Der vorgestellte ETF ermöglicht Anlegern ein direktes und ausreichend diversifiziertes Engagement in der Private Equity-Branche.

Informationen zum Referenzindex – Foxberry Listed Private Equity SDG Screened USD Net Total Return Index

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex Foxberry Listed Private Equity SDG Screened USD Net Total Return Index des Indexanbieters Foxberry hat den Indexticker FXBYPESN, kann aber auch über die ISIN DE000SL0D5H4 zum Beispiel über die Website von Solactive gefunden werden.

Der hier vorgestellte und vom ETF zur Abbildung herangezogene Referenzindex wird in der Variante eines Net Total Return Index berechnet. Durch ein Backtesting-Verfahren können Performance-Daten zurück bis zum 16. August 2016 gesichtet werden. An diesem Tag wies der Index einen Stand von 377,3 Punkten auf und kletterte bis zum 03. November 2021 auf einen Rekordstand von 1.101,4 Punkten.

Der Referenzindex bietet ein Exposure aus derzeit 94 börsennotierten Wertpapieren von Aktiengesellschaften, die der Private Equity-Branche zuzuordnen sind. Um in den Index aufgenommen werden zu können, müssen die betreffenden börsennotierten Aktiengesellschaften ihren Hauptgeschäftszweck im Bereich Private Equity haben, also Investitionen in Unternehmen, Unternehmensbeteiligungsquoten, Beteiligung an fremdfinanzierten Unternehmensübernahmen oder auch Management-Buy-outs aufweisen.

Ausserdem müssen die jeweiligen Einzeltitel eine streubesitzadjustierte Marktkapitalisierung von mindestens 120 Millionen US-Dollar und ein tägliches Handelsvolumen von über 400.000 US-Dollar im Durchschnitt der letzten drei Monate aufweisen. Der Index zielt bei seinem Coverage rein auf entwickelte Märkte (DM/Developed Markets) ab. Die Indexwährung lautet auf US-Dollar.

Dem Index liegt auch ein sogenanntes SGD-Screening zugrunde, das sich an einem Rahmenwerk der Vereinten Nationen in Bezug auf die 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung orientiert. Die Abkürzung SGD steht für Sustainable Development Goals – der Referenzindex verfolgt demnach als Ziel auch das Impact-Investing. Der Indexanbieter Foxberry arbeitet in Bezug auf den hier konzipierten Index mit dem international agierenden Researchhaus HolonIQ zusammen. (Daten gemäss Solcative- und Foxberry-Factsheets jeweils mit dem Stand vom 14. März 2022)

Die Top Positionen des ETF-Portfolios

Da der ETF die vollständig physische Replikationsmethode verwendet, werden die Wertpapiere direkt erworben. Aus diesem Grund besteht zwischen dem ETF-Portfolio und der Zusammensetzung des Referenzindex eine sehr hohe Deckungsgleichheit.

Die grössten Positionen im Index sind mit 9,88 Prozent Blackstone, mit 9,70 Prozent Brookfield Asset Management Class A, mit 8,27 Prozent KKR & Co, mit 6,95 Prozent Partners Group Holding, mit 6,38 Prozent Prosus N.V., mit 5,92 Prozent 3i Group, mit 5,42 Prozent Apollo Global Management, mit 3,29 Prozent Ares Management, mit 3,13 Prozent Onex und mit 2,66 Prozent Groupe Bruxelles Lambert.

Diese Top 10 Positionen bringen es auf eine Gesamtgewichtung von 61,59 Prozent. Damit liegt zwar keine sehr hohe Diversifikation vor, doch auch bei den Top 10 des DAX wäre diese recht ähnlich. Das Gesamtportfolio des ETFs besteht neben dieser Werten noch aus 84 weiteren Positionen. (Daten in Bezug auf den ETF gemäss FlexShares vom 14. März 2022)

Portfolioallokation – Finanzwerte dominieren das Portfolio

Ein Blick auf die Sektorengliederung zeigt, dass hier der Sektor Finanzwerte mit 84,70 Prozent mehr als deutlich auf dem ersten Platz liegt. Gefolgt wird er von den Bereichen Nicht-Basiskonsumgüter mit 6,47 Prozent, nicht klassifiziert mit 4,91 Prozent, Barmittel und/oder Derivate mit 2,37 Prozent, Industriewerte mit 1,51 Prozent und Kommunikationsdienstleistungen mit 0,04 Prozent.

In Bezug auf die Länderallokation liegen die USA mit einem Anteil von 41,88 Prozent auf dem ersten Platz. Auf den weiteren Positionen finden sich Grossbritannien mit 13,67 Prozent, Kanada mit 12,95 Prozent, die Schweiz mit 7,32 Prozent, China mit 6,41 Prozent, Belgien mit 3,78 Prozent, Frankreich mit 3,19 Prozent, Schweden mit 2,44 Prozent und die restlichen Länder kommen auf 2,7 Prozent.

Man erkennt hieran international auch die Bedeutung Deutschlands in Bezug auf Private Equity. Hier gibt es vergleichsweise wenige Unternehmen, die als Investoren auftreten, vielmehr gilt Deutschland eher als eines der Zielländer für Private Equity.

Aufgrund der genannten Länderaufschlüsselung setzt sich das Portfolio zu über 60 Prozent aus Positionen in US-Dollar und britischen Pfund zusammen – nennenswert wäre an dritter Stelle noch der Euro. Es folgen noch der kanadische Dollar, der Schweizer Franken, die schwedische Krone, der japanische Yen, der Hongkong Dollar und der australische Dollar. (Daten in Bezug auf den ETF gemäss FlexShares vom 14. März 2022)

FlexShares Listed Private Equity UCITS ETF im Detail

Der ETF (Symbol: FLPE – ISIN: IE0008ZGI5C1 – WKN: A3C2DX) kann über die Euronext Amsterdam in Euro erworben werden. Die Gesamtkostenquote (TER/Total Expense Ratio) beträgt 0,40 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend.

