Die besten antizyklischen und defensiven Aktien 2019

So überstehen Sie einen Börsencrash mit defensiven Aktien

In Zeiten, in denen die Aktienkurse stark schwanken und die Börsen eher fallen, rücken stabile, antizyklische Aktien von relativ konjunkturunabhängigen Unternehmen in den Fokus der Anleger. Zyklische Wachstumsaktien wie z.B. Halbleiter- oder Cloudsoftware-Werte hingegen werden in schwierigen Marktphasen von den Investoren oft sprichwörtlich fallen gelassen wie heiße Kartoffeln und geraten in einen regelrechten Abwärtsstrudel.

Bei einer offensichtlichen Umschichtung in defensive Werte wird in Trader-Kreisen von einem „Risk-off“ Verhalten der Marktteilnehmer gesprochen, während Investments in zyklische Aktien analog als „Risk-On“ bezeichnet werden. Defensive Aktien sind also besonders dann gefragt, wenn Großinvestoren Abwärtsrisiken sehen und einen Aktien-Crash befürchten. Falls es tatsächlich zu einem Börsenabsturz kommen sollte: In unserem Artikel „Diese Aktien sollten Sie beim nächsten Börsen-Crash auf Ihrer Watchliste haben“ lesen Sie, welche Aktien bei einem möglichen Kurseinbruch für Sie interessant werden könnten.

Die Party bei den Technologie- und Wachstumsaktien scheint vorläufig beendet

Die Geldpolitik war in den vergangenen Jahren extrem expansiv ausgerichtet und die Konjunktur entwickelte sich weltweit sehr gut. In diesem Umfeld waren es vor allem Technologieaktien, die die Aktienmärkte mit ihrem starken Gewinnwachstum antrieben. Für Anleger gab es in den vergangenen Jahren kaum ein Argument, um in defensive Aktien wie beispielsweise Basiskonsumgüter oder Telekommunikationsunternehmen zu investieren. Laut NNIP Investment Partners waren Wachstumsaktien gemessen am Kurs-Buchwert-Verhältnis seit der Dotcom-Blase vor 18 Jahren nicht mehr so hoch bewertetet wie zuletzt. Die „Party“ bei den Technologieaktien scheint sich seit dem Herbst 2018 jedoch dem Ende zu nähern. Die Schwankungen der Börsen rund um den Globus nehmen zu und etliche der zuvor favorisierten Wachstumsaktien wie z.B. Netflix oder Nvidia hinken dem Markt hinterher.

Inverse Zinsstruktur: Experten halten Konjunkturabschwung für möglich

Zudem mehren sich Stimmen, die von einer Abkühlung der Konjunktur oder sogar vor einer US-Rezession warnen. Darauf könnte auch die aktuell invertierte Zinsstrukturkurve hindeuten, die unter Experten als möglicher Vorbote einer nahenden Rezession gehandelt wird. In der grafischen Darstellung verläuft diese Zinsstrukturkurve gewöhnlich von links unten nach rechts oben. Denn Anleihen mit kurzer Laufzeit werfen im Regelfall niedrigere Zinsen ab, als solche mit längerer Laufzeit. Letztere sind mit entsprechend höheren Risiken und Unsicherheiten behaftet und werfen daher höhere Zinsen ab.

Von einer Inversion der Zinsstruktur spricht man, wenn die Renditen von länger laufenden Anleihen unter die Renditen mit kurzen Laufzeiten fallen. Denn dies signalisiert in der Regel, dass die Marktteilnehmer von einem in absehbarer Zeit fallenden Zinsniveau ausgehen. Genau das ist kürzlich am US-Finanzmarkt eingetreten. Der Abstand (Spread) zwischen der zweijährigen und der zehnjährigen Anleihe rutschte zum ersten Mal seit 2007 in den roten Bereich. Bereits einige Monate zuvor war der Spread zwischen der zweijährigen und der fünfjährigen US-Staatsanleihe in den Negativbereich gerutscht.

