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Shop Apotheke Europe Aktie

Die Korrektur endete genau auf Höhe mittelfristig entscheidender Unterstützungen und mündete in eine perfekte Bodenbildung. Es scheint, es ist nur noch eine Frage des „Wann“, nicht des „Ob“, bis die Aktie durchstartet.

Die niederländische, im MDAX notierte Onlineapotheke legte am Mittwoch die vorläufigen Ergebnisse für das erste Quartal vor. Der Umsatz war gegenüber dem ersten Quartal 2020 um 22,5 Prozent gestiegen, die Zahl aktiver Kunden legte deutlich um gut 35 Prozent zu. Wie sich der Gewinn und die Marge darstellen, wird man im Zuge der endgültigen Quartalsbilanz am 6. Mai erfahren. Im Zuge dieser Vorab-Daten avisierte die Shop Apotheke für das Gesamtjahr 2021 ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 20 Prozent und eine EBITDA-Gewinnmarge im Bereich von 2,3 bis 2,8 Prozent (2020: 2,2 Prozent). Das Ziel, 2021 die schwarzen Zahlen zu erreichen, wird damit mit hoher Wahrscheinlichkeit erreicht. Was will man mehr?

Einige Aktionäre wollten offenbar durchaus mehr, denn die Aktie reagierte auf das Zahlenwerk am Mittwoch erst einmal mit einem Abschlag von gut einem Prozent, nachdem sie als erste Reaktion im Plus gestartet war. Aber das führte nicht zu weiteren Abgaben: Am Donnerstag konterten die Käufer und brachten die Aktie damit in Schlagdistanz für einen Befreiungsschlag.

Chart vom 08.04.2021, Kurs 191,50 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX

Expertenmeinung: Wie bei vielen in den vergangenen Monaten in eine Korrektur übergegangenen Aktien aus den Bereichen Technologie, Biotech und Online-Handel hatte man auch bei der Shop Apotheke den Bogen überspannt. Eine Korrektur folgte, aber der Trend hielt den Abgaben stand. Genau da, wo es darauf ankam, die mittelfristige Aufwärtstendenz zu erhalten, stabilisierte sich die Aktie: über der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und genau im Bereich der Supportzone 166,40/168,60 Euro.

Sollten den gestrigen Käufen weitere folgen, könnte die seit Anfang März laufende Bodenbildung umgehend abgeschlossen werden. Dazu bedarf es eines Schlusskurses, der klar über 195,40 Euro liegt und damit aus der wochenlangen Seitwärtsrange nach oben hinausläuft. Käme es so, wäre der Weg nach oben erst einmal frei. Aber was, wenn dieser Ausbruch vorerst ausbleibt?

Solange die Aktie nicht unter die mittelfristige Aufwärtstrendlinie (aktuell bei 166 Euro) rutscht, wäre das in keiner Weise tragisch. Und käme die Aktie erneut zurück, ohne die vorherigen Zwischentiefs zu brechen, würde sich dadurch sogar die Chance eröffnen, die Wende zu „veredeln“, indem eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation als Basis einer Aufwärtstrendwende entstünde, deren rechte Schulter ein solcher erneuter Rücksetzer wäre. Momentan wirkt es also, als wäre nur die Frage, ob die Aktie umgehend nach oben ausbricht oder aber noch eine „Ehrenrunde“ dreht, bevor es so kommt. Aber vorgreifen sollte man einem solchen Befreiungsschlag tunlichst nicht, denn so wahrscheinlich die Aufwärtswende auch wirkt: Wie alles an der Börse ist nichts sicher, bevor es nicht tatsächlich passiert ist!

Shop Apotheke war schon vor Corona ein echtes Erfolgsmodell. Hat die Party gerade erst begonnen? Wie sieht die Prognose für die Aktie aus?

Volltreffer

Die letzte Analyse zu Shop Apotheke ist noch nicht lange her, kurstechnisch hat sich aber viel getan.
Shop Apotheke: Jetzt die Chance nutzen?

Wie erwartet kam es zu einer Rallye. Unmittelbar nach der Analyse kletterte die Aktie innerhalb von wenigen Wochen von 157 auf 248 Euro.

Zuletzt ist die Aktie allerdings wieder zurückgekommen. Ein guter Zeitpunkt, um die Lage neu zu sondieren.

Die grundlegenden Informationen zum Unternehmen entnehmen Sie bitte der zuvor verlinkten Analyse.

Grosswetterlage

Kurz zusammengefasst ist die Situation recht eindeutig. Shop Apotheke verzeichnet seit Jahren ein anhaltend hohes Wachstum.

