Die besten Kobalt Aktien 2019

Die besten Aktien, mit denen Sie 2019 von der Preisexplosion bei Kobalt profitieren

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe warnte Mitte 2018 vor einer Knappheit des begehrten Batterie-Rohstoffs Kobalt: Verzögerungen beim Ausbau von Bergwerken und der Weiterverarbeitung können laut Bundesanstalt zu erheblichen Problemen in der Versorgung führen. Die Preise für den Rohstoff waren im Jahr 2017 mit einem Jahresplus von +129% regelrecht durch die Decke gegangen. Von den Tiefstständen im Jahr 2016 gerechnet vervierfachte sich der Kobaltpreis bis Anfang 2018 damit sogar auf bis zu 95.000 USD je Tonne.

Danach setzte jedoch eine heftige Korrektur ein, so dass der Preis aktuell im Bereich von 29.000 USD je Tonne liegt. Grund dafür war ein zwischenzeitliches Überangebot, das aber mittelfristig wieder abgebaut werden dürfte. Möglicherweise bietet sich für Sie als Anleger damit eine interessante langfristige Einstiegsgelegenheit. Wir sind für Sie der Frage nachgegangen, was den Kobaltmarkt bewegt und mit welchen Aktien Sie als Investor von der zukünftig erwarteten Knappheit des Rohstoffs profitieren können.

Der Kampf um Kobalt hat begonnen

Kobalt galt lange Zeit als recht obskures Metall, das als Kobaltblau zum Färben von Glas und Keramik verwendet wurde. Später fand man heraus, dass man damit hitzebeständigen Hochleistungsstahl und Superlegierungen z.B. für Wind- und Gasturbinen und Flugzeugtriebwerke herstellen kann. Heute steht Kobalt jedoch aus einem anderen Grund im Fokus, denn es gehört neben Lithium (siehe dazu unseren Artikel: Die besten Lithium Aktien 2019) und Coltan zu den Metallen, die essenziell für Elektroauto-Batterien und Smartphone-Akkus sind. Kobalt ist nämlich ein wichtiger Bestandteil in Lithium-Ionen-Akkus. Dabei ermöglicht es das rasche Aufladen der Batterien bei gleichzeitig hoher Energiedichte. Auch wenn intensiv an technologischen Alternativen geforscht wird, erscheint das seltene Metall für die Revolution auf der Straße (siehe dazu unseren Artikel: Megatrend E-Mobility: Die besten Elektromobilitäts-Aktien 2019), bei der digitalen Kommunikation und in den Energiespeichern von Morgen unersetzbar. Deshalb stehen die Chancen hervorragend, dass die Rallye der Kobalt-Aktien an der Börse eine Fortsetzung findet.

Fakten zum Rohstoff Kobalt

Kobalt ist ein silberblaues, relativ schweres Metall, das leitfähig und extrem hitzebeständig ist. Außerdem behält es seine magnetische Eigenschaft bis zu einer Temperatur von 1.150 Grad Celsius und damit länger als jedes andere bekannte Metall. Aufgrund dieser Eigenschaften ist Kobalt heutzutage vielseitig einsetzbar. Im Mittelalter gab es häufig Verwechslungen mit Silber- und Kupfererzen. Da es sich damals jedoch noch nicht verarbeiten ließ und zudem beim Erhitzen schlechte Gerüche abgab, wurde es als wertloses, „von Kobolden verhextes“ Metall angesehen.

Die weltweit bekannten Kobalt-Vorkommen betragen rund 25 Mio. Tonnen. Dabei wird Kobalt im modernen Bergbau überwiegend aus Kupfer- und Nickelerzen gewonnen. Fast zwei Drittel des weltweit geförderten Kobalts kommt aus der Demokratischen Republik Kongo wo sich sechs der zehn größten Kobaltminen befinden. Daneben gibt es noch nennenswerte Vorkommen in Australien, auf Kuba, den Philippinen, in Sambia, Kanada, Madagaskar, Russland und anderen Ländern wie Marokko oder den USA.