Konjunkturresistente, antizyklische Aktien im Anlegerfokus

Wenn die Börsen schwanken und die zukünftige wirtschaftliche und politische Entwicklung als unsicher gilt, werden die Anleger vorsichtiger und suchen verstärkt nach Sicherheit. Da allerdings auch die Zinsen weiterhin niedrig sind mangelt es an attraktiven Anlagealternativen zu Aktien. Defensive, konjunkturresistente Werte könnten diese Lücke schließen, denn sie bieten Investoren auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten relative Stärke und Renditechancen. Kursanstiege fallen bei diesen Werten zwar meist erheblich moderater aus als bei Wachstumsaktien, allerdings wird dies durch eine höhere Dividendenrendite und geringere Kursschwankungen wett gemacht.

Zyklische Unternehmen profitieren von Boom-Phasen

Die meisten Unternehmen profitieren vor allem von konjunkturellen Wachstumsphasen. Die privaten Haushalte geben dann besonders viel Geld aus, das heißt sie kaufen beispielsweise ein Auto, gönnen sich Luxusartikel oder buchen eine teure Urlaubsreise. Sobald das Geld jedoch nicht mehr so locker sitzt, wird vor allem bei Ausgaben gespart, die nicht unbedingt notwendig sind. Je zyklischer das Geschäft eines Unternehmens, desto stärker schwankt dessen Ertragssituation im Laufe eines Konjunkturzyklus. Entsprechend geht in der Regel auch der Aktienkurs eines zyklischen Unternehmens im Falle einer wirtschaftlichen Rezession überproportional zurück. Als besonders zyklische Aktien gelten die Papiere von Chip-Herstellern, Rohstoffunternehmen, Technologie- und Elektronikunternehmen, Luxusgüterkonzernen oder Automobilherstellern.

Zahlreiche Produkte sind auch in Krisenzeiten unverzichtbar

Allerdings betrifft dies nicht alle Produkte und Dienstleistungen. Es gibt Lebensbereiche für die Menschen in konjunkturell schwachen Phasen fast genauso viel Geld ausgeben wie in wachstumsstarken Zeiten. Auf Lebensmittel, Hygieneartikel oder Medikamente beispielsweise wird kaum jemand verzichten, auch wenn sich die wirtschaftliche Lage etwas eintrübt. Auch in den Branchen Telekommunikation, Gesundheit, (Rück)Versicherung, Energie und Entsorgung wirkt sich eine mittlere Konjunkturkrise meist unterdurchschnittlich schwach aus. Denn kaum jemand kündigt den Handyvertrag oder heizt im Winter nicht, wenn das Geld etwas knapper wird. Je unverzichtbarer die Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens desto mehr eignet sich die entsprechende Aktie als konjunkturunabhängiges, defensives Investment. Solche Unternehmen wachsen zwar meist weniger stark als beispielsweise Technologiefirmen, erwirtschaften dafür aber oftmals sehr stabile Erträge und schütten meist zuverlässig relativ hohe Dividenden aus.

Antizyklische Aktien finden

Die Mehrheit der börsennotierten Unternehmen zählt zu den zyklischen Aktien, weshalb die Suche nach antizyklischen Aktien nicht ganz so einfach ist. Auch ein auf den ersten Blick antizyklischer Wert kann sich schnell als sehr konjunkturabhängig erweisen. Banken und Immobilien beispielsweise wurden lange Zeit als antizyklische Branchen betrachtet. Spätestens seit der Finanz- und Immobilienkrise des Jahres 2008/09 dürfte sich diese Sichtweise geändert haben. Bei Banken bleibt zwar das Privatkundengeschäft in Rezessionen meist stabil, das Firmenkundengeschäft und das Investmentbanking hingegen schwanken dafür umso stärker. Faule Kredite, steigende Risikokosten für Firmenpleiten und sinkende Wertpapierumsätze führen in Krisenzeiten zu deutlich niedrigeren Erträgen. Dazu kommt, dass die klassischen Geschäftsmodelle vieler Banken durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz bedroht werden und an Substanz verlieren.

