RATIONAL AG Aktie Prognose Rational: Ist das wirklich rational?

News: Aktuelle Analyse der RATIONAL AG Aktie

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RATIONAL AG
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Rational ist ein langfristiger Outperformer und bietet ordentliche Geschäftszahlen.
Blendet man mal die jüngere Vergangenheit aus, war die Volatilität gering und im Endeffekt ging es mit dem Aktienkurs stetig bergauf.
Daher ist die Aktie seit jeher beliebt und gilt als Fels in der Brandung.

Marktführer

Rational ist nach eigenem Bekunden der weltweite Markt- und Technologieführer für die thermische Speisenzubereitung in Profiküchen. Das 1973 gegründete Unternehmen beschäftigt 2.341 Mitarbeiter, davon 1.345 in Deutschland.

Eine bessere Vorstellung von den Produkten bekommt man dank dieser Übersicht (Link).
Das Hauptgeschäft des Unternehmens entfällt auf Kombidämpfer und andere automatisierte Multifunktionsöfen.
Nach Unternehmensangaben werden mit den Geräten von Rational täglich mehr als 140 Millionen Mahlzeiten zubereitet.

Rational wird daher als sichere Hausnummer wahrgenommen, nach dem Motto „gegessen wird immer“.

Der Preis ist heiss

Das hat allerdings zu einem überbordenden Optimismus geführt, wodurch die Bewertung über Jahre hinweg immer weiter gestiegen ist.
Der Kurs von Rational kletterte also deutlich schneller als der Unternehmensgewinn.

In welchem Ausmass das bei Rational stattgefunden hat, ist wahrlich bemerkenswert. Vor zehn Jahren lag das KGV noch bei 26, überschritt 2015 dann die Marge von 30, 2017 kletterte das KGV auf über 40 und final endete die Geschichte dann 2020 bei einem KGV von über 100.
Wie es dazu gekommen ist, kann man rückblickend kaum mehr erklären.

Warum ein Hersteller von Küchengeräten das hundertfache des Jahresgewinns wert sein soll, weiss wohl niemand.
Aber solange der Kurs steigt, interessiert das eben niemanden und Anleger werden immer optimistischer.
Fragen werden immer erst dann gestellt, wenn die Kurse in den Keller rauschen.

Beispiele für ähnliche Vorgänge finden wir an der Börse in erschreckender Häufigkeit. Als Netflix beispielsweise bei 500-600-700 USD notierte, interessierte es niemanden, dass das Wachstum rückläufig war und die Konkurrenz erheblich zunahm.
Nachdem die Aktie allerdings auf 170 USD abgestürzt war, gab es scheinbar kein anderes Thema mehr und alle Welt war sich sicher, dass die guten Zeiten für Netflix zu Ende waren.

Ausblick und Bewertung

Doch darum soll es heute nicht gehen. Rational ist weit weg von den Höchstkursen bei über 1.000 Euro und dementsprechend hat sich das Chance-Risiko-Verhältnis auch erheblich verbessert.
Darauf hatten wir bereits in der letzten Analyse hingewiesen. Anschliessend kletterte der Kurs von 436 auf über 600 Euro.

Aktuell mehren sich die Chancen, dass die Rallye vorerst zu Ende sein könnte. Durch die jüngste Rallye ist das KGVe auf 42 gestiegen.
Selbst bei einer guten Geschäftsentwicklung ist das fragwürdig hoch.

Da der Gewinn in den kommenden beiden Jahren „nur“ um 7 – 12% steigen soll, ist das schwierig zu rechtfertigen. Darf man den Prognosen Glauben schenken, läge das KGV im Jahr 2024 noch bei 34, selbst wenn der Kurs nicht steigt.

Wer sich hier engagiert, wettet also darauf, dass die Bewertung nicht nur auf einem erhöhten Niveau bleibt, sondern sogar weiter steigt.

Chart vom 02.12.2022 – Kurs: 574 Kürzel: RAA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 02.12.2022 – Kurs: 574 Kürzel: RAA – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht mehren sich ebenfalls die Zeichen, dass die Rallye vorerst zu Ende sein könnte.
Rational ist am Widerstand bei 622 Euro gescheitert und hat mit Unterschreiten von 600 Euro ein Verkaufssignal ausgelöst.

Sinkt der Kurs jetzt unter 570 Euro, ist der Weg in Richtung 540 Euro frei. Die übergeordneten Abwärtsziele liegen sogar bei 500 sowie 480 Euro.

Den Bullen würde hingegen nur ein zügiger Anstieg über 622 Euro helfen. In diesem Szenario könnte die Rallye weitergehen und möglicherweise noch Kursziele bei 675 – 690 Euro erreichen.

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Vorherige Analysen der RATIONAL AG Aktie

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Rational ist von über 1.000 Euro auf 436 Euro eingebrochen. Ist jetzt der Moment gekommen, endlich zuzuschlagen?

Marktführer

Rational ist nach eigenem Bekunden der weltweite Markt- und Technologieführer für die thermische Speisenzubereitung in Profiküchen. Das 1973 gegründete Unternehmen beschäftigt 2.341 Mitarbeiter, davon 1.345 in Deutschland.

