Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Lufthansa: Turnaround nach schwachen Zahlen – warum?

Am Montagabend nach Handelsende hatte die Deutsche Lufthansa das vorläufige Ergebnis des ersten Quartals vorgelegt und die Erwartungen klar enttäuscht. Die Kranich-Airline hat auf Basis des EBIT 336 Millionen Euro Verlust eingeflogen, im Vorjahresquartal wurde da ein kleiner Gewinn von 52 Euro vor Steuern und Zinsen erreicht.

Das erste Quartal ist bei der Lufthansa traditionell das schwächste, aber so etwas hatten die Akteure dann doch nicht erwartet. Dementsprechend startete die Aktie mit einem Minus von 4,9 Prozent zum Vortages-Schlusskurs in den Handel. Aber geschlossen hat sie dann mit einem Plus von 0,9 Prozent. Wieso?

Man könnte sich hinstellen und konstatieren, dass die höher als erwarteten Treibstoffpreise nur ein zeitweiliger Faktor sind. Die hatten immerhin mit gut 200 Millionen Euro zum Verlust beigetragen. Und dass es darüber hinaus Überkapazitäten im europäischen Flugverkehr gibt, könnte man nicht minder als vorübergehendes Problem ansehen, wenn man es denn wollte.

Einer solchen positiven Sicht der Dinge half die Airline selbst nach, indem sie für das laufende zweite Quartal bereits wieder mit einem Anstieg der Auslastung rechnet. Aber die Treibstoffkosten?

Expertenmeinung: Wenn das Wachstum wieder anzieht und dadurch die Auslastung der Lufthansa-Maschinen wieder steigt, müsste mit höherem Wachstum auch die Nachfrage nach Rohöl steigen und die Kerosinpreise erst recht höher tragen. Ein wenig wacklig käme ein solcher Optimismus als Kaufargument also schon daher. Daher sollte man den Blick auch auf andere Aspekte richten und würde umgehend fündig.

Zum einen haben wir da die 200-Tage-Linie als immens wichtige Unterstützung. Genau dort hatte die Aktie nämlich den Handel begonnen. Diese Linie war gerade erst am vergangenen Donnerstag mit Schwung überboten worden. Es ist also nicht überraschend, dass das bullische Lager versuchte, diesen wichtigen gleitenden Durchschnitt zu verteidigen. Und als zweites Element dürfte der morgen anstehende Verfalltermin, die Abrechnung der Aktien- und Indexoptionen an der Terminbörse, mit hineingespielt haben.

Die Bullen hatten bei dieser Aktie glasklar alle Trümpfe in der Hand. Sie würden als Stillhalter auf der Put-Seite viele Optionstrader auf dem falschen Fuß erwischen und gute Gewinne machen, nachdem die Aktie in der zweiten Märzhälfte markant unter Druck geraten war und nicht wenige da wohl auf Put-Optionen gesetzt haben. Um da einen optimalen Gewinn zu erreichen, müssten diese Put-Optionen wertlos verfallen – und dazu muss die Aktie nach oben und oben bleiben.

Dass dieser Abrechnungstermin eine wichtige Rolle spielt, ist sehr wahrscheinlich. Und damit ist fraglich, ob diese am Dienstag so auffällige Kaufbereitschaft auch ab Dienstag, nach der Options-Abrechnung und den Osterfeiertagen, erhalten bleibt. Die Aktie ist zwar charttechnisch klar bullisch, aber auf dünnes Fundament gebettet. Daher wäre es in jedem Fall zu erwägen, Long-Trades mit einem Stoppkurs knapp unter dem Tief des Dienstags (20,98 Euro) abzusichern.

Chart vom 16.04.2019, Kurs 22,28 Euro, Kürzel LHA | LYNX Aktienempfehlungen

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