Konfliktmineralien aus der Demokratischen Republik Kongo

Der Kongo als Hauptförderland gilt als politisch instabil und unruhig, auch der Begriff der „Konfliktmineralien“ wurde dort geprägt. Bis zu 20% des Kobalts stammen aus unkontrollierten, teilweise improvisierten, ungesicherten Minen bzw. dem Kleinbergbau. Unfälle, Kinderarbeit und Gesundheitsgefährdung sind laut Amnesty International an die Tagesordnung. Auch ökologisch richten diese Minen große Schäden an, da säurehaltige Abwässer entstehen und in die Umwelt gelangen. Die Instabilität des afrikanischen Landes, in dessen Osten sich bewaffnete Rebellengruppen und Milizen bekämpfen, sowie Berichte über Kinderarbeit haben einige Bergbauunternehmen bereits veranlasst das Land zu verlassen und stattdessen die Produktion in anderen Ländern wie Kanada oder Australien zu erhöhen. Der Rohstoffkonzern Glencore hingegen erhöht die Förderung in der Demokratischen Republik Kongo und eröffnet aus sozialer und ökologischer Sicht äußerst umstrittene Minenprojekte. Schätzungen zufolge könnte Glencore damit die Kobaltförderung nahezu verdoppeln und in wenigen Jahren 40% des weltweiten Marktes kontrollieren.

Elektrofahrzeuge lassen die Nachfrage explodieren

Seit 2010 verdoppelte sich die weltweite Kobalt-Nachfrage von 65.000 auf aktuell über 130.000 Tonnen pro Jahr. Grund für die enorme Zunahme ist der steigende Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien und Akkus. Und die Nachfrage wird weiter zulegen, denn ohne den Einsatz von Kobalt fährt kein Elektroauto. Pro Fahrzeug benötigt Tesla für neuere Modelle beispielsweise immerhin rund 10 bis 12 kg Kobalt. Auch wenn der Marktanteil elektrischer und hybrider Fahrzeugantriebe mit 4% noch überschaubar ist, nehmen die Verkaufszahlen gerade Fahrt auf: Einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) zufolge werden Elektro- und Hybridfahrzeuge den weltweiten Marktanteil von Verbrennungsmotoren, von derzeit 96% bis 2030 auf etwa 50% zurückdrängen. Bis dahin werden weltweit 36% der Fahrzeuge über einen hybriden und 14% über einen rein elektrischen Antrieb verfügen. Der Bedarf für Elektromobilität verspricht daher ein besonders explosives Wachstum. Denn auch wenn bis 2030 nur ca. 30% der Neufahrzeuge über einen Elektroantrieb verfügen sollten, würden Schätzungen zufolge jährlich über 300.000 Tonnen Kobalt zusätzlich benötigt, das ist mehr als das Doppelte des aktuellen Marktvolumens.

Autokonzerne konkurrieren um Lieferverträge

Es war daher kein Wunder, dass viele Großkonzerne, darunter übrigens auch Apple, versuchten, mit Lieferverträgen eine möglichst langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Auch Autohersteller wie VW und BMW bemühten sich angesichts der hohen Preise um langfristige Lieferanten. Bei BMW beispielsweise rechnet man damit, 2025 bis zu zehnmal so viele Rohstoffe für Batterien zu benötigen wie jetzt. So lange keine echte Alternative entdeckt und zur Marktreife gebracht wird, dürfte die Nachfrage nach Kobalt also weiterhin stark ansteigen.

