Mit einem ETF dem Depot ein diversifiziertes Rohstoffportfolio beimischen

Anleger, die bereits eine Reihe von Investments im Bereich Aktien und Anleihen in ihrem Depot haben, können mit dem vorgestellten ETF ihr Portfolio weiter diversifizieren und die Assetklasse Rohstoffe abdecken. Investments im Rohstoffsektor zielen dabei meist auf eine langfristig orientierte Anlage ab, die auf ein bis mehrere Jahre, wenn nicht sogar länger zu veranschlagen wäre. Der ETF bietet hierfür einen Korb von Einzelrohstoffen und somit ein breites Spektrum.

Rohstoff ETC oder Rohstoff ETF? – wichtige rechtliche Sicherheitsmerkmale

Bei dem hier vorgestellten Produkt handelt es sich um einen ETF und nicht wie sonst im Rohstoffbereich üblich um einen ETC. Dies ist möglich, da es sich um einen Korb von verschiedenen Rohstoffen handelt. Wäre nur ein einzelner Rohstoff durch das Produkt abgebildet, so würde es sich um einen ETC handeln. Durch das Produktmerkmal ETF erhält der investierte Anleger den Vorteil, dass es sich bei der Investition um Sondervermögen handelt. ETCs sind im Vergleich zu ETFs kein Sondervermögen, sondern Inhaberschuldverschreibungen.

Referenzindex und seine wichtigsten Bestandteile

Der Referenzindex Bloomberg Commodity Index 3 Month Forward Total Return Index weist mit dem Stichtag des 31. August 2019 23 verschiedene Rohstoffkomponenten auf. Diese Rohstoffbestandteile sind in die Sektoren Landwirtschaft mit einem Anteil von 30,4 Prozent, Energie mit 27,4 Prozent, Edelmetalle mit 18,7 Prozent, Industriemetalle mit 17,9 Prozent und Viehzucht mit 5,6 Prozent untergliedert.

Die Top 10 – Einzelpositionen sind mit 14,2 Prozent Anteil Gold, gefolgt von Rohöl WTI mit 8,3 Prozent, Erdgas mit 7,3 Prozent, Rohöl Brent mit 7,2 Prozent, Kupfer(COMEX) mit 6,9 Prozent, Mais mit 5,8 Prozent, Sojabohnen mit 5,6 Prozent, Silber mit 4,4 Prozent, Nickel mit 4,2 Prozent und Aluminium mit 4,0 Prozent. Die Top-10-Positionen haben eine Gewichtung von 67,9 Prozent. Die restlichen 13 Komponenten des Index stehen somit für 32,1 Prozent Gewichtung.

Der Referenzindex weist Erträge aus drei unterschiedlichen Komponenten auf. Eine Ertragskomponente ist der reine Spot-Ertrag, der durch die täglichen Preisänderungen zustande kommt. Eine weitere Ertragskomponente ist der sogenannte Roll-Ertrag, der durch die jeweilige Terminkurvenstruktur erzielt werden kann (dem gegenüber steht selbstverständlich bei einer ungünstigen Terminmarktkurve auch ein Rollverlust) und die letzte Komponente ist der Sicherheiten-Ertrag, der auch unter dem englischen Begriff collateral return bekannt ist. Letzterer bezieht sich auf einen Ertrag aus Zinsen auf die als Barmittel hinterlegten Sicherheiten. (Daten in Bezug auf den Referenzindex gemäß LGIM vom 31. August 2019)

Details zum Rohstoff-ETF

Der vorgestellte ETF ist gleich an mehreren Börsenplätzen gelistet und demnach kann man auch verschiedene Handelswährungen wählen. Neben der Deutschen Börse, kann der ETF auch an der London Stock Exchange, Borsa Italiana, Euronext und der SIX Swiss Exchange gehandelt werden. Die wählbaren Währungen sind Euro (EUR), US-Dollar (USD), britisches Pfund (GBP) und Schweizer Franken (CHF). Im vorliegenden Fall wird die Fonds- und Handelswährung US-Dollar (USD) herangezogen, da die internationale Rohstoffhandelswährung an den wichtigsten Terminbörsen der Welt ohnehin der US-Dollar ist.

Anleger anderer Währungsräume beachten neben dem allgemeinen Kursrisiko auch das sich addierende Währungsrisiko. Der ETF nutzt die swap-basierte Replikationsmethode. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,30 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF wurde am 18. März 2010 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 26. September 2019 ein Fondsvolumen in Höhe von 529,3 Mio. US-Dollar.

Zusammensetzung des ETF-Portfolios

Im Gegensatz zu den herkömmlichen vollständig physischen Abbildungsmethoden bei der Mehrheit der ETFs, wird beim Legal & General Longer Dated All Commodities UCITS ETF – USD ACC die swap-basierte Abbildungsmethode verwendet. Eine swap-basierte Replikation hat allgemein zur Folge, dass sich die Zusammensetzung des jeweiligen Referenzindex und des jeweiligen ETF-Portfolios leicht, teils bis erheblich voneinander unterscheidet. Beim vorgestellten ETF weicht das ETF-Portfolio total von der Zusammensetzung des Referenzindex ab, denn der ETF bildet den Referenzindex mittels Aktieninvestments ab.

Die Top10-Positionen des ETFs lauten Aviva, Tesco, TUI, Eiffage, Melrose Industries, Smiths Group, Amazon.com, Constellation Brands, Soseo Group und Bureau Veritas. Die Top10-Positionen haben eine Gesamtgewichtung von 35,63 Prozent. Alle 490 Einzelpositionen innerhalb des ETF-Portfolios haben mit dem Stand des 26. September 2019 einen Gesamtwert von 562,3 Millionen US-Dollar und weisen demnach eine recht hohe – sehr positiv zu wertende – Überdeckung der Sicherheitshinterlegung auf.