Branchenspezifische Risiken beachten

Solche grundlegenden Veränderungen innerhalb eines Industriezweigs betreffen jedoch nicht nur die Finanzbranche. Auch am Beispiel der Versorger sieht man, dass neben der allgemeinen Wirtschaftslage unbedingt stets branchenspezifische Entwicklungen im Auge behalten werden müssen. Die seitens der Regierung beschlossene Energiewende soll einen Übergang von fossilen Brennstoffen und Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung sicherstellen. Dieses zweifellos sinnvolle Großprojekt belastet jedoch die Energiewirtschaft auf absehbare Zeit und stellt die zuvor jahrzehntelang florierenden und relativ konjunkturresistenten Geschäftsmodelle der Versorger auf einen harten Prüfstand. Die Aktien der großen deutschen Energieversorger RWE und EON befinden sich daher bereits seit mehr als 10 Jahren in einem Abwärtstrend. Ein weiteres Beispiel ist in den USA die Diskussion um politisch festgesetzte Obergrenzen für Medikamentenpreise, die Biotech- und Pharmaaktien betrifft. Wenn Sie in antizyklische Aktien investieren wollen, so ist es also auch unerlässlich, dass Sie neben konjunkturbedingten Charakteristiken auch branchenspezifische Einflussfaktoren berücksichtigen.

Beispiele für antizyklische Branchen

  • Nahrungsmittel, Getränke, Wasser
  • Konsumgüter des täglichen Bedarfs (z.B. Körperpflege, Waschmittel)
  • Pharma, Gesundheit
  • Müllentsorgung
  • Telekommunikation
  • (Rück)Versicherung
  • Rüstung

Die besten antizyklischen Aktien 2019

Im Folgenden stellen wir Ihnen unsere besten antizyklischen Aktien vor, mit denen Sie im Jahr 2019 auch bei fortgesetzt widrigen Börsen gute Renditechancen haben.

Waste Management: Rendite mit Müll

Erst kürzlich prognostizierte die Weltbank, dass die weltweite Müllmenge bis 2050 um bis zu +70% auf unglaubliche 3,4 Mrd. Tonnen im Jahr steigen soll. Der Ellen MacArthur Foundation zufolge landen jährlich rund 8 Mio. Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Probleme bereitet aber natürlich nicht nur der Plastikmüll, sondern auch viele andere nicht oder nur schwer abbaubare Materialien. Um die Müllmenge einzudämmen muss neben einer Optimierung von Verpackungen vor allem die Recyclingquote erhöht werden.

Waste Management (ISIN: US94106L1098 – Symbol: WM – Währung: USD) ist einer der Profiteure dieser Entwicklungen. Das im Jahr 1968 gegründete Abfallwirtschafts-Unternehmen ist an der New York Stock Exchange notiert und im Aktienindex S&P 500 enthalten. Kerngeschäft ist das Sammeln, Beseitigen und Recyceln von Müllsorten unterschiedlichster Art. Kunden sind sowohl Privathaushalte, Städte und Kommunen aber auch Industriekunden. Auch die Gewinnung erneuerbarer Energien aus Deponie-Gasen gewinnt für das innovative Unternehmen zunehmend an Bedeutung

Hohe Markteintrittsbarrieren sichern hohe Gewinnmargen

Allein der US-Hausmüllmarkt weist ein Volumen von rund 60 Mrd. USD auf. Ein ordentlicher Anteil davon entfällt auf Waste Management, denn das Unternehmen ist mit 13 Mrd. USD erwartetem Jahresumsatz der mit Abstand größte Entsorger der USA. Der wichtigster Wettbewerber Republic Services ist nur etwa halb so groß. Für potenzielle neue Wettbewerber gibt es hohe Markteintrittsbarrieren, denn zum einen ist das Geschäft äußerst kapitalintensiv, denn Entsorgungsanlagen und -fahrzeuge, Müllsammelstellen und Deponien kosten sehr viel Geld. Zum anderen bestehen erhebliche gesetzliche Auflagen für die Eröffnung und den Betrieb von Mülldeponien, Verbrennungsanlagen etc.. Entsprechend hoch sind die Gewinnmargen für Waste Management. Zuletzt profitierten die US-Entsorger davon, dass China keinen amerikanischen Plastikmüll mehr ins Land lässt.