Im hier vorliegenden Fall ist die Fondswährung via Euronext Amsterdam der Euro und die Fondswährung der US-Dollar. Aus diesem Grund besteht für Anleger aus dem Euroraum neben dem allgemeinen Kursrisiko auch ein Währungsrisiko, da der ETF nicht währungsgesichert ist.

Ausserdem nutzt der Anbieter im Rahmen dieses Produkts keine Wertpapierleihe, jedoch kommen Derivate zum Einsatz. Der ETF nutzt die vollständige physische Replikationsmethode, erwirbt die Aktien somit direkt, wurde am 09. Dezember 2021 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 14. März 2022 ein Gesamtnettovermögen in Höhe von 133,68 Millionen US-Dollar. (gemäss Daten von FlexShares vom 14. März 2022)

Langzeit-Performance des Referenzindex zeugt vom hohen Potenzial

Der ETF weist nur eine unterjährige Performance-Historie auf, daher blicken wir auf die Werte des zugrundeliegenden Index.

Die letzten Monate waren für den Referenzindex schwierig. So fiel dieser seit dem Jahresbeginn bereits um 20,4 Prozent, auf Sicht der letzten sechs Monate um 15,88 Prozent und auf Sicht von drei Monaten um 16,73 Prozent.

Im Gesamtjahr 2021 konnte der Index immerhin 6,47 Prozent hinzugewinnen. Aufgrund der bereitgestellten Backtesting-Daten kann die langfristige Performance „dargestellt“ werden. Der Index konnte sich nach diesen Daten seit dem 16. August 2016 von 377,3 Indexpunkten bis zum Rekordhoch vom 03. November 2021 bei 1.101,4 Indexpunkten im Wert beinahe verdreifachen (die Darstellung vergangener Performances soll jedoch bitte nicht auf künftige Entwicklungen schliessen lassen). (Daten vom 14. März 2021 gemäss Solactive und Foxberry).

Expertenmeinung – Resignation gehört nicht zum Private Equity-Geschäftsmodell

Die Zeiten für die Private Equity (PE)-Branche sind wie für eine Reihe anderer Investmentbranchen wesentlich schwerer geworden. Noch vor kurzem, in 2021, war das Marktumfeld für viele Private Equity-Firmen hingegen hervorragend. Die globalen BIP-Zuwachsraten und vor allem die Zuwachsraten in den USA befeuerten das PE-Geschäft sehr stark. Es kam zu zahlreichen grossen Deals, aber auch zu sehr profitablen „Exits“. Das Jahr 2021 war für die Branche schliesslich das zweitbeste in der Geschichte von PE und zementierte eine Serie aus fünf aufeinanderfolgenden Jahren wachsender Finanzierungssummen. In 2021 kam mit Buyout-Kapital ein Transaktionsvolumen von rund 1,8 Billionen US-Dollar zustande, wie man es dem Global Private Equity Report von Bain & Company entnehmen kann.

Wie viele andere Markteilnehmer, so wird auch die PE-Branche sich mit den vielen neuen Störfeuern auseinandersetzen müssen. Damit sind die hohen Inflationsraten, insbesondere in den USA, mit Teuerungsraten so hoch wie seit über 40 Jahren nicht mehr und auch die hohen Inflationsraten in Europa gemeint, aber auch die Zinswende. Die wohl schlimmste Störquelle ist allerding die Invasion Russlands in der Ukraine, die sich mit nur wenigen unachtsamen Schritten aller nur ansatzweise Beteiligten und Engagierten zu mehr als nur einem regionalen Krieg ausweiten kann.

Kein Privatinvestor und auch kein Grossinvestor hat nur einen blassen Schimmer, wie sich die globalen Störungen der Lieferketten, die extrem verteuerten und zum Teil auch verknappenden Rohstoffe und der zuletzt, sukzessiv gesteigerte „Sanktionismus“ auf die jeweiligen Volkswirtschaften der Eurozone, der USA und auch weiterer hochrelevanter asiatischer Volkswirtschaften und der globalen Gesamtwirtschaft auswirken werden und vor allem wie lange sie wohl andauern.

Die Belastungen sind also gross, die Märkte zum grossen Teil nur schwer einschätzbar. So schlimm es sich auch anhören mag, aber gerade in der Krise wittert man im PE-Geschäft schliesslich Morgenluft und damit neue Chancen. Neue Einstiegsgelegenheiten für PE-Kapital ergeben sich gerade auch durch plötzliche Schieflagen von Unternehmen, die durch entweder falsches Management, allgemein zu geringer geographischer Diversifikation ihres Geschäftsmodells oder anderen Sonderfällen dringend auf Kapital angewiesen sind, dieses aber nur schwer zu ausreichend günstigen Konditionen selbst am Kapitalmarkt aufnehmen können. Gerade deshalb könnte einmal mehr die Stunde von Private Equity schlagen. Die Branche hat sich ja auch im Jahr 2020 bewiesen. Bleiben wir also bitte optimistisch gestimmt.

Mögliches Setup

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Ein Kauf könnte beispielsweise bei 18,00 Euro erfolgen. Das Kursziel wäre bei 22,10 Euro auszumachen. Die Position könnte mit einem Stoploss von 16,00 Euro abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 2.00.

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