Performance langfristig negativ

Der Referenzindex und der ETF wiesen in den letzten Jahren eine enorme Schwankungsbreite auf. Daher gleicht die Preisentwicklung in den letzten fünf Jahren auch einer Achterbahnfahrt. In 2014 lag der ETF 15,81 Prozent im Minus, 2015 gar mit 23,86 Prozent, in 2016 ging es dann 12,33 Prozent aufwärts, in 2017 immerhin um 3,65 Prozent aufwärts und in 2018 wieder um 9,68 Prozent abwärts. Der Referenzindex wies in den jeweiligen Vergleichszeiträumen Performances von Minus 14,84 Prozent, Minus 23,12 Prozent, ein Plus von 13,13 Prozent, ein Plus von 4,20 Prozent und ein Minus von 9,32 Prozent auf. Insgesamt weist der ETF in den letzten fünf Jahren ein Minus von 7,46 Prozent auf, während der Referenzindex um 6,85 Prozent fiel. Die Performanceunterschiede sind im Bereich des Vertretbaren und sind größtenteils mit Transaktionskosten und Gebühren zu erklären. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex gemäß LGIM-Factsheet)

Expertenmeinung – Rohstoffe können auch in Zeiten von Konjunktureinbrüchen weiterhin eine sinnvolle Beimischung sein

Viele Investoren können das Wort Handelskonflikt schon nicht mehr hören, doch auch in der Anlageklasse Rohstoffe hat besonders der Handelskonflikt der USA mit China eine nicht hinwegzudenkende Bedeutung. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt haben einen sehr hohen Einfluss auf die jeweilige Rohstoffnachfrage, vor allem wenn es sich um den Bereich Energie und Industriemetalle handelt, denn dieser steht im Fall einer konjunkturellen Verlangsamung oder eines konjunkturellen Einbruchs besonders unter Preisdruck.

Durch einen recht hohen Anteil des Bereichs Landwirtschaft und Viehzucht von insgesamt 36 Prozent im vorliegenden Referenzindex, findet aber eine recht gute Ausbalancierung konjunktursensitiver und nicht so enorm konjunktursensitiver Rohstoffe statt. Auf längere Sicht von fünf bis zehn Jahren spielt der aktuelle Handelskonflikt aber dennoch eine untergeordnete Rolle, denn eines gilt bereits seit vielen Jahren: Besonders China nie außer Acht lassen!

China gilt zum Beispiel als einer der größten Käufer von vielen Rohstoffen überhaupt. Der Bedarf an Energie ist enorm hoch (14 Prozent des globalen Rohölkonsums) und auch im Bereich Industriemetalle gibt China den Ton an, denn das Reich der Mitte fragt weltweit unter anderem am meisten Kupfer nach, kauft am meisten Sojabohnen (allein rund 60 Prozent der gesamten US-Produktion) an und baut überhaupt enorme Rohstoffreserven für die Zukunft auf. Mit dem wachsenden Wohlstand in China und der auf rund 1,4 Milliarden Menschen angewachsenen Bevölkerung feilt China stetig international an Rohstoffversorgungsstrategien.

Peking verfolgt unter anderem mit seinen Aktivitäten in Afrika und Vorderasien nicht nur militärische oder wirtschaftliche Ziele, sondern schlichtweg die Sicherstellung der Ernährung der chinesischen Bevölkerung. An der gesteigerten Nachfrage der Chinesen in den letzten Jahrzehnten wird also auch der Handelskonflikt nicht zum Crash einiger Rohstoffbereiche führen, sondern höchstens zu zweitweise leichtem Preisdruck. Chinas Binnenkonsum allein benötigt ohnehin riesige Rohstoffreserven, um weiter am Laufen gehalten zu werden. Sollte China künftig anstatt wie zuvor mit 6-7 Prozent BIP-Wachstum nur noch mit 4-5 Prozent wachsen, so würde dies dem globalen Rohstoffmarkt nicht enorm schaden.

Ein schrittweiser Wechsel hin zu mehr regenerativer Energien würde den Energiemarkt ohnehin in seiner Gesamtheit ändern und Neukonzeptionen und Umstellungen im Rohstoffsektor zur Folge haben.

Mögliches Setup

Käufe könnten bei Schwäche erfolgen oder im Falle einer technisch überverkauften Lage. Eine Position wäre zum Beispiel bei 13,45 USD zu eröffnen. Das Kursziel könnte bei 14,95 USD liegen. Die Position wäre zur Verlustbegrenzung mit einem Stoploss bei 12,95 USD eng abzusichern. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem Setup bei 3.00.

Über den ETF-Anbieter LGIM: Legal & General Investment Management ist der Legal & General Group plc aus Großbritannien zuzuordnen. Der an der LSE im FTSE100 gelistete Konzern ist eine Finanzgruppe, die unter anderem Lebens- und Krankenversicherungen, Rentenpolicen, Fonds und weitere Investmentprodukte anbietet. Der Konzern wurde bereits 1836 gegründet und ist heute der größte Vermögensverwalter für britische Pensionsfonds, der größte Investor am britischen Aktienmarkt und Marktführer im Bereich Risikolebensversicherungen in Großbritannien. L&G ETF ist der LGIM zuzuordnen, die mit dem Stichtag des 30. Juni 2019 insgesamt über 1,1 Billionen britische Pfund an Vermögen verwaltet.

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