Renault Aktie aktuell Renault könnte sich auch wieder verdoppeln

News: Aktuelle Analyse der Renault Aktie

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Renault
ISIN: FR0000131906
Ticker: RNO
Währung: EUR

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Zur Renault Aktie

Renault ist ein in 125 Ländern aktiver Automobilhersteller.
Zum Unternehmen gehören neben Renault auch Dacia und Alpine. Darüber hinaus besitzt man eine Beteiligung von 43% an Nissan.
Mit Nissan und Mitsubishi befindet man sich in einer strategischen Partnerschaft und Allianz, die durch eine enge Zusammenarbeit geprägt ist.

Die nächsten Quartalszahlen werden am 14. Februar veröffentlicht.

Der Sektor ist ein Minenfeld

Es dürfte für die meisten Leser keine Neuigkeit sein, ich bin kein grosser Fan der Branche. Es ist ein schwieriges Geschäft, der Wettkampf ist hart. Man benötigt Unsummen an Kapital, um mithalten zu können. In vielen Fällen verschlingen die Investitionen faktisch alle Mittel, die man operative erwirtschaftet.
Der gemeldete Gewinn ist meist nur ein Wunschtraum, hat mit der wirtschaftlichen Realität aber wenig zu tun.

Genau das ist auch der Grund, warum Autobauer seit Jahren auf extrem niedrige KGVs kommen, die Aktien aber dennoch nicht laufen.
Ein Blick auf den Cahsflow offenbart, wo der Hund begraben liegt. Manch ein Autobauer meldet zwar Milliardengewinne, der Cashflow tendiert aber gegen null.

Noch problematischer ist die Lage aus meiner Sicht bei den Zulieferern. Auf die Branche kommen harte Zeiten zu. Daher habe ich in den letzten Jahren unzählige male vor den Aktien des Sektors gewarnt. Daran hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn die Kursrisiken inzwischen deutlich geringer sind.

Die Kirche im Dorf

Am Ende gilt aber immer dasselbe. Selbst das beste Unternehmen der Welt ist nicht unendlich viel Wert und auch ein mittelprächtiges Unternehmen kann ein sehr attraktives Investment sein. Was zählt, ist der Preis.

Im Spannungsfeld der zuvor beschriebenen Probleme sieht es bei Renault gar nicht so schlecht aus.
In den letzten zehn Jahren ist der Umsatz von 33,71 auf 57,42 Mrd. Euro gestiegen. Die Bruttomarge hat sich positiv entwickelt. Der Gewinn stagniert dennoch und pendelt weitgehend zwischen 6 und 13 Euro je Aktie.

Auch bei Renault liegt der freie Cashflow regelmässig unter dem gemeldeten Gewinn. Das KGV trügt also. Doch Renault erwirtschaftet immerhin einen FCF, ganz im Gegensatz zu mancher Branchengrösse.
Bei einem freien Cashflow von 1,5 – 2,0 Mrd. Euro kommt Renault aktuell auf einen P/FCF von 5,0 – 6,6. Das ist nicht gerade viel und zeigt, dass man sich die Dividendenrendite von 5% durchaus leisten kann.

Übertreibung?

Das ist ein erster klarer Hinweis, dass es sich um eine Übertreibung zur Unterseite handeln könnte.
Im laufenden Geschäftsjahr wird auch ein Gewinn von 7,10 Euro je Aktie erwartet. Das liegt in der „normalen“ Spanne der Vorjahre von 6 – 13 Euro.
Dennoch ist die Aktie auf den tiefsten Stand seit 2012 gesunken. Renault ist heute nur noch die Hälfte Wert wie 2014, als man denselben Gewinn erzielt hat.

Der Pessimismus ist also gross, ob er gerechtfertigt ist, ist wie immer fraglich. Die Börse übertreibt bekanntlich in beide Richtungen.

Umgekehrt kann man ebenso eine Überlegung anstellen. Wenn Renault mittelfristig wieder einen Gewinn am oberen Ende der Spanne erzielen kann, entspräche der heutige Kurs einem KGV von unter 3.

Warum der Pessimismus?