Das Angebot steigt allmählich

Das Angebot konnte in den vergangenen Jahren mit dem steigenden Bedarf kaum Schritt halten, da Kobalt zu 94% als Nebenprodukt in Kupfer- und Nickelminen anfällt und der Abbau mit großem Aufwand verbunden ist. Zwar gehen z.B. im Kongo neue Minen in Betrieb, während bestehende Kobalt-Minen sukzessive ausgebaut werden, aber die Nachfrage nach Kobalt stieg bis Anfang 2018 weitaus schneller. Nach den preisgetriebenen Eindeckungskäufen hatten viele Kobalt-Abnehmer ihre Lager dann jedoch fürs Erste gefüllt, so dass es im Jahresverlauf zu einem Überangebot kam. Die zuvor stark gestiegenen Preise gerieten wieder ins Trudeln. Pech für diejenigen Unternehmen, die zu Höchstpreisen langfristige Lieferverträge abgeschlossen hatten.

Der Wettlauf um Kobalt könnte im Jahr 2019 wieder neu entfacht werden

Die Automobilbranche hofft, dass die Weiterentwicklung von Akkus und Batterien dazu führt, dass zunehmend weniger Rohstoffe benötigt werden. Die Konzerne Panasonic und Tesla forschen bereits an Batteriezellen, die komplett ohne Kobalt auskommen. Ein Erfolg würde die Preisentwicklung von Kobalt sicher deutlich dämpfen. Forschung und Entwicklung in diesem Bereich sind jedoch sehr zeitintensiv. Technologische Durchbrüche dürften sich so frühestens in einigen Jahren auf die Nachfrage auswirken.

Bislang hielten sich Angebot und Nachfrage mengenmäßig noch in etwa die Waage. Aufgrund von Eindeckungskäufen geriet das Marktgleichgewicht jedoch im Jahr 2017 arg aus den Fugen. Im vergangenen Jahr 2018 schlug das Pendel dann in die andere Richtung, so dass die preisgetriebenen Produktionssteigerungen nicht mehr vollständig vom Markt absorbiert wurden.

Der Wettlauf um Kobalt wird jedoch mit recht hoher Wahrscheinlichkeit bald wieder entfacht, so dass in der zweiten Jahreshälfte 2019 oder spätestens 2020 wieder höhere Notierungen wahrscheinlich sind. Wie können Sie als Anleger davon profitieren?

Die besten Kobalt Aktien 2019

Einen Kobalt-ETF, der die Preisentwicklung des Metalls oder eine Auswahl an Kobalt-Aktien abbildet, gibt es leider noch nicht. Deshalb bleibt nur ein Investment in Kobalt-Unternehmen. Beim Weltmarktführer Glencore, macht Kobalt aber trotz eines aktuellen Weltmarktanteils von 22% nur einen sehr kleinen Umsatzanteil aus. Genau wie bei anderen großen Rohstoffunternehmen z.B. Vale oder Freeport McMoran würde dies eine Klassifizierung als Kobalt-Aktie nicht unbedingt rechtfertigen.

Die Aktie der umstrittenen 86%igen Glencore-Tochtergesellschaft Katanga Mining hingegen ist als eines von wenigen Unternehmen stark auf Kobalt ausgerichtet. Allerdings sieht sich das Bergbauunternehmen im Kongo diversen schwerwiegenden Vorwürfen ausgesetzt und die Aktie geriet seit Anfang 2018 in einen regelrechten Abwärtsstrudel und fiel von 1,77 Euro wie ein Stein auf aktuell 0,24 Euro. Aufgrund des augenscheinlich großen „Sündenregisters“, das unter anderem Korruption, Umweltsünden, unfaire Konzessionsverträge, Steuerhinterziehung und Ausbeutung der Arbeiter beinhaltet, ist ein Investment in die Aktie allein schon aus ethischen Gesichtspunkten kaum vertretbar. Vor wenigen Monaten wurde nun auch noch bekannt, dass Kobalt aus Katanga-Minen radioaktiv verseucht ist. Daher baut das Unternehmen gerade für rund 25 Mio. USD ein Ionenaustauschsystem, mit dem die zwischengelagerten Kobaltmengen ab dem 2. Halbjahr 2019 von Uranresten gereinigt werden sollen. In Bezug auf ein Investment in Kobalt sind die folgenden drei Aktien aus unserer Sicht sehr interessant.