Der Cashburn steht in einem gesunden Verhältnis zum Wachstum, die Expansion verschlingt keine Unsummen.

Darüber hinaus ist die Kundenbindung ist stark, rund 80% aller Bestellungen kommen von Bestandskunden.
Die positiven Effekte durch Corona sollten sich also auch langfristig positiv auswirken.

In Summe hört sich das alles sehr gut an und das ist es auch.

Aktuelle Lage

Shop Apotheke ist ein Krisengewinner, die ohnehin gute Entwicklung wurde durch die Pandemie weiter befeuert.

Daher kletterte der Umsatz um 38% auf 968,1 Mio. Euro. Die Bruttomarge legte von 19,7% auf 22,7% zu.
Das EBITDA war mit 15,2 Mio. Euro erstmals positiv.

Das Unternehmen ist also gerade dabei, den Sprung in die Profitabilität zu schaffen.

Ausblick

Für 2021 stellt das Unternehmen ein organisches Wachstum von 20% oder mehr in Aussicht, sowie eine EBITDA-Marge von 2,3-2,8%.
Das EBITDA dürfte sich demnach nahezu verdoppeln.

Derzeit liegt die Konsensschätzung für das Ergebnis 2021 bei 0,27 Euro je Aktie, im Folgejahr könnten es bereits über 1,00 Euro je Aktie werden.
Die Kennzahlen zeigen also in die richtige Richtung.

Wichtiger ist bei einem Wachstumswert allerdings das KUV. Derzeit liegt das KUV bei 3,35. Im laufenden Geschäftsjahr könnte der Wert auf 2,8 sinken.

Tatsächlich ist die Bewertung heute nicht wesentlich höher als zum Zeitpunkt der ersten Analyse. Die Chance auf steigende Kurse stehen also gut.

Chart

Aus technischer Sicht ist die Konstellation ebenfalls interessant. In den letzten Wochen hat sich ein neuer Aufwärtstrend gebildet, der parallel zum alten verläuft.

Ausgehend von dieser Basis könnte die Aktie jetzt wieder starten. Über 195 und 204 Euro käme es jeweils zu prozyklischen Kaufsignalen.
Ein mögliches Kursziel liegt bei 220 Euro.

Fällt die Aktie hingegen unter 175 Euro, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur gerechnet werden.

Chart vom 23.03.2021 Kurs: 189,60 Kürzel: SAE - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 23.03.2021 Kurs: 189,60 Kürzel: SAE – Tageskerzen

Shop Apotheke gehörte 2020 zu den grossen Gewinnern. Ist die Rallye jetzt vorbei oder ist die Aktie trotzdem noch erstaunlich günstig? Wo könnte man zuschlagen?

Eine Erfolgsgeschichte

Shop Apotheke ist eine Erfolgsgeschichte. Nicht nur für die Aktionäre, auch aus wirtschaftlicher Sicht.
Seit dem Börsengang Ende 2016 ist der Umsatz von 177 auf 701 Mio. Euro gestiegen.

Profitabel ist man zwar noch nicht, der Cashburn hält sich aber in Grenzen. In den letzten Jahren hat man jeweils Verluste zwischen 18 und 36 Mio. Euro verbucht.
Das ist bei dem gegebenen Wachstum durchaus vertretbar.

Bei derartigen Wachstumswerten sollte man vor allem darauf achten, dass der Verlust mit steigenden Umsätzen nicht immer grösser wird.
Die Relation muss stimmen und sollte sich in die richtige Richtung entwickeln. Hier ist das der Fall.

Auf dem Sprung

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist die Zahl der aktiven Kunden von 4,5 auf 5,9 Millionen gestiegen. Ein Plus von 31%.

Rund 80% der Bestellungen stammen von Bestandskunden. Das ist sehr wichtig. Die Kunden bleiben dem Unternehmen treu und dementsprechend lohnt sich auch die Akquise.

Daher bewegen sich auch Profitabilitäts-Kennzahlen zunehmend in die richtige Richtung.

Der Umsatz kletterte um 38% auf 703,3 Mio. Euro und das Bruttoergebnis legte um 57% auf 156,9 Mio. Euro zu.

Das EBITDA hat sich von 3,0 auf 33,6 Mio. Euro mehr als verzehnfacht und das EBIT war erstmals positiv.

Geht das so weiter?

Die starke Kundenbindung spricht dafür, dass sich die erfreuliche Entwicklung auch in Zukunft fortsetzen wird.
Shop Apotheke dürfte demnach kurz vor dem Sprung in die Profitabilität stehen.

