Der in diesem Artikel vorgestellte ETF investiert in einen Korb von Aktien der grössten europäischen Industriegüter- und Dienstleistungsunternehmen. Steigen die Aktienkurse dieser Unternehmen, profitiert auch der ETF.

Informationen zum Referenzindex – STOXX Europe 600 Industrial Goods & Services Net Return Index

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex STOXX Europe 600 Industrial Goods & Services Net Return Index ist einer von 20 verschiedenen STOXX Supersector Indices und wird hier in der Variante eines Net Return Index für die Abbildung des ETFs genutzt.

Im Rahmen der Version des Net Return Index werden die Dividendenzahlungen vollständig reinvestiert abzüglich der STOXX zuzurechnenden jeweiligen Besteuerung. Die grössten und liquidesten Aktien werden unter anderem aufgrund ihrer streubesitzadjustierten Marktkapitalisierung als Bestandteil für den Index gewählt. Der Index kann mit der ISIN EU0009658913, mit dem Handelssymbol SXNR, via Bloomberg mit dem Symbol SXNR Index oder via Reuters mit dem Symbol .SXNR gefunden werden. Der Index wird quartalsweise im März, Juni, September und Dezember von einem Indexkomitee überprüft.

Die Berechnung des Index erfolgt in Echtzeit in Euro und dies in einer Handelszeit von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr MEZ. Zum Zeitpunkt dieser Analyse wies der Index ein 52-Wochenhoch von 1.574,80 Punkten und ein 52-Wochentief von 1.238,49 Punkten auf. Der Index verfügt über eine Kurshistorie rückgerechnet bis zum Januar 1987– der Tiefstand stamm vom November 1987 mit 63 Punkten. (Daten gemäss STOXX/Quontigo-Website mit dem Stichtag des 15. Februar 2022)

Die zehn grössten Einzelpositionen innerhalb des ETF-Portfolios

Der Fonds bildet den zugrundeliegenden Referenzindex vollständig physisch ab. Durch die direkte Replikationsmethode besteht zwischen der Zusammensetzung des ETF-Portfolios und der des Referenzindex deshalb keine sehr hohe Differenz. Blicken wir kurz auf die prozentual wichtigsten Einzeltitel und damit auf die Top 10 Positionen.

Als grösste Position mit 8,13 Prozent Einzelgewichtung wäre Siemens zu nennen. Nachfolgend finden sich mit 6,37 Prozent Schneider Electric, mit 5,28 Prozent Airbus, mit 4,00 Prozent Adyen, mit 3,97 Prozent Deutsche Post, mit 3,95 Prozent ABB, mit 3,33 Prozent Safran, mit 2,64 Prozent DSV, mit 2,59 Prozent Experian und mit 2,50 Prozent Volvo Class B.

Somit kommen die zehn grössten Positionen bereits auf eine Gesamtgewichtung von 42,76 Prozent. In diesem Fall ist von einer ausreichenden Diversifikation auszugehen. Insgesamt sind dem Fondsportfolio noch 100 weitere Positionen zuzurechnen, die aus 91 weiteren Einzeltiteln, und neun Cash- und Derivatepositionen bestehen. (Daten gemäss iShares vom 11. Februar 2022)

Länder-, Währungs- und Sektorenallokation

Der hier vorgestellte Referenzindex ist als ein Sektorindex zu bezeichnen und zu 97,69 Prozent dem Bereich Industriegüter und Dienstleistungen zuzuordnen. Weitere 1,17 Prozent entfallen auf den Bereich Automobile und Automobilteile, 0,56 Prozent auf den Bereich Einzelhandel, 0,24 Prozent auf den Bereich Technologie und weitere 0,35 Prozent sind den Cash- und Derivatebeständen zuzuordnen.

Innerhalb des Portfolios weist die Länderallokation Frankreich mit 23,35 Prozent den ersten Platz zu, gefolgt von Grossbritannien mit 21,23 Prozent, Deutschland mit 16,18 Prozent, Schweden mit 10,28 Prozent, der Schweiz mit 9,56 Prozent, den Niederlanden mit 5,12 Prozent, Dänemark mit 4,21 Prozent, Italien mit 3,58 Prozent, Finnland mit 3,22 Prozent und anderen mit 2,93 Prozent – auch hier wären die Cash- und Derivatebestände in Höhe von 0,35 Prozent zu erwähnen, falls man sich wundert wo die die restlichen Prozentwerte abgeblieben sind.

Aufgrund dieser beschriebenen Länderallokation wäre noch in Bezug auf die Währungsallokation innerhalb des Portfolios zu blicken. Neben dem Euro spielen noch weitere Währungen eine Rolle. Hervorzuheben ist das britische Pfund mit einem Anteil von 21,23 Prozent, sowie die schwedische Krone mit10,28 Prozent, der Schweizer Franken mit 9,56 Prozent und die dänische Krone mit 4,21 Prozent. Neben dem Euro besteht das Portfolio somit allein aufgrund der hier aufgeführten Landeswährungen zumindest zu 45,28 Prozent aus Fremdwährungen. (Daten gemäss iShares vom 11. Februar 2022)

iShares STOXX Europe 600 Industrial Goods & Services UCITS ETF (DE) im Detail

Der ETF (Symbol: EXH4 – ISIN: DE000A0H08J9 – WKN: A0H08J) kann über die Xetra in Euro erworben werden. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,46 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend – der Fonds hat bis zu vier Ausschüttungstermine jährlich. Die Fonds- und Handelswährung ist der Euro. Der Fonds nutzt die vollständige physische Replikationsmethode, erwirbt die Aktien somit direkt und wurde am 08. Juli 2002 aufgelegt. Mit dem Stichtag des 14. Februar 2022 betrug das Fondsvermögen rund 361,369 Millionen Euro.

