Diese Aktien sollten Sie nach dem Börsen-Crash auf Ihrer Watchliste haben

Diese Aktien bieten nach dem Kurseinbruch an den Börsen eine erstklassige Einstiegsgelegenheit

Viele Privatanleger haben die große Börsenparty der letzten 10 Jahre verpasst. Während in den Nachrichten eine Krise die nächste jagte, stiegen die Aktienkurse scheinbar unbeirrt auf neue Höchststände. Der DAX zum Beispiel kletterte vom Tief der Finanzkrise im März 2009 von 3.600 Punkten innerhalb von gut zehn Jahren auf über 13.800 Punkte im Februar 2020, ein Plus von mehr als 280%. Was dann folgte wird als der Corona-Crash in die Geschichte eingehen. Durch den Crash gibt es für diejenigen, die die gewaltige Kursrallye der letzten Jahre verschlafen haben bei ausgewählten Aktien lukrative Einstiegsmöglichkeiten.

Panikverkäufe und Gewinnmitnahmen lösen Stopp-Loss Limits aus

Viele Profianleger und Fondsmanager saßen nach den immensen Börsenanstiegen seit 2009 auf enormen Buchgewinnen. Und je höher die Kurse stiegen, desto lukrativer wird es für diese institutionellen Anleger, einen Teil ihrer Gewinnpositionen zu versilbern. Die Corona-Krise lieferte schließlich den Anlass dazu. Aus Angst um ihre Gewinne und natürlich auch vor Verlusten begannen Investoren im Februar 2020 Aktien abzustoßen. Im Verlauf des Abverkaufs wurden auch immer mehr Stopp-Loss-Limits ausgelöst, so dass die Abwärtsbewegung in eine regelrechte Panik mündete.

Gefahr droht immer, wenn Anleger zu unbesorgt agieren

Eine Korrektur oder sogar ein Bärenmarkt wäre wohl ohnehin fällig gewesen, denn die Anleger agierten Anfang 2020 viel zu leichtfertig. Das Anlegervolk agierte daher immer unbesorgter und sicherte sich kaum noch gegen fallende Kurse ab. Das niedrige Put-Call-Ratio beispielsweise zeigte vor dem Absturz deutlich an, dass die Investoren mehr auf steigende Kurse als auf fallende Notierungen setzten. Und auch die Investitionsquote der Fonds war bereits „auf Anschlag“. In einer solchen Situation ist die Börse besonders anfällig für Kursschwankungen, denn ohne Absicherungen genügt bereits ein moderater Verkaufsdruck, um eine Kettenreaktion auszulösen. Der Corona-Schock und die plötzliche Angst vor einer Konjunktur-Vollbremsung mit anschließender weltweiter Rezession ließ Investoren weltweit schlagartig in den Panikmodus verfallen. Der DAX verlor bis zu 5.600 Punkte oder knapp 41% innerhalb eines einzigen Monats. Vom Tief aus gerechnet ist ein Anstieg um +68% notwendig, nur um die alten Höchststände wieder zu erreichen.

Warnsignale: Bereits zu Beginn des Kurseinbruchs verkauften Großanleger Unmengen von Aktien

Zu Beginn des Abverkaufs gab es durchaus Warnsignale. An den Minustagen Mitte Februar gab es ein auffällig hohes und stetig steigendes Handelsvolumen. Immer dann, wenn sich solche Tage nach einem längeren Kursanstieg in einem kurzen Zeitraum häufen, deutet dies in der Regel auf Folgendes hin: Die großen Adressen wie Fonds und Investmentgesellschaften bauen in großem Stil Positionen ab. Jedes Mal, wenn sich die Kurse ins Minus bewegen, verkaufen die Großanleger große Mengen Aktien. Denn so lange die Kurse steigen, möchten die Profis die Kursbewegung möglichst ausreizen. Erst dann, wenn die Kurse tatsächlich deutlich zu bröckeln beginnen, wird verkauft.

Exkurs: Was ist ein Börsen-Crash?

Als Börsencrash (oft auch Börsenkrach) bezeichnet man einen extremen Kurseinbruch an der Börse, welcher durch panikartige Massenverkäufe ausgelöst wird und einige Tage bis hin zu Wochen dauern kann. Zu einem Crash kommt es oftmals am Ende einer Spekulationsblase, z.B. nach der Tulpenmanie 1637 oder der Immobilienblase 2007.