China Molybdenum: Die Nummer zwei auf dem Kobaltmarkt

Der chinesische Minenbetreiber China Molybdenum (ISIN: CNE100000114 – Symbol: 3993 – Währung: HKD) ist nach Glencore der zweitgrößte Kobaltproduzent der Welt. Daneben baut der Konzern Kupfer, Phosphate, Wolfram und Gold sowie die sehr gefragten seltenen Erden Niobium und Molybdän ab. An der Börse ist China Molybdenum aktuell mit rund 11 Mrd. USD (9,8 Mrd. Euro) bewertet.

Kobalt-Aktivitäten werden ausgebaut – Jahresproduktion von 17.500 Tonnen Kobalt erwartet

Der Rohstoffkonzern aus dem Reich der Mitte richtet sein Geschäft mehr und mehr in Richtung Kobalt aus. Natürlich auch um den gigantischen Bedarf der chinesischen Industrie zu decken. Mit dem mehrheitlichen Erwerb der kongolesischen Tenke-Mine von Freeport McMoran sicherte sich das Unternehmen 2016 eines der größten Kobaltvorkommen der Welt. Die Mine hat einen besonders hohen Kobalt-Anteil und die nachgewiesenen Reserven reichen für mindestens 25 Jahre. Im Jahr 2017 förderte China Molybdenum dank der Minenübernahme bereits 16.400 Tonnen Kobalt. Für das Gesamtjahr 2018 werden inzwischen bis zu 17.500 Tonnen erwartet. Dieses Volumen entspricht zu aktuellen Preisen einem Marktwert von rund 1 Mrd. USD. Der Konzern hat seine Stellung als zweitgrößter Kobalt-Produzent damit gefestigt, der erste Platz ist wohl auf absehbare Zeit fest an Glencore vergeben. Der Konkurrent erreichte in den ersten neun Monaten 2018 bereits eine Fördermenge von 28.500 Tonnen, was einer Steigerung von +44% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Starkes Gewinnwachstum im Jahr 2018

Dank der gesteigerten Fördermenge und höheren Kupfer- sowie Kobaltpreisen erreichte das Unternehmen für 2018 gegenüber dem Vorjahr eine Gewinnsteigerung von +70% auf 4,6 Mrd. RMB (ca. 668 Mio. USD). Mehr als die Hälfte der Gewinne werden als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Für das Jahr 2019 wird jedoch unter anderem aufgrund des gesunkenen Kobaltpreises ein deutlicher Gewinnrückgang erwartet. Finanziell ist das Unternehmen hervorragend aufgestellt, die Cashreserven sind zuletzt auf 26,6 Mrd. RMB bzw. 3,9 Mrd. USD angeschwollen.

Basis-Investment für langfristig orientierte Kobalt-Investoren

Bergbau-Aktien sind stets spekulativer als Standardaktien, da die Preise der geförderten Rohstoffe eine enorme Hebelwirkung auf das Unternehmensergebnis haben. Wer jedoch auf eine Preiserholung beim Metall Kobalt setzen will, der kommt an China Molybdenum kaum vorbei. Mit einem 2019er KGV von ca. 15 ist die Aktie aktuell einigermaßen günstig bewertet, so dass sich ein langfristiges Investment auch bei vorerst weiterhin niedrigen Kobalt-Preisen auszahlen könnte. Derzeit befindet sich die Aktie mit 0,27 Euro weit unter den Höchstständen von Anfang 2018 bei 0,72 Euro, so dass sich eine korrekturbedingte Einstiegsgelegenheit bietet.

