Goldanleger werden derzeit auf eine harte Probe gestellt. Während Öl und Kupfer steil gehen, fällt der Goldpreis. 10 Prozent hat das Edelmetall seit Jahresbeginn verloren. Muss man sich als Gold-Investor jetzt Sorgen machen, oder sollte man die Kurskorrektur als attraktive Kaufchance sehen? Eine Antwort erhalten Sie anhand einer aussichtsreichen Trade-Idee in dieser Gold-Analyse.

Rückblick: Bullen heftig unter Beschuss

Die Sorgenfalten der Gold-Bullen werden immer grösser. Wurde der Kontrakt im Gold-Future mit Laufzeit April 2021 (Kürzel: GCJ1) letzte Woche bei 1.855 USD gehandelt, werden diese Woche für 100 Unzen Gold nur noch zu 1.770 USD aufgerufen. Ein sattes Minus von 85 USD oder 4,5 Prozent (vgl. Chart unten).

Das ist besonders ärgerlich, vor allem wenn andere Rohstoffe wie Öl und Kupfer von einem zum nächsten Hoch rennen. Selbst der kleine Bruder Silber konnte in den letzten Tagen leicht zulegen.

Der Kursrutsch, dürfte so manchen Gold-Anleger ins Grübeln bringen…

Sollte man, wie es der weltgrösste Vermögensverwalter BlackRock in Q4 2020 vorgemacht hat, einen Teil seiner Gold-Position verkaufen und besser in Silber investieren?

Um die Lage besser einschätzen zu können, zoomen wir ein wenig heraus und schauen uns an, wie sich der oben beschriebene Kursverlauf in das grosse Chartbild einfügt.

Überblick: Nur eine Korrektur im intakten Aufwärtstrend

Ein Blick auf den Monatschart des Rohstoffs Gold (Kürzel XAUUSD) oben zeigt: Der Goldpreis hat das bisherige Rekordhoch aus dem Jahr 2011 im ersten Anlauf überwunden. Wenn solch markante Chartmarken im ersten Versuch genommen werden, dann ist das richtungsweisend und kann als sehr bullisch interpretiert werden.

Der übergeordnete Aufwärtstrend, in Form von höheren Hochs und höheren Tiefs (im Chart oben grün markiert), ist weiter intakt. Daran ändert auch die deutliche Korrektur seit dem Rekordhoch im August bei 2.089,20 USD nichts. Zwar hat sich der Preis für eine Feinunze seitdem über 300 USD verbilligt, was aber nach einer fast 700 USD starken Preisrallye auch gesund ist und Raum für weitere Kursanstiege bietet.

Die technische Grosswetterlage ist somit „bullisch“.

Aktuell befindet sich der Goldpreis bei 1.780 USD noch innerhalb einer wichtigen, im Chart grün eingezeichneten, Unterstützungszone. Denn hier prallte der Preis für das Edelmetall im Jahr 2012 und 2013 mehrmals nach unten ab. Ende 2020 hat das Preislevel immer wieder Käufer angezogen.

Damit ist klar…

Solange der übergeordnete Aufwärtstrend intakt ist, sind eine Trendfortsetzung und damit eine weitere Bewegungswelle nach oben wahrscheinlicher. Aus Chance-Risiko Gesichtspunkten ist es deshalb sinnvoller Kursschwäche zu kaufen, als Kursstärke zu verkaufen.

Passt das aber auch zu den fundamentalen Rahmenbedingungen?

Renditen schiessen in die Höhe

Gegenwind für die Gold-Bullen ist derzeit der starke Anstieg der Renditen für US-Staatsanleihen. Die Bonds mit zehn Jahren Laufzeit bringen aktuell 1,3 Prozent Rendite. Je höher die Renditen steigen, desto schlechter für Gold. Da das gelbe Edelmetall als alternative Anlageklasse keine Zinsen abwirft. Jedoch ist das nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite steigen auch die Inflation bzw. die Inflationserwartung an.

Inflation und Inflationserwartung ziehen an

Aktuelle Daten zeigen es deutlich: Die Inflation ist schon da. Zumindest in den USA. Dort stiegen die Erzeugerpreise im Januar im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent, so stark wie noch nie. Die Schätzungen des Marktes wurden dabei um 1 Prozent geschlagen.

Darüber hinaus liegen die Inflationserwartungen in den USA derzeit bei 3,05 Prozent für das kommende Jahr (vgl. Grafik unten).

Realverzinsung weiter negativ

Und damit sind wir beim entscheidenden Punkt für die Gold-Anleger. Durch die anziehende Inflation ist die Realverzinsung weiter negativ. Käufer von US-Bonds verlieren bei einer Inflation von 3 Prozent unter dem Strich immer noch 1,7 Prozent an Kaufkraft. Das dürfte den Gold-Bullen auch weiterhin bewusst sein. Jedoch verleiten die neuen Hochs an den Aktien- und anderen Rohstoffmärkten dazu, Gold-Positionen aufzulösen und z.B. in Kupfer zu investieren. So lange dort die Musik spielt, könnte der Goldpreis erstmal weiter korrigieren.

Jetzt stellt sich die Frage: Wo ist für geduldige Anleger ein gutes Einstiegsniveau mit einem attraktiven Chance-Risiko Verhältnis für einen Long-Trade?

Ausblick: Es könnte erst noch tiefer gehen…

Wenn wir anhand eines Tagescharts im Rohstoff Gold weiter in das aktuelle Marktgeschehen hineinzoomen, dann sehen wir, dass der Kurs derzeit bei 1.784 USD notiert. Also deutlich unter dem Rekordhoch im Gold Future von 2.089,20 USD. Bevor dieses erneut erreicht werden kann, müssen zunächst die technischen Widerstände im Bereich von 1.875 USD, 1.900 bis 1.920 USD und danach bei 1.975 USD aus dem Weg geräumt werden (vgl. Chart unten).