Interview mit Stefan Scharffetter  

Vielen Anlegern ist angesichts der derzeitigen Bewegung an den Märkten nicht mehr ganz wohl. Nach mehreren Jahren Hausse drehen sich jetzt die Kurse und der DAX testete sogar sein Zweijahrestief. Doch wie kann man sein Depot gegen fallende Kurse absichern?

Nachrichten machen auch Kurse

Ein oft zutreffendes Börsensprichwort lautet „Die Kurse machen die Nachrichten“, denn fast immer wird im Nachhinein eine Begründung für Kursentwicklungen konstruiert. Diesmal scheint es tatsächlich umgekehrt gewesen zu sein. Zwar war – wie eingangs geschrieben – eine Korrektur bzw. ein Bärenmarkt überfällig, aber der Auslöser für den Ausverkauf waren eindeutig die schockierenden Neuigkeiten zur rasanten Verbreitung des Corona-Virus. In diesem Fall haben also tatsächlich Nachrichten die Kurse gemacht und nicht umgekehrt. Unterm Strich sackte der DAX um knapp 5.600 Punkte auf bis zu 8.230 Zähler ab. Eine weltweite Rezession lässt sich wohl nicht mehr abwenden und viele Firmen kämpfen jetzt schon ums Überleben.

Der beste Zeitpunkt für einen Einstieg in den Aktienmarkt nach dem Crash

Selbst wenn es zunächst den Anschein hat, die Börse würde sofort wieder nach oben drücken, gibt es für Sie nach einem Börseneinbruch keinen Grund überhastet Aktien zu kaufen. Im Gegenteil, denn oft werden die Tiefststände einige Zeit nach dem ersten Kurseinbruch nochmals getestet bzw. leicht unterschritten. Mit Ausnahme von wenigen V-förmigen Crash-Verläufen nimmt eine Bodenbildung in den allermeisten Fällen zumindest einige Wochen in Anspruch.

Oft zahlt es sich aus, mit einer überschaubaren Aktienposition erst einzusteigen, wenn sich die Börse zuvor mindestens zwei Wochen stabilisiert hat. Sinnvolle Stopp-Loss-Limits helfen dabei das Risiko zu begrenzen. Denn wie Sie sicher wissen, ist Kapitalerhalt die Basis für das Überleben an der Börse und damit auch für Ihre zukünftigen Gewinne.

Sobald Sie dann mit dem „kleinen Zeh“ ins Wasser gestiegen sind, können Sie abwarten, wie sich Ihre Aktien und der Markt verhalten. Um Ihre Positionen mit möglichst geringem Risiko aufzustocken, möchten Sie idealerweise sehen, dass die Börse steigt und sich auch Ihre Werte bereits in der Pluszone festgesetzt haben.

Drei US-Aktien die Sie sich bei einer Korrektur ins Depot legen sollten

Die Frage, wie weit der Bärenmarkt in den Indizes noch reichen wird, kann Ihnen ganz sicher niemand seriös beantworten. Er kann bereits vorbei sein oder aber auch erst in 3-6 Monaten. Für Sie als Anleger werden sich jedoch vor allem zwei Dinge auszahlen: Erstens Investitionskapital bereit zu haben und zweitens zu wissen in welche Aktien Sie investieren werden. Wir stellen Ihnen daher im Folgenden drei in den USA notierte Aktien vor, die Sie aufgrund hervorragender Zukunftsaussichten bei einer Korrektur unbedingt auf dem Zettel haben sollten:

Paypal: Einzigartiger Wettbewerbsvorteil

PayPal (ISIN: US70450Y1038 – Symbol: PYPL – Währung: USD) betreibt ein Bezahlsystem, das zur Abwicklung von Ein- und Verkäufen im Online-Handel genutzt wird. Das ehemalige eBay-Tochterunternehmen hat als unangefochtener Marktführer im Bereich Online-Bezahlung mittlerweile über 305 Mio. aktive Mitgliedskonten in ca. 200 Ländern. Wenn Sie öfter mal im Internet einkaufen, so wird Ihnen PayPal sicher bereits das ein oder andere Mal begegnet sein. Ähnlich wie Kreditkartenunternehmen verdient PayPal an jeder einzelnen Transaktion einen kleinen Prozentbetrag. Und da kommt so einiges zusammen, denn allein im letzten Jahr 2019 wurden rund 12,4 Mrd. Bezahlvorgänge mit einem Transaktionsvolumen von insgesamt 712 Mrd. USD abgewickelt.

