LANXESS Aktie aktuell Lanxess: Mehrjähriges Kaufsignal voraus

News: Aktuelle Analyse der LANXESS Aktie

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LANXESS
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Zur LANXESS Aktie

Gelingt endlich der grosse Ausbruch, oder sollte man gerade jetzt aussteigen? Wir zeigen Ihnen, wie die Prognose für die Lanxess Aktie aussieht.

Hü oder hott

Lanxess sieht sich selbst als führenden Spezialchemie-Konzern.
Zurückzuführen ist das Unternehmen auf die Chemie- und Teile der Polymersparte von Bayer.
Seit 2004 ist man eigenständig und fast genauso lange an der Börse.

Ein Freudenfest war das für Anleger bisher nicht. Im Endeffekt pendelt die Aktie seit 2010 weitgehend zwischen 40 und 70 Euro.

Das bedeutet, dass wir uns aktuell wieder am oberen Ende der Spanne befinden. Es stellt sich nur die Frage, ob das eine Gelegenheit zum Ausstieg ist, oder ob die Aktie endlich zur Oberseite ausbrechen kann.

Das grosse Ganze

Tritt man einen Schritt zurück und betrachtet die Grosswetterlage, ist die Entwicklung ziemlich ernüchternd.

Der Umsatz ist in der zurückliegenden Dekade von 8,76 auf 6,10 Mrd. Euro gesunken. Das operative Ergebnis schwankte in den letzten Jahren weitgehend zwischen 100 und 300 Mio. Euro.

Der hohe Gewinn von nahezu 900 Mio. Euro (10,22 Euro je Aktie) im Vorjahr ist vor allem auf den Verkauf von Currenta an Macquarie Infrastructure and Real Assets zurückzuführen.
Zuvor hielt man 40% an Currenta, die restlichen 60% besass Bayer.

Schwierige Nummer

Das zeigt wieder, dass nachhaltige Verbesserungen oder gar ein Turnaround sehr schwer sind.
Selbst so fähige Manager wie der Lanxess-Chef Zachert scheitern daran.

Dabei wurde er in seinen ersten Jahren auf dem Posten, den er seit 2014 innehat, regelrecht gefeiert.

Jetzt läuft es endlich

Vielleicht geht es ab jetzt aber endlich aufwärts. Immerhin hat man vor wenigen Stunden die Prognose erhöht.
Schauen wir uns die Zahlen gemeinsam an.

Im ersten Quartal 2021 war der Umsatz von 1,70 auf 1,69 Mrd. Euro marginal rückläufig.
Das Ergebnis „kletterte“ von 0,73 auf 0,74 Euro je Aktie.

Der operative Cashflow sank allerdings von 113 auf 33 Mio. Euro. Die Nettofinanzverbindlichkeiten stiegen von 1,01 auf 1,22 Mrd. Euro.

Prognose erhöht

Wirklich überzeugend ist das nicht. Lanxess blickt dennoch optimistisch in die Zukunft und erhöht „nach einem guten ersten Quartal“ die Prognose für das Gesamtjahr.

Man könnte auch sagen, dass man das in Aussicht gestellte EBITDA (vor Sondereinflüssen) nur konkretisiert, von 900 Mio. – 1,0 Mrd. auf 950 Mio. – 1,0 Mrd. Euro.

Unter dem Strich bedeutet das auch, dass man keine nennenswerte Verbesserung in Aussicht stellt.
In den letzten drei Geschäftsjahren lag das EBITDA vor Sondereinflüssen bei 1,01 Mrd., 1,02 Mrd. und 0,86 Mrd. Euro.

Chart vom 12.05.2021 Kurs: 61,50 Kürzel: LXS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 12.05.2021 Kurs: 61,50 Kürzel: LXS – Wochenkerzen

All das spricht dafür, dass die aktuellen Kurse eher eine Gelegenheit für Gewinnmitnahmen sind.

Ein KGV um die 20 ist bei nicht vorhandenem Wachstum einfach zu viel.

Die Aktie ist in den letzten Wochen auch mehrfach am Ausbruch über 65 Euro gescheitert. Nur das würde den Bullen helfen.

Fällt Lanxess jedoch unter 60 Euro, wird ein Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 55 und 52,50 Euro ausgelöst.

Punkte sammeln

Abschliessend möchte ich aber nicht zu negativ klingen. Das Unternehmen ist nachhaltig profitabel und die Bilanz ist in Ordnung.

Man ist in der Branche gut etabliert und zahlt stets eine Dividende.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat man knapp über 80 Mio. Euro an die Aktionäre ausgeschüttet.
Die Dividendenrendite ist mit 1,60% trotzdem nicht üppig.

Lanxess steht nicht schlecht da, aber ohne nachhaltiges Umsatz- und Gewinnwachstum wird die Aktie nie zur Oberseite ausbrechen.

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der LANXESS Aktie

Lanxess ist ein weltweit führender Spezialchemie-Konzern und entstand im Jahr 2004 durch die Ausgliederung der Chemiesparte und von Teilen der Polymersparte der Bayer AG.