Neben dem sinkenden Gewinn, der aktuell angespannten Konjunktur dürfte wohl vor allem ein Gerücht Druck auf den Kurs ausüben.
Wie bereits eingehend angesprochen befindet sich Renault in einer Allianz mit Nissan und Mitsubishi. Medienberichten zufolge könnte diese Partnerschaft vor dem Aus stehen. Für Renault wäre das ein herber Schlag, denn alleine ist man wahrscheinlich nicht stark genug, um im internationalen Wettkampf mithalten zu können.

Renault dementierte die Berichte natürlich, doch ganz zufrieden waren die asiatischen Partner zuletzt wohl nicht. Ende Januar hat man die Zuständigkeiten wohl neu verteilt. Ohne Ex-Chef Carlos Ghosn scheint die Allianz dennoch auf wackeligen Beinen zu stehen.

Man muss sich als Investor also ernsthaft mit dieser Möglichkeit auseinandersetzen. Zerbricht die Allianz bleiben aus meiner Sicht vor allem zwei Optionen. Renault wird in diesem Szenario wohl nicht an der Nissan-Beteiligung festhalten.
Für die Aktionäre der Franzosen könnte das ein gutes Geschäft sein, denn die Beteiligung könnte aktuell rund 9 Mrd. Euro bringen und der Börsenwert von Renault liegt nur bei 10,2 Mrd. Euro.

Die zweite Möglichkeit ist eine Fusion, wie man es bereits mit Fiat angestrebt hatte, oder eben eine Übernahme durch einen grösseren Konkurrenten.

Charttechnik

Noch ist kein Boden in Sicht, doch langsam rücken zentrale Unterstützungen in Reichweite. Nach der Finanzkrise hat die Aktie zwischen 23 und 33 Euro mehrere markante Tiefs ausgebildet.
Wenn man bei Renault einsteigen möchte, sollte man mit Blick auf die hohe Volatilität über schrittweise Käufe nachdenken.
Möglichkeiten für Antizykliker ergeben sich bei 34 sowie 30, 27 und 24 Euro.

Prozyklische Singale ergäben sich über 40 und 42 Euro. Nachhaltig aufhellen würde sich das Chartbild aber erst über 48 Euro.

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Chart vom 11.02.2020 Kurs: 34,43 Kürzel: RNO - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Renault Aktie

Im Vergleich zum französischen Automobilkonzern Renault halten sich die deutschen Autobauer in diesem Jahr noch recht wacker. Bei Renault, die zudem ja noch ihre liebe Not mit der Allianz mit Nissan haben, rechnen die Analysten für 2019 im Schnitt mit einem spürbaren Gewinnrückgang um ein Drittel. Und das könnte womöglich noch nicht defensiv genug sein, denn am Donnerstagabend kurz nach dem europäischen Handelsende warnte Renault, dass der bisherige, konzerneigene Ausblick womöglich nicht gehalten werden könnte. Der Umsatz sei im dritten Quartal im Vorjahresvergleich um 1,6 Prozent gefallen, so Renault. Die Konsens-Schätzung der Analysten hatte da zuvor ein minimales Plus gesehen.

Nachbörslich waren die Umsätze zwar gering, die Indikationen sind da weniger zuverlässig als bei marktbreiten Wall Street-Aktien, die auch ausserbörslich stark gehandelt werden, wenn wichtige Zahlen auf den Tisch kommen. Aber die Reaktion war, wen mochte es wundern, negativ. Die Aktie, die im Handel in Paris bei 54,86 Euro geschlossen hatte, notierte zum letzten Kurs im Späthandel in Frankfurt bei 52,00 Euro, auf der Tradegate-Plattform gegen 20 Uhr bei 53,10 Euro. Kippt das die Chance auf eine Trendwende nach oben, um die sich die Trader nicht nur hier, sondern bei allen Automobilaktien in den letzten Tagen bemüht haben?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Renault Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Sollte das Minus im heutigen, regulären Handel in dieser Grössenordnung bleiben, Renault im Bereich um 52/53 Euro schliessen, wäre das Risiko, dass es so kommt, zumindest recht hoch. Sie sehen im Chart, dass die Aktie durch die jüngste Rallye die Basis für einen umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation gelegt hat, die mit dem Ausbruch über die bei 58 Euro verlaufende Nackenlinie der Formation vollendet wäre. So aber wurde der Kurs an einer ungünstigen Stelle ausgebremst: genau an der im Chart dick schwarz hervorgehobenen 200-Tage-Linie.

