Die besten Bank Aktien | Online Broker LYNX

Die Erholung der Wirtschaft und die Aussicht auf höhere Zinsen verhalfen Bank-Aktien im Jahr 2021 wieder zu einer starken Kursentwicklung. In den Jahren zuvor waren die Aktien klassischer Banken dem Gesamtmarkt meist deutlich hinterhergehinkt. Das galt insbesondere auch für die Deutsche Bank Aktie und die Commerzbank Aktie, die seit der Finanzkrise 2008 stetig abwärts getaumelt waren. Die bescheidene Kursentwicklung vieler Bank-Aktien lag nicht zuletzt auch daran, dass die Geschäftsmodelle der Traditionsbanken durch neue Fintech-Unternehmen in Bedrängnis gerieten. Doch der Abwärtstrend ist vorerst gestoppt. Im Gegenteil, der steigende Zinstrend könnte den immer noch relativ günstig bewerteten Bankhäusern weiteren Aufwind bringen. Sehen wir uns für Sie an, mit welchen Bank Aktien Sie im Jahr 2022 auf diesen Trend setzen könnten.   

Banken schaffen die Grundlage für Wirtschaftswachstum und Wohlstand

Banken nehmen im Geldkreislauf eine wichtige Vermittlerposition ein und bilden das Rückgrat der Wirtschaft. Sie bewahren das Geld ihrer Kunden (Einlagen) auf, vergeben Kredite und ermöglichen die reibungslose Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Volkswirtschaftlich bedeutend ist vor allem die Vergabe von Krediten an Konsumenten und Unternehmen. Indem die Banken einen Grossteil ihrer Kundeneinlagen in Form von Darlehen weiterreichen, werden Unternehmen beispielsweise Investitionen in Projekte und Vorhaben ermöglicht, die ansonsten nicht finanzierbar wären. Aber auch privaten Haushalten wird ein Kreditrahmen eingeräumt, mit dem diese beispielsweise ein Eigenheim, grössere Anschaffungen oder ihren Konsum finanzieren können. Durch diese Vermittlung von Liquidität von denjenigen, die Geld haben zu denen, die Geld benötigen, steht ein gesundes Bankensystem für Wirtschaftswachstum und Wohlstand. Sehen wir uns nun zunächst die Gründe für die jahrelange Schwächephase vieler Bank-Aktien an.

Finanzkrise 2008: Rettung des Bankensystems mit Staatsgeldern

Ein enorm einschneidendes Ereignis für die internationale Bankenbranche war die Finanzkrise des Jahres 2008. Als Auslöser der Krise gilt das Platzen einer Immobilienblase in den USA. Dort waren die Banken zuvor angesichts der stetig steigenden Häuserpreise immer risikofreudiger geworden und hatten auch Bürgern mit sehr geringem Einkommen Kredite zum Kauf von Wohnimmobilien eingeräumt. Die Banken wiederum handelten mit Immobilienkrediten, indem Hypotheken unterschiedlicher Bonität zusammengefasst, als Mortgage Backed Securities (MBS) verbrieft und an Finanzinstitute in aller Welt verkauft wurden. Dies gelang auch deswegen, weil Ratingagenturen auch Portfolios mit stark ausfallgefährdeten faulen Krediten mit der Bestnote Triple A bewerteten. Als dann jedoch die US-Leitzinsen stiegen und die Häuserpreise fielen, platzte der Traum vom Eigenheim für viele Amerikaner. Millionen von Hauskäufern im ganzen Land konnten mit einem Mal ihre Kreditraten nicht mehr bedienen. Dies führte bei vielen Banken zunächst zu milliardenschweren Abschreibungen und horrenden Verlusten. Darüber hinaus begannen die Kreditinstitute sich zu mistrauen und liehen sich gegenseitig kein Geld mehr. Der Höhepunkt der Krise war, als die internationale Investmentbank “Lehman Brothers” im September 2015 Insolvenz anmeldete. Anschliessend konnten weltweit viele weitere „systemrelevante“ Bank- und Versicherungskonzerne nach dem Motto „too big too fail“ nur durch gewaltige Rettungsschirme vor der Pleite bewahrt werden. In Deutschland wurde beispielsweise die Hypo Real Estate mit 102 Mrd. an Staatsgeldern gestützt, verstaatlicht und schliesslich abgewickelt. Die Finanzkrise führte sowohl in den USA, als auch in Europa zu einer heftigen Rezession und hohen Arbeitslosenzahlen. Die meisten Banken erholten sich in den Folgejahren nur langsam von der Krise.

