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Aktienanalyse:
S&P 500: Das sieht „toppish“ aus

Es droht genau das zu passieren, wovor sich die Bullen beim marktbreiten US-Index S&P 500 gefürchtet haben: Eine „magische Marke“ wird überwunden … und keiner kauft. Und das auch noch unmittelbar vor der morgen anstehenden Abrechnung der Index-Optionen an der Terminbörse. Das dürfte reichen, dass so mancher mit hohem Hebel Long investierte Bulle die vergangene Nacht äußerst schlecht geschlafen hat. Zumal man sich zudem fragen muss, ob die Reaktion auf ernüchternde Netflix auch den Gesamtmarkt erfassen könnte. Was war passiert … und was könnte jetzt passieren?

Der S&P 500 hatte am vergangenen Freitag erstmals über der runden Marke von 3.000 Punkten geschlossen. Ein Meilenstein. Doch das führte nicht zu Anschlusskäufen: Am Montag schloss er kaum verändert, am Dienstag gab er leicht nach, am Mittwoch dann schon deutlicher. Bislang passiert also genau das, was wir in der letzten Analyse als Möglichkeit in den Raum gestellt haben:

Viele Marktteilnehmer sehen das Erreichen der 3.000er-Marke nicht als Etappe, sondern als Kursziel und nehmen jetzt Gewinne mit. Und auch, wenn die bislang moderat ausfallen und der Index gestern kaum mehr als ein Prozent unter seinem Verlaufsrekord von 3.017,80 Punkten schloss: Dass die Gewinnmitnahmen unmittelbar vor einem Options-Abrechnungstermin nicht sofort aufgekauft werden, bedeutet Gefahr, denn:

Das macht deutlich, dass die großen Adressen, die unübersehbar angestrebt haben, diese Options-Abrechnung wie zuletzt meistens auf einem neuen Hoch ablaufen zu lassen, entweder nicht die Mittel oder nicht den Willen haben, die Abgaben aufzukaufen. Und wenn die Terminbörse nicht zieht, wer sollte es dann tun? Denn eines wissen die meisten Bullen:

Die Rahmenbedingungen sind alles andere als positiv. Die haben schon die Super-Rallye seit Weihnachten nicht hergegeben, einen S&P 500 weit über 3.000 Punkte rechtfertigen sie erst recht nicht. Der Anstieg des Index lebte nur aus seiner eigenen Schwungkraft heraus.

Rein technisch orientierte Trader und computergesteuerte Handelsprogramme trieben die Kurse, unerfahrene und/oder leichtsinnige Anleger zogen mit. Aber man weißt anhand steigender Barreserven der US-Fonds und erneut niedrigen Long-Positionen im S&P 500 im letzten CoT-Report, dass die Profi-Trader ziemlich vorsichtig geworden sind. Das macht nichts, solange die Rallye ihr Momentum behält. Aber jetzt droht sie es eben zu verlieren.

Chart auf Stundenbasis vom 17.07.2019, Kurs 2.984,42 Punkte, Kürzel SPX | LYNX Aktienempfehlungen

In dem Chart, der den „Mikrokosmos“ auf 60-Minuten-Basis abbildet, sehen wir, dass der Index in eine „Gap-Zone“ hinein gerutscht ist, die zum Handelsstart des 9. Juli entstanden war. Sollte er aus dieser Zone 2.982/2.989 Punkte nach unten ausbrechen, wäre zu erwarten, dass der Index die große Kurslücke vom 1. Juli bei 2.944/2.969 Punkten schließt, denn dieser „Gap-Close“ wurde bislang nicht vollständig vollzogen. Doch käme es dazu, wären das Momentum dahin und der Index reif, um weiter abzurutschen, wie wir im Chart auf Tagesbasis sehen.

Denn im Bereich 2.941/2.964 Zähler liegen Unterstützungen in Form der Hochs vom Herbst 2018 und vom Mai. Ginge er dort hindurch, dürften all diejenigen, die heute noch hoffen, dass diese „Ermüdung“ nur kurzfristiger Natur sein wird, zusehen, dass sie ihre Gewinne mitnehmen, solange sie noch da sind. Zumal vielen Trader nicht entgangen sein dürfte, was der Chart auf Tagesbasis obendrein ausweist:

Mit den drei Kerzen von Freitag, Montag und Dienstag ist im S&P 500 eine potenziell bärische Formation in Form eines Abendsterns entstanden. Und die wurde gestern mit dem erneuten Minus bestätigt. Wenn die Bullen diese Situation noch in den Griff bekommen wollen, müssen sie somit umgehend dagegenhalten!

Chart auf Tagesbasis vom 17.07.2019, Kurs 2.984,42 Punkte, Kürzel SPX | LYNX Aktienempfehlungen

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