Die besten Öl Aktien 2019

Die besten Aktien, mit denen Sie 2019 von steigenden Ölpreisen profitieren

Ölpreis im Aufwind

Im Ölbusiness läuft es derzeit wieder etwas holpriger. Nachdem der Zollstreit USA-China den Ölpreis einige Zeit belastete, sorgte der eskalierende Iran-Konflikt für eine teilweise Erholung. Für Anleger könnte das aktuell noch relativ günstige Ölpreisniveau eine langfristige Einstiegsgelegenheit bei ausgewählten Ölaktien bieten. Wir sehen uns in diesem Artikel für Sie an, mit welchen Ölaktien Sie sich am besten für ein Comeback des schwarzen Goldes positionieren können.

Eskalierender Handelsstreit zwischen den USA und China wirkt sich negativ auf den Ölpreis aus

Nach dem starken Einbruch des Ölpreises von 110 USD je Barrel (159 Liter) im Jahr 2014 auf bis zu 30 USD im Jahr 2016, kletterte der Preis für ein Barrel der Nordsee-Rohölsorte Brent innerhalb von zwei Jahren um mehr als +150% auf über 85 USD. Auch die Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) konnte sich bis Herbst 2018 auf mehr als 75 USD je Barrel verdoppeln. Nach einem scharfen Rücksetzer Ende 2018 mit anschließender Erholung gerieten die Preise im April erneut stark unter Druck. Der Handelsstreit zwischen den USA und China eskalierte, so dass immer mehr Marktteilnehmer negative Folgen für die Weltwirtschaft und somit auch eine schwächere Ölnachfrage befürchten.

Spannungen in Nahost schüren Unsicherheit und Versorgungsängste

Für eine teilweise Preiserholung sorgte der eskalierende Iran-Konflikt. Nach Sabotageakten und Angriffen auf Öltanker in der Straße von Hormus verstärkten die USA ihre Truppenpräsenz in der Region mit 1.000 weiteren Soldaten. Durch die Meerenge wird rund ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft. Im iranisch-irakischen Krieg von 1980 bis 1988 wurden in der Straße von Hormus bereits rund 450 Schiffe angegriffen.

Eine vom Iran wegen angeblicher Luftraumverletzung abgeschossene 130 Mio. USD teure Aufklärungsdrohne der USA erhitzte die Gemüter weiter. US-Präsident Trump ordnete umgehend militärische Gegenschläge an. Als die Flugzeuge bereits in der Luft waren überlegte es sich Trump jedoch anders und blies den Angriff in letzter Minute noch einmal ab. Die steigende Gefahr eines militärischen Konflikts wirkte sich unmittelbar auf den Ölpreis aus, der deutlich zulegte.

Trump setzt OPEC-Staaten unter Druck

Die US-Regierung um Donald Trump möchte Preisanstiege beim Öl eigentlich vermeiden, denn steigende Benzinpreise schmälern das verfügbare Einkommen der US-Wähler. Im vergangenen Jahr, als ihm die Preise zu hoch erschienen, wetterte Donald Trump  sowohl über den Kurznachrichtendienst Twitter, als auch vor der Uno-Vollversammlung, dass die OPEC-Staaten „wieder einmal den Rest der Welt abzocken würden“ und dass „man sich diese furchtbaren Preise nicht länger gefallen lassen würde“. Er drohte zudem damit, den mit den USA verbündeten OPEC-Staaten zukünftig Geld für militärischen Schutz berechnen zu wollen. Ob solche Drohgebärden langfristig den gewünschten Effekt erzielen darf bezweifelt werden, denn die Organisation Erdöl exportierender Länder, die zusammen mit Russland rund 40% des weltweiten Rohöls liefert, drosselte die Produktion zuletzt auf ein 5-Jahres-Tief. Insbesondere Saudi-Arabien lässt sich nicht beeindrucken und kürzte seine Fördermenge deutlich. Laut OPEC-Daten kürzten die Saudis ihre Fördermenge von 10,75 Mio. Barrel pro Tag zu Jahresbeginn auf 9,69 Mio. Barrel pro Tag im Mai. Der anstehende „Opec“ Gipfel wird mit Spannung erwartet. Eine Fortsetzung der Förderkürzungen ist angesichts der steigenden Fördermengen sehr wahrscheinlich.

Fracking erhöht das Angebot: USA werden zum Öl-Exporteur

An anderer Stelle weitet sich das Angebot allerdings aus, da Nicht-OPEC-Länder, allen voran die USA ihre Produktion erheblich ausbauen. So hat sich die US-Ölproduktion dank neuer Fördertechniken (Schieferöl, Fracking) allein in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Der Fracking-Boom hat sogar dazu geführt, dass die USA Ende 2018 laut US-Energieministerium EIA erstmals seit mehr als 70 Jahren wieder zum Öl-Exporteur und gleichzeitig zum größten Ölproduzenten der Welt aufstiegen. Mit einer Tagesproduktion von rund 11 Mio. Barrel sind Russland (10,3 Mio. Barrel/Tag) und Saudi-Arabien (9,7 Mio. Barrel/Tag) damit wie von der Internationalen Energieagentur (IEA) erwartet entthront.

Die Internationale Energieagentur IEA erwartet, dass die Ölproduktion 2019 um 1,9 Mio. Barrel täglich ansteigt.

Langfristig gute Aussichten für den Ölpreis

Insgesamt betrachtet dürfte die Nachfrage für den Energieträger Rohöl in den kommenden Jahren steigen. Dafür verantwortlich sind vor allem aufsteigende Industriestaaten wie China, Indien oder Brasilien deren Energiehunger stetig größer wird. Öl bleibt der wichtigste Rohstoff auf dem Weltmarkt und dürfte – auch ohne weitere Verschärfung des Iran-Konflikts – über kurz oder lang auch wieder deutlicher im Preis steigen.

Nicht nur hohe Ölpreise beflügeln die Gewinne der Ölkonzerne. Auch die massiven Kostensenkungen aufgrund des Ölpreiseinbruchs von 2016 tragen dazu bei, dass Energieriesen hervorragende Gewinne erzielen. Laut Morgan Stanley haben die fünf größten Ölmultis Exxon Mobil, Chevron, BP, Shell und Total die Investitionsausgaben um 40% gekürzt und die operativen Kosten im Schnitt um 20% gesenkt. Dies erhöht nun den freien Cashflow, so dass die Branche heute insgesamt so gut dasteht wie lange nicht mehr. Kein Wunder, dass Unternehmen wie BP und Royal Dutch Shell ihre Aktionäre mit Aktienrückkäufen und hohen Dividendenrenditen verwöhnen. Im Folgenden stellen wir Ihnen, die aus unserer Sicht besten Öl-Investments 2019 vor.

Die besten Öl-Aktien 2019

Für Anleger gibt es mehrere Möglichkeiten, um von den gestiegenen Preisen des schwarzen Rohstoffs zu profitieren: Öl-Fonds, Öl ETFs, Optionen & Optionsscheine, Futures oder Zertifikate. Am besten legen Sie sich jedoch zwei bis drei besonders starke Ölaktien ins Depot, denn diese versprechen bei hohen oder steigenden Ölpreisen einen attraktiven Gewinnhebel. Die drei ausgewählten Öl-Unternehmen haben das Potential zu den Gewinneraktien der Branche im Jahr 2019 zu gehören.

Diamondback Energy: Texanische Erfolgsgeschichte

Diamondback Energy (Symbol: FANG – ISIN: US25278X1090 – Währung: USD) ist ein unabhängiges Öl- und Gasunternehmen, das sich in den USA auf die Erschließung und Förderung unkonventioneller Öl- und Gasreserven wie z.B. Ölschiefer in Texas spezialisiert hat. Die beeindruckende Erfolgsgeschichte des Unternehmens begann im Jahr 2007 mit dem Erwerb erster Förderlizenzen. In den darauffolgenden Jahren steigerte der Konzern seine Umsätze von 13 Mio. USD im Jahr 2009 bis auf 2,2 Mrd. USD im vergangenen Jahr. Dabei erzielte die Firma einen Gewinn in Höhe von 846 Mio. USD, was einer enormen Gewinnspanne von 39% entspricht. Der Börsengang erfolgte 2012 zu einem Kurs von 17,50 USD. Mit aktuell rund 18 Mrd. USD und einem Aktienkurs von 107 USD hat sich der Börsenwert des Unternehmens seitdem vervielfacht. Dennoch könnte die Aktie weiterhin ein lohnenswertes Investment sein.

Beeindruckende Umsatz- und Gewinnsteigerungen

Diamondback Energy glänzt vor allem durch stetiges, starkes Wachstum bei der Öl- und Gasförderung. Zusammen mit dem Ölpreisanstieg führt dies sowohl beim Umsatz, als auch beim Gewinn zu satten Zuwächsen. So konnte der Konzern die Umsätze in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um +94% und die Gewinne um +86% p.a. steigern. Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen den Gewinn im laufenden Geschäftsjahr um weitere +30% steigern kann. Bei steigenden Ölpreisen besteht hier aber durchaus noch Luft nach oben. Die prächtige Geschäftsentwicklung veranlasste das Management außerdem ab 2018 dazu, Dividenden auszuschütten. Nach Anfangs 0,125 USD Quartalsdividende werden aktuell 0,1875 USD ausgeschüttet, annualisiert rund 0,75 USD je Aktie. auch über ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 2 Mrd. USD sollen verfügbare Mittel an Investoren zurückfließen. Hervorzuheben ist, dass das Unternehmen im Branchenvergleich den niedrigsten Verschuldungsgrad und die höchste Vorsteuer-Gewinnmarge aufweist.

Meistempfohlene Aktie der USA

Von insgesamt 36 aktuellen Analystenbewertungen zu der Aktie, sind laut CNBC ausnahmslos alle Kaufempfehlungen. Neben dem Qualitätsbeweis ist die Aktie damit die meistempfohlene US-Aktie noch vor Amazon.com. Und die Experten trauen der Aktie einiges zu: Das durchschnittliche Kursziel liegt mehr als +60% über dem aktuellen Kursniveau von 107 USD. Bank of America Merrill Lynch beispielsweise empfiehlt den Wert mit einem Kursziel von 170 USD zum Kauf. Die Fundamentaldaten hätten sich zuletzt stark verbessert, die Aktie wird als Top-Pick bewertet. Auch einige Top-Investoren wie beispielsweise Corvex Capital sind stark in Diamondback Energy investiert.

Chart Diamondback Energy Aktie

Aktie spekulativ interessant

Während viele kleinere Konkurrenten die Ölpreis-Krise nicht überlebten, prosperiert Diamondback Energy regelrecht. Laut der Investmentbank UBS konnte das Unternehmen seine Cashkosten in den vergangenen beiden Jahren um -11% senken, so dass die Schweizer Bank ein Übertreffen der Umsatz- und Gewinnprognosen in Aussicht stellt. Sollte sich dies bewahrheiten, so dürfte der Aufwärtstrend der Aktie auch im Jahr 2019 weiterhin intakt bleiben. Die Aktie ist etwas spekulativer als große Schlachtschiffe wie BP oder Shell, aber gerade das hat für etwas spekulativer orientierte Anleger auch seinen Reiz.

ConocoPhillips: Zurück auf Wachstumskurs

Der drittgrößte US-Ölkonzern ConocoPhillips (Symbol: COP – ISIN: US20825C1045 – Währung: USD) mit Sitz in Houston, Texas ist seit der Aufspaltung im Jahr 2012 rein auf die Exploration und Produktion von Erdöl, das sog. Upstream-Geschäft fokussiert. Die ursprünglich zum Konzern gehörenden Raffinerien und Tankstellennetze (über 20.000 Tankstellen u.a. Jet) – das sog. Downstream-Geschäft – wurden über die Phillips 66 Company ausgegliedert und ebenfalls börsengelistet.

Ölpreiseinbruch bringt Geschäftsmodell ins Wanken

Der Einsturz der Ölpreise ab dem Jahr 2014 machte ConocoPhillips stark zu schaffen, denn der Konzern hatte mit deutlich höheren Ölpreisen von ca. 90 USD geplant. Drastische Kostensenkungen, der Verkauf von Unternehmensteilen sowie Dividendenkürzungen waren die einzige Möglichkeit, um kurzfristig zu überleben. Mittlerweile tragen die Sparmaßnahmen Früchte, so dass die reinen Produktionskosten pro Barrel auf 35 USD gedrückt werden konnten. Der erneut gestiegene Ölpreis tut sein Übriges, um den Konzern wieder auf Kurs zu bringen. Mittlerweile ist ConocoPhillips auch bei einem Ölpreis von 50 USD profitabel und ab dem zweiten Quartal 2017 wurden auch wieder Gewinne geschrieben.

Aktionärsfreundlicher Dreijahres-Plan

Ende 2017 veröffentlichte das Unternehmen, das an der Börse aktuell mit rund 69 Mrd. USD bewertet wird, einen Drei-Jahres-Geschäftsplan. Der US-Ölmulti will nach der Konsolidierung wieder moderat wachsen und dazu pro Jahr rund 5,5 Mrd. USD investieren. Dadurch soll eine jährliche Produktionssteigerung von 5% erreicht werden, während der Cashflow gleichzeitig um mindestens +10% steigen soll. Solange der Ölpreis mindestens 50 USD beträgt, will der Konzern pro Jahr eigene Aktien im Wert von 1,5 bis 2 Mrd. USD zurückkaufen, sowie den Schuldenstand um weitere 5 Mrd. USD p.a. reduzieren. Insgesamt hat es sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt jährlich 20% bis 30% des freien Cashflows an die Aktionäre zurückzugeben.

2019: Stabile Gewinne nach Gewinnexplosion

Im Geschäftsjahr 2018 gelang dem Unternehmen eine Gewinnvervielfachung von 0,7 Mrd. USD im Vorjahr auf 6,3 Mrd. USD. Für das laufende Geschäftsjahr 2019 erwarten Analysten bislang ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Wie bei anderen Ölunternehmen tragen sowohl Kostensenkungen als auch die Ölpreisanstiege seit 2016 zur stark verbesserten Geschäftsentwicklung bei. Der Energiekonzern zahlte seinen Aktionären seit Anfang 2019 eine Quartalsdividende in Höhe von 0,305 USD aus und erhöhte damit die Ausschüttung im Vergleich zum Vorjahr um 7%. Aufs Jahr hochgerechnet kommt ConocoPhillips auf eine Dividende von 1,22 USD und damit bei einem aktuellen Aktienkurs von 60 USD bereits wieder auf eine Dividendenrendite von vergleichsweise moderaten 2%. Sollten die Geschäftsentwicklung weiterhin positiv verlaufen, so dürfte die Dividende jedoch schrittweise weiter erhöht werden.

Chart ConocoPhillips Aktie

Aktie nach Turnaround mit langfristigem Kurspotenzial

Die harten Einschnitte zu denen ConocoPhillips durch die Ölpreiskrise gezwungen war, haben das Unternehmen von einigem Kosten-Ballast befreit und wieder zu einem wettbewerbsfähigen Marktteilnehmer gemacht. Davon sollte der Konzern nun im Umfeld hoher Ölpreise überdurchschnittlich profitieren. Da das Unternehmen erst 2017 in die Gewinnzone zurückgekehrt ist, sind die meisten Analysten noch relativ zurückhaltend mit ihren Schätzungen. Gelingt es auch im laufenden Geschäftsjahr die Erwartungen deutlich zu übertreffen, so dürfte auch der Aktienkurs entsprechend positiv reagieren. Der Wert ist eine interessante Wette auf einen längerfristig hohen Ölpreis.

Royal Dutch Shell glänzt mit 5,6% Dividendenrendite und Mega-Aktienrückkaufprogramm

Royal Dutch Shell (Symbol: RDSB – ISIN: GB00B03MM408 – Währung: EUR) zählt weltweit zu den größten Energieunternehmen im Bereich Mineralöl und Erdgas. Shell ist an Explorations- und Förderprojekten in mehr als 70 Ländern beteiligt und zählt zu den weltgrößten Vertreibern von Kraft- und Schmierstoffen. Im Jahr 2016 wurde der britische Gasproduzent BG Group für 47 Mrd. Pfund übernommen. Heute ist Royal Dutch Shell mit 13 großen Verflüssigungsanlagen und einer Flotte von 90 LNG-Tankern somit auch der weltgrößte Anbieter von Flüssiggas.

