Berkshire Hathaway A Aktie aktuell Warren Buffetts Zeit ist gekommen: Wohin mit 128 Mrd. USD?

News: Aktuelle Analyse der Berkshire Hathaway A Aktie

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Berkshire Hathaway B
ISIN: US0846707026
Ticker: BRK.B
Währung: USD

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Berkshire Hathaway Inc. A
Zur Berkshire Hathaway B Aktie

Value-Investing ist tot

Man sagt, dass sich Geschichte nicht wiederholt, aber reimt. An diesen Spruch musste ich in den letzten Tagen immer wieder denken, ebenso an Warren Buffett und Charlie Munger.
Wie oft wurde bereits das Ende Ihres Erfolgs und von Value-Investing verkündet? In den meisten Fällen von Journalisten und Kommentatoren, die nicht mal die geringste Ahnung davon haben, wie Value-Investing auch nur in den Grundzügen funktioniert.

Value ist jedenfalls nicht das blinde starren auf ein niedriges KUV und schon gar nicht auf das KBV.
Warren Buffett hat es wie immer treffend auf den Punkt gebracht: „Looking at the price is not investing.“

Geschichte wiederholt sich eben doch

Um die Jahrtausendwende wurde Berkshire verlacht, weil sie keine Internetaktien gekauft hatten.
Vor der Finanzkrise hatte man die beiden ebenfalls abgeschrieben und auch in den letzten Jahren wurde die Kritik immer lauter. Berkshire hätte den Anschluss verloren und verstehe die neue Welt nicht mehr.
Wie könne man nur auf 128 Mrd. Cash sitzen und nichts damit anfangen. Aktien seien doch alternativlos. Wie alternativlos, das haben wir in den letzten Wochen erlebt.

Die jüngsten Turbulenzen haben gezeigt, wie wertvoll Reserven sein können. Die Börsenweisheit „Cash is a position“ gilt auch noch heute.
Ich hatte es auf Guidants und in Webinaren immer wieder angesprochen und seit Monaten gewarnt. Sie können sich die alten Webinare gerne ansehen. In den ersten Minuten werden Sie immer denselben Tenor hören.
Corona konnte ich natürlich nicht vorhersehen, die Märkte waren aber „glücklicherweise“ überbewertet. Daher war meine Cashquote für meine Verhältnisse sehr hoch, ich hatte immer wieder dazu geraten, es ebenso zu halten.

Jetzt ist seine Zeit gekommen

Kommen wir zurück zu Berkshire. Die wirtschaftliche Realität ist ganz einfach: Berkshire ist flüssig, wenn andere Geld benötigen. Das war in der Finanzkrise der Fall und heute ist es wieder so.

Damals hat man zum Beispiel Goldman Sachs mit Geld versorgt und sich über Vorzugsaktien eine Dividende von 10% gesichert.
Ähnliche Deals hat man auch mit General Electric und in der jüngeren Vergangenheit mit Kraft Heinz abgeschlossen.

Man kann die Tage zählen, bis Vergleichbares passieren wird oder eine Übernahme getätigt wird. Berkshire hat eine prall gefüllte Kriegskasse mit 128 Mrd. USD an Barmitteln.
In Zeiten der Gigantomanie werden solche Zahlen schnell unterschätzt, daher möchte ich sie in Relation setzen.
Abgesehen von einem möglichen Übernahme-Aufschlag könnte Berkshire locker ein Dutzend Unternehmen aus dem S&P500 übernehmen. Tatsächlich gibt es in dem Index nur 37 Unternehmen, die mehr als die Kriegskasse von Berkshire Wert sind.
Selbst für Giganten wie McDonalds, Paypal oder Boeing würde das Geld reichen.

Hätte Warren Interesse daran, könnte man sich ebenso Volkswagen, BMW und Daimler gönnen. Wohlgemerkt nicht einen der Autobauer, alle drei.

Abgesehen von Cash hat Berkshire aber noch etwas, dass mindestens genauso wertvoll ist: Seinen Ruf. Steigt Buffett ein, ist die Bonität eines Unternehmens sofort wiederhergestellt.
Nur aus diesem Grund lassen sich Unternehmen wie Goldman überhaupt auf eine Verzinsung von 10% ein.

Als Alternative Buybacks

Findet man weiterhin keine Übernahmeziele, wird man auf Aktienrückkäufe setzen. Derzeit könnte man fast ein Drittel aller ausstehenden Papiere erwerben.

Tatsächlich hat Berkshire auch in den letzten Jahren auf dieses Mittel zurückgegriffen, zu einem Preis von durchschnittlich 205 USD.
Sie könnten jetzt also günstiger einsteigen, als der Grossmeister selbst.

In zwei Wochen werden die entsprechenden Filings veröffentlicht und es würde mich sehr wundern, wenn man keine Buybacks durchgeführt hat.

Ein paar kleine Rechnungen

Die Aktie von Berkshire wurde in dem schwachen Umfeld dennoch abverkauft. Dadurch ist das Verhältnis von Barmitteln zu Börsenwert deutlich gestiegen.

Die Gemengelage ist wirklich erstaunlich. Wie beschrieben kann Berkshire in diesem Umfeld attraktive Deals abschliessen. Gleichzeitig sind die enormen Reserven auch eine Versicherung gegen wirtschaftliche Probleme. Wie sollte man mit 128 Mrd. USD in der Hinterhand auch in Schieflage geraten?
Berkshire müsste eigentlich als sicherer Hafen angesehen und die Aktie gefragt sein.

Derzeit kommt das Unternehmen auf einen Börsenwert von 451 Mrd. USD. Nehmen wir an, dass die Aktienbeteiligungen so abgeschnitten haben, wie der S&P500, sind sie derzeit rund 190 Mrd. USD Wert. Hinzukommen, wie bereits mehrfach erwähnt, 128 Mrd. USD an Cash.

Für all die Tochterunternehmen bleibt also nur noch ein Rest von 133 Mrd. USD. Man könnte jetzt einfach den Kaufpreis von Geico, BNSF Railway, General Re, Precision Castparts usw. addieren und würde auf ein interessantes Ergebnis kommen:
Die meisten Töchter wurden über private Deals erworben, man kann nur schätzen, was Berkshire dafür auch noch bezahlt hat. Aber schon für die Unternehmen, deren Übernahmepreis bekannt ist, hat man mehr als 140 Mrd. USD ausgegeben! Und man darf wohl davon ausgehen, dass sie heute sehr viel mehr Wert sind.

Nehmen wir das extremste Beispiel. Für Geico hat man im Jahr 1996 rund 2,3 Mrd. USD hingeblättert. Heute wird der Wert des grössten US-Direktversicherers auf 50 Mrd. USD geschätzt.
Es ergibt sich also eine enorme Lücke zwischen dem Börsenwert von Berkshire und dem intrinsischen Wert.

Das zeigt auch eine andere Rechnung. Wie wir gesehen haben, bewertet der Markt die Töchter von Berkshire, also das operative Geschäft mit 133 Mrd. USD. In den letzten Jahren haben diese Betriebe einen operativen Cashflow von mehr als 20 Mrd. USD erzielt.
Dieses, vom erfolgreichsten Investor aller Zeiten, handverlesenes Konglomerat kommt derzeit also auf ein P/FCF von 6,7. Ich lasse das unkommentiert…

Chart

Berkshire ist auf die Unterstützungszone bei 160-166 USD zurückgekommen. Dieser Bereich ist für antizyklische Anleger interessant. Weitere Gelegenheiten könnten sich nahe 145-150 USD ergeben und im Extremfall um 120 USD.

Gelingt hingegen ein Ausbruch über 185 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit Kurszielen bei 196 und 214 USD.

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Chart vom 01.04.2020 Kurs: 178,89 Kürzel: BRK.b - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Berkshire Hathaway A Aktie

Berkshire Hathaway ist die Holding der Investorenlegenden Warren Buffett und Charlie Munger. Die beiden gelten als Verfechter und der Koryphäen der Value-Schule.

Die zahlreichen Tochtergesellschaften sind in einem breiten Spektrum von Sektoren tätig, das Hauptgeschäft entfällt aber auf Versicherungen. Darüber in hinaus ist man in den Bereichen Schienentransport, Stromversorgung, Energie, Finanzen, Einzelhandel, Baustoffe, Flugsicherheit, Möbel, Bekleidung, Schmuck, Medien und Dienstleistungen tätig.

 

Berkshire ist ein Sonderfall

Auf die meisten Anleger dürfte Berkshire Hathaway kompliziert wirken. Es handelt sich schliesslich um die grösste Holding-Gesellschaft der Welt.
Zum Konzern gehören dutzende Unternehmen. Hinzu kommen noch zahlreiche Aktienpakete, an Apple hält man beispielsweise Papiere mit einem Wert von rund 50 Mrd. USD.

Verliert die Apple -Aktie an Wert, trampeln die Medien umgehend auf Buffett herum. Der alte Mann könne es nicht mehr. Wenn Apple aber ein neues Allzeithoch markiert, interessiert es niemanden.

All diese Faktoren schrecken Anleger ab. Anders kann man sich die Bewertung eigentlich nicht erklären.

Ich habe in den letzten Monaten immer wieder darauf hingewiesen. Berkshire könnte ein echtes Schnäppchen sein:
Zu diesem Preis kauft Warren Buffett höchstpersönlich

Nicht täuschen lassen

Seit einiger Zeit müssen US-Unternehmen auch nicht realisierte Buchgewinne auf Investments in jedem Quartal als Gewinn ausweisen.
Gleiches gilt für Buchverluste.

Im Fall von Berkshire schwankt das gemeldete Ergebnis dadurch erheblich, schliesslich hat man Aktienpositionen mit einem Wert von mehr als 200 Mrd. USD.

Mit dem real erwirtschafteten Gewinn hat der gemeldete Gewinn also kaum noch etwas zu tun.
Es ist aber ein weiterer Punkt, der weniger versierte Anleger abschreckt. Es werden meist nur Überschriften gelesen und die lautet dann eben „Berkshire meldet Gewinneinbruch“.

Dabei ist es recht einfach, die Lage bei Berkshire aufzudröseln.
Der Börsenwert liegt derzeit bei 547 Mrd. USD. Darüber hinaus hat man Schulden in Höhe von 95,6 Mrd. USD.
Der Konzern hat aber auch Barmittel in Höhe von 124,4 Mrd. USD, weitere 19,2 Mrd. USD in Anleihen und 220 Mrd. USD in Aktien.

Zieht man diese leicht liquidierbaren Vermögenswerte vom Börsenwert ab, bleiben für all die Tochtergesellschaften „nur“ noch 270 Mrd. USD.
Dazu gehören zum Beispiel das Versicherungsgeschäft von Geico und General Re oder auch Dairy Queen, Clayton Homes, Lubrizol, Precision Castparts und viele mehr.

Diese Töchter haben im Vorjahr einen Umsatz von 247,8 Mrd. USD und ein operatives Ergebnis von 28,6 Mrd. USD erzielt. Der freie Cashflow lag bei 22,9 Mrd. USD.
Das realistische KGV liegt also bei 9,4. Der EV/FCF bei 11,8.

Das ist grundsätzlich eine niedrige Bewertung. Für eine durch Buffett und Munger handverlesene Auswahl an Unternehmen erscheint es umso attraktiver.

Chart

Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt. In den letzten Tagen wurden mehrere Kaufsignale generiert. Das nächste Kursziel liegt bei 223,50 USD.

Darüber wäre Platz bis 230 USD. Anschliessend dürfte es zu einer Korrektur kommen. Antizyklische Kaufgelegenheiten könnten sich dann bei 217 sowie 213 USD ergeben. Ein besonders gutes CRV ergibt sich nahe 200 USD, dort hatte ich die Aktie zuletzt empfohlen.

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Chart vom 07.11.2019 Kurs: 222 Kürzel: brk.b - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 07.11.2019 Kurs: 222 Kürzel: brk.b - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Berkshire Hathaway ist die Holding der Investorenlegenden Warren Buffett und Charlie Munger. Die beiden gelten als Verfechter und der Koryphäen der Value-Schule.

Die zahlreichen Tochtergesellschaften sind in einem breiten Spektrum von Sektoren tätig, das Hauptgeschäft entfällt aber auf Versicherungen. Darüber in hinaus ist man in den Bereichen Schienentransport, Stromversorgung, Energie, Finanzen, Einzelhandel, Baustoffe, Flugsicherheit, Möbel, Bekleidung, Schmuck, Medien und Dienstleistungen tätig.

Welche Bewertung wäre fair?

Eine Analyse von Berkshire Hathaway ist daher äusserst kompliziert, denn eigentlich müsste man dutzende Unternehmen analysieren.

Man kann sich wohl aber auch darauf verlassen, dass der erfolgreichste Investor aller Zeiten mehrheitlich herausragende Unternehmen zu einem attraktiven Preis gekauft hat.

Konzentrieren wir uns also auf das grosse Bild:
Insgesamt konnte der Umsatz in den letzten zehn Jahren von 112,49 auf 225,38 Mrd. USD gesteigert werden. Der Gewinn legte im selben Zeitraum von 3,25 auf 10,05 USD je Aktie zu.

Das entspricht einem durchschnittlichen Gewinnwachstum von über 13%.
Ein Unternehmen mit dieser Entwicklung hat eine faire P/E von mindestens 13 und auch Werte nahe 20 wären absolut vertretbar.

Was ist Berkshire Wert?

In dieser Reihenfolge führe ich übrigens alle Analysen durch. Ich schaue mir zuerst die Zahlen an und denke darüber nach, was eine faire Bewertung wäre.

Meistens ergibt sich dann eine gewisse Spanne, zum Beispiel eine P/E oder EV/FCF von 10-15.
Es ist keine exakte Wissenschaft, muss es auch nicht sein, denn schliesslich ist der Wert eines Unternehmens vor allem von einer unsicheren Zukunft abhängig.

Im Fall von Berkshire Hathaway sind wir also auf eine P/E von 13-18 gekommen und selbstverständlich wollen wir bestenfalls am unteren Ende dieser Spanne einsteigen – oder natürlich noch günstiger.

Berkshire kommt derzeit auf einen Börsenwert von 485 Mrd. USD. Gleichzeitig besitzt das Unternehmen Aktienbeteiligungen mit einem Wert von weiteren 200 Mrd. USD und atemberaubende 122 Mrd. USD an Barreserven.

Das Geschäft, welches diese Unsummen abwirft, wird derzeit also nur mit 163 Mrd. USD bewertet.

Selbst wenn man den Wert der Aktien noch mit einem Abschlag von 20% versieht, kommt Berkshire auf eine P/E von 8 und ein EV/FCF von 9.

Das lässt darauf schliessen, dass die Aktie deutlich unterbewertet ist. Das wäre bei dem Zahlenwerk (Wachstum im Vergleich zum Preis) ohnehin der Fall, doch hier handelt es sich um handverlesene Unternehmen – handverlesen durch den erfolgreichsten Investor aller Zeiten.

Dass Berkshire über 100 Mrd. USD anhäufen konnte, zeigt die enorme Profitabilität des Konzerns mehr als eindrucksvoll.

Zu diesem Schluss scheine nicht zur ich zu kommen, sondern auch Warren Buffett selbst. Zuletzt wurden für einen Durchschnittspreis von 205 USD eigene Aktien zurückgekauft.
Aktuell notiert Berkshire Hathaway darunter.

Chart

Berkshire glänzte zuletzt nicht gerade mit Momentum. Dass das auch ganz anders aussehen kann, zeigen die beiden Jahre zuvor. Ohne grössere Korrektur stieg die Aktie von 125 auf 215 USD.

Darüber hinaus ist die Aktie jetzt wieder in die langfristige Kaufzone zwischen 180 und 200 USD eingetaucht.

Für langfristig orientierte Investoren ist es eine Gelegenheit.

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Chart vom 06.08.2019 Kurs: 198 Kürzel: BRK.b - Wochenkerzen | LYNX Online Broker