Die höchste Kaufabschlussquote aller Zahlungsoptionen

PayPal hat gegenüber den zahlreichen anderen Bezahlmöglichkeiten im Internet einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Die Zahl der Kunden, die beim Kaufprozess während der Zahlung abspringen, ist weitaus geringer als bei der Konkurrenz. Diese sogenannte „Conversion Rate“, also die Abschlussquote von Bestellvorgängen, liegt bei sehr hohen 87,5%. Bei der Kreditkartenzahlung hingegen wird online ungefähr jede zweite Bezahlung noch während der Dateneingabe abgebrochen.

Bequeme Bezahlung mit einem Klick

Der Grund des Erfolges liegt bei PayPal wohl vor allem in der einfachen Handhabung für die Kunden. Diese müssen beispielsweise mit dem sogenannten „One Touch“ Verfahren Passwort und Username gar nicht mehr neu eingeben, wenn diese Daten bereits mit dem Kundenkonto des Onlineshops verknüpft wurden. Von der hohen Erfolgsquote profitieren natürlich auch die Händler, die mit der Zahlungsoption Paypal einen etwas höheren Umsatz erzielen. Allein aus diesem Grund wird das Unternehmen den Kreditkartenunternehmen weiter Marktanteile abjagen und langfristig möglicherweise sogar den Rang ablaufen. Denn wer braucht in den kommenden Jahren noch Plastikkärtchen, wenn es z.B. mit dem Smartphone oder über das Internet einfacher und sogar sicherer geht?

Ebay-Trennung bringt auch Vorteile

Anfang 2018 verkündete die Auktions- und Shoppingplattform Ebay, die Beziehung mit der früheren Bezahltochter Paypal schrittweise zu beenden und künftig stärker mit dem niederländischen Anbieter Ayden zusammenzuarbeiten. Die Börse reagierte zunächst enttäuscht, denn immerhin stammen rund 13% der Umsätze von PayPal von Ebay. Allerdings hat der Rauswurf für PayPal durchaus auch positive Seiten. Der Zahlungsanbieter ist dadurch endgültig nicht länger an die alte Konzernmutter „gekettet“ und kann neue Allianzen schließen, z.B. mit Amazon. Durch das jährliche Wachstum von 15% bis 20% sollte die Umsatzdelle also schnell ausgebügelt sein. Darüber hinaus überragt PayPal Ebay mittlerweile bei Weitem. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 109 Mrd. USD ist PayPal bereits mehr als viermal so viel wert wie Ebay mit 26 Mrd. USD Börsenwert.

Strategische Partnerschaften sichern zukünftiges Wachstum

Paypal profitiert in erster Linie vom ungebrochenen Trend zum Online-Shopping und verzeichnete in den vergangenen drei Jahren stetiges Wachstum: Die Umsätze stiegen im Durchschnitt Jahr für Jahr um +18%, die Gewinne überproportional um +29%. Für das vergangene Geschäftsjahr 2019 wurde ein Gewinnplus von +28% auf 3,10 USD je Aktie gemeldet. Strategische Partnerschaften mit Google (Alphabet), der Großbank Wells Fargo, sowie den beiden Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa werden dazu beitragen, dass PayPal seine Marktanteile trotz des intensiven Wettbewerbs auch in den kommenden Jahren weiter ausbauen kann. Für 2020 wird von Analysten ein Gewinnwachstum von 11% erwartet.

Rücksetzer als Kaufgelegenheit nutzen

Von den im Februar erzielten Höchstständen bei etwas über 124 USD ist die Paypal-Aktie aufgrund der Corona-Krise wieder deutlich zurückgekommen.  Bei einem Aktienkurs von 97 USD beträgt die Marktkapitalisierung von Paypal rund 109 Mrd. USD. Im Vergleich dazu kommt Visa derzeit auf 304 Mrd. USD Börsenwert, während Mastercard mit immerhin rund 238 Mrd. bewertet wird. Um in diese Regionen vorzustoßen hätte Paypal also durchaus noch Aufholpotenzial. Bei 96 USD ist die Aktie für einen Wachstumswert moderat bewertet. Bei erwarteten 3,44 USD Gewinn je Aktie, liegt das 2020er KGV bei 28, für 2020 bei 23 (erwarteter Gewinn 2020: 4,17 USD je Anteilsschein). Die Aktie ist vor allem für langfristig orientierte Anleger, die auf fortgesetztes Wachstum setzen, interessant. Nutzen Sie für den Einstieg die aktuellen Kurse zwischen 90 USD und 100 USD.

Facebook: Drei Umsatzjoker für die Zukunft

Die Aktie des sozialen Netzwerks Facebook (ISIN: US30303M1027 – Symbol: FB – Währung: USD) hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Aufwärtstrend erlebt, bevor zunächst einige Datenskandale und dann die Corona-Panik Druck auf die Aktie ausübten. Von etwa 18 USD im Tief stieg die Aktie bis Mitte 2017 in der Spitze auf über 218 USD – ein Plus von mehr als +1.000%. Viele Anleger hatten die Facebook-Aktie lange Zeit massiv unterschätzt. Doch dem CEO und Gründer Mark Zuckerberg gelang ein beeindruckendes Kunststück: Aus einem Zeitvertreib für gelangweilte Studenten einen der mächtigsten Internetkonzerne der Welt zu formen. Im Januar 2020 wurde das bisherige Hoch dann mit Kursen von 224 USD kurzzeitig sogar nochmal überboten, bevor der plötzliche Bärenmarkt die Aktie bis auf 140 USD abstürzen ließ.

Zuckerbergs Ziel: 5 Milliarden Nutzer bis zum Jahr 2030

Rund fünf Jahre nachdem Facebook eine Milliarde Nutzer erreichte, überschritt die Zahl der monatlich aktiven Nutzer im Jahr 2017 die magische 2 Mrd.-Grenze und liegt aktuell bei etwa 2,4 Mrd.. Da es Facebook gelingt stetig mehr Einnahmen pro Nutzer zu generieren, steigen die Umsätze bislang deutlich stärker als die Userzahlen. Und wenn es nach Mark Zuckerberg geht, so wird die 2-Mrd.User-Schallmauer auch nicht der letzte Meilenstein von Facebook sein. Erklärtes Ziel von Zuckerberg sind nicht weniger als 5 Mrd. monatlich aktive Nutzer bis zum Jahr 2030.

Facebook lieferte in den vergangenen Jahren beeindruckende Geschäftszahlen. In den letzten drei Jahren stieg der Umsatz im Durchschnitt um starke +37%, während die Gewinne im Mittel um +20% zulegten. Für das Jahr 2019 wurden Umsätze in Höhe von 70,7 Mrd. USD und Gewinne von 6,43 USD je Aktie gemeldet, ein Rückgang von rund -15%. Der Grund: Facebook musste 2019 Strafzahlungen als Belastung aus den Datenschutz-Ermittlungen der US-Behörde FTC verbuchen. Facebook hatte sich bereiterklärt, 5 Mrd. USD zu zahlen, damit die FTC ihre Ermittlungen einstellt. Außerdem stellte der Konzern zudem mehr als 1,1 Mrd. USD für erwartete höhere Steuerzahlungen als Folge eines anderen Rechtsstreits zurück.  Für 2020 rechnen Analysten wieder mit einem starken Gewinnanstieg um +44% auf 9,26 USD je Aktie, für 2021 wird ein Wachstum auf 10,20 USD Gewinn pro Aktie erwartet wird.

Bald sollen drei weitere Einnahmequellen sprudeln

Die Zeichen stehen auch in den kommenden Jahren auf Wachstum, denn das Unternehmen kann sich schrittweise weitere sehr lukrative Einnahmenquellen erschließen: Neben der Facebook-Seite gehören weitere boomende Produkte zum Zuckerberg-Imperium. Das sind die beiden Kurzmitteilungsdienste WhatsApp und Messenger mit 1,6 bzw. 1,3 Mrd. monatlich aktiven Nutzern, sowie Instagram, ein Online-Dienst zum Teilen von Bildern und Videos mit mehr als 1 Mrd. monatlich aktiven Nutzern. In den kommenden Jahren sollen diese Produkte „monetarisiert“ werden (d.h. z.B. durch zielgerichtete Werbeeinblendungen zu vermarkten).

WhatsApp, Messenger und Instagram versprechen zukünftige Profite

Während andere soziale Netzwerke wie Twitter oder Snap offenbar zusehends Probleme haben genügend neue User anzuziehen, wächst die Nutzerbasis der drei Facebook-Dienste WhatsApp, Messenger und Instagram weiterhin in beeindruckendem Tempo. Alle drei gehören schon jetzt zu den größten sozialen Netzwerken der Welt. Das gewaltige Ertragspotenzial das hier noch schlummert lässt sich schwer abschätzen. Eines kann jedoch prognostiziert werden: Die aus der Facebook-Vermarktung gewonnenen Erfahrungswerte werden dazu beitragen, dass der Konzern durch eine geschickte Vermarktungsstrategie auch bei diesen Produkten bald gutes Geld für seine Aktionäre verdienen wird.

Pläne zur Krypto-Währung Libra noch sehr vage

Zuletzt machte Facebook mit Plänen einer eigenen Kryptowährung von sich Reden. Der „Libra“ soll laut Zuckerberg „Milliarden von Menschen das Leben leichter machen“. Der Facebook-Chef will bereits kommendes Jahr damit starten. Das Digitalgeld soll dabei ähnlich wie der Bitcoin auf der sogenannten Blockchain-Technologie basieren. Im Gegensatz dazu soll der Libra aber keinen Kursschwankungen unterliegen, sondern an einen Währungskorb gebunden sein. Überweisungen zum Beispiel sollen dann kostenlos und blitzschnell über das Internet abgewickelt werden. Doch Regulierungsbehörden und Politiker sehen viele Fragen noch kritisch oder ungeklärt und kündigten umfangreiche Prüfmaßnahmen an. Auch einige Partnerfirmen verabschiedeten sich aufgrund der allgemeinen Skepsis von dem Projekt, an dem Zuckerberg jedoch weiter festhält. Dennoch steht derzeit noch in den Sternen, ob der Libra tatsächlich das Licht der Welt erblickt und falls ja wie gut Facebook damit dann eines Tages wirklich Geld verdienen kann.

Kursrücksetzer konsequent zum Einstieg nutzen

Der aktuelle Aktienkurs von Facebook beträgt ca. 148 USD. Bei einem erwarteten 2020er Gewinn von 9,26 USD je Aktie errechnet sich ein KGV von 16. Im kommenden Jahr 2020 relativiert sich das KGV dann auf ca. 14,5. Die Bewertung ist also dank des Börseneinbruchs relativ moderat, die Marktkapitalisierung beträgt derzeit rund 418 Mrd. USD. In Anbetracht des anhaltend starken Wachstums und der zusätzlichen Umsatzpotenziale, erscheint die Bewertung eher günstig. Im Vergleich dazu liegen die Bewertungen von anderen führenden Internetaktien wie Alphabet (Google), Netflix oder Amazon weitaus höher. Deshalb sollten Anleger zuschlagen und die aktuellen Kurse von unter 150 USD zum Einstieg nutzen.

Waste Management: Rendite mit Müll

Der dritte vorgestellte Wert gilt als antizyklisches oder defensives Investment, also eine Aktie, die von einer möglichen Rezession nicht so stark betroffen wäre, wie Technologiewerte. Konkret geht es bei Waste Management (ISIN: US94106L1098 – Symbol: WM – Währung: USD) um Abfallbeseitigung und Recycling. Erst kürzlich prognostizierte die Weltbank, dass die weltweite Müllmenge bis 2050 um bis zu +70% auf unglaubliche 3,4 Mrd. Tonnen im Jahr steigen soll. Der Ellen MacArthur Foundation zufolge landen jährlich rund 8 Mio. Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Probleme bereitet aber natürlich nicht nur der Plastikmüll, sondern auch viele andere nicht oder nur schwer abbaubare Materialien. Um die Müllmenge einzudämmen muss neben einer Optimierung von Verpackungen vor allem die Recyclingquote erhöht werden.