Cobalt 27: Übernahmeangebot für 5,75 CAD je Aktie

Das kanadische Unternehmen Cobalt 27 (ISIN: CA19075M3093 – Symbol KBLT – Währung: CAD), dessen Name sich von der Ordnungszahl 27 des chemischen Elements Cobalt ableitet, wurde erst im vergangenen Jahr 2017 mit Hilfe eines Börsenmantels gegründet. Über Kapitalerhöhungen wurden seit Gründung insgesamt über 700 Mio. USD in die Firmenkasse gespült. Der Konzern produziert selbst allerdings noch gar kein Kobalt wie beispielsweise China Molybdenum. Das übergeordnete Ziel ist es viel mehr, Anlegern eine Möglichkeit zu bieten, in ein reines Kobalt-Unternehmen zu investieren. Dazu wurden in den vergangenen beiden Jahren gut 2.900 Tonnen Kobalt aufgekauft, die in Baltimore, Antwerpen und Rotterdam eingelagert und von der London Metal Exchange zertifiziert sind. Bei einem aktuellen Kobalt-Preis von 29.000 USD je Tonne haben die Bestände einen Wert von ca. 85 Mio. EUR. Nach einem spektakulären Diebstahl von 76 Tonnen des hochwertigen Kobalts aus dem Lager Vollers Holland in Rotterdam wurde dem Unternehmen eine Versicherungsleistung in Höhe von mehr als 6,8 Mio. USD ausgezahlt, immerhin mehr als 89.000 USD je Tonne. Der Börsenwert von Cobalt 27 liegt aktuell bei einem Aktienkurs von 2,75 Euro bei knapp 230 Mio. Euro.

Übernahmeangebot: Pala Investments bietet 5,75 CAD (3,91 EUR) je Aktie in bar & Aktien

Ende Juni gab das Unternehmen bekannt, dass das Schweizer Investmenthaus Pala Investments, der frühere Arbeitgeber von CEO Anthony Mileski, ein Übernahmeangebot in Höhe von 5,75 CAD je Aktie für Cobalt 27 abgegeben hat. Demnach werden Cobalt 27-Aktionären 3,57 CAD (2,43 EUR) in bar sowie 2,18 CAD in Aktien der neuen Gesellschaft angeboten. Die Aktie machte daraufhin einen ersten Satz von ca. 3,50 CAD (2,40 EUR) auf 4,10 CAD (2,80 EUR). Damit wird das Übernahmeangebot bislang jedoch nur teilweise reflektiert. Möglicherweise deshalb, weil noch einige Unsicherheiten bestehen, ob die Transaktion wie geplant gelingt. Wir sind diesbezüglich optimistisch und halten die Aktie aber auch so nach wie vor für interessant. Investierte Anleger sollten die Aktie halten und abwarten bis die Details auf dem Tisch liegen. Im besten Fall klappt der Deal, so dass die Geduld mit einem Aufschlag von +40% auf den aktuellen Kurs belohnt wird. Kommt der Deal nicht zu den angebotenen Konditionen zustande, dann wäre die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau ebenfalls ein spekulativer Kauf.

Geschäftsmodell mit drei Säulen

Der erfahrene Vorstandsvorsitzende von Cobalt 27 gilt als Experte im Bereich Kobalt und Batteriemetalle. Das Geschäftsmodell des jungen Unternehmens soll von drei Säulen getragen werden: Zunächst soll das Risiko von Preisschwankungen und Explorationsmisserfolgen durch den Besitz und die Lagerung von physischem Kobalt abgesichert werden. Als zweites Standbein ist die Exploration eigener Kobalt-Projekte mit anschließender Produktion geplant. Dazu wurden Experten an Bord geholt, die bereits über große Erfahrungen in anderen Bergbauunternehmen verfügen. Der Aufbau dieses Geschäftsbereichs dürfte allerdings am meisten Zeit in Anspruch nehmen, denn bis ein Explorationsprojekt in Produktion geht, vergehen in der Regel viele Jahre. Bevor jedoch überhaupt in eine eigene Mine investiert wird, muss das Management auch die Erfolgsaussichten eingehend prüfen.