Umsatzsteigerung und Gewinnverdopplung dank gestiegenen Ölpreisen

CEO van Beurden hatte zuletzt allen Grund zur Freude, denn so glänzend wie in den letzten beiden Jahren liefen die Geschäfte lange nicht mehr. Nach einer Gewinnverdopplung im Jahr 2017 stieg der Gewinn des Öl- und Gasmulti 2018 um weitere +80% von 13 Mrd. USD auf 23,4 Mrd. USD. Pro Aktie stieg das Ergebnis von 1,56 USD auf 2,80 USD. Auch der Umsatz wuchs um +27% auf 388 Mrd. USD nach 305 Mrd. USD im Vorjahr. Dass es in den letzten beiden Jahren mit dem Ölpreis unterm Strich bergauf ging, kam dem britisch-niederländischen Öl- und Gaskonzern also sichtlich zugute.

Die positive Entwicklung dürfte sich weiter fortsetzen. Dank mehrerer Projektstarts in diesem und im nächsten Jahr soll der Cashflow von 2018 bis 2020 um mindestens weitere 5 Mrd. USD wachsen. Analysten erwarten für das laufende Jahr eine Gewinnsteigerung um immerhin +8%. Der Energieriese ist im Vergleich zu einigen Konkurrenten bilanziell hervorragend aufgestellt: Das Eigenkapital lag zum 31.12.2018 bei knapp 197 Mrd. USD, so dass die Eigenkapitalquote mittlerweile knapp über 50% liegt.

Dividende seit 1945 ausschließlich erhöht

Europas größter Ölkonzern hat die Dividende seit dem Jahre 1945, d.h. seit mehr als 70 Jahren (!), nicht mehr gesenkt. Deshalb sollten sich die Anteilseigner auch in Zukunft keine Sorgen um ihre Dividenden machen müssen. Aktuell zahlt der Konzern eine Quartalsdividende in Höhe von 0,47 USD (umgerechnet rund 0,42 Euro) je Aktie aus, im letzten Jahr insgesamt 1,88 US-Dollar (ca. 1,66 Euro), was bei derzeitigen Kursen von 29,50 Euro je B-Aktie einer außerordentlich hohen Dividendenrendite von 5,6% p. a. entspricht. Zudem führt Europas größter Ölkonzern seit 2017 ein enormes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von mindestens 25 Mrd. USD durch, das im Jahr 2020 abgeschlossen sein soll.

Zwei unterschiedliche Aktienklassen der Shell Aktie

Die Aktien von Royal Dutch Shell sind in die Klassen A (ISIN: GB00B03MLX29) und B (ISIN: GB00B03MM408) aufgeteilt. Beides sind gleichwertige Aktien, die sich in Art und Umfang der Aktionärsrechte wie Stimmrecht und Dividendenanspruch komplett entsprechen. Der Unterschied besteht lediglich in der steuerlichen Behandlung der ausgeschütteten Dividenden. Die Aktien der Klasse A unterliegen niederländischem Steuerrecht und damit einem Quellensteuerabzug von 15% auf die Dividendenausschüttung. Die Aktien der Klasse B unterliegen hingegen britischem Steuerrecht und haben daher keinen Quellensteuerabzug auf die Dividende zur Folge. Da die niederländische Quellensteuer von 15% voll auf die Kapitalertragsteuer-Schuld eines deutschen Anlegers anrechenbar ist, sind die steuerlichen Folgen bei der Dividendenzahlung bei beiden Aktienklassen gleich. Daher sollten Sie gegebenenfalls in die etwas günstigeren A-Aktien investieren.

Chart Royal Dutch Shell Aktie

Aktie für konservative Anleger und Dividendenjäger

Unter den Ölmultis steht für uns Royal Dutch Shell an erster Stelle. Denn der Wert ist durch die starke Bilanz, die verlässlich hohe Dividende und das enorme Aktienrückkaufprogramm relativ gut gegen Kursschwankungen abgesichert. Bei weiteren Ölpreisanstiegen besteht nach oben dennoch ein erhebliches Kurssteigerungspotenzial. Mit einer Dividendenrendite von 5,6% ist die Aktie aktuell sehr günstig bewertet und sowohl für konservative Anleger, als auch für Dividendenjäger geeignet.

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