Börsenlexikon

Delta

Delta Definition

Kennzahlen bzw. Sensitivitäten zur Preisbildung bei Optionen werden mit griechischen Buchstaben bezeichnet. Dabei ist das Delta die wichtigste und bekannteste Kennzahl. Das Delta wird verwendet, um

1. die Preisänderung einer Option im Verhältnis zu einer Preisänderung des Basiswertes anzugeben

2. die Deltaposition zu errechnen, d.h. die Aktienanzahl, die durch eine Optionsposition abgebildet wird

Die erste Verwendung ist allgemeinhin am geläufigsten. Das Delta bezieht sich auf die Wert-veränderung der Option in Relation zur Kursbewegung des Basiswertes. Bei einer Preisveränderung des Basiswertes wird standardmässig von einem Anstieg oder Absinken des Preises um eine Geldeinheit (z. B. € 1) ausgegangen. Der Anleger, der bei einer Aktie auf eine Kurssteigerung spekuliert, könnte statt der Aktie auch eine Call-Option kaufen. Wenn die Aktie dann um € 1 steigt, so gewinnt in der Regel auch die gekaufte Call-Option an Wert. Jedoch steigt der Optionspreis in den meisten Fällen nicht genau um € 1, sondern um einen abweichenden Betrag. Das Delta gibt an, wie stark der Anstieg in Relation zur Aktie tatsächlich ist – unter der Voraussetzung, dass alle anderen Faktoren unverändert bleiben.

Das Delta einer Option wird als Dezimalzahl angegeben und kann nur Werte zwischen 0 und 1 annehmen. Wenn eine Option ein Delta von 0,60 hat, dann wirkt sich die Wertveränderung der Aktie um € 1 um € 0,60 auf den Optionspreis aus. Da Call-Optionen eine positive Korrelation zum Preis des Basiswertes haben (wenn der Preis des Basiswertes steigt, steigt auch der Wert der Call-Option), ist das Delta von Call-Optionen positiv. Für Put-Optionen gilt das Gegenteil. Da die Korrelation von Put-Optionen zum Preis des Basiswertes negativ ist (wenn der Preis des Basiswertes steigt, sinkt der Wert der Put-Option), haben Put-Optionen ein negatives Delta.

Delisting Delta-Absicherung
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