Royalities und Streams

Das dritte Standbein, Royalties und Streams, soll langfristig für Basisumsätze sorgen. Am Erfolg der Minenbetreiber profitiert man direkt. Das Unternehmen wird entweder in einem festen Verhältnis an den Einnahmen beteiligt (sog. Royalities) oder bekommt als Entlohnung das geförderte Kobalt später zu besonders günstigen Preisen (sog. Streaming). In Bezug auf Royalities hat das Unternehmen bereits in 10 Kobalt-Projekte investiert, die sich in der Explorationsphase befinden. Cobalt 27 erhält dank der abgeschlossenen Verträge im Erfolgsfall als Kapitalgeber später Royalties in Höhe von ca. 1,5% bis 2% der Preise, die Weiterverarbeitungsbetriebe wie Schmelzhütten und Raffinerien für das geförderte Kobalt bezahlen. Ausgezahlt wird die Beteiligung meist in Form von physischem Kobalt, das dann den Lagerbeständen des Unternehmens zu Gute kommt.

Wenige Treffer genügen

Da sich die Projekte in die Cobalt 27 investiert allesamt noch in der Explorationsphase befinden, wird es noch ein paar Jahre dauern, bis aus den Vereinbarungen Einnahmen generiert werden. Erfahrungsgemäß schaffen es nur wenige Explorer tatsächlich eine produzierende Mine aufzubauen. Aus diesem Grund setzt das erfahrene Management von Cobalt 27 das Kapital auf mehrere Pferde. Auch wenn nur wenige Unternehmen den Durchbruch schaffen, dürfte sich das Gesamtinvestment als äußerst lukrativ erweisen. Zuletzt kamen zu den Royalities-Vereinbarungen auch noch Streaming-Deals hinzu.

Beteiligung an der Ramu-Mine in Papua-Neuguinea

Im Mai 2019 meldete Cobalt 27 die erfolgreiche Übernahme von Highlands Pacific, um ein diversifiziertes Batterierohstoff-Unternehmen zu schaffen. Durch die Akquisition hält Cobalt 27 nun 8,6% an der Nickel-Kobalt-Mine Ramu in Papua-Neuguinea. Im Jahr 2018 produzierte die Mine knapp 34.000 Tonnen Nickel und 3.300 Tonnen Kobalt. Basierend darauf läge der jährliche Anteil von Cobalt 27 so aktuell bei 2.900 Tonnen Nickel und 284 Tonnen Kobalt. Die Lebensdauer der Mine wird auf ca. 30 Jahre geschätzt. Ein im Jahr 2018 abgeschlossener Deal zur Beteiligung an der Mine wurde durch die Übernahme deutlich verbessert.

300 Mio. USD-Deal mit Vale

Im Jahr 2018 schloss Cobalt 27 einen umfangreichen Deal mit dem brasilianischen Rohstoffkonzern Vale ab. Für eine Anzahlung in Höhe von 300 Mio. USD sichert sich das Unternehmen bis zu 32,6% der Kobaltproduktion aus der Mine Voiseys Bay ab dem Jahr 2021. Cobalt 27 rechnet zunächst mit ca. 1,6 Mio. Pfund Kobalt pro Jahr, später dann mit 1,9 Mio. Pfund, umgerechnet entspricht dies rund 725 bzw. 862 Tonnen. Über die Anzahlung hinaus muss das Unternehmen 18% des Kobalt-Marktpreises bezahlen, später steigt der Betrag auf 22% des Referenzpreises. Für Cobalt 27 ist dies langfristig ein interessanter Deal, vor allem wenn der Kobalt Preis in den kommenden Jahren wieder steigt.

Wette auf eine erfolgreiche Übernahme (oder den Kobaltpreis)

Die vom Management miteingefädelte Übernahme durch Pala Investments hat das Potenzial den Aktionären bis zum Abschluss der Transaktion weitere +40% Kursgewinn zu bescheren. Aber selbst, wenn daraus am Ende doch nichts werden sollte, ist die Aktie weiterhin attraktiv. Bis nennenswerte Einnahmen aus der Kobalt-Förderung erzielt werden, dauert es zwar noch einige Zeit, denn das erstklassige Management plant sehr vorausschauend und langfristig. Da auch der Zugang zu Kapital offenbar leichtfällt, könnte hier auch ohne Übernahme langfristig ein bedeutender Kobalt-Konzern entstehen. Vorerst bleibt Cobalt 27 jedoch eine reine Wette auf eine erfolgreiche Übernahme zu 5,75 CAD (3,91 EUR).