Niedrig- und Negativzinsen belasten Bankbilanzen

Neben neuen Regulierungsmassnahmen war eine gravierende Folge der Finanzkrise sowohl in den USA als auch in Europa die massive und anhaltende Lockerung der Geldpolitik. Diese leitete den Beginn einer bis heute anhaltenden Niedrigzinsphase ein. Für Zinserhöhungen gab es aufgrund der hohen Arbeitslosenzahlen sowie neuer Problemen wie beispielsweise der europäischen Euro-Krise kaum Spielraum und aufgrund der überschaubaren Inflationsraten auch keinen Druck. Nachdem bereits etliche Staatsanleihen mit einer negativen Rendite gehandelt wurden, führte die Europäische Zentralbank (EZB) im Jahr 2014 schliesslich als erste grosse Zentralbank beim Einlagesatz einen Negativzins ein, um Bankguthaben der Geschäftsbanken bei der EZB unattraktiv zu machen und Kreditinstitute zu einer erhöhte Kreditvergabe anzuregen – allerdings mit sehr mässigem Erfolg. Seit Ende 2019 verharrt der Einlagenzins der EZB auf seinem bisher niedrigsten Wert – bei minus -0,5 %. In den USA erreichte der Einlagenzins, die sogenannte Fed-Funds-Rate mit 0,0 % bis +0,25 % zwar auch auf einen Tiefstwert, blieb aber immerhin in positivem Terrain.

Für Banken bedeuten Negativzinsen in der Regel sehr geringe Gewinnspannen im Zinsgeschäft. Das liegt vor allem daran, dass die Rendite-Unterschiede zwischen langen und kurzen Laufzeiten sehr gering sind. Je flacher die Zinskurve, desto geringer fallen die Zinsmargen aus, die Banken durch Transformation von Laufzeiten erzielen können. Dazu kommt, dass die Kreditnehmer bei sehr tiefen Zinsen auch entsprechend günstige Kredite erwarten, während die Banken Negativzinsen jedoch nur in sehr begrenztem Umfang an Sparer weitergeben können. Denn ansonsten würden diese ihre Einlagen abziehen und Bargeld horten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Bankaktien an der Börse nicht gerade zu den Überfliegern der letzten Jahre zählten, sondern dem Gesamtmarkt weit hinterherhinkten. So gleicht die Kursentwicklung des Euro Stoxx Bank Index einem Trauerspiel. Mit 102 Punkten notiert der Index derzeit genauso hoch, wie bereits im Jahr 1995. Dazwischen lag allerdings bis 2007 ein steiler Anstieg auf 491 Punkte und eine anschliessende Zehntelung auf 48 Zähler im Jahr 2020.

Fintechs fordern Traditionsbanken heraus

Doch nicht nur Altlasten der Finanzkrise und Niedrigzinsen machten den Banken in der zweiten Dekade des neuen Jahrtausends zu schaffen. Gerade in ihren angestammten Geschäftsfeldern bekamen die klassischen Bankhäuser zunehmend Konkurrenz von innovativen Startups der Fintech-Szene. Fintech ist die Kombination der Begriffe „Financial Services“ und „Technology“. Diese digital ausgerichteten Unternehmen ermöglichen es Kunden beispielsweise unkompliziert per App über das Smartphone Einkäufe zu bezahlen, Geld zu überweisen, Anlagen zu tätigen oder auch Kredite aufzunehmen. Je einfacher und flexibler die Bankdienstleistungen sind, desto besser ist das Kundenerlebnis, das bei den Fintechs im Vordergrund steht. Diese müssen zudem kein teures Filialnetz betreiben, so dass sich Kostenvorteile ergeben. Beispiele für Fintechs sind Zahlungsdienstleister wie PayPal, Stripe und Klarna, Broker wie Robinhood und LYNX oder Neobanken wie Chime oder N26. Auch Kryptowährungs-Plattformen zählen zur Fintech-Branche.

