Telefonica Deutