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Indexanalyse:
S&P 500: Der Plan ist klar. Aber es ist eben nur ein Plan

Aktuelle Analyse des S&P 500 Index Index

Normalerweise müsste es funktionieren, schließlich haut die Sache meistens hin. Immer dann, wenn eine US-Notenbankentscheidung und ein dreifacher Hexensabbat in brisanter zeitlicher Nähe zueinander liegen, reiben sich die Bullen schon mal die Hände. Das geht seit vielen Jahren so. Und man fragt sich, wieso das so ist.

Die „Fed“ tagt alle sechs Wochen, aber ein großer Verfalltermin, die Abrechnung von Optionen und Futures, steht nur einmal im Quartal an, am dritten Freitag des dritten Monats eines Quartals. Und ein Quartal hat 13 Wochen. Irgendwann müsste man also mal aus dem Takt kommen. Eigentlich. Aber irgendwie funktioniert es eben doch immer, dass die US-Notenbank am Mittwochabend ihre Entscheidungen präsentiert und am Freitag die Derivate abgerechnet werden. Und meistens steigen dann die Kurse bis zum Ende dieser Abrechnung.

Dabei muss das, was die US-Notenbank tut oder nicht tut, keineswegs wirklich positiv sein. Aber unmittelbar nach einer Notenbanksitzung explodiert die Volatilität, weil dann alle kurzfristigen Trader weltweit loslegen wie die Feuerwehr und um die kurzfristige Tendenz ringen. Wenn die Grundtendenz des Aktienmarkts nach oben weist, ist das Ziel der meisten großen Akteure am Terminmarkt gemeinhin, die Optionen und Futures am höchstmöglichen Level der Kurse in die Abrechnung zu bringen.

Was heißt: Sie gewinnen in der Regel dieses Hauen und Stechen am Mittwochabend davor. Und dann ist die Zeit bis zur Abrechnung am Freitag für all diejenigen, die versucht haben, dagegen zu halten, zu knapp, um etwas dagegen zu setzen. Liegt also eine bullische Woche vor uns?

Auf jeden Fall scheint der Plan genau dieses Szenario vorzubereiten. Der marktbreite S&P 500 ist im Verlauf der vergangenen Woche in unmittelbare Nähe des bisherigen Rekordhochs bei 3.028 Punkten gelaufen. In freudiger Erwartung der nächsten Leitzinssenkung setzen die Bullen darauf, dass der Druck bis zur Entscheidung am Mittwoch nicht nennenswert größer wird. So soll es gelingen, den Index, idealerweise sogar kurz vor der Fed-Entscheidung am Mittwoch um 20 Uhr unserer Zeit, über diese letzte charttechnische Hürde zu heben, um dann nach der Zinssenkung bis zur Abrechnung der letzten Optionen zum Handelsende des Freitags weit in „uncharted territory“, auf neue Rekordlevels, zu laufen. Soweit der Plan.

Chart auf Monatsbasis vom 13.09.2019, Kurs 3.007,39 Punkte, Kürzel SPX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Sollte er aufgehen, wäre das ein wichtiger Befreiungsschlag. Nicht allein, weil dann neue Bestmarken zu Buche stünden. Sie sehen im ganz langfristigen Chart auf Monatsbasis, dass der S&P 500 zuletzt an der Hausse-Begrenzungslinie hängen geblieben war, die sich aus den vormaligen Rekordhochs von Anfang 2018 und Herbst 2018 ableitet. Zugleich ist dem Markt ein wenig die Dynamik abhandengekommen, wie die negative Divergenz des RSI auf Monatsbasis deutlich macht.

Ein Ausbruch wäre also ein Signal, das die Bullen unbedingt brauchen. Aber er ist angesichts dieser Hürden eben auch kein Selbstläufer. Wenn das bärische Lager einen idealen Punkt hätte, um zurückzuschlagen, dann dort, im Bereich des bisherigen Rekordhochs von 3.028 Punkten. Und das wäre ebenso ein Punkt für diejenigen, aktiv zu werden, die „nur“ Gewinnmitnahmen planen.

In der Hitze eines Notenbank-Tages kann es dabei gut sein, dass der S&P 500 das alte Hoch erst einmal überwindet, vielleicht auch darüber schließt. Aber erst, wenn der Index diese gesamte Woche über 3.028 Punkten beendet, ist dieser so typische und offensichtliche Plan der Bullen wirklich aufgegangen!

Chart auf Tagesbasis vom 13.09.2019, Kurs 3.007,39 Punkte, Kürzel SPX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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