Mit einem ETF einen Aktienkorb aus Singapur handeln

Der vorgestellte ETF bildet den Referenzindex MSCI Singapore Total Return Net Index ab und bietet Anlegern damit ein Exposure aus insgesamt 25 Einzeltitel des Aktienmarktes von Singapur.

Referenzindex MSCI Singapore Total Return Net Index

Der Reinen eferenzindex MSCI Singapore Total Return Net Index ist ein nach dem Streubesitz adjustierter Index, der rund 85 Prozent des Aktienuniversums aus Singapur umfasst. Der Index bildet die Wertentwicklung von Large-Caps und Mid-Caps ab und besteht gegenwärtig aus 25 Einzeltiteln. Die Berechnung des Index erfolgt auf Basis eines Total Return Net Index.

Lanciert wurde der MSCI Singapore am 31. März 1986. Der Index wird quartalsweise im Februar, Mai, August und November auf seine Zusammensetzung hin überprüft und im Mai und November gegebenenfalls ausbalanciert. Eine historisch schlechte Performance (durch die Weltfinanzkrise) wies der MSCI Singapore mit einem Minus von 47,30 Prozent in 2008 auf. Im Folgejahr 2009 wurde mit einem Plus von 69,52 Prozent die beste Performance erreicht.

Der MSCI Singapore UCITS ETF im Detail

Der ETF kann über die SIX Swiss Exchange (EBS) in der Handelswährung US-Dollar erworben werden. Die Fondswährung hingegen ist der Singapur-Dollar. Aus diesem Grund besteht neben dem allgemeinen Kursrisiko obendrein ein Währungsrisiko. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,45 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend. Das letzte Ausschüttungsdatum war der 31. Juli 2019, die eigentliche Auszahlung fand am 06. August 2019 statt. Die Ausschüttungen werden halbjährlich vorgenommen.

Der ETF nutzt die direkte, vollständig physische Replikationsmethode, wurde am 04. Juni 2015 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 07. August 2019 ein Gesamtfondsvermögen in Höhe von 62,20 Mio. Singapur-Dollar (SGD).

Länder- und Währungsallokation

Da es sich um einen Singapur-ETF mit Einzeltiteln aus Singapur handelt, sind im ETF-Portfolio folglich Singapur Aktien enthalten, die in Singapur-Dollar gehandelt werden.

Sektorenverteilung – Finanzsektor deutlich übergewichtet

Die wichtigsten Sektoren sind mit 48,0 Prozent Finanzwesen, mit 16,0 Prozent Immobilien, mit 14,3 Prozent Industrie, mit 12,8 Prozent Kommunikationsdienstleistungen, mit 3,6 Prozent Nicht-Basiskonsumgüter und mit 3,5 Prozent Basiskonsumgüter. Zwar wirken die restlichen Sektoren ausbalancierend, doch 48,0 Prozent Exposure im Finanzsektor ist sehr hoch. (Daten vom 30. Juni 2019 gemäß gemäß UBS-Factsheet)

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF

Da es sich um einen physisch replizierenden ETF handelt, werden die Wertpapiere direkt erworben. Somit besteht zwischen der Zusammensetzung des Referenzindex und der des ETF-Portfolios nahezu Deckungsgleichheit.

Die Top-10-Positionen des ETFs sind mit 18,30 Prozent DBS Group Holdings, mit 14,30 Prozent Oversea-Chinese Banking Corp, mit 12,94 Prozent United Overseas Bank, mit 11,23 Prozent Singapore Telecommunications und mit 3,81 Prozent Keppel Corp, mit 3,56 Prozent CapitalLand, mit 2,79 Prozent Wilmar International, mit 2,54 Prozent Singapore Technologies Engineering, mit 2,50 Prozent SingaporeExchange und mit 2,26 Prozent ComfortDelGro Corp.

Die Top-10-Gewichtung bringt es auf 74,23 Prozent. Rein unter Diversifikationsaspekten ist dies auch gerade im Vergleich mit vielen internationalen Benchmarks, wie dem DAX oder dem Dow Jones als sehr hoch zu bezeichnen. (Daten vom 30. Juni 2019 gemäß UBS-Factsheet)

Performance der letzten Jahre zufriedenstellend

Zwar erreichte die Performance der letzten Jahre nicht vergleichbare Renditen, wie man sie zuletzt von den US-Aktienmärkten gewohnt war, doch im Vergleich zu den historisch niedrigen Zinsen, ist eine Performance von 15,13 Prozent in den letzten zwei Jahren durchaus respektabel. Der Referenzindex erzielte im Vergleichszeitraum ein Plus von 15,16 Prozent. Die Performance-Differenz ist somit kaum erwähnenswert.

Die Performanceunterschiede können aber je nach gewählter Handelswährung dennoch erheblich sein. Wer den ETF in Euro oder in US-Dollar erwirbt oder eben in der Basiswährung Singapur-Dollar, der wird unterschiedliche Renditen sichten. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex gemäß UBS-Factsheeet mit dem Stichtag des 30. Juni 2019)

Expertenmeinung – Singapur kann als sicherer Hafen auch für Vermögen aus Hongkong dienen

Aufgrund der zunehmenden unruhigeren politischen Lage in Hongkong, könnten einige wohlhabende Menschen sich gezwungen sehen, die Stadt zu verlassen oder eben zumindest Vorbereitungen zu treffen, um Vermögen zu schützen. Gerade der zweite Punkt wäre hier anzuführen. Wenn Menschen ihre Heimat verlassen, so laufen sie meist vor etwas Bösem davon. Das kann Armut sein, Krieg, soziale Unruhen, Kriminalität, politische Differenzen und Ähnliches.

Die Menschen suchen dann ein Land mit einem besseren Lebensstandard, besseren Karrieremöglichkeiten und Geschäftsaussichten aus. Sie wollen ihr Leben und ihre Lebensqualität verbessern. Zusammengefasst hat der Erwerb einer Immobilie in Singapur zum Beispiel für einen vermögenden Hongkong-Chinesen mit all diesen Dingen nicht sehr viel gemein, denn dieser vermögende Hongkong-Chinese erwirbt in Singapur eine Immobilie zum Zwecke der zusätzlichen Sicherheit und um auch einen Teil seines Kapitals in Sicherheit zu parken. Es ist quasi als eine zusätzliche Versicherung oder Plan B gedacht.

Da es in Hongkong sehr viele vermögende Menschen gibt, könnte der Anteil derer stiegen, die im als sehr sicher geltenden Singapur (Schweiz Asiens) Immobilien erwerben. Lokale Immobilienpreise in Singapur könnten aufgrund der zusätzlichen Nachfrage von vermögenden Privatleiten aus Hongkong sukzessive steigen. In Hongkong zum Beispiel fielen die Immobilienpreise im Rahmen der Unruhen im letzten Quartal um etwa rund 1,5 Prozent. Dies wiesen die Immobilienexperten von Savills jüngst in ihrem Bericht für Hongkongs Immobilienmarkt aus.

In anderen Wirtschaftsbereichen, auch im in Singapur recht starken Bankwesen, könnten die für Singapur positiven Effekte ebenso zunehmen. Kapitalflüsse aus Hongkong gehen nicht nur nach Großbritannien oder Australien, sondern eben auch ins nahe Singapur. Derzeit sieht es auch nicht danach aus, als würden die Kapitalflüsse sich wieder in Richtung Hongkong entwickeln. Vermögende Privatleute aus Hongkong bringen ihr Kapital in Sicherheit. Man muss aber auch bedenken, wie hoch die Verflechtung gerade im Bankwesen und im Bereich der Vermögensverwaltung zwischen den beiden ehemaligen britischen Kolonien Singapur und Hongkong ist und schon längere Zeit war.

Das sieht man sogar eindrucksvoll in Bankbilanzen. 24 Prozent des letzten Netto-Profits im zweiten Quartal 2019 der DBS-Bank aus Singapur ging auf Geschäfte mit Hongkong zurück. Hier kann zwar möglicherweise auch zukünftig viel Geld zu Gunsten von Singapurs Banken von Hongkong aus umgelenkt werden, doch diese Geschäftsmodelle könnten auch schnell Schaden davontragen.

In der Gesamtbetrachtung wäre eine Eskalation der Proteste in Hongkong aber eher eine Gefahr für die gesamte Finanzstabilität in der Region und genau dies könnte auch Singapurs Wirtschaft schaden. Kurzfristig wären Gewinne für Singapurs Wirtschaft durch neues, frisches Kapital aus Hongkong sicherlich möglich, doch die langfristigen Effekte eines sich destabilisierenden Hongkong würden diese Gewinne wieder abschmelzen lassen. In Singapur selbst ist man daher bestrebt langfristig zu denken.

Letztlich wird aber auch in Singapur die weitere Prosperität von der Entwicklung des Handelskrieges zwischen China und den USA abhängen, denn wenn der globale Handel Schaden davonträgt, wenn die globale Konjunktur sich deutlich abkühlt, dann wird auch in Singapur deutlich weniger Geschäft gemacht und dies zieht dann auch die führenden Aktiengesellschaften Singapurs in Mitleidenschaft.

Mögliches Setup

Das Setup verfolgt den Ansatz bei Schwäche Positionen aufzubauen oder nach einer mehrtägigen Schwächephase einen Einzelkauf vorzunehmen. Letzterer soll hier beispielhaft angeführt werden. Eine Position könnte bei 17,50 USD aufgenommen werden. Das Kursziel könnte bei 20,50 Euro liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 16,50 Euro eng abgesichert werden, um eventuelle Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem beispielhaften Setup bei 3.00.

Über MSCI: Das Unternehmen MSCI entwickelte und lizensierte bereits im Jahr 1969 das erste Indexprodukt des Hauses. Die Abkürzung MSCI setzte sich aus den alleinigen Eigentümern Morgan Stanley und Capital International zusammen, die im Jahr 2007 beim Börsengang auch die einzigen Großaktionäre waren. Morgan Stanley trennte sich dann vollständig von MSCI. Im Mai 2009 wurde das Unternehmen dann vollkommen eigenständig. Über die Jahre akquirierte MSCI eine Reihe von Firmen, wie zum Beispiel Barra, RiskMetrics Group, Measrisk, IPD und InvestorForce. MSCI gibt eine Reihe von bekannten Aktienindizes heraus. Der wohl marktbreiteste und bekannteste ist der MSCI World Index, der in der Investmentbranche auch als internationale Benchmark herangezogen wird. Der MSCI World Index wird genutzt, um die eigene Performance darzustellen und zu vergleichen.

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Dirk Friczewsky

Dirk Friczewsky

Dirk Friczewsky ist ein professioneller Trader und technischer Analyst. Er erstellt Handelssignale in den Handelsklassen Aktien, Anleihen, Devisen, Indizes und Rohstoffe. Dabei nutzt er konventionelle Handelsansätze, sowie z.B. Fibonacci Retracements, Pivot-Points, aber auch noch weitere Indikatoren. Herr Friczewsky leitet Seminare, coacht individuell Trader und Trading-Neulinge. Er entwickelt nachhaltige Marktstrategien mit Hilfe der Technischen Analyse, fundamentalen Analyse, Sentiment-Analyse und mehr. Er verfolgt dabei hauptsächlich den Ansatz der interdisziplinären Analyse.

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