Solides Wachstum von Umsatz und Gewinn

Waste Management konnte den Umsatz in den vergangenen drei Jahren im Schnitt immerhin um +5% steigern. Gleichzeitig kletterten die Gewinne überdurchschnittlich um +18% p.a. In den vergangenen drei Quartalen legte der Gewinn pro Aktie im Schnitt um +15% zu. Analysten erwarten für das Gesamtjahr 2019 eine etwas moderatere Ergebnissteigerung um +4% von 4,14 USD je Aktie im Vorjahr auf 4,31 USD je Aktie. Im kommenden Jahr 2020 sollen dann bereits 4,76 USD pro Aktie erlöst werden.

Milliardenschweres Aktien-Rückkaufprogramm und Dividendenerhöhung

Seit 15 Jahren in Folge steigt die Dividende kontinuierlich, so dass Waste Management auch in Zukunft zu den stärksten Dividendenzahlern gehören wird. Kürzlich wurde die Quartalsdividende von 0,465 USD auf 0,5125 USD je Aktie angehoben, was aufs Jahr hochgerechnet rund 2,05 USD oder (bei einem aktuellen Aktienkurs von 120 USD) einer Dividendenrendite von immerhin 1,7% entspricht. Außerdem wurde ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Mrd. USD beschlossen, mit dem ein bereits abgeschlossenes 1,25 Mrd. USD-Rückkaufprogramm aus dem Jahr 2017 abgelöst wird.

Stabiles Geschäftsmodell und hervorragende Zukunftsaussichten

Waste Management hat alle Eigenschaften, die eine antizyklische Aktie aufweisen sollte. Die Aktie befindet sich in einem moderat ansteigenden langfristigen Aufwärtstrend. Von der Börsenkorrektur im Herbst 2018 war das Unternehmen kaum betroffen, denn die Aktie notiert überschaubare -7% unter dem im Sommer erzielten Allzeithoch. Waste Management ist mit einem äußerst stabilen Geschäftsmodell in einem Wirtschaftsbereich tätig, der immer benötigt wird. Wohl auch deshalb hat unter anderem auch Bill Gates in Anteile des an der Börse aktuell mit 51 Mrd. USD bewerteten Unternehmens investiert. Gates hält zusammen mit seiner Frau mehr als 7% der Anteile. Die Aktie eignet sich in erster Linie für konservative, langfristig orientierte Anleger oder zur Diversifikation in turbulenten Börsenzeiten.

Church & Dwight: Konsumgüter des täglichen Bedarfs

Der im Jahr 1846 gegründete US-Konsumgüterhersteller Church & Dwight (ISIN: US1713401024 – Symbol: CHD – Währung: USD) stellt von Putz- und Reinigungsmitteln bis hin zu Körperpflegeprodukten alles her, was Konsumenten im Haushalt oder zur Körperpflege benötigen. Möglicherweise kennen Sie das Reinigungsmittel „Oxi Clean“? Das Produkt wird auch in Deutschland vertrieben und ist ein Beispiel aus dem Sortiment des Unternehmens. Das Unternehmen produziert auch Zahnpasta, Backpulver, Kondome, Hustenbonbons, Shampoo und Hygieneprodukte für Frauen.

Expansion nach Asien läuft auf Hochtouren

Die Expansion des Auslandsgeschäfts läuft auf Hochtouren, besonders im Fokus steht Asien. Kürzlich wurde eine Kooperation mit dem chinesischen Unternehmen Shanghai Jahwa geschlossen. Die Firma soll verschiedene Produkte von Church & Dwight, wie zum Beispiel Backpulver, Zahnpasta, Shampoo und Damen-Hygieneprodukte exklusiv in China vermarkten. Durch diesen Schritt soll das durchschnittliche Wachstumstempo von +6% pro Jahr auch in Zukunft gesichert werden.