Mittlerweile haben die Traditionsbanken wie die Deutsche Bank jedoch die Zeichen der Zeit erkannt und arbeiten mit Fintechs zusammen, um dem Digitalisierungsdruck zu begegnen. Durch Partnerschaften, die technisch beispielsweise über sogenannte Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) ermöglicht werden, soll den Kunden ebenfalls Komfort und Einfachheit geboten werden.

Bankaktien mit starker Performance im Jahr 2021: Auch Deutsche Bank und Commerzbank

Seit 2021 deutet sich an der Börse für Bank Aktien eine Trendwende an. Parallel zu der sich von der Corona-Krise erholenden Wirtschaft und den stark anziehenden Inflationsraten, zogen auch die Kurse der Bankaktien deutlich an und entwickelten sich zum Grossteil besser als der Gesamtmarkt. Gründe dafür sind beispielsweise der florierende Aktienhandel und der globale Boom bei Fusionen und Übernahmen (M&A), was vor allem den Investmentbanken hohe Gewinne beschert. Darüber hinaus antizipieren die Marktteilnehmer, dass sich die Phase der Niedrig- bzw. Negativzinsen inflationsbedingt dem Ende nähert und sich somit auch die Gewinnaussichten der Kreditinstitute verbessern. Richard Ramsden, Analyst bei Goldman Sachs, erwartet beispielsweise, dass der Zinsüberschuss der internationalen Banken im Jahr 2022 um +7 % steigen könnte.

In diesem Umfeld entwickelten sich Bank-Aktien zuletzt prächtig. So legte beispielsweise der Euro Stoxx Bank Index im vergangenen Jahr 2021 um +36 % zu, während der deutsche DAX Index mit +18 % Gewinn auf nur halb so viel Zuwachs kam. Auch die beiden grossen deutschen Bankwerte Deutsche Bank und Commerzbank stiegen deutlich im Wert, blieben dabei allerdings etwas hinter der Peer Group zurück. So kam die Deutsche Bank Aktie im Jahr 2021 auf einen Wertzuwachs von +27 %, während die Commerzbank Aktie um +28 % zulegte. Trotz der Kursanstiege weisen die meisten Bank-Aktien weiterhin sehr günstige KGVs (Kurs Gewinn Verhältnisse) auf.

Zinswende gibt den Banken Rückenwind

Die erwartete Zinswende könnte Bank Aktien bald weiteren Rückenwind geben. In den USA war die Inflation im Dezember 2021 auf 7 % gestiegen und markierte damit den stärksten Zuwachs seit fast 40 Jahren. Die hohen Preissteigerungsraten führen dazu, dass die Marktteilnehmer für das Jahr 2022 mittlerweile von bis zu vier Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed ausgehen. Das sind allerdings nicht nur für US-Bank Aktien gute Nachrichten, denn auch die EZB erfährt steigenden Druck die Geldpolitik zu straffen. Die Marktzinsen bewegen sich bereits deutlich nach oben und zuletzt kletterte sogar die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen erstmals seit vielen Jahren wieder in den positiven Bereich.

Und weil die Geschäfte der europäischen Banken wieder sehr gut laufen, schütten diese nach Jahren von erzwungener Zurückhaltung auch wieder ordentliche Dividenden aus. Laut Bloomberg planen allein die neun grössten börsennotierten Bankhäuser Europas in den kommenden Monaten Ausschüttungen in Höhe von 28 Mrd. EUR.