Eine bessere Vorstellung von den Produkten bekommt man dank dieser Übersicht (Link).
Das Hauptgeschäft des Unternehmens entfällt auf Kombidämpfer und andere automatisierte Multifunktionsöfen.
Nach Unternehmensangaben werden mit den Geräten von Rational täglich mehr als 140 Millionen Mahlzeiten zubereitet.

Rational wird daher als sichere Hausnummer wahrgenommen, nach dem Motto „gegessen wird immer“.

Der Boden der Tatsachen

Rational ist ein grundsolides Unternehmen und verzeichnet darüber hinaus auch ein ordentliches Wachstum.
Das verleitete Anleger allerdings zu einem übertriebenen Optimismus, der rückblickend vollkommen unverständlich erscheint. Zeitweise lag das KGV bei über 80.

Wir hatten vor geraumer Zeit und bei einem Kurs von 692 Euro gewarnt (Link – Es ist nur noch die Einleitung online).
Anschliessend kollabierte der Kurs auf 376 Euro, um dann in der allgemeinen Börsen-Euphorie von 2020/2021 auf über 1.000 Euro zu schiessen.

Heute stehen wir bei 436 Euro. Grund genug, um die Lage zu sondieren.

Aber noch wichtiger ist vielleicht eine Erkenntnis. Wenn der Kurs einer Aktie binnen zweieinhalb Jahren von 740 auf 376 fallen, dann auf über 1.000 steigen und dann auf 435 Euro fallen kann, dann beweist das, dass die Börse ineffizient ist.

Die Markteffizienzhypothese (Efficient-market hypothesis), die an den Universitäten dieser Welt gelehrt wird, ist damit widerlegt.

Um das zu verdeutlichen: Wäre Rational beispielsweise vor einigen Monaten bei 1.000 Euro fair bewertet gewesen sein, wäre sie heute unterbewertet.
Die Bewertung von Rational kann nicht zu beiden Zeitpunkten fair gewesen sein.

Es ist wirklich verblüffend

In den letzten zehn Jahren konnte Rational den Umsatz von 435 auf 780 Mio. Euro steigern.
Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 8,20 auf 10,88 Euro je Aktie.

Das ist ordentlich, aber auch nicht überragend und führt unweigerlich zu der Erkenntnis, dass der absolute Grossteil der Kursgewinne auf eine im Zeitverlauf gestiegene Bewertung zurückzuführen ist.

Im Fall von Rational ist das in einem Umfang und über eine so lange Zeit geschehen, wie man es wahrlich selten erlebt.
Im Jahr 2012 lag das KGV noch bei 26,6, drei Jahre später wurde die 30er-Marke geknackt, 2017 wurde kletterte das KGV auf über 40 und 2018 dann schlussendlich auf über 100.

Die Gründe dafür sind schwer auszumachen, denn die geschäftliche Entwicklung war in der jüngeren Vergangenheit eher mittelprächtig.
Der Umsatz stagniert seit 2017 weitgehend und der Gewinn seit 2016. Es ist wirklich verblüffend.

Ausblick und Bewertung

Durch den jüngsten Kurssturz hat sich das Chance-Risiko-Verhältnis aber selbstverständlich verbessert.
Das KGV ist von über 100 auf 40 gesunken und da der Gewinn in diesem Jahr ordentlich steigen soll, liegt das KGVe „nur“ noch bei 34,1.
Das ist nicht gerade wenig, aber eine ganze andere Hausnummer als 100.

Vertretbar ist die aktuelle Bewertung aber nur dann, wenn man ein anhaltend hohes Wachstum erwartet und es auch eintritt.
Die gute Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2022 lässt hoffen. Bei dem vorliegenden Trackrecord muss man das kritisch hinterfragen.

Die Prognostiker sind derzeit sehr optimistisch und erwarten im laufenden, wie auch den kommenden beiden Jahren jeweils Gewinnsteigerungen von 17-21% per annum.
Können diese hohen Erwartungen erfüllt werden, ist die Bewertung gerechtfertigt.

Chart vom 21.09.2022 – Kurs: 436 Kürzel: RAA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 21.09.2022 – Kurs: 436 Kürzel: RAA – Wochenkerzen

Die Frage ist allerdings, wo eine mögliche Bodenbildung erfolgen könnte. Ein erster Versuch könnte gerade erfolgen, denn Rational ist zu der zentralen Unterstützungszone, die sich von 400 bis 430 Euro erstreckt, zurückgekommen.

Kann dieser Bereich gehalten werden, könnte es zu einer Trendwende kommen. Eine erste Anlaufstelle wäre die Widerstandszone bei 480-500 Euro. In diesem Bereich verläuft auch der alte Aufwärtstrend.
Gelingt eine Rückkehr in den Aufwärtstrend und ein Anstieg über 500 Euro, hellt sich das Chartbild erheblich auf.

Fällt die Aktie jedoch nachhaltig unter 400 Euro, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.