ETF und Referenzindex mit beeindruckender Langfristperformance

Der ETF konnte seit seiner Auflage um 391,89 Prozent zulegen, während der Referenzindex ein Plus von 412,35 Prozent aufwies.

Auf Sicht der letzten fünf Jahre stieg der ETF um 66,98 Prozent, während der Referenzindex um 68,13 Prozent hinzugewann. Seit Jahresbeginn 2022 wies der ETF ein Minus von 9,15 Prozent und der Index ein Minus von 9,11 Prozent auf.

In Bezug auf die längerfristigen Zeiträume sind die Performancedifferenzen hauptsächlich mit Gebühren und Transaktionskosten zu begründen. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex gemäss iShares mit dem Stand vom 31. Januar 2022)

Expertenmeinung – konjunkturelle Erholung in der Eurozone voraus

In vielen Ländern Europas dürften die Corona-Beschränkungen bald komplett fallen, in Ländern wie beispielsweise Grossbritannien oder auch Dänemark ist das ja bereits der Fall. Derzeit wird auch in Deutschland darüber debattiert, die Beschränkungen schrittweise zurückzunehmen – oft wird dabei vom 20. März gesprochen. Wie immer die jeweiligen europäischen Länder dies auch steuern mögen, so dürfte dies doch neue Impulse freisetzen. Die Zuversicht könnte folglich weiter zunehmen und den europäischen Volkswirtschaften eine konjunkturelle Erholungswelle bescheren.

Aufgrund der hohen Inflation und der angedachten Zinswende der Federal Reserve könnte der Technologiesektor in den nächsten Monaten vielleicht nicht unbedingt zu den Sektor-Favoriten zählen. Es wäre zumindest gut möglich, dass mit einer Rotation in führende Industriewerte – also auch in die hier im Index versammelten Blue Chips – zu rechnen wäre. Mit dem präsentierten ETF könnte man demnach aussichtsreich positioniert sein.

Ein Beispiel: Allen voran kann auch einmal in die Auftragsbücher des Index- und ETF-Portfolio-Schwergewichts Siemens geblickt werden. Allein im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres (bei Siemens bilanziert man jeweils zum 30. September) konnte der Münchener Industrieriese den Auftragseingang um rund 42 Prozent auf 24,2 Milliarden Euro steigern. Natürlich ist dies nicht auf den europäischen Markt in seiner Gesamtheit zu übertragen, es zeigt aber die enormen Möglichkeiten und den Nachholbedarf nach der Corona-Pandemie.

Sucht man einen vielbeachteten Indikator, um zu erfahren, wie es um die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone oder auch in Deutschland bestellt ist, so wird man mitunter bei den ZEW-Konjunkturerwartungen fündig. Diese wurden aktuell am 15. Februar 2022 für Deutschland und auch für die Eurozone ausgewiesen.

Dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung zufolge sind die jüngst publizierten Erwartungen für Deutschland „vorsichtig optimistisch“ zu werten. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland stiegen um 2,6 Punkte auf 54,3 Punkte und auch die Einschätzung zur konjunkturellen Lage für Deutschland mittels des Lageindikators kletterte um 2,1 Punkte auf 8,1 Punkte.

Positiv zu werten ist auch ein die Einschätzungen zur Inflationsentwicklung, denn die Inflationsraten könnten sich auf Sicht der nächsten sechs Monate etwas reduzieren. Für die Eurozone sanken die ZEW-Konjunkturerwartungen im Februar zwar um 0,8 Punkte auf 48,6 Punkte, doch der Lageindikator verbesserte sich auf 0,6 Punkte und kletterte somit um 6,8 Punkte im Vergleich zum Vormonat Januar, wie das ZEW mitteilte. Auch für die Eurozone gehen mehr als die Hälfte der Befragten von einem Rückgang der Inflation auf Sicht der nächsten sechs Monate aus.

Parallel zu den ZEW-Daten könnte man auch auf die jeweiligen Schätzungen der führenden europäischen Wirtschaftsforschungsinstitute, des IWF, der OECD oder aber auch auf die Prognosen der führenden Investmentbanken zurückgreifen.

Zu guter Letzt wäre noch auf die Zinsentwicklung abzustellen. Neben der Eurozone dürften die Zinsen auch in der Schweiz und Schweden noch länger auf einem recht niedrigen Niveau verharren, in Grossbritannien indes befindet man sich schon im Zinserhöhungszyklus. Insgesamt könnten europäische Blue Chips aber gegenüber US-Blue Chips zumindest einen längeren Zinsvorteil ausspielen und diese outperformen.

Mögliches Setup

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Die grössere Abwärtsphase seit Dezember 2021 könnte nun abgearbeitet sein. Gegenwärtig könnte eine Position bei 72,00 Euro aufgebaut werden, die das Ziel des letzten Zwischenhochs rund um die Marke von 82,00 Euro haben könnte. Die Position könnte zum Beispiel mit einem Stoploss von 69,00 Euro abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis läge bei diesem Setup bei 3.33.

Über iShares: Die den ETF auflegende Gesellschaft iShares gehört zur US-Investmentgesellschaft BlackRock, der global grössten Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Assets under Management (AuM) in Höhe von 7,81 Billionen US-Dollar (mit dem Stand des 30. September 2020). Der Emittent iShares ist weltweit führend bei börsengehandelten Indexfonds und bietet mehr als 900 ETFs an. iShares verwaltete mit dem Stand des 30. Juni 2020 rund 2,16 Billionen US-Dollar an Vermögen, hat über 20 Jahre Erfahrung im Bereich der ETF-Anlagen und ist die Nummer 1 in der ETF-Branche.

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