Die Bracket-Order: Intelligent Aktienposition absichern

Die Bracket-Order verbindet auf intelligente Art und Weise eine Limit-Order mit einer Stop-Order. Sie können Gewinnziel sowie maximalen Verlust festlegen – und wenn der Aktienpreis eine der festgelegten Schwellen erreicht, wird die entsprechende Order ausgeführt, während die andere automatisch gelöscht wird.

Clean TeQ Holdings: Kobalt-Produktion steht bevor

Das Bergbau- und Technologieunternehmen Clean TeQ Holdings (ISIN: AU000000CLQ2  – Symbol CLQ – Währung: AUD) mit Sitz in Notting Hill, Australien möchte Bergbau für Batterierohstoffe mit sauberen Technologien betreiben. Das Unternehmen verfügt mit dem Sunrise-Projekt in New South Wales über eine der qualitativ hochwertigsten und reichsten Kobalt-Lagerstätten außerhalb von Afrika. Das erfahrene Management des Unternehmens geht davon aus, nach dem Produktionsstart der Mine neben Nickel innerhalb von zwei Jahren bereits mehr als 4.600 Tonnen Kobalt produzieren zu können. Das würde die Australier quasi auf Anhieb in die Top-7 der Kobalt-Produzenten der Welt befördern.

Vorbereitungen und Planungen für Minenproduktion in der finalen Phase

Für die Mine, die in einer mit Infrastruktur hervorragend erschlossenen Bergbaugegend 350 km westlich von Sydney liegt, sind alle Machbarkeitsstudien, Vorbereitungen und Erschließungsmaßnahmen bereits abgeschlossen. Im vierten Quartal sollen die Finanzierungspartner ausgewählt sein, so dass die finalen Investitionsentscheidungen getroffen werden. Dann kann es endlich richtig losgehen. Die Produktionsanlagen für die neue Mine, deren Lebensdauer auf 40 Jahre geschätzt wird, befinden sich selbstverständlich bereits in Planung und sollen dann im kommenden Jahr rasch konstruiert werden. Partner hierbei ist die Firma MCC, die unter anderem auch die Ramu-Minenanlage auf Papua-Neuguinea geplant und errichtet hat, an der das ebenfalls vorgestellte Unternehmen Cobalt 27 mit 8,6% beteiligt ist (siehe oben).

Weiteres lukratives Produkt: Die „Seltene Erde“ Skandium

Außerdem gilt das zu 100% im Firmenbesitz befindliche Sunrise-Projekt als eine der größten und reinsten Skandium-Lagerstätten weltweit. Beim Leichtmetall Skandium handelt es sich um eine der sogenannten „Seltenen Erden“. Seine Hauptanwendung findet das Metall als Skandiumiodid in Hochleistungs-Quecksilberdampflampen, beispielsweise zur Stadionbeleuchtung sowie in der Rüstungs- und Transportbranche. Auch in ultraleichten Aluminium-Skandium-Fahrradrahmen kommt das Metall neuerdings zum Einsatz. Clean TeQ erwartet den seltenen Rohstoff zu äußerst günstigen 150 USD je kg produzieren zu können. Der Preis für reines Skandium liegt je nach Informationsquelle zwischen 3.000 USD und 5.000 USD je kg und erreichte in den vergangenen Jahren zwischenzeitlich sogar Spitzenwerte von bis zu 20.000 USD je kg. Das Nebenprodukt der Nickel- und Kobaltproduktion könnte für das Unternehmen also zu einer weiteren lukrativen Einnahmequelle werden.