Bis dahin müssen wir das KUV bemühen. Das liegt derzeit bei 3,3. Bei dem gegebenen Wachstum ist das nicht sehr viel.
Die Sachlage erinnert ein wenig an Hellofresh. (Analyse zu Hellofresh)

Shop Apotheke ist also trotz der massiven Rallye im Vorjahr nicht überbewertet. Rücksetzer könnten sich daher als Gelegenheiten herausstellen.

Das drückt den Kurs

Der heutige Kurssturz kommt uns also ziemlich gelegen.
Ausgelöst wurde er durch die Meldung, dass man sich über eine Wandelschuldverschreibung 200 Mio. Euro an frischem Kapital besorgen will. Das könnte eine grössere Korrektur einleiten.

Chart

Die Aktie ist mehrfach an der Widerstandszone von 162-165 Euro gescheitert und könnte daher vorerst zur Unterseite drehen.
Mögliche Kursziele liegen bei 150 sowie 140 Euro.

Für antizyklische Investoren wären diese Marken interessant. Nahe 127,50 Euro wäre das Chance-Risiko-Verhältnis noch besser.

Bricht die Aktie hingegen nachhaltig über 165 Euro aus, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal.

Chart vom 14.01.2022 Kurs: 157,20 Kürzel: SAE - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 14.01.2022 Kurs: 157,20 Kürzel: SAE – Tageskerzen

Im zweiten Halbjahr 2020 war mit der Shop Apotheke-Aktie zwar nicht mehr viel los. Aber das erste Halbjahr machte diese Aktie zur Kursrakete, so dass im Jahressaldo 2020 trotz des volatilen Wassertretens in der zweiten Hälfte ein sagenhaftes Plus von 240 Prozent zu Buche stand. Damit müsste es eigentlich fürs Erste genug sein, könnte man denken. Immerhin stehen diesen 240 Prozent Kursgewinn „nur“ ein seitens des Unternehmens avisiertes Umsatzplus von (mindestens) 35 Prozent gegenüber, das zusammen mit einem Anstieg der Marge dazu führen dürfte, dass die Online-Apotheke 2021 den Sprung in die schwarzen Zahlen schafft.

Aber wenn man sich ansieht, dass die Analysten im Schnitt für 2022 einen Gewinn pro Aktie von 1,15 Euro schätzen, stellt sich die Frage, wie viel Gewinnwachstum da in den kommenden Jahren erzielt werden müsste, um ein Kurs/Gewinn-Verhältnis zu erreichen, das weniger ambitioniert wäre als das derzeit 138fache, das die Anleger für die Gewinne per Ende 2022 derzeit zahlen. Für Gewinne also, die erst einmal eingefahren werden müssten. Und würde der Aktienkurs bis Ende 2022 weiter zulegen – worauf diejenigen, die aktuell kaufen, natürlich setzen – müsste der Gewinn noch mehr steigen, um dieses derzeitige „Amazon-KGV“ auf mittel- und langfristig tragfähige Levels zu drücken.

Expertenmeinung: Das ist vielen Marktteilnehmern auch bewusst, denn genau das dürfte ein entscheidender Grund gewesen sein, warum die Aktie im Herbst begann, ein grosses Topp auszubilden, dessen Vollendung die Bullen jedoch abwenden konnten, indem es gelang, die Nackenlinie der Formation im Bereich 115/117 Euro im November zu verteidigen. Seither hat sich ein im Gegensatz zur vorherigen Variante etwas flacherer mittelfristiger Aufwärtstrend gebildet, innerhalb dessen die Aktie gleich am ersten Handelstag des neuen Jahres durchstartete und in Richtung der Widerstandszone in Form der bisherigen, im Herbst ausgebildeten Hochs zwischen 166,40/168,60 Euro lief. Gibt es etwas Neues, das diesen Aufwärtsimpuls erklären würde?

Chart vom 04.01.2021, Kurs 148,20 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX

Nicht seitens des Unternehmens. Es scheint, als würden diejenigen, die zu Beginn des Jahres frisch zugeflossenes Kapital umgehend in den Markt investieren, nach „Schema F“ arbeiten, indem sie einfach vor allem das kaufen, was sich 2020 als Performance-Star entpuppt hat. Um günstige Bewertungen und mittelfristige Trading-Ideen schien es da weniger bis gar nicht zu gehen. Doch wer weiss, dass der Spruch „was gestern lief, wird morgen auch laufen“ oft nicht zutrifft, sollte sich genau überlegen, ob man hier noch auf den fahrenden Zug aufspringen sollte, wenn ein Ticket dafür mit Seitenblick auf die Bewertung derart teuer ist. Die Aktie zu halten wäre allemal drin, wenn man schon länger dabei ist. Denn zum einen kann man natürlich nicht ausschliessen, dass es wirklich gelingt, das bisherige Hoch zu überbieten. Zum anderen hätte man, wenn man schon frühzeitig eingestiegen ist, ein so komfortables Plus, dass man es sich leisten könnte, die Stoppkurse entlang der nächsten relevanten Supportlinien zu platzieren, ohne dadurch zu gravierende Gewinn-Abschläge in Kauf zu nehmen. Dies wäre für die kurz- bis mittelfristige Ebene die März-Aufwärtstrendlinie bei aktuell 133,50 Euro, für einen mittel- bis längerfristigen Zeithorizont die durch die 200-Tage-Linie verstärkte Nackenlinie der bislang nicht vollendeten Toppbildung im Bereich 115/117 Euro.