Umsatzrekord im laufenden Geschäftsjahr erwartet

In den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz des Unternehmens im Schnitt um solide +8%. Dabei legten die Gewinne überproportional um +13% p.a. zu. In den vergangenen drei Quartalen lag das Gewinnwachstum durchschnittlich bei +12%, so dass auch für das laufende Geschäftsjahr ein etwas moderateres Gewinnwachstum von +10% auf 2,49 USD je Aktie erwartet wird. Im kommenden Jahr 2020 wird mit einem Ergebnis von 2,71 USD je Aktie gerechnet.

Einzigartige Dividendenhistorie: Seit über 117 Jahren zuverlässige Gewinnausschüttungen

Auch die Anteilseigner verdienen kräftig mit. Seit 1902 (!) zahlt das ebenfalls im S&P 500 Index enthaltene Unternehmen ununterbrochen Dividende. Seit 23 Jahren wird diese sogar jedes Jahr angehoben – auf zuletzt 0,912 USD je Aktie. Auch für 2019 wird fest mit einer Erhöhung gerechnet. Damit gehört das Unternehmen sehr bald zum sogenannten „Dividenden-Adel“. Dieser „exklusive Club“ von Firmen, die auch als Dividenden-Aristokraten bezeichnet werden haben ihre Dividende über 25 Jahre erhöht. Die Ausschüttungsquote ist mit rund 40% für einen Haushaltsgüter-Konzern eher niedrig, so dass zukünftige Steigerungen in jedem Fall möglich wären. Auf dem aktuellen Kursniveau von 80 USD liegt die Dividendenrendite derzeit bei rund 1,1%. Das ist zwar nicht ganz so attraktiv wie bei anderen vergleichbaren Werten, allerdings liegt dies eindeutig an der beeindruckenden Konstanz in der Dividendenhistorie bei Church & Dwight.

Stabile Aktie mit neuem Allzeithoch

Die Wachstumsstory wird auch in den kommenden Jahren weitergeschrieben, schließlich sind die Produkte von Church & Dwight sehr konjunkturresistent. Entsprechend wenig hat die Aktie, die sich in einem langfristigen Aufwärtstrend befindet, in den letzten Börsenkorrekturen nach unten bewegt. Aktuell befindet sich das Papier sogar auf einem neuen Allzeithoch. Große Sprünge sind nicht zu erwarten, am wahrscheinlichsten ist die Fortsetzung der moderaten langfristigen Aufwärtsentwicklung. Wie Waste Management ist auch diese Aktie eher für konservative Anleger bzw. als ruhiger Gegenpol zu spekulativeren Werten geeignet.

Regeneron Pharmaceutical: Hochprofitables Biotech-Unternehmen

Das dritte Unternehmen das wir Ihnen vorstellen möchten ist im Bereich Gesundheit tätig. Regeneron Pharmaceutical (ISIN: US75886F1075 – Symbol: REGN – Währung: USD) ist ein führendes Biotechnologieunternehmen, das lebenswichtige Arzneimittel für Menschen mit schweren Krankheiten entwickelt. Das Unternehmen mit Sitz in New York wurde vor 30 Jahren von zwei Ärzten und Wissenschaftlern gegründet. Die Arzneimittel des Unternehmens helfen Patienten mit Augenerkrankungen, allergischen und entzündlichen Erkrankungen, Krebs, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, neuromuskulären Erkrankungen, Infektionskrankheiten und einigen seltenen Erkrankungen. Trotz Konjunkturresistenz ist die Biopharmaaktie etwas spekulativer als die beiden anderen Werte.

Weltmarktführer bei der Herstellung menschlicher Antikörper

Insbesondere ist Regeneron weltweit führend in der Herstellung humaner Antikörper, die Regeneron zum Teil selbst vermarktet, zum Teil aber auch in Lizenz / Kooperation mit anderen Unternehmen, wie z. B. Bayer oder Sanofi vertreibt. Regeneron beschleunigt und verbessert den traditionellen Entwicklungsprozess von Medikamenten durch die optimierte Produktion vollständig humaner Antikörper mittels der eigens entwickelten Technologien. Darüber hinaus hat die Firma eine bedeutende Pipeline von Medikamenten-Kandidaten, z. B. zur Behandlung von Krebs, rheumatoiden Arthritis und Hypercholesterinämie. Eines der Hauptprodukte ist das Medikament Dupixent, das beispielsweise gegen Ekzeme und Asthma hilft. Vor allem die strategische Zusammenarbeit mit Sanofi ermöglicht dem Unternehmen die Finanzierung zahlreicher Forschungs- und Entwicklungsprojekte wie z.B. dem Regeneron Genetics Center, das eine der weltweit größten Sequenzierungsaktivitäten für Genetik durchführt.

Die Trailing Stop-Order: Gewinne sichern, Verluste begrenzen.

Die Trailing-Stop Verkaufsorder ist eine abgewandelte Stop-Order. Hierbei wird der Stop-Preis in einem festgelegten Folgeabstand (Trailing-Wert) an den Kurs gekoppelt. Wenn dieser Wert steigt und somit der Abstand größer als der Trailing-Wert ist, wird der Stop-Preis nach oben angepasst.

Quartalszahlen überraschen positiv

Die Umsätze von Regeneron Pharmaceutical stiegen von 2012 von 1,4 Mrd. USA bis 2018 auf 6,7 Mrd. USD. Im Schnitt lag das Umsatzwachstum dabei in den vergangenen drei Jahren bei +17%. Noch stärker als die Umsätze stiegen die Gewinne, die im selben Zeitraum um durchschnittlich +37% zulegten. Im laufenden Geschäftsjahr wird jedoch nur mit einer leichten Steigerung um +8% von 21,68 USD auf 23,40 USD je Aktie gerechnet, im Jahr 2020 wird mit einem Ergebnis von 25,09 USD je Aktie gerechnet. Zuletzt überraschte das Unternehmen positiv. Vor allem die Verkäufe des Augenmittels Eylea zur Behandlung von altersbedingter Sehschwäche legten dank der Kooperation mit Sanofi um +17% auf 1,16 Mrd. USD zu. Der Quartalsgewinn stieg um +10% auf 6,02 USD je Aktie und schlug die Analystenerwartungen von 5,42 USD je Aktie deutlich.

Attraktives Bewertungsniveau

Aktuell wird Regeneron Pharmaceutical an der Börse mit 33 Mrd. USD bewertet. Zwar ist die Aktie mit einem Kurs von derzeit 298 USD noch ein gutes Stück von Ihren Höchstkursen aus dem Jahr 2015 bei 606 USD entfernt, aber ist seitdem aus fundamentaler Sicht erheblich attraktiver geworden. Mit einem KGV von 13 bietet das Wachstumsunternehmen eine moderate Bewertung, auch wenn ab diesem Jahr mit einer vorübergehenden Verlangsamung des Gewinnwachstums gerechnet wird. Die Aktie von Regeneron, die wie die beiden anderen vorgestellten Werte, ebenfalls im S&P 500 Index enthalten ist, korrigierte zuletzt zwar deutlich, weist aber dennoch eine relativ geringe Korrelation zum Gesamtmarkt auf.

Spekulatives antizyklisches Investment mit Wachstumspotenzial

Dank der günstigen Bewertung, der innovativen Produkte, der aussichtsreichen Produkt-Pipeline und der führenden Marktstellung kann Regeneron durchaus als antizyklisches Investment aus dem Gesundheitsbereich betrachtet werden. Denn das Geschäft des Unternehmens ist kaum vom Konjunkturzyklus abhängig. Stattdessen gibt es eher branchenspezifische Chancen und Risiken wie Erfolge oder Fehlschläge in der Medikamentenentwicklung. Von den drei vorgestellten Werten hat die Aktie zweifellos die höchste Schwankungsbreite, verfügt jedoch dafür aber auch langfristig über ein erheblich größeres Wachstumspotenzial. Eine Übernahme durch einen der Biotech- oder Pharma-Riesen mit entsprechendem Preisaufschlag ist ebenfalls jederzeit denkbar. In der Gesamtbetrachtung ist die Aktie eher für etwas spekulativere Anleger geeignet. Beispielsweise um das Portfolio mit einer Wachstumsaktie zu diversifizieren, die weniger mit dem Gesamtmarkt korreliert als klassische Tech-Aktien à la Apple oder Microsoft.

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