Mit Banken-ETFs vom neuen Aufschwung der Bankenbranche profitieren

Anlegern, die von den verbesserten Gewinnaussichten der Bankhäuser profitieren möchten, stehen auch einige Banken- ETFs (Exchange Traded Funds) zur Verfügung. Darunter sind beispielsweise der 2,3 Mrd. EUR schwere iShares Euro Stoxx Banks (DE0006289309 – Symbol: EXX1 – Währung: EUR), der in europäische Bank Aktien wie BNP Paribas, Banco Santander, Ing Group oder die Nordea Bank investiert. Auch die Aktien der Deutsche Bank AG und der Commerzbank sind im Portfolio vertreten. Der ETF legte im vergangenen Jahr 2021 um starke +41 % an Wert zu.

Der mit 69 Mio. EUR Fondsgrösse deutlich kleinere Amundi ETF MSCI Europe Banks (ISIN: FR0010688176 – Symbol: 18M3 – Währung: EUR), der die Kursentwicklung des MSCI Europe Banks Index nachbildet, konnte im vergangenen Jahr ebenfalls um +41 % zulegen.

Der in USD notierte iShares S&P U.S. Banks ETF (ISIN: IE00BD3V0B10 – Symbol: IUS2 – Währung: USD), der aktuell auf ca. 845 Mio. USD Volumen kommt, investiert in US-amerikanische Bank-Aktien. Mit +51 % lag die Performance (in USD) im Jahr 2021 sogar noch deutlich höher als die der europäischen Pendants.

Die besten Bank Aktien 2022

Wer keine Durchschnittsperformance erzielen möchte, der sollte statt auf ETFs auf Einzelaktien setzen. Weltweit gibt es hunderte börsennotierte Bankhäuser. Doch welche Bank-Aktien sollten Anleger kaufen? In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien-Liste von zehn Bank Aktien für das Jahr 2022. Drei dieser Werte mit aussergewöhnlichem Potenzial stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Bank-Aktien-Liste

Deutsche Bank: Konzernumbau vor dem Abschluss

Die Deutsche Bank (ISIN: DE0005140008 – Symbol: DBK – Währung: EUR) blickt auf keine sehr einfache Zeit zurück. Während das grösste deutsche Bankhaus bis zur Finanzkrise noch als internationales Branchenschwergewicht galt, so ist der Konzern heute nur noch ein Schatten vergangener Tage. Nach zahlreichen Restrukturierungsmassnahmen, Kostensenkungsprogrammen und einem enormen Abbau von Arbeitsplätzen kommt die Deutsche Bank heute auf einen Börsenwert von gerade mal knapp 23 Mrd. EUR. Damit ist das Finanzinstitut im Vergleich zu grossen US-Banken wie der Bank of America oder JP Morgan Chase die auf umgerechnet rund 322 Mrd. EUR bzw. 378 Mrd. EUR Marktkapitalisierung kommen mittlerweile ein regelrechter Zwerg. Doch nun könnten für das Unternehmen wieder bessere Zeiten anstehen, denn der jahrelange Konzernumbau soll in diesem Jahr endlich abgeschlossen werden.

Neue Zielvorgabe: Kosten-Ertragsquote von 70 %

Ursprünglich wollte die Deutsche Bank ihre Kosten im Jahr 2022 auf 16,5 Mrd. EUR drücken. Von diesem starren Ziel ist Vorstandschef Christian Sewing mittlerweile jedoch abgerückt. Neues Ziel ist es die Kosten-Ertrags-Quote per Ende 2022 auf 70 % zu bringen. So lange also auch die Erträge steigen dürfen also auch die Kosten wieder zunehmen, so dass Investitionen getätigt und Mitarbeiter eingestellt werden können. Im Herbst 2021 gab es für die Fortschritte bei der Sanierung bereits Lob in Form von Rating-Aufstufungen durch die Ratingagenturen Fitch (von BBB auf BBB+), S&P (von BBB+ auf A-) und Moody`s von A3 auf A2. Dies erleichtert der Bank die Refinanzierung.

Zuletzt lieferte vor allem der Bereich Investmentbanking überraschend positive Ergebnisbeiträge. Im Jahr 2022 muss die Bank nun zeigen, dass auch das Kreditgeschäft einen ordentlichen Gewinnbeitrag leisten kann. Zwar werden für den Euro-Raum so schnell noch keine steigenden Leitzinsen erwartet, aber durch den Inflationsanstieg dürften die tatsächlichen Marktzinsen ordentlich zulegen und der Bank in die Karten spielen

Steigende Gewinne erwartet: Deutsche Bank Aktie günstig bewertet

Nachdem die Deutsche Bank im Jahr 2019 nochmal einen enormen Verlust in Höhe von 5,4 Mrd. EUR oder -2,71 EUR je Aktie verzeichnete, gab es im Jahr 2020 einen Gewinn von immerhin 0,5 Mrd. USD oder 0,23 EUR je Aktie. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 erwarten die Analysten bereits einen Gewinn in Höhe von 2,0 Mrd. EUR bzw. 0,91 EUR je Aktie. Noch besser sehen die Prognosen für das Geschäftsjahr 2022 aus. Für das laufende Jahr erwarten Marktexperten einen Gewinn in Höhe von 3,2 Mrd. EUR und ein Ergebnis von 1,42 EUR je Aktie. Im nächsten Jahr sollen dann schon 3,9 Mrd. EUR an Gewinnen in den Büchern stehen, pro Aktie wären das 1,62 EUR. Werden diese Ziele erreicht, so käme die Deutsche Bank Aktie bei einem aktuellen Kurs von 11 EUR in diesem Jahr auf ein KGV von 7,7 und im Jahr 2022 auf ein KGV von 6,8. Damit erscheint die Bewertung der Deutsche Bank Aktie im internationalen Vergleich äusserst günstig. Dank der positiven Geschäftsentwicklung ist für die Aktionäre dieses Jahr auch wieder eine Dividende drin.

Deutsche Bank Aktie für mutige Anleger interessant

Die besten Bank Aktien: Kursentwicklung der Deutsche Bank Aktie von Januar 2019 bis Januar 2022 | Online Broker LYNX

Bis zum Jahr 2020 war es dreizehn Jahre lang keine gute Idee in das Papier der Deutschen Bank zu investieren. Doch seit dem Corona-Tief Anfang 2020 klettert der Deutsche Bank Aktienkurs stetig nach oben und legte ordentlich an Wert zu. Im Jahr 2021 kam die Deutsche Bank Aktie unter den 40 DAX-Werten immerhin auf die achtbeste Performance. Diese positive Entwicklung könnte auch im Jahr 2022 anhalten, denn trotz der Kurssteigerungen ist die Bewertung der Deutsche Bank AG Aktie vor allem im europäischen Vergleich nach wie vor recht günstig. Die DB Aktie ist vor allem für mutige Anleger geeignet, die im Jahr 2022 auf eine Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung setzen möchten.

ING Group: Hohe Ausschüttungen erwartet

Die ING Group (ISIN: NL0011821202 – Symbol: INGA – Währung: EUR) ist eine weltweit aktive niederländische Finanzholding, zu der verschiedene Banken und Versicherungen gehören, darunter die niederländische Bank ING, die deutsche ING-DiBa oder der Hypothekenvermittler Interhyp. Der Konzern mit Sitz in Amsterdam ist zwar weltweit in mehr als 40 Ländern vertreten, der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt jedoch klar in Europa. Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 50 Mrd. EUR (Aktienkurs 12,70 EUR) ist der ING-Konzern an der Börse in etwa doppelt so wertvoll wie die Deutsche Bank und zählt zu den 30 grössten Banken der Welt.

