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Anleger haben mit dem hier präsentierten ETF die Möglichkeit, in die 220 weltweit führenden Konzerne des Finanzsektors aus den 23 entwickelten Märkte zu investieren.

Informationen zum Referenzindex – MSCI World Financials 35/20 Capped Index

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex ist der MSCI World Financials 35/20 Capped Index. Dieser Index misst die Performance global relevanter und hochliquider Wertpapiere, die dem Global Industry Classification Standard (GICS) zufolge dem Finanzsektor zuzuordnen sind.

Das Exposure des Index besteht aus Wertpapieren aus 23 entwickelten Märkten. Der MSCI World Financials 35/20 Capped Index basiert auf dem „Mutterindex“, dem MSCI World Index. Die jeweilige Angabe „35/20 Capped“ bedeutet, dass der grösste Einzelwert auf eine Gewichtung von 35 Prozent beschränkt sein soll und die Gewichtung der restlichen Einzeltitel jeweils 20 Prozent nicht überschreiten soll. Diese Kappungsgrenzen sind jedoch im vorliegenden Index nicht einmal ansatzweise in Reichweite.

Der Referenzindex besteht aus 220 Einzeltiteln. Der Index wird einmal jährlich im Juni jeweils nach Börsenschluss am dritten Freitag auf seine Zusammensetzung überprüft. Obendrein gibt es quartalweise Überprüfungen jeweils nach Börsenschluss am dritten Freitag des Monats März, September und Dezember (alle diese Daten sind Abschlusstage des grossen Verfallstages an der Terminbörse Eurex). Der MSCI World Financials 35/20 Capped Index wurde erstmals am 07. Mai 2020 publiziert und berechnet. Alle Daten zuvor beruhen auf dem Back-Testing-Verfahren.

Für das Jahr 2022 liegt die Dividendenrendite des Index bei 3,48 Prozent. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Index liegt im vergleichszeitraum bei 10,42 Punkten.  (Quelle: State Street Global Advisors Factsheet und MSCI World Financials 35/20 Capped Index Factsheet – beide mit dem Stand vom 30. September 2022)

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF-Portfolio

Der ETF nutzt die vollständig physische Abbildungsmethode. Folglich besteht zwischen den Positionen des ETF-Portfolios und denen des Referenzindex eine recht hohe Deckungsgleichheit.

Die grössten Positionen sind mit 5,54 Prozent Berkshire Hathaway B-Aktie, mit 4,94 Prozent JPMorgan Chase & Co, mit 3,53 Prozent Bank of America, mit 2,45 Prozent Wells Fargo, mit 2,07 Prozent Royal Bank of Canada (RBC), mit 1,82 Prozent Toronto-Domion Bank, mit 1,71 Prozent S&P Global, mit 1,70 Prozent HSBC Holdings, mit 1,69 Prozent Charles Schwab und mit 1,68 Prozent Morgan Stanley.

Diese Top 10 weisen gerade einmal eine Gewichtung von 27,13 Prozent auf. Im Falle dieser Gewichtung der Top 10 Positionen kann man folglich von einer ausreichenden Diversifikation sprechen. Insgesamt befinden sich noch 209 weitere Einzeltitel im Gesamtportfolio. (Quelle: State Street Global Advisors Factsheet mit dem Stand vom 30. September 2022)

Sektoren- Währungs- und Länderallokation

Das Fondsportfolio besteht zu 55,28 Prozent aus Aktien aus den USA. Auf den weiteren Plätzen folgen mit 9,63 Prozent Kanada, mit 5,24 Prozent Australien, mit 5,08 Prozent Grossbritannien, mit 4,62 Prozent Japan, mit 3,11 Prozent die Schweiz, mit 2,68 Prozent Hongkong, mit 2,62 Prozent Deutschland, mit 2,02 Prozent Frankreich und mit 1,95 Prozent Schweden.

Die restlichen Prozente gehen noch an Singapur, Italien, Spanien, die Niederlande, Israel, Belgien, Finnland, Norwegen, Dänemark, Österreich und andere Länder. Insgesamt sind nur die entwickelten Länder im Portfolio vertreten. Ihren Anteilen entsprechend spielen neben dem US-Dollar auch Währungen wie der kanadische Dollar, der australische Dollar, das britische Pfund, der japanische Yen und auch der Euro eine Rolle im Währungskorb des Portfolios. Der Euro hat z.B. einen Anteil von leicht über 9 Prozent.

Der Sektorenallokation zufolge liegt der Sektor Banken mit einem Anteil von 42,96 Prozent auf dem ersten Platz. Auf den nachfolgenden Plätzen finden sich Versicherungen mit 23,87 Prozent, Kapitalmärkte mit 22,81 Prozent, diversifizierte Finanzdienstleister mit 7,47 Prozent, Private Finanzdienste mit 2,78 Prozent und Hypotheken-Immobilienfonds (Real Estate Investment Trusts – REITs) mit 0,11 Prozent. (Quelle: State Street Global Advisors Factsheet mit dem Stand vom 30. September 2022)

SPDR MSCI World Financials ETF im Detail

Der ETF (Symbol: WFIN – ISIN: IE00BYTRR970 – WKN: A2AGZ2) kann über die Börse London in US-Dollar erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt lediglich 0,30 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Die Fonds- und Handelswährung ist der US-Dollar.