Wann ist eine Aktie günstig, wann ist sie zu teuer? Am Ende ist das immer eine subjektive Entscheidung, die jeder Anleger für sich selbst trifft. Auch was die Analysten denken, ist kein sicherer Wegweiser. Das zeigt sich auch an der Aktie der Shop Apotheke: Da finden sich Kursziele zwischen 120 und 223 Euro. Man könnte da festhalten, dass der Kurs derzeit deutlich näher am niedrigsten Kursziel notiert und damit noch einiges an Spielraum vorhanden wäre, um allein an das durchschnittliche Kursziel um 175 Euro zu gelangen. Aber unter welchen Prämissen haben die Analysten ihre Kursziele festgelegt? Zwei offene Fragen erschweren die Entscheidung für die Anleger derzeit, die auch die Experten nicht sicher beantworten können:

Zum einen stellt sich die Frage, ob die Shop Apotheke-Aktie aufgrund der Pandemie zu hochgelaufen ist und daher eine Art Blase entstanden ist, die platzen muss, wenn das Thema Corona im kommenden Jahr nicht mehr entscheidend sein wird. Zum anderen muss man sich fragen, ob das Wachstum der Online-Apotheke dadurch beeinträchtigt wird, dass amazon.com künftig auch verschreibungspflichtige Medikamente liefern will, wie Mitte November gemeldet wurde. Beides drückte auf den Kurs. Und das Chartbild zeigt eine Toppbildung. Allerdings eine, der die Aktie entkommen könnte.

Expertenmeinung: Es fällt auf, dass die Aktie zwar durch die BioNTech/Pfizer-Impfstoffmeldung ebenso wie durch die Meldung über amazon.com als künftigem Konkurrenten am 9. und am 14. November in die Knie ging, die Unterstützung im Bereich 115/116 Euro aber hielt. Und derzeit versucht sich der Kurs an einer Bodenbildung, die das Zeug hätte, den Kurs wieder an das obere Ende der im Sommer etablierten Seitwärtsspanne im Bereich 165,60/168,60 Euro zu tragen, die zugleich dieses Bild einer Toppbildung zeichnet.

Allerdings müsste der Kurs zumindest auf Schlusskursbasis über das Zwischenhoch nach der ersten Gegenreaktion des Novembers bei 144,80 Euro hinaus, um diese Chance zu wahren. Argumente für die Bullen gäbe es durchaus: Zum einen sind die Online-Apotheken nicht erst seit Corona auf dem Vormarsch. Es mag sein, dass der Umsatz im Fall eines Pandemie-Endes kurzfristig etwas zurückkommt, aber mittelfristig wird das Wachstum weitergehen. Und das Gros der Umsätze stammt nicht von verschreibungspflichtigen Medikamenten – und in den anderen Bereichen war amazon.com auch vorher schon ein Konkurrent. Gewachsen sind die Online-Apotheken trotzdem. Aber:

Der Kurs hatte sich gegenüber dem Level vor dem ersten Lockdown in der Spitze fast vervierfacht. Und da greift eben die subjektive Beurteilung, ob diese Aktie trotzdem auf diesem Level zu teuer ist oder nicht. Letztlich wäre es sinnvoll, sich konsequent an der Aktie selbst zu orientieren: Wenn die zuletzt gehaltene Unterstützung 115/116 Euro und darüber hinaus die bei 111,50 Euro verlaufende 200-Tage-Linie fallen, ist das Topp vollendet … dann würden alle bullischen Argumente hinter einem markant bärischen charttechnischen Signal zurücktreten. Gelingt mit einem Schlusskurs über 144,80 Euro jedoch die Vollendung der Bodenbildung, würde auch das Urteil der meisten Anleger in Sachen Rahmenbedingungen optimistischer ausfallen … dann wäre der Weg der Aktie nach oben erst einmal wieder frei.

Shop Apotheke-Aktie: Chart vom 08.12.2020, Kurs 138,60 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX