Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
S&P 500: Begehen die Bullen schon wieder den üblichen Fehler?

Dreht sich alles um die Leitzinsen an der Wall Street? Es scheint so, mehr noch als um den Handelsstreit mit China. Wobei der ein Auslöser gewesen sein mochte, dass der S&P 500 anfängliche, solide Gewinne nicht halten konnte, knapp ins Minus drehte und dadurch einen klassischen „Turnaround Tuesday“ produzierte.

Es gingen Gerüchte um, dass China eventuell bereits gegebene Zusagen zurückziehen könnte, weil sie USA bislang keinerlei Strafzölle aufgehoben haben. Was den S&P 500 in eine gefährliche Situation bringt. Denn Sie sehen im Chart: Der marktbreite Index hatte gerade erst die massive Widerstandszone aus den Zwischenhochs vom Herbst 2018 zwischen 2.800 und 2.817 Punkten überboten und sich damit ein scheinbar sicheres Polster zu der zur Monatswende gerade noch verteidigten 200-Tage-Linie (2.751 Punkte) verschafft.

Wenn dieser Befreiungsschlag auf einmal zur Bullenfalle würde, die Zone 2.800/2.817 wieder fallen sollte, wäre ein nächster Anlauf an die 200-Tage-Linie nicht weit. Und da geht der Blick zum Terminkalender: Heute Abend steht das Statement der US-Notenbank an. Diesmal nicht um 20, sondern um 19 Uhr, da die USA bereits auf Sommerzeit umgestellt haben. Und dieses Statement könnte den Bullen gefährlich werden, denn sie sind, wie in den vergangenen Jahrzehnten oft, auf dem falschen Dampfer unterwegs.

Expertenmeinung: Ist es nicht auffällig, dass die US-Aktienmärkte ausgerechnet in dem Moment auf dem Absatz kehrt gemacht hatten und stiegen, als die US-Notenbank Ende Dezember durchblicken ließ, dass die Phase der Leitzinserhöhungen erst einmal vorüber ist?

Es ist eine seltsame Denkweise, aber sie ist so verbreitet wie kaum eine andere am Markt: Steigende Zinsen sind schlecht, fallende sind gut. Das klingt nett, ist aber falsch. Denn solange die Notenbank die Zinsen anhebt, tut sie das, weil das Wachstum dafür stark genug ist, so stark, dass man die Inflation mit höheren Zinsen bremsen muss. Senkt sie die Zinsen aber, dann deswegen, weil die Konjunktur eben nicht stark ist, sondern gestützt werden muss.

Wenn man sich ansieht, dass die Erwartung hinsichtlich der Veränderung der US-Leitzinsen im laufenden Jahr im Herbst 2018 noch bei ein bis zwei weiteren Leitzinserhöhungen um jeweils 0,25 Prozent lag, jetzt aber aktuell sogar die Erwartung herrscht, dass die US-Notenbank den Leitzins 2019 bereits um einen Viertelpunkt senken könnte, ist das ein klares Misstrauensvotum gegenüber Wachstum und steigenden Unternehmensgewinnen.

Der Aktienmarkt hingegen spielt unbeirrt die Karte eines durch nicht mehr steigende Leitzinsen wieder erblühenden Wachstums. Eine Seite liegt hier falsch. Und sollte es Hinweise im heutigen Statement der US-Notenbank geben, dass die „Fed“ womöglich sogar über Zinssenkungen nachdenkt, könnte das der Weckruf für die Akteure am Aktienmarkt sein, der ihnen klar macht, dass die Luft nach oben äußerst dünn, der Spielraum nach unten indes äußerst sein könnte.

Aber noch gibt es für die Bären keine Basis, die Gegenseite als geschlagen anzusehen. Ein Rücksetzer zurück unter die Zone 2.800/2.817 wäre zwar ein erster Schritt; aber erst, wenn der S&P 500 diese aktuell bei 2.751 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie klar durchbrochen hätte, wäre die Chance auf einen neuen, markante Baisse-Schub hinreichend gut, um sich zu überlegen, da auf den Zug aufzuspringen.

Chart vom 19.03.2019, Kurs 2.832,57 Punkte, Kürzel SPX | LYNX Aktienempfehlungen

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