Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Bristol-Myers Squibb hat die Situation für sich genutzt

Bristol Myers Squibb ist ein auf Biotechnologie spezialisiertes Pharmazieunternehmen. Der Konzern identifiziert, entwickelt und vertreibt Medikamente für Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes, Hepatitis B, HIV/AIDS, Arthritis sowie psychiatrische Erkrankungen.

Forschungserfolge sind nicht alles

Seit 2002 hat das Unternehmen mehr als ein Dutzend neue Medikamente auf den Markt gebracht.
Dennoch ist die langfristige Umsatzentwicklung eher verhalten. In den letzten zehn Jahren konnten die Einnahmen von 18,8 auf 22,5 Mrd. USD gesteigert werden. Beim Gewinn sieht es jedoch besser aus, er  kletterte von 1,85 auf 3,98 USD je Aktie.

Die Dividende wurde stetig erhöht, insgesamt von 1,25 auf 1,61 USD je Aktie. Daraus ergibt sich derzeit eine Rendite von 3,57%.

Positiv hervorzuheben sind die hohen Margen sowie der enorme freie Cashflow von zuletzt 4,99 Mrd. USD.

Dieser wurde in den in letzten Jahren zur Tilgung von Schulden und für geradezu jährliche Übernahmen genutzt.

Übernahme von Celgene

Bisher waren die Brocken deutlich kleiner, doch nach 16 erfolgreichen Zukäufen in 12 Jahren wagt sich der Konzern mit Celgene an einen der größten Biotech-Player der Welt.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr konnte Celgene den Umsatz um 17% auf 15,28 Mrd. USD steigern und den Gewinn um 37% auf 4,05 Mrd. USD. Der freie Cashflow ist noch etwas höher.

Der Aktie half das alles nichts. Celgene notierte vor dem Übernahmeangebot auf demselben Niveau wie 2013, obwohl sich der Gewinn in diesem Zeitraum von 2,98 auf  8,87 USD je Aktie nahezu verdreifacht hatte.

Doch alle Welt hatte Angst vor den in den kommenden Jahren auslaufenden Patenten von Celgene. Die Pipeline und aussichtsreiche Zukäufe wurden ignoriert. Ebenso die Tatsache, dass noch auf Jahre hinweg ein Gewinnwachstum von 20% p.a. erwartet wurde usw.

Weitere Details finden Sie in den beiden Analysen zur Aktie. (Klick und Klick)

Ich hielt die Aktie für unterbewertet und Bristol-Myers Squibb ist ganz offensichtlich zu demselben Schluss gekommen.

Direkt nach Bekanntwerden der Übernahme hatte ich auf Guidants (Wochenthread KW1) noch einmal zum Kauf von Celgene geraten. Die Rechnung war einfach: Celgene notierte bei 80-85 USD und nach der Übernahme würde man einen Gegenwert von 95 USD erhalten (50 USD + 1 Aktie von Bristol-Myers Squibb, die damals bei 45 USD notierte). Oder anders ausgedrückt, man bekam die Aktien von Bristol mit einem großen Abschlag.
Die Lücke hat sich inzwischen geschlossen und man konnte recht einfach und risikoarm ca. 15% mitnehmen.

Anstelle von Celgene hätte ich das Angebot allerdings nicht akzeptiert, es ist zu niedrig. Doch die Führungsebene von Celgene hat angesichts der schwachen Kursentwicklung wohl kapituliert.

Umso besser aber für Bristol-Myers Squibb, die die Situation für sich ausnutzen konnten.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Die Übernahme dürfte sich in wenigen Jahren selbst finanzieren. Die Übernahme kostet Bristol-Myers Squibb rund 35 Mrd. USD Cash, der Rest wird in Form von Aktien finanziert.
Dafür erhält man ein Unternehmen mit 15 Mrd. USD Umsatz und einem Gewinn sowie freien Cashflow von fast 5 Mrd. USD. Darüber hinaus eine Pipeline mit 6 Medikamenten in Phase 3, denen ein Umsatzpotential von mehr als 15 Mrd. USD p.a. zugeschrieben wird.

Hinzu kommen rund 2,2 Mrd. USD an erwarteten Kosteneinsparungen.

Der neu entstehende Konzern dürfte also von Beginn an einen Gewinn und freien Cashflow von 10 Mrd. USD erwirtschaften.
Das würde nach der Übernahme einem FCF von 4,29 USD je Aktie entsprechen.

Setzte man einen Multiplikator von nur 15 an, ist die Aktie von Bristol-Myers Squibb also mindestens 64 USD Wert.

Zeichnen wir

Charttechnisch ist die Aktie allerdings noch nicht vom Eis. Bristol-Myers Squibb notiert unter dem zehnjährigen Aufwärtstrend und befindet sich weiterhin in einer Korrektur.

Doch an der Börse gehört die Welt den Mutigen und die Unterstützung nahe 46 USD wäre durchaus eine Option für antizyklische Käufe.

Derzeit erscheint es aber ebenso wahrscheinlich, dass es noch eine Etage, in Richtung 40 – 41,50 USD, tiefer geht. Ein Paniktief in diesem Bereich könnte sich als ideale Einstiegsgelegenheit herausstellen.

Chart vom 10.04.2019 Kurs: 45,85 Kürzel: BMY – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 10.04.2019 Kurs: 45,85 Kürzel: BMY – Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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