Danach sieht es aktuell jedoch eher nicht aus. Zwar hängt der Kurs noch an der letzten horizontalen Unterstützung des Dezember-Tiefs im Bereich von 1.775 USD, jedoch gibt es mehrere Indizien, die auf weitere Kursverluste hindeuten.

Untergeordneter Abwärtstrend signalisiert weitere Kursverluste

Wenn Sie einen Blick auf den Chart oben werfen, erkennen Sie einen aus tieferen Hochs und tieferen Tiefs gekennzeichneten Abwärtstrend. Kurzfristig sind daher weitere Kursverluste wahrscheinlicher. Zudem befindet sich der Kurs unter dem 50-Tage, sowie unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Ein mögliches Ziel dieses Trends könnte der Kursbereich um 1.700 USD sein.

Das Saisonale Muster im Gold

Wie an den Aktienmärkten gibt es auch beim Goldpreis eine Saisonalität. Ein Blick auf den Chart unten macht klar…

Die Wahrscheinlichkeit für einen fallenden Goldpreis ist derzeit höher als für steigende Kurse. Wenn wir uns den durchschnittlichen Kursverlauf der letzten 20 Jahre in der Grafik oben näher anschauen dann sehen wir, dass im gelben Edelmetall statistisch gesehen von Mitte Februar bis Mitte März eher mit fallenden Kursen gerechnet werden kann. So hat der Goldpreis in den letzten 20 Jahren in diesem Zeitraum durchschnittlich um gut 1,5 Prozent verloren. Der statistische Rückenwind bis Mitte März bläst derzeit noch für die Gold-Bären. In einem Monat könnte sich das jedoch schon ändern.

Schnäppchenjäger, die für ihren Gold-Einstieg ein gutes Timing suchen, sollten das im Hinterkopf behalten.

Darüber hinaus sollte Sie diese technischen Kaufsignale auf dem Radar haben

Sollte es im Gold zu einer weiteren Abwärtswelle kommen, könnte der Preisbereich um 1.700 USD für Unterstützung sorgen. Genauer gesagt könnte eine Kreuzunterstützung, bestehend aus einer horizontalen Unterstützung gepaart mit einer unteren Trendkanalbegrenzung, Käufer anziehen.

Zweitens verläuft bei 1.690 USD das 61,8er Fibonacci Retracement der letzten grossen Aufwärtsbewegung seit März 2020. Für viele technisch orientierte Anleger ist nach einer dynamischen Bewegung eine Korrektur auf das 61,8er Fibonacci-Level ein sehr interessantes Einstiegs-Niveau. Dieses Preisniveau könnte auch Käufer anziehen, die bisher noch an der Seitenlinie stehen und geduldig auf ein attraktives Einstiegslevel warten.

Darüber hinaus könnte im Unterstützungsbereich von 1.700 USD ein harmonisches Kursmuster vervollständigt werden. Diese Kursmuster signalisieren mögliche Umkehrpunkte im Chart und werden von mir gerne als Einstiegssignal genutzt.

Einblick: Attraktive Trade-Idee mit einem CRV von 4,9 für einen Long-Einstieg im Gold

Ein Test einer wichtigen Unterstützung im Bereich von 1.700 USD könnte Ihnen den perfekten Einstieg für einen Long-Trade in Gold liefern. Damit würden Sie von einer möglichen Aufwärtsbewegung im Gold profitieren (vgl. Chart unten).

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig bis sich Trading-Chancen am Markt mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis ergeben, ohne blind den Kursen hinterher zu rennen.

Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiss ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine grosse Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 4,9 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir einen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Sollten Sie sich für einen Long-Trade entscheiden, können Sie bei 1.681 USD einsteigen und sich mit einer Stopp-Loss Order bei 1.618 USD, also unter dem Verlaufstief von letztem Juni, absichern. Damit berücksichtigen wir auch die aktuelle Volatilität im Gold-Future.

Ein mögliches Gewinnziel wäre bei 1.990 USD. Daraus ergibt sich für die Trade-Idee ein Chance-Risiko-Verhältnis von 4,9.

Sobald nach einem möglichen Einstieg das Kurslevel von 1.681 USD erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Das Restrisiko wird damit auf null reduziert.

Fazit der Gold-Analyse:

Die aktuelle Gold-Analyse zeigt: Eine mögliche Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends eröffnet eine attraktive Chance für einen Long-Trade. Ein möglicher Umkehrpunkt im Chart könnte im Bereich von 1.681 USD liegen.

Falls es im gelben Edelmetall von dort weg zu einer weiteren Aufwärtsbewegung kommt, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 4,90 Euro zurückerhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Ein aktives Risiko- und Trademanagement sind daher ebenfalls sehr wichtig.

Risiken für die Trade-Idee bestehen vor allem darin, dass auch der Goldpreis im Rahmen eines Risk-On-Sentiments und der damit verbundenen Rallye an den Aktien und Rohstoffmärkten weiter unter Druck gerät. Am einfachsten und vor allem kostengünstigsten können Sie die vorgestellte-Trade-Idee mit Futures umsetzen. Je nach Kontogrösse und Risikoeinstellung können Sie z.B. den April Gold-Future (Symbol: GCJ1) oder den kleineren Micro-Gold-Future (Symbol: MGCJ1) dafür einsetzen. Diese Kontrakte haben derzeit das grösste Handelsvolumen.

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Andreas Fink, Futures-Händler | LYNX Börsenexperten
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