Waste Management ist einer der Profiteure dieser Entwicklungen. Das im Jahr 1968 gegründete Abfallwirtschafts-Unternehmen ist an der New York Stock Exchange notiert und im Aktienindex S&P 500 enthalten. Kerngeschäft ist das Sammeln, Beseitigen und Recyceln von Müllsorten unterschiedlichster Art. Kunden sind sowohl Privathaushalte, Städte und Kommunen aber auch Industriekunden. Auch die Gewinnung erneuerbarer Energien aus Deponie-Gasen gewinnt für das innovative Unternehmen zunehmend an Bedeutung

Hohe Markteintrittsbarrieren sichern hohe Gewinnmargen

Allein der US-Hausmüllmarkt weist ein Volumen von rund 60 Mrd. USD auf. Ein ordentlicher Anteil davon entfällt auf Waste Management, denn das Unternehmen ist mit 16 Mrd. USD erwartetem Jahresumsatz der mit Abstand größte Entsorger der USA. Der wichtigste Wettbewerber Republic Services ist nur etwa halb so groß. Für potenzielle neue Wettbewerber gibt es hohe Markteintrittsbarrieren, denn zum einen ist das Geschäft äußerst kapitalintensiv, denn Entsorgungsanlagen und -fahrzeuge, Müllsammelstellen und Deponien kosten sehr viel Geld. Zum anderen bestehen erhebliche gesetzliche Auflagen für die Eröffnung und den Betrieb von Mülldeponien, Verbrennungsanlagen etc.. Entsprechend hoch sind die Gewinnmargen für Waste Management. Zuletzt profitierten die US-Entsorger davon, dass China keinen amerikanischen Plastikmüll mehr ins Land lässt..

Solides Wachstum von Umsatz und Gewinn

Waste Management konnte den Umsatz in den vergangenen drei Jahren im Schnitt immerhin um +4% steigern. Gleichzeitig kletterten die Gewinne überdurchschnittlich um +18% p.a. Nach einer Ergebnissteigerung um +31% von 3,20 USD je Aktie im Jahr 2017 auf 4,20 USD je Aktie im Jahr 2018 wurde 2019 ein kleiner Gewinnrückgang auf 3,91 USD je Aktie verzeichnet. Für das laufende Jahr 2020 wird von Analysten jedoch wieder ein deutlich höheres Ergebnis von 4,57 USD je Anteilsschein erwartet 2021soll der Gewinn dann 5,00 USD betragen.

Milliardenschweres Aktien-Rückkaufprogramm und Dividendenerhöhung

Seit 16 Jahren in Folge steigt die Dividende kontinuierlich, so dass Waste Management auch in Zukunft zu den stärksten Dividendenzahlern gehören wird. Zuletzt wurde vom Vorstand eine Quartalsdividende von 0,545 USD je Aktie vorgeschlagen, was aufs Jahr hochgerechnet rund 2,18 USD oder (bei einem aktuellen Aktienkurs von 107 USD) einer Dividendenrendite von immerhin 2,0% entspricht. Außerdem kauft das Unternehmen regelmäßig eigene Aktien mit milliardenschweren Rückkaufprogrammen.

Stabiles Geschäftsmodell und hervorragende Zukunftsaussichten

Waste Management hat alle Eigenschaften, die eine antizyklische Aktie aufweisen sollte. Die Aktie befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend. Vom Crash am Aktienmarkt war der Wert im Vergleich zu anderen Aktien weit weniger stark betroffen. Waste Management ist mit einem äußerst stabilen Geschäftsmodell in einem Wirtschaftsbereich tätig, der immer benötigt wird – auch in Krisenzeiten. Wohl auch deshalb hat unter anderem Bill Gates in Anteile des an der Börse aktuell mit 45 Mrd. USD bewerteten Unternehmens investiert. Gates hält zusammen mit seiner Frau mehr als 7% der Anteile. Die Aktie eignet sich in erster Linie für konservative, langfristig orientierte Anleger oder zur Diversifikation in turbulenten Börsenzeiten.

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