Die besten Internet-Aktien 2020

Die neuen Shooting-Stars unter den Internet-Aktien

Seit der Erstvorstellung Anfang 2018 entwickelten sich unsere Internet-Tipps allesamt glänzend. In der Spitze legten die Aktien von Twitter um +99%, Match Group um +218% und Grubhub um +114% zu. Die Aktien sind allerdings in den letzten Wochen und Monaten – nicht zuletzt durch die Coronavirus-Krise stark unter die Räder gekommen. Auf dem aktuellen Niveau könnten langfristig orientierte Anleger zugreifen, denn bei einer Markterholung versprechen alle drei Werte ein ordentliches Kurspotenzial.

Die FANG-Aktien beherrschen das Internet

Seit den späten 90iger Jahren hat keine Branche so viele herausragende Gewinneraktien hervorgebracht wie der Internetsektor. Vor allem die US-Internetkonzerne Facebook, Amazon, Netflix und Google (jetzt Alphabet) sind in den letzten Jahren so stark gewachsen, dass sich an der Wallstreet der Begriff „FANG-Aktien“ für sie etabliert hat*. Das Akronym aus den Anfangsbuchstaben bedeutet im Englischen wörtlich Reißzahn – eine durchaus treffende Bezeichnung.

Zusammen beherrscht das Quartett inzwischen große Bereiche des Internets und übt so einen wachsenden Einfluss auf unser tägliches Leben aus. An der Börse war der kometenhafte Kursanstieg der vier Aktien in den letzten Jahren die treibende Kraft hinter den Anstiegen der US-Indizes. Zwischenzeitlich kamen die FANGs gemeinsam auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 2,5 Billionen USD (!)

*Einige zählen mittlerweile auch Apple dazu und sprechen von den „FAANG-Aktien“.

Gravierende Unterschiede zur Dotcom-Blase

Viele Anleger erinnert die Kursrallye bei den Internet- und Technologieaktien der vergangenen Jahre bereits an die Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede im Vergleich zu damals. Beispielsweise bot das damalige Zinsniveau mit Anleiherenditen von mehr als 5% attraktive Alternativen zu Aktien und auch die Bewertungen sind nicht mehr vergleichbar.

So kommen die FANG-Aktien aktuell auf ein durchschnittliches, geschätztes 2021er-KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 32. Das ist zwar alles andere als niedrig, von Blasenniveaus mit den dreistelligen oder gar negativen KGVs aus dem Jahr 2000 jedoch noch ein gutes Stück entfernt. Angesichts der führenden Marktstellungen, den beeindruckenden Wachstumsraten sowie den außerordentlich hohen Cashbeständen der Unternehmen erscheinen die heutigen Bewertungen zwar äußerst ambitioniert, aber durchaus vertretbar.

Internet 2.0: The Winner takes it all

Nirgendwo gilt das Prinzip „The winner takes it all“ (Der Gewinner bekommt alles) so sehr wie im Internet. Während es beispielsweise zahlreiche Automobilhersteller, Airlines, Versicherungen oder Banken mit vergleichbaren Produkten und Leistungen gibt, setzt sich im Internet in den allermeisten Fällen nur ein einziges Unternehmen als beherrschender Marktführer durch. Denn in der virtuellen Welt ist die Konkurrenz immer nur einen Klick entfernt.

Verständlicherweise interessiert sich kaum jemand für das zweitbeste Angebot, egal ob dafür nun Preis, Auswahl, Reichweite oder Mitgliederzahl ausschlaggebend sind. Amazon steht für Einkaufen, Ebay für Auktionen, Youtube für Videos, Facebook für Soziales Netzwerk, Netflix für Onlinevideothek, Google für Suchen u.s.w. Wettbewerber geraten gegenüber dem jeweiligen Platzhirsch unweigerlich in arge Bedrängnis und bleiben in punkto Kostenskalierung, Profitabilität und Wachstum auf der Strecke. Dies schlägt sich natürlich auch entsprechend negativ auf den Unternehmenswert nieder.

Monopolstellung und künstliche Intelligenz: Lizenz zum Gelddrucken

Dienste wie Facebook, Amazon, und Google hingegen haben fast eine Lizenz zum Gelddrucken. Sie verfügen in Ihren jeweiligen Marktsegmenten quasi über eine unangefochtene Monopolstellung. Zu deren Sicherung können die Internet-Giganten auf gigantische Datenmengen zugreifen die mittels künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) in Echtzeit ausgewertet und verwendet werden.

Da die führenden Konzerne nicht nur die höchsten Umsätze erzielen, sondern im Verhältnis dazu auch die niedrigsten Kosten erzeugen, liegen Margen und Gewinne weit über dem Branchenschnitt. Junge aufstrebende Unternehmen, die mit innovativen Ideen oder Technologien eine potenzielle Gefahr darstellen, werden in der Regel aufgekauft, so dass Wettbewerb fast schon ein Fremdwort ist.

Ganz ähnliche Marktstrukturen haben sich übrigens auch auf dem chinesischen Internetmarkt gebildet, zu dem die großen US-Player wie Facebook oder Alphabet keinen Zutritt haben. Die dominierenden Schwergewichte und Pendants zu den US-Riesen heißen im Reich der Mitte Alibaba, Tencent und Baidu.

Die Bracket-Order: Intelligent Aktienposition absichern

Die Bracket-Order verbindet auf intelligente Art und Weise eine Limit-Order mit einer Stop-Order. Sie können Gewinnziel sowie maximalen Verlust festlegen – und wenn der Aktienpreis eine der festgelegten Schwellen erreicht, wird die entsprechende Order ausgeführt, während die andere automatisch gelöscht wird.

Die besten Internet Aktien 2020

Keine Frage, auch in Zukunft wird das Internet zahlreiche große Gewinner-Aktien hervorbringen, denn in keiner anderen Branche können Unternehmen ihre Angebote direkt an einen Großteil der Weltbevölkerung d.h. an Milliarden potenzielle Nutzer oder Kunden adressieren.

Um von den Kursanstiegen der „nächsten FANG Aktien“ zu profitieren, müssen diese natürlich erst einmal identifiziert werden. Naturgemäß ist dies der schwierigste Part. Es gilt dabei nicht nur auf starkes Wachstum zu achten, sondern vor allem auch darauf, dass es sich bei den jeweiligen Unternehmen um unangefochtene Marktführer mit einzigartigem Wettbewerbsvorteil und -vorsprung handelt.

Diese Konzerne sind jedoch immer auch potenzielle Übernahmeziele der großen „Datenkraken“ wie einige der großen Internetmultis mittlerweile bezeichnet werden. Diese im Folgenden vorgestellten drei Internet-Unternehmen haben das Potential im Jahr 2020 und darüber hinaus zu den großen Gewinneraktien zu gehören.

Match Group: Online Dating 2.0

Die Match Group Inc. (ISIN: US57665R1068 – Symbol: MTCH – Währung: USD) ist ein US-Internetunternehmen, das mehrere führende Online-Dating-Plattformen betreibt, darunter Tinder, OkCupid, PlentyOfFish, Meetic, Friendscout24 und Match.com. Zuletzt kam die stark wachsende Dating-App Hinge hinzu. Das an der Nasdaq mit rund 19 Mrd. USD bewertete Unternehmen ist erst seit dem Jahr 2015 börsennotiert.

Mit insgesamt 45 unterschiedlichen Portalen in 42 Sprachen bietet die Match Group Kennenlern-Plattformen für unterschiedliche Interessen und Bevölkerungsgruppen. Laut eigenen Angaben kommen die Internet- und Smartphone-Angebote des Konzerns auf mehr als 9,8 Mio. zahlende Mitglieder – mit stark steigender Tendenz. Das Unternehmen wirbt damit, dass 60% der Beziehungen, die über das Internet oder per App entstehen, mit einem Match-Group Produkt zustande kommen.

Wachstumsmotor Tinder:  Bezahlmitgliedschaften der Dating-App wachsen um +38%

Tinder ist das mit Abstand spannendste Produkt des Unternehmens. Im vierten Quartal 2019 stieg die Anzahl der zahlenden Mitglieder von ca. 4,3 Mio. im Vorjahr um 1,6 Mio. auf 5,9 Mio., so dass die Zahl der kostenpflichtigen Premium-Abos in nur einem Jahr um +36% zulegte. Der Anstieg von 222.000 Bezahlmitgliedern im Vergleich zum dritten Quartal lag etwas unterhalb der Erwartungen der Analysten, die bis zu 280.000 neue Mitglieder erwartet hatten. Mit knapp 1,2 Mrd. USD Umsatz steuerte Tinder im Gesamtjahr 2019 bereits mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz in Höhe von 2,1 Mrd. USD bei.

Wer Tinder noch nicht kennt: Die App (Anwendung) für das Smartphone hat einen neuen Dating-Markt erschlossen. Das Smartphone zeigt Fotos von anderen Singles in der Nähe – ein Wisch auf dem Bildschirm nach links bedeutet „gefällt mir nicht“, ein Wisch nach rechts bedeutet „gefällt mir“. Haben beide nach rechts gewischt, so spricht man von einem „Match“. Die Mitglieder können nun miteinander in Kontakt treten und sich gegebenenfalls verabreden. Was anfangs vor allem von jungen Leuten für Flirts, Bekanntschaften und One-Night-Stands genutzt wurde, hat sich inzwischen mehr und mehr auch zur Suche nach langfristigen Beziehungen etabliert.

Zusätzliche Funktionen gegen Aufpreis

Kostenfrei ist die App nur eingeschränkt nutzbar d.h. es lässt sich pro Tag nur eine begrenzte Zahl an Nutzerprofilen anschauen. Mit „Tinder Plus“ gibt es gegen Zahlung einer monatlichen Gebühr Zugang zu einer uneingeschränkten Anzahl an Nutzerprofilen, außerdem besteht die Möglichkeit, eine getroffene Wahl zurückzunehmen oder den Standort manuell festzulegen (z.B. um Dates in einer anderen Stadt zu verabreden). Mit der Funktionserweiterung „Tinder Gold“ sieht der Nutzer, welche Mitglieder ihn bereits „mögen“ und kann so eigene Matches schneller beeinflussen. Neben Mitgliedsgebühren soll zukünftig auch Werbung zu einer wichtigen Einnahmequelle werden. Die nebenstehende Grafik zeigt die Zahl der Downloads von Tinder im Vergleich zu den wichtigsten Konkurrenten, bezogen auf den jeweiligen Markteintritt. Die App der Match Group ist der Konkurrenz offenbar meilenweit überlegen.

Tinder erschafft neues Marktsegment des Online-Datings

Der wachsende Online-Dating-Markt hat weltweit ein Marktvolumen von etlichen Mrd. USD. Zwar gilt die Match Group mit ihren diversen Angeboten bereits seit längerem als internationaler Marktführer, eine dominierende Plattform konnte sich unter den einzelnen Kennenlern-Portalen bislang aber noch nicht herauskristallisieren. Das könnte sich nun ändern, denn die Match Group ist dabei mit Tinder den Online-Dating Markt aufzurollen und nebenbei einen ganz neuen Markt zu schaffen. Denn auf einmal sind auch junge Leute, die bislang nicht unbedingt die Zielgruppe von Partnervermittlungen waren, bereit Geld für neue Bekanntschaften auszugeben. In den kommenden Jahren dürfte die innovative Dating-App deshalb zum Wachstumstreiber des Unternehmens werden.

+9% Gewinnsteigerung für 2020 erwartet

In den vergangenen Jahren war die Geschäftsentwicklung zwar ansehnlich, aber auch nicht außergewöhnlich. In den letzten drei Jahren erzielte die Match Group ein durchschnittliches Umsatzwachstum von +24% und ein Gewinnwachstum von +39%. Auch das vergangene Jahr 2019 verlief stark: Bei einem Umsatzanstieg von +19% von 1,73 Mrd. USD auf 2,1 Mrd. USD wurde der Gewinn von 1,81 USD je Aktie erzielt (+12% zum Vorjahr).

Für 2020 wird aufgrund der Corona-Krise mit einem etwas moderateren Gewinnwachstum von +9% auf 1,97 USD je Aktie gerechnet. 2021 sollen dann 2,51 USD pro Anteilsschein verdient werden.

Coronavirus-Crash bietet Einstiegsgelegenheit

Die Entwicklung der Match Group Aktie verlief seit dem Börsengang Ende 2015 zu 12 USD sehr positiv, der Kurs konnte sich seitdem im Hoch bereits vervierfachen. Nach einem Allzeithoch von 95 USD im Sommer 2019 halbierte sich die Aktie im Verlauf des Corona-Crashs. Die aktuellen Kurse um 67 USD bieten langfristig orientierten Anlegern ein interessantes Einstiegsniveau, denn der langfristige Aufwärtstrend könnte sich in den kommenden Jahren durchaus fortsetzen. Falls es der Match Group weiterhin gelingt, Tinder als weltweit führende Partnerschafts- und Dating-Plattform zu etablieren, sollte die Aktie auch über das Jahr 2020 hinaus zu den großen Gewinnern gehören. Auch als mögliches Übernahmeziel für Facebook oder Alphabet kommt das texanische Unternehmen in Frage.

GrubHub: Coronavirus-Profiteur mit Turnaround-Chance

GrubHub (ISIN: US4001101025 – Symbol: GRUB – Währung: USD) betreibt in den USA führende Plattformen für Essenslieferungen via Internet und Mobiltelefon. Dazu zählen GrubHub.com, Seamless, LevelUp, Allmenus, Menupages, das von Yelp übernommene Portal Eat24, sowie ganz neu der Lieferdienst für Unis und Hochschulen, Tapingo. GrubHub streitet mit Doordash um die Marktführerschaft im hart umkämpften US-Markt, wobei Doordash aktuell mit 35 Prozent Marktanteil leicht die Nase vorn hat. Grubhub kommt laut neuesten Zahlen auf einen geschätzten Anteil von 30 Prozent. Nicht weit dahinter folgt Uber Eats mit 20 Prozent (Quelle: Second Measure). Die Grubhub-Aktie wird erst seit 2014 in New York an der Börse gehandelt und kommt bei einem aktuellen Kurs von ca. 40 USD auf eine Marktkapitalisierung von rund 4 Mrd. USD.

155.000 Restaurants in 3.200 Städten angeschlossen

An das beliebte Portal sind bereits rund 155.000 Restaurants in über 3.200 Städten angeschlossen. Darüber hinaus hat das Unternehmen auch in Europa mit einer Präsenz in London bereits einen Fuß in der Tür. Vergleichbar ist das Unternehmen mit deutschsprachigen Angeboten wie Lieferando.

Auch GrubHub vermittelt über das Internet Restaurants aus allen kulinarischen Richtungen an Menschen, die lieber daheim speisen als beim Italiener um die Ecke. Dafür behalten die Plattformen einen in der Regel zweistelligen prozentualen Anteil an den Umsätzen der Restaurants und Lieferdienste.

Im vierten Quartal 2019 haben so ca. 22,6 Mio. Kunden mindestens eine Bestellung über GrubHub aufgegeben. Insgesamt werden pro Tag ca. 503.000 Essenslieferungen vermittelt.

Rückläufige Gewinne: Trendwende für 2021 erwartet

Trotz zunehmender Konkurrenz gelingt es GrubHub sich gegen die neueren Dienste von Uber Eats und DoorDash zu behaupten. In den letzten drei Jahren erzielte das Unternehmen im Schnitt ein starkes Umsatzwachstum von +41%. Die Gewinne wurden zuletzt jedoch durch hohe Ausgaben für Marketing belastet, so dass die Gewinnsteigerungen im selben Zeitraum nur bei 5% p.a. lagen. Im Jahr 2019 gab es einen Gewinnrückgang von 1,76 USD auf 0,79 USD je Aktie. Analysten erwarten, dass im laufenden Jahr 2020 bei einer Umsatzsteigerung um +11% auf 1,45 Mrd. USD unterm Strich nur ein leicht positives Ergebnis in Höhe von 0,03 USD pro Aktie erzielt wird. Die Trendwende wird für 2021 erwartet. Hier rechnen Marktexperten mit einem Umsatz von 1,67 Mrd. USD und einem Gewinn je Aktie von 0,45 USD. Dank der Coronavirus-Krise könnten sich die aktuellen Schätzungen jedoch als zu konservativ erweisen, denn je mehr Leute zu Hause sind desto mehr Essensbestellungen gibt es.

Übernahmefantasie: Schlägt Amazon zu?

Unternehmen, wie Facebook und Amazon tun sich bislang schwer, im lukrativen Markt für Essenslieferungen Fuß zu fassen. Für die großen Internetplayer wäre GrubHub ein kleiner Happen, selbst wenn man für eine Übernahme sicher einen ordentlichen Aufschlag auf den aktuellen Kurs bezahlen müsste.

Von Analysten wurde zuletzt vor allem Amazon als möglicher Interessent genannt, denn der Shopping-Riese möchte auch den Markt für Essenslieferungen dominieren. Nachdem Amazon im Jahr 2017 die Bio-Supermarkt-Kette Whole Foods für 14 Mrd. USD übernahm, könnte das Unternehmen durchaus auch Appetit auf den erfolgreichen Food-Delivery-Konzern Grubhub bekommen.

Turnaround-Wette für spekulative Anleger

Immer mehr Menschen geben ihre Essensbestellungen via Internet oder Smartphones auf. In diesem Wachstumsmarkt musste GrubHub seine marktführende Stellung trotz hoher Marketing-Ausgaben an Doordash abgeben. Deshalb kam die Aktie seit Ende 2018 stark unter die Räder. Aktuell profitiert das Unternehmen als „Stubenhocker-Aktie“ von den Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Krise. Die Krise könnte das Geschäft im laufenden Jahr befeuern. Trotzdem eignet sich die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau eher für spekulative Anleger, die darauf setzen, dass Grubhub die Konkurrenz weiterhin in Schach halten kann. Dann könnte sich der Unternehmenswert von aktuell 4 Mrd. USD mittel- bis langfristig durchaus wieder in Bereiche von 6 Mrd. bis 8 Mrd. USD bewegen.

Twitter: Auf und Ab

Twitter (ISIN: US90184L1026 – Symbol – TWTR – Währung: USD) mit Sitz in San Francisco ist ein sog. Mikroblogging-Dienst. Die aktuell ca. 152 Mio. monatlich aktiven Nutzer können 280 Zeichen lange Kurznachrichten sog „Tweets“ verfassen und mit anderen Usern teilen. Auch US-Präsident Donald Trump, dessen Kurznachrichten auf Twitter immer wieder Schlagzeilen machen, ist ein fleißiger Nutzer, der dem Netzwerk zu großer Aufmerksamkeit verhilft.

Haupteinnahmequelle Werbung

Twitter Inc. erlöst Umsätze fast ausschließlich durch Werbung. Für werbende Firmen geht es um die Möglichkeit eigene Beiträge in den Nachrichtenstrom der Nutzer einfließen zu lassen. Dabei können, ähnlich wie bei Facebook bestimmte Regionen oder Nutzer-Gruppen nach Interessen und Themen adressiert werden. Unternehmen können somit recht effizient Nutzer erreichen und ansprechen, die als Zielgruppe interessant sind, aber ihren Beiträgen bei Twitter (noch) nicht direkt folgen.

Mit Video und Live Streaming aus der Krise

Der Aktienkurs hat in letzten Jahren extrem volatile Zeiten erlebt. Nach einem furiosen Börsengang im Jahr 2013 war die Aktie von einem Ausgabepreis von 26 USD bis auf 74 USD explodiert. Da die Geschäftsentwicklung in Folge relativ enttäuschend verlief, fiel die Aktie dann bis 2016 sogar unter den Ausgabepreis, im Tief bis auf ca. 14 USD. Danach setzte eine Trendwende ein, die den Aktienkurs bis Mitte 2018 auf mehr als 47 USD zurückbrachte. Seitdem schwankt die Aktie zwischen 20 USD und 45 USD.

Das Management fokussierte das Unternehmen wieder stärker auf sein Kernprodukt und verbesserte die Nutzererfahrung. Das zahlt sich nun offensichtlich aus, denn die Zahl der aktiven User stieg nach einer Phase der Stagnation wieder. Nach der Verdopplung der maximalen Zeichenzahl von 140 auf 280 Zeichen wurden auch Video- und Live Streaming erfolgreich eingeführt, was weitere Pluspunkte bei den Usern brachte. Seit Einführung dieser Funktionen zeigen sich die User weitaus engagierter und werfen öfter am Tag einen Blick auf die Plattform. Auch Donald Trump leistet seinen „Beitrag“. Der US-Präsident lenkt mit seinen, teilweise sehr umstrittenen, populistischen Tweets immer wieder die Aufmerksamkeit auf Twitter und macht so kostenlose Werbung für das Netzwerk.

Weiterhin auf Wachstumskurs

Im Jahr 2019 stieg der Umsatz um +14% von 3 Mrd. USD auf 3,46 Mrd. USD, wobei ein Gewinn von 2,37 USD je Aktie erzielt wurde. Darin enthalten waren jedoch Einmaleffekte die das Ergebnis verzerren. Für das vierte Quartal 2019 wurde dabei zum ersten Mal ein Quartalsumsatz von mehr als 1 Mrd. USD erzielt, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg von +11% bedeutet. Für 2020 rechnen Analysten bei einem Umsatz von 3,74 Mrd. USD mit einem Gewinn von 0,78 USD je Aktie, gefolgt von 4,31 Mrd. USD Umsatz und 0,95 USD Gewinn je Aktie im Jahr 2021. Bei den durchschnittlichen Gewinnschätzungen liegen die einzelnen Schätzungen allerdings relativ weit auseinander und reichen 2020 von 0,22 USD je Aktie bis 1,20 USD je Aktie und 2021 von 0,31 USD bis 1,47 USD je Anteilsschein.

Rechnen Sie bei Twitter weiterhin mit starken Kurssschwankungen

Gelingt es Twitter den eingeschlagenen Wachstumskurs trotz der Coronavirus-Krise fortzusetzen und die Erwartungen in den kommenden Quartalen zu übertreffen, dann winkt der Aktie auf dem aktuellen Kursniveau durchaus Potenzial. Rechnen Sie bei der spekulativen Aktie jedoch weiterhin mit hohen Kursschwankungen und investieren Sie nur einen geringen Depotanteil. Die aktuelle Unsicherheit aufgrund der Corona-Virus-Pandemie ist für Twitter mit Sicherheit ein Belastungsfaktor, denn viele kleine und mittlere Unternehmen fahren die Werbeaktivität deutlich herunter. Wenn es Twitter trotzdem gelingt, weiter zu wachsen und vor allem die Gewinne zu steigern, dann könnte die Aktie zu den Internet-Gewinnern des Jahres 2020 zählen.

Die Trailing Stop-Order: Gewinne sichern, Verluste begrenzen.

Die Trailing-Stop Verkaufsorder ist eine abgewandelte Stop-Order. Hierbei wird der Stop-Preis in einem festgelegten Folgeabstand (Trailing-Wert) an den Kurs gekoppelt. Wenn dieser Wert steigt und somit der Abstand größer als der Trailing-Wert ist, wird der Stop-Preis nach oben angepasst.

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