Glänzende Geschäfte beim niederländischen Finanzkonzern

Die Geschäfte der ING Group laufen hervorragend. Der niederländische Finanzkonzern verzeichnete in den letzten Jahren meist relativ stabile Gewinne, die zwischen 4,6 Mrd. und 4,9 Mrd. EUR lagen. Einzig das Jahr 2020 bildete mit 2,4 Mrd. EUR Gewinn bzw. 0,62 EUR je Aktie eine coronabedingte Ausnahme. Für das Jahr 2021 gehen Analysten von einem Ergebnis in Höhe von 4,3 Mrd. EUR aus. Zuletzt ging der Zinsüberschuss der Bank zwischenzeitlich etwas zurück, weil viele Firmenkunden, die sich zu Beginn der Pandemie vorsorglich Finanzmittel zur Krisenbewältigung besorgt hatten, kurzfristige Kredite vorzeitig zurückzahlten. Trotzdem bescherten der Bank gestiegene Gebühren- und Provisionseinnahmen sowie eine geringere Risikovorsorge für faule Kredite steigende Gewinne. Für das laufende Jahr 2022 erwarten Marktexperten einen Gewinn in Höhe von 4,5 Mrd. EUR, was pro Aktie rund 1,27 EUR entspricht. Im kommenden Jahr 2023 soll dann ein Ergebnis in Höhe von 4,9 Mrd. EUR (1,48 EUR pro Aktie) erzielt werden.

Hoher Kapitalüberschuss zur Ausschüttung bereit: 6 % Dividendenrendite erwartet

Analysten gehen davon aus, dass die ING Group in den kommenden zwei bis drei Jahren 20 bis 25 Prozent der eigenen Marktkapitalisierung, das sind 10,6 bis 13,3 Mrd. EUR, in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückgeben kann und sich die Bank trotzdem eine sehr gute Bilanz erhält. Mit einer harten Kernkapitalquote von knapp 16 % steht die ING im internationalen Vergleich sehr stark da. Analysten der Berenberg Bank haben berechnet, dass die Niederländer über ein ausschüttungsfähiges Überschusskapital von mehr als 9 Mrd. EUR verfügen. Ein erster Aktienrückkauf im Volumen von 1,7 Mrd. EUR lief bereits im Oktober letzten Jahres an. Die Konsenserwartungen der Analysten prognostizieren für dieses Jahr eine hohe Dividendenrendite von mehr als 6 %. Dieser Wert wäre unter den europäischen Bankaktien spitze.

Basis Investment im europäischen Bankensektor

Die besten Bank Aktien: Kursentwicklung der ING Group Aktie von Januar 2019 bis Januar 2022 | Online Broker LYNX

Die Aktie der ING Group ist auf dem aktuellen Kursniveau von 12,60 EUR im Vergleich zu anderen Aktien nicht allzu teuer bewertet, das KGV für dieses Jahr liegt bei 10 und sinkt im kommenden Jahr 2023 auf 8,6. Der niederländische Allfinanzkonzern bewies schon in der Vergangenheit, dass übermässige Risiken gemieden werden. Beispielsweise wurden in der Finanzkrise zwar Verluste geschrieben und Staatshilfen in Anspruch genommen, aber in weit geringerem Umfang als bei anderen vergleichbar grossen Finanzhäusern. Aus unserer Sicht ist die ING-Aktie ein Basisinvestment im europäischen Bankensektor, eine solide Bank Aktie für jedes Portfolio.

Barclays: Drittgrösste britische Bank

Barclays (ISIN: GB0031348658 – Symbol: BARC – Währung: GBP) ist eine internationale Bank mit Sitz in London, Grossbritannien. Die Wurzeln des Bankhauses gehen zurück bis ins Jahr 1690, als die Goldschmiede John Freame und Thomas Gould in London dazu übergingen, Gold und Wertsachen ihrer Kunden in Verwahrung zu nehmen. Zu Reichtum kam das Bankhaus dann vor allem während der Kolonialzeit. Heute ist Barclays die drittgrösste Bank in Grossbritannien, wobei sich das Geschäft in zwei Sparten aufteilt. Barclays UK (BUK) beinhaltet das nationale Bankgeschäft in Grossbritannien, während Barclays International (BI) das internationale Geschäft, das Investmentbanking und das Kreditkartengeschäft umfasst. Die Barclays Aktien sind an der London Stock Exchange (LSE) und an der NYSE gelistet.

+244 % Gewinnsteigerung im 2021 erwartet

Das Ergebnis je Aktie ging im Corona-Jahr 2020 von 14 Pence auf 9 Pence zurück. Für das Jahr 2021 rechnen die Analysten jedoch mit einem enormen Ergebnisanstieg in Höhe von +244 % auf 31 Pence je Aktie. Für das laufende Jahr gehen die Experten allerdings wieder von einem Gewinnrückgang auf 23 Pence aus. Im kommenden Jahr 2023 wird im Konsens mit einem Ergebnis in Höhe von 28 Pence gerechnet. Damit liegt das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) für das Jahr 2022 bei 8,5 und für das Jahr 2023 bei 7,0. Das sind im Vergleich zu anderen Aktien sehr attraktive Bewertungen.

Dividende & Aktienrückkaufprogramme

Die britische Grossbank schüttet halbjährlich Dividenden aus. Zuletzt wurde für das erste Halbjahr 2021 eine Dividende von 2 Pence (ca. 2,3 Eurocent) an die Aktionäre bezahlt. Auch für das zweite Halbjahr wird mit einer Dividende in ähnlicher Höhe gerechnet, so dass die Aktie bei einem aktuellen Aktienkurs von 194 Pence auf eine Dividendenrendite von gut 2 % kommt. Barclays startete im dritten Quartal 2021 zudem ein weiteres Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 500 Mio. Pfund, nachdem ein bestehendes Rückkaufprogramm gerade abgeschlossen worden war. Für die Zukunft rechnen Analysten mit weiteren Aktienrückkaufen. Durch die Rücknahme von Aktien wird zum einen der Aktienkurs gestützt und zum anderen die Anzahl der ausstehenden Aktien verringert. Auf auf diese Weise lässt sich das Ergebnis je Aktie erhöhen.

Sehr moderat bewertete Bank-Aktie

Die besten Bank Aktien: Kursentwicklung der Barclays Aktie von Januar 2019 bis Januar 2022 | Online Broker LYNX

Trotz der starken Kursanstiege seit Anfang 2020 ist die Barclays Bank auf dem aktuellen Kursniveau mit einem geschätzten KGV von 8,5 sehr moderat bewertet. Sollte die Gewinnentwicklung – so wie zuletzt – erneut positiv überraschen, so könnte dies der Aktie Impulse nach oben bescheren. Die Aktie der Barclays-Bank ist relativ volatil und weist immer wieder höhere Schwankungen auf. Dies sollte mutige Anleger jedoch nicht davon abhalten, längerfristig in den britischen Bankwert zu investieren. Bewertungstechnisch besteht weiterhin Luft nach oben.

Fazit: Bankaktien wieder attraktiv

Nach vielen Jahren, in denen Bank-Aktien (zu Recht) ein Schattendasein geführt haben, feierten Finanztitel im Jahr 2021 ein eindrucksvolles Comeback. Die Chancen, dass die Aufwärtsentwicklung der Bank Aktien auch im Jahr 2022 weiter anhält, stehen hervorragend, denn die Inflationsentwicklung treibt die Zinsen und damit auch die Gewinne der Banken nach oben. Daran dürfte auch die Korrektur des Aktienmarktes zu Jahresbeginn nichts ändern. Im Gegenteil, die aktuellen Kursrücksetzer können bei Bank-Aktien für längerfristige Einstiege genutzt werden. Wir gehen davon aus, dass sich der begonnene Aufschwung der Finanzbranche weiter fortsetzt und Finanztitel auch im Jahr 2022 eine Outperformance zeigen.

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