Der ETF nutzt die vollständig physische Replikationsmethode und erwirbt die Wertpapiere somit direkt. Der ETF wurde am 29. April 2016 aufgelegt und wies mit dem Stichtag des 17. Oktober 2022 ein verwaltetes Vermögen in Höhe von rund 268,78 Millionen US-Dollar auf. (Quelle: State Street Global Advisors mit dem Stand vom 18. Oktober 2022)

Performance langfristig mehr als nur zufriedenstellend

Seit Jahresbeginn 2022 wies der Referenzindex ein Minus von 22,49 Prozent auf. In diesem Zeitraum verlor der ETF (netto nach Kosten) 22,45 Prozent.

Blickt man auf die letzten Jahre, so waren die Jahre 2017, 2019 und 2021 gute Jahre und die Jahre 2018 und 2020 weniger gute. Weniger gut in 2018 bedeutete für den Referenzindex ein Minus von 16,97 Prozent und in 2020 ein Minus von 2,83 Prozent. Der ETF verlor in 2018 16,96 Prozent und in 2020 2,83 Prozent.

Gute Jahre bedeutet zum Beispiel auf 2021 bezogen ein Plus von 27,87 Prozent für den Referenzindex und ein Zugewinn für den ETF von 27,88 Prozent. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex und der ETF gemäss SPDR mit dem Stand des 30. September 2022)

Expertenmeinung – Finanzsektor mit Chancen – Stockpicking wäre die Alternative

Ein Selbstläufer ist der Banken- und Finanzsektor derzeit sicherlich nicht, wenn man stur auf die Zinsentwicklung der wichtigsten Notenbanken blickt. Wer als Anleger in der Lage ist, mit seinem eigenen Research den einen oder anderen Einzelwert aus dem Finanzsektor herauszupicken, der könnte mitunter den gesamten Sektor möglicherweise „outperformen“. Wem das zu anstrengend ist oder wer das schlichtweg nicht leisten will oder kann, der greife auf den hier vorgestellten ETF zurück und hole sich das globale Exposure des Finanzsektors mit dem „Who-is-Who“ der Finanzwelt in sein Depot.

Der Index hat einen mit rund 55 Prozent nicht geringen US-Anteil. Aus diesem Grund wäre dem US-Bankensektor ausreichendes Augenmerk beizumessen. Sicherlich wuchs das Polster der grossen US-Banken komfortabler, da die US-Notenbank FED seit März drastisch die Zinsen angehoben hat, ja mehr als verzehnfacht hat.

Mittlerweile liegt das US-Leitzinsband, die sogenannte „Target Rate“ bei 3,00 bis 3,25 Prozent und auf Basis der aktuellen Einpreisung am Terminmarkt geht man von Wahrscheinlichkeiten jenseits der 90 Prozent aus, dass die Fed weiter kräftig an der Zinsschraube dreht und die Zinsen nochmals um 75 Basispunkte anheben dürfte. Die Zinserträge allein sind es aber nicht, die die Banken auf eine neue Erfolgswelle bringen.

Aufgrund der extrem schnell angestiegenen Zinsen in den USA besteht die hohe Gefahr, dass dieser steile Zinsanstieg das bewerkstelligt, was er eigentlich soll, nämlich die konjunkturelle Entwicklung einbremsen, abbremsen und schliesslich abwürgen und dies alles mit dem grossen Ziel, die Inflation in den USA in den Griff zu bekommen. Eine Rezession und eine höhere Arbeitslosenrate nimmt die Fed dabei billigend in Kauf, um ihrem Ziel näher zu kommen. Dies wiederum birgt Risiken und das nicht nur für US-Banken. Würgt man den US-Markt ab, so strahlt dies negativ auf die restlichen entwickelten Märkte der Welt aus. Ausserdem gefährdet der mittlerweile zu starke US-Dollar auch die Entwicklungen in den Emerging Markets.

Neben der Fed erhöhten in den letzten Monaten zum Beispiel auch die Bank of Canada, die Bank of England, die SNB, Norges Bank und weitere Zentralbanken die Leitzinsen. Auch die EZB dürfte in den kommenden Monaten den Leitzins über die Marke von 2 Prozent hieven. Mit zunehmendem Zinsdruck steigen auch die Risiken an anderer Stelle, sei es bei Verbraucherkrediten, Kreditkarten, Autokrediten und vor allem auch bei Immobilienkrediten. Das nicht geringe Risiko lautet „Kreditausfallrisiko“. Mit der zunehmenden Notwendigkeit wäre demnach auf die erhöhte Risikoreserve der Banken zu achten. Die höheren notwendigen Kapitalpuffer, die sich die Banken für ein erhöhtes Ausfallrisiko verschaffen, könnten die Performance zum Beispiel der hier im Referenzindex vertretenen Grossbanken ausbremsen.

Mögliches Setup

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Nach einem nochmaligen leichten Kursrücksetzer könnte eine Neupositionierung eingegangen werden. Ein Kauf könnte bei 43,00 US-Dollar erfolgen, mit einem möglichen Ziel bei 49,00 US-Dollar. Die Position könnte mit einem Stoploss von 41,00 US-Dollar abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 3.00.

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