Börsenblick

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Aktienanalyse:
Lufthansa: Ziel zehn Euro und darunter?

Aktuelle Analyse der Lufthansa Aktie

Ob es die derzeit durch die Medien gehende Parole von der „Flugscham“ ist, die dazu führte, dass die Anleger auf die am Dienstagmorgen vorgelegten Zahlen der Lufthansa zum zweiten Quartal mit einem drastischen Abverkauf um sechs Prozent reagierten? Das könnte den Druck tatsächlich etwas verstärkt haben, aber dieses Thema dürfte Umsatz und Gewinn im vor gut vier Wochen beendeten zweiten Quartal eher nicht negativ beeinflusst haben. Zahlen und Perspektive waren auch so schon ernüchternd genug, wenngleich man damit hätte rechnen müssen. Nicht nur, weil die Kranich-Airline die Perspektive schon Mitte Juni gesenkt hatte. Auch, weil schon länger deutlich wurde, dass die Frachtraten sinken und die Gewinnmargen durch Überkapazitäten im europäischen Raum unter Druck kommen würden. Wie deutlich das auf den Gewinn drückt, konnten die Anleger gestern Schwarz auf Weiß lesen. Der Gewinn fiel im zweiten Quartal, als um Sonderfaktoren bereinigter Gewinn vor Steuern und Zinsen berechnet, auf 754 Millionen Euro nach 1,0 Milliarden im Vorjahresquartal. Netto fiel der Abstieg mit 226 Millionen nach 752 Millionen im zweiten Quartal 2018 noch drastischer aus. Aber wie geschrieben: Das hätte man ahnen können. So gesehen könnte man den Gedanken hegen, dass der Kurs sich jetzt, nachdem verkauft hat, wer verkaufen wollte, wieder erholen könnte. Ist das so?

Expertenmeinung: Es wäre zwar ein mögliches Szenario, aber keines, auf das man einfach setzen sollte. Sie sehen im Chart auf Wochenbasis, dass die Aktie nach der Gewinnwarnung im Juni unter den markanten Supportbereich 15,40/15,55 Euro fiel und mehrere Wochen nicht imstande war, diese Zone zurückzuerobern, obwohl der Kurs immer in Schlagdistanz blieb. Das deutete an, dass die bullischen Trader sich offenbar andere Aktien als Ziel ausgesucht hatten. Und das gestrige Minus hat den Kurs jetzt deutlicher von dieser dadurch als markanter Widerstand fungierenden Zone 15,40/15,55 Euro entfernt. Nur wenn es gelänge, diese zurückzuerobern, wäre auf der Oberseite ein taugliches Chance/Risiko-Verhältnis gegeben. Aber dieser Druck auf den Gewinn dürfte viele daran erinnert haben, dass man diese Aktie zu Recht zu den „Fahrstuhl-Aktien“ zählt: Zu Aktien, die extrem auf konjunkturelle Veränderungen reagieren – in beide Richtungen. Und bislang finden sich keine tragfähigen Argumente dahingehend, dass die Airline diesmal einer konjunkturellen Abkühlung entkommen könnte. Daher dürfte so mancher Trader bereits einen begehrlichen Blick auf die Unterstützungszone 10,25/10,72 Euro werfen. Und gerade der Umstand, dass die Lufthansa trotz noch steigender Umsätze kräftig an Gewinn einbüßt unterstreicht, dass diese Zone sehr schnell näher kommen würde, sollte es notwendig sein, die Gewinnerwartungen in den kommenden Wochen oder Monaten erneut zu senken. Aktuell ist diese Aktie keine, die sich ein bullischer Trader in der Watchlist notieren müsste.

Chart vom 30.07.2019, Kurs 14,21 Euro, Kürzel LHA | LYNX Online Broker Aktienempfehlungen

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