Geschäftszweig Wasseraufbereitung: Zusätzliches Potenzial

Clean TeQ verfügt nicht nur über Bergbauaktivitäten. Wie der Name des Unternehmens vermuten lässt, gibt es auch einen technologiebasierten Geschäftszweig. Dieser fokussiert sich auf den Bereich der elektrochemischen Wasseraufbereitung für die Industriezweige Bergbau, Strom, Öl und Gas sowie kommunale Trinkwasserbetriebe. Der Schwerpunkt für die Vermarktung der sogenannten kontinuierlichen Ionenaustauschtechnologie liegt auf dem chinesischen Wassermarkt, dem größten und am schnellsten wachsenden Wasseraufbereitungsmarkt der Welt. Immerhin wurden 2018 bereits 3 Mio. AUD umgesetzt. Trotzdem fiel auf Ebene des Gesamtunternehmens ein Verlust von 9 Mio. AUD oder 0,012 AUD je Aktie an. Auch wenn dieses Geschäftsfeld für Bergbauunternehmen eher ungewöhnlich scheint, liegt hier auch einiges an Zukunftspotenzial. Ansonsten könnte ein möglicher Spartenverkauf zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise ordentlich Geld in die Unternehmenskasse spülen.

Chart: Bodenbildung nach dem Abwärts-Trend

Derzeit wird Clean TeQ an der Börse bei knapp 750 Mio. ausstehenden Aktien und einem Kurs von 0,22 EUR (0,33 AUD) mit rund 165 Mio. EUR (250 Mio. AUD) bewertet. Auf dem Bankkonto befanden sich per 31.12.2019 rund 78 Mio. EUR (117 Mio. AUD). Daher dürfte eine mögliche verwässernde Kapitalerhöhung zumindest nicht unmittelbar anstehen, mittel- bis langfristig könnte der Kapitalmarkt jedoch durchaus nochmals angezapft werden. Vor allem zur Finanzierung der teuren Produktionsanlagen oder falls sich der Produktionsstart deutlich um mehrere Jahre nach hinten verschieben sollte könnte es neben Bankdarlehen auch noch Kapitalerhöhungen geben. Die Aktie ist wie alle anderen Kobalt-Werte mit dem Kobalt-Preis deutlich von den Höchstständen von Anfang 2018 bei ca. 1 EUR (1,50 AUD) zurückgekommen. Seit dem Frühjahr scheint sich nun ein charttechnischer Boden auszubilden. Im Bereich von 0,25 EUR (0,40 AUD) befindet sich ein charttechnischer Widerstand, den es zu überwinden gilt. Dann könnte die Aktie bestenfalls relativ rasch wieder auf Kurse von 0,30 EUR (0,45 AUD) bis 0,40 EUR (0,60 AUD) klettern.

Sehr spekulative Aktie für geduldige und risikobewusste Anleger

Die Aktie ist eine mittel- bis langfristige Wette auf einen erfolgreichen Produktionsstart der Sunrise-Mine in den kommenden Jahren. Je näher die tatsächliche Produktion rückt, desto positiver dürfte sich der Aktienkurs entwickeln. Möglicherweise auftretende lange Verzögerungen, Finanzierungsprobleme oder sonstige Rückschläge dürften dementsprechend weniger gut ankommen. Sicherlich wäre es hilfreich und erfreulich, wenn sich der Kobalt-Preis Richtung Produktionsstart wieder nach oben entwickelt. Die sehr spekulative Aktie eignet sich vor allem für risikobewusste, geduldige Anleger, die einen sehr kleinen Depotanteil auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens setzen möchten. Tipp: Wenn Sie Ihren Einsatz mental abschreiben und Kursverluste einkalkulieren, so sind die hohen Kursschwankungen der Aktie möglicherweise leichter erträglich. Im Erfolgsfall winkt Ihnen dann in den kommenden Jahren vielleicht eine Kursvervielfachung.

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