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Aktienanalyse:
COVID-19: Panik übertrieben? Welche Aktien kaufen?

Aktuelle Analyse der Royal Caribbean Cruises Aktie

Die Corona-Angst

In den letzten beiden Tagen hat der Markt korrigiert. Blickt man auf die Berichterstattung, könnte man von einer regelrechten Panik sprechen. Ich kann das gleich auf mehreren Ebenen nicht nachvollziehen.
Erstens stehen Dax, S&P500 & Co. lediglich 5% unter den Allzeithochs. Kurstechnisch haben wir die Zeit lediglich um 3 Wochen zurückgedreht. Eine Panik oder wirkliche Kursverluste sehen ganz anders aus.

Ebenso unverständlich ist für mich der Auslöser. Die Entwicklungen waren keine Neuigkeit und außerdem abzusehen. Bereits vor Wochen hatte ich vor den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus gewarnt. Zuerst kürzten Einzelhändler ihre Prognosen, dann Unternehmen wie Apple, deren Lieferkette betroffen war. Das war aber nicht am vergangenen Freitag, als die Kurse plötzlich purzelten.
Die Verdachtsfälle in einer Bahn auf dem Brenner, zwischen Österreich und Italien, haben sich nicht bestätigt. Die sonstige Entwicklung ist linear und – nochmal: absehbar. Auch die in Italien.

Panikmache in den Medien

Tatsächlich ist es sogar so, dass sich die Lage zunehmend beruhigt. In den Medien wurde von einem „sprunghaften“ Anstieg der Fälle gesprochen. Ich kann das nirgends erkennen. Hier sind die gesammelten Zahlen von WHO und anderer Organisationen: Übersicht (Die Darstellung ist mobil eingeschränkt.)

Sie sollten das Augenmerk auf den Graphen rechts unten legen. Dort wird die Zahl der Infektionen im Zeitverlauf dargestellt. Seit ungefähr einer Woche ist eine klare Abflachung zu erkennen.
Die Lage ist also halb so schlimm.

Dennoch überbieten sich die Medien mit Superlativen und Trigger-Worten. Bei einer Google-Suche springen mir derzeit folgende Begriffe entgegen: Pandemieangst, Ausbruch und Epidemie.
Man macht scheinbar alles für Klicks. Ich würde das als unredlich bezeichnen.

Bestenfalls die halbe Wahrheit

Bereits jetzt sollte klar sein, dass die Berichterstattung und die reale Lage nicht zusammenpassen.
Vor allem im großen Kontext. Jedes Jahr sterben leider hunderttausende Menschen an der gewöhnlichen Grippe – einem Virus aus der Familie der Coronaviren. Im Vergleich dazu sind die derzeit rund 80.000 Infizierte und 2.700 Todesfälle eher eine Randerscheinung.

Doch jetzt wird es richtig interessant. Tatsächlich sinkt die Zahl der Kranken seit Tagen. Wie kann das sein, wenn die Medien täglich von neuen Höchstwerten berichten? Ganz einfach: Die Medien ziehen immer die Zahl der Corona-Fälle heran – also die Zahl aller Menschen, die sich seit Auftreten des Virus angesteckt haben.

Dass von 80.000 Fällen aber nahezu 28.000 bereits wieder gesund sind, wird nicht erwähnt.
Es genesen sogar mehr Personen, als sich anstecken (Siehe hier, unter active cases). In den letzten fünf Tagen haben sich knapp 8.800 Menschen erholt, aber nur 2.200 neu angesteckt.
Tatsächlich ist die Zahl der Erkrankten also rückläufig! In den letzten 24 Stunden ist die Zahl von mehr als 51.000 auf 49.800 gesunken.

Was fängt man mit dieser Erkenntnis an?

Besonders großen Druck hat das Thema auf die Tourismusbranche ausgeübt. Einige Aktien im Sektor wurden massiv abverkauft. Das ist bis zu einem gewissen Maß rational, denn das Geschäft wird tatsächlich belastet.
An der langfristigen Perspektive ändert es allerdings wenig. Es wäre durchaus möglich, dass der Virus in wenigen Wochen aus der medialen Berichtserstattung verschwunden ist. Spätestens dann dürfte das Sentiment im Sektor drehen.

Zwei attraktive Unternehmen in der Branche sind Royal Carribean Cruises und Norwegian Cruise Line. Zu beiden hatte ich mich bereits in der Vergangenheit positiv geäußert, anschließend legten die Aktien im Hoch um 14% und 26% zu.
Durch den Covid-19 wurden all die Kursgewinne wieder zunichtegemacht, so etwas kann man eben nicht vorhersehen.

Für Anleger, die noch nicht investiert sind, ergeben sich daraus entsprechende Chancen. Kreuzfahrten sind ein interessantes Betätigungsfeld. Es handelt sich um eine Wachstumsbranche mit erheblichen Eintrittshürden, die von wenigen Akteuren beherrscht wird. Dadurch sind die Margen außerordentlich hoch.
Weitere Informationen finden Sie in den zuvor verlinkten Analysen, ich würde mich an dieser Stelle nur wiederholen.

Abgesehen von den wünschenswerten Eigenschaften der Branche, ist auch ein anderer Umstand sehr interessant. Es ergibt Sinn, dass die Konsensschätzungen für den Gewinn in diesem Jahr nach unten revidiert wurden. Analysten haben an dieser Stelle aber nicht aufgehört. Es wurden gleich auch noch die Prognosen für 2021 und 2022 gesenkt.
Ich halte das für Unsinn.
Für Anleger entsteht daraus eine Chance, denn je niedriger die Erwartungen, umso höher die Chance, dass sie übertroffen werden.

Norwegian Cruise Line kommt derzeit auf eine P/E von 8,4 und eine forward P/E von 7,7. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 14,4.
Royal Caribbean Cruises kommt derzeit auf eine P/E von 10,1 und eine forward P/E von 9,4. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 16,1.
Bei beiden Unternehmen ist die Bewertung im Verhältnis zum langfristigen Wachstum attraktiv.

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Royal Caribbean Cruises

Die Aktie hat eine scharfe Korrektur hinter sich und unter 100 USD formal ein Verkaufssignal ausgelöst. Übergeordnet ist das Chartbild aber weiterhin bullisch.

Kommt es zu einer Stabilisierung, könnten Trader könnten auf eine kurzfristige Gegenbewegung in Richtung 100 USD setzen. Gelingt zeitnah eine Rückkehr über dieses Niveau, hätten wir es mit einem Reversal zu tun. Dann wären auch zügige Kursgewinne in Richtung 103 und 108 USD möglich.

Antizyklische Investoren sollten über einen schrittweisen Einstieg nachdenken. Hierfür bieten sich die Supports nahe 90 sowie 86  und 80 USD an.

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Chart vom 25.02.2020 Kurs: 96,61 Kürzel: RCL - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Norwegian Cruise Line

Die Aktie hat ebenfalls scharf korrigiert. Die Chance auf eine kurzfristige Gegenbewegung dürfte bei Norwegian größer sein, als bei RCL.
Mögliche Kursziele einer Erholung liegen bei 42,50 sowie 46 – 47,50 USD. Darüber würde sich das Chartbild wieder spürbar aufhellen.

Antizyklische Investoren sollten über einen schrittweisen Einstieg nachdenken. Hierfür bieten sich die Unterstützungen bei 40 sowie 37,50 und 35 USD an.

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Chart vom 25.02.2020 Kurs: 42,58 Kürzel: NCLH - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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