Grundsätzlich würde die Chance auf eine Aufwärts-Wende so lange erhalten bleiben, bis die Aktie das letzte Zwischentief mit Schlusskursen unter 49 Euro klar unterboten hätte. Denn Schulter-Kopf-Schulter-Formationen mit zwei rechten Schultern kommen vor und widersprechen dem charttechnischen Regelwerk nicht. Aber die Menge an belastenden Aspekten hat die Chance hierfür deutlich verringert.

Immerhin mussten die Akteure am Donnerstag erkennen, dass der geregelte BrExit allemal noch schiefgehen kann. Das derzeitige Verhalten des US-Präsidenten macht klar, dass das Thema eines Handelskriegs mit den USA keineswegs weniger wahrscheinlich ist wie zuvor. Renault selbst liefert „bad news“ ab. Und der Terminbörsen-Abrechnungstermin, der die Aktie womöglich entscheidend höher zog, geht heute über die Bühne. Da müsste Renault heute schon positiv überraschen, deutlich besser schliessen als dies die nachbörslichen Kurse des Donnerstags erwarten lassen. Ansonsten sollte man hier auf der Long-Seite überlegen, sich sicherheitshalber erst einmal zurückzuziehen.

Renault Aktie: Chart vom 17.10.2019, Kurs 54,86 Euro, Kürzel RNO | LYNK Online Broker

Fiat Chrysler ist einer der weltweit führenden Autobauern, mit mehr als 100 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz.

Zum Konzern gehören Fiat und Chrysler auch Alfa Romeo, Chrysler, Dodge, Jeep, Lancia, Maserati und Ram sowie die weniger bekannten Industrieunternehmen und Zulieferer Magneti Marelli, Comau, Mopar und Teksid.

Die Börse schläft seit Jahren

Magneti Marelli wurde erfolgreich verkauft. Wir sind auf die Transaktion ausführlich eingegangen.

Selbst wenn man es kurz zusammengefasst, wird schnelle eine Diskrepanz offensichtlich:
Der Verkaufspreis der Tochter entspricht mit 7,1 Mrd. USD mehr als einem Drittel des Börsenwerts von Fiat Chrysler. Auf Magneti entfielen aber weniger als ein Zehntel des Gewinns.

Noch bemerkenswerter ist allerdings die Tatsache, dass der Verkauf vollständig durch andere Unternehmensteile kompensiert: Fiat erwartete einen Gewinn über dem Vorjahresniveau, als Magneti noch zum Konzern gehörte.

Dass der Kurs von Fiat auf diese Tatsachen nicht massiv positiv reagiert hat, ist absolut unverständlich.

Alle Details finden Sie hier: Fiat Chrysler: Zeit zu handeln

Nach der Analyse habe ich die Aktie auch für das Musterdepot 3 auf Guidants gekauft. Derzeit liegt die Position knapp im Plus und darüber hinaus haben wir 2,15 Euro je Aktie an Sonderdividenden erhalten.

Innerhalb weniger Monate ist also eine Dividende von knapp 18% angefallen.
Der Konzern hat schlichtweg zu viel Geld und muss es ausschütten.

Folgt jetzt die Fusion Renault?

Durch einen Zusammenschluss würde einer der grössten Automobilkonzerne der Welt entstehen.

Das bringt Chancen mit sich, birgt aber auch Risiken und ob es für die Aktionäre von Fiat positiv wäre, liegt vor allem an der Art und Weise, wie der Zusammenschluss konstruiert wird.

Bevor ich mir Verlautbarungen beider Konzerne durchgelesen habe, habe ich mir natürlich Gedanken darüber gemacht, was aus meiner Sicht die beste Variante wäre.

Im besten Fall schliessen sich die beiden Unternehmen zusammen und alle bisherigen Aktionäre erhalten in einem entsprechenden Umtauschverhältnis Wertpapiere der neuen „Fiat-Chrysler-Renault“.

Pro und Contra

Die Vorteile einer Fusion liegen auf der Hand: Insgesamt erwartet man rund 5,0 Mrd. Euro an jährlichen Einsparungen.

Man kann die Bereiche Forschung & Entwicklung zusammenlegen, vorhandene Patente konzernübergreifend nutzen.

Rund 40% der erwarteten Kosteneinsparungen entfallen auf den Einkauf.
Die Schliessung von Standorten wurde indes ausgeschlossen.

Fiat-Chrysler ist sehr stark in Nordamerika und Europa positioniert, Renault kooperiert eng mit Nissan/Mitsubishi und hat sich in Asien nennenswerte Marktanteile erstritten.

Stichhaltige Argumente gegen die Fusion kann ich derzeit nicht ausmachen, denn bisher sieht es tatsächlich danach aus, dass es sich um eine Fusion auf Augenhöhe handelt.

Der Markt scheint es ebenfalls positiv einzuschätzen, die Kursreaktionen der Aktien sprechen für sich.

Wie läuft das jetzt ab?

Hier finden Sie die Pressemitteilung mit den Informationen zum möglichen Deal.

Die Aktionäre von Fiat und Renault sollen abschliessend jeweils 50% am neuen Unternehmen halten und daher spricht vieles für ein Tauschgeschäft ohne neue Schulden – so wie ich es mir eingehend gewünscht hätte.

Die Aktionäre von Renault erhalten in diesem Szenario auf jeden Fall einen guten Deal, da Fiat deutlich unterbewertet ist. Umgekehrt scheint das nicht im selben Ausmass der Fall zu sein, doch die positiven Effekte des Zusammenschlusses überwiegen auch hier.

Fiat war vor Bekanntwerden rund 2,5 Mrd. Euro mehr Wert, auch dieser Tatsache soll Rechnung getragen werden.

Kommt die Fusion Zustande, dürfen die Fiat-Aktionäre auf eine weitere Sonderdividende von 1,60 Euro je Aktie hoffen.
Beim aktuellen Kurs entspricht das einer Rendite von 12,7%.

Seit der Kaufempfehlung im Februar hätten wir dann rund 30% des damaligen Aktienkurses in Form von Dividenden zurückbekommen. Es sind schlichtweg die Mittel aus dem Magneti-Verkauf. Die Analyse ist dementsprechend voll aufgegangen.

Mehr als 5.200 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Charttechnik

Fiat Chrysler

Egal ob die Fusion zustande kommt, oder nicht: Fiat Chrysler ist aus meiner Sicht attraktiver, Anleger erhalten vorab eine stattliche Dividende und das Chartbild sieht besser aus.

Mit dem heutigen Kurssprung ist die Aktie wieder über den Support bei 12,50 Euro zurückgekehrt. Aus Sicht der Bullen muss diese Marke unbedingt verteidigt werden. Dort liegt auch die antizyklische Kaufmarke.

Solange die Aktie über 12,50 Euro notiert, sind erneute Gewinne in Richtung 13,75 Euro jederzeit möglich. Darüber wäre Platz bis 14,75 Euro. Über 15 Euro würde sich das Chartbild spürbar aufhellen.

Chart vom 27.05.2019 Kurs: 12,68 Kürzel: FCA - Wochenkerzen | LYNX Online Broker
Renault

Blickt man jedoch in die Dokumente und den vorgeschlagenen Tauschkurs, ist Renault günstiger. Die Aktie könnte sich also bis zur Fusion besser entwickeln, im Gegenzug verzichtet man aber auch auf eine Dividende.

Für die Aktionäre von Renault kommen die Fusionsgespräche auf jeden Fall genau zur richtigen Zeit. Der Abverkauf wurde vorerst gestoppt.

Vor einigen Monaten war der Konzern noch doppelt so viel Wert wie heute und man hätte sich wohl kaum auf einen 50-50-Deal mit Fiat eingelassen. Es sieht schon sehr stark danach aus, dass Fiat sehr berechnend vorgeht und die derzeitige Schwäche von Renault für sich ausnutzt.

Durch den Anstieg über 55 Euro hat sich die Lage bei Renault entspannt. Grundsätzlich wäre nun sogar der Weg in Richtung 63 Euro frei.
Doch erst über dieser Marke hellt sich das Chartbild nachhaltig auf.

Chart vom 27.05.2019 Kurs: 57 Kürzel: RNO - Wochenkerzen | LYNX Online Broker