Das müssen Sie wissen

Das Kerngeschäft des Unternehmens bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, synthetischen Fasern, Spezialchemikalien und chemischen Zwischenprodukten. In den letzten zehn Jahren schwankte der Umsatz zwischen 5,06 und 9,67 Mrd. Euro und das Ergebnis zwischen Minus 1,91 und Plus 6,11 Euro je Aktie. Zuletzt lagen die Einnahmen bei 7,20 Mrd. und der Gewinn bei 4,71 Euro je Aktie. Ein klarer Aufwärtstrend ist also nicht zu erkennen. Lanxess wächst also auch langfristig nicht und das in einer konjunkturanfälligen Branche. Keine gute Mischung. Ein Blick auf den Cashflow offenbart weitere Probleme. Das Geschäft ist kapitalintensiv und nahezu der gesamte operative Cashflow muss reinvestiert werden. Das wäre für sich allein genommen noch kein Beinbruch, führen enorme Investitionen aber nicht zu Wachstum und steigenden Gewinnen, ist das alles andere als erfreulich. Als langfristiger Investor sollte man sich wohl andere Betätigungsfelder suchen. Mit Blick auf die zuvor aufgezeigten Probleme und Charakteristiken ist es unwahrscheinlich, dass die Aktie zu einem Outperformer werden kann.

Ausblick und Bewertung

Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres passt hier recht gut ins Bild. Der Umsatz war mit 1,82 Mrd. Euro weitgehend unverändert. Das Konzernergebnis legte zwar um 3,7% auf 84 Mio. Euro zu, der Cashflow aus operativer Tätigkeit lag allerdings nur bei 32 Mio. Euro. Man sollte sich also unbedingt die Frage stellen, ob der gemeldete Gewinn auch der ökonomischen Realität entspricht. Ich würde behaupten nein. Diese These wird auch dadurch gestützt, dass die Nettofinanzverbindlichkeiten seit dem Jahreswechsel von 1,92 auf 2,39 Mrd. Euro deutlich gestiegen sind. Das Ergebnis lag bei 0,93 Euro je Aktie und die Prognose wurde bestätigt. Der Gewinn dürfte demnach von 4,71 auf 4,00 Euro je Aktie sinken. Lanxess kommt somit auf ein KGV von 11,0 und ein KGVe von 13,0. Die Bewertung wäre in Ordnung, wenn sie nicht so zweifelhaft wäre und der Cashflow ebenfalls passen würde. Beim EV/FCF kommt Lanxess allerdings auf einen Wert nahe 30. Das ist schwer zu rechtfertigen.

Charttechnik

Die Aktie bewegt sich seit nahezu einem Jahrzehnt seitwärts und ist ein klarer Underperformer. Dennoch konnte man mit Käufen zwischen 35 und 40 Euro in der Vergangenheit einen Gewinn erzielen. Von dieser Zone sind wir allerdings weit entfernt und kurzfristig belastet der EMA 50 im Wochenchart. Es droht eine Korrektur in Richtung 50 Euro. Darunter wäre der Weg bis 45 Euro frei. Gelingt hingegen ein Anstieg über 55 Euro, hellt sich das Chartbild weiter auf. Mehr als 5.400 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Chart vom 02.07.2019 Kurs: 52,34 Kürzel: LXS - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 02.07.2019 Kurs: 52,34 Kürzel: LXS - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 02.07.2019 Kurs: 52,34 Kürzel: LXS - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bis Anfang Mai sah der Chart der Aktie des Spezialchemiekonzerns Lanxess überaus zufriedenstellend aus. Von der Korrektur, die bis Ende des vorigen Jahres anhielt, war nichts mehr zu sehen und die Bullen konnten eine Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs ungebremst fortführen. Dann aber folgte eine Trendumkehr und mit der Kurslücke, die am 06. Mai aufgerissen wurde, war der intakte Aufwärtstrend gebrochen. Die Kurse haben erstmals ein vorangegangenes Tief nach unten verletzt. Die Schwächephase setzte sich danach fort und mittlerweile sehen wir ein komplett anderes Bild. Tiefere Hochs und tiefere Tiefs bestimmen das Geschehen und somit ist klar ersichtlich, dass hier die Bären vorerst das Zepter übernommen haben.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur LANXESS Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Auch unsere Aussichten müssen wir damit auf die bärische Seite korrigieren. Die Wahrscheinlichkeit auf weitere Kursverluste ist schlichtweg höher, als dass das Wertpapier bald wieder neue Gewinne schreiben dürfte. Wann würde sich die Lage ändern? Hierzu müsste das Pivot-Hoch von Mai nach oben gebrochen werden. Dieses befindet sich bei 49.95 EUR und stellt somit einen bedeutenden Widerstand im Chart dar. Erst wenn es der Aktie gelingen würde, Schlusskurse über diesem Bereich zu generieren, wäre das Lager der Bären geschwächt und eine Erholung würde sich anbahnen. Alles unterhalb dieser Marke liefert jedoch vorerst keinen Grund, um sich an der Aktie zu beteiligen. Aussicht: BÄRISCH Chart vom 13.06.2019 Kurs 46.93 Kürzel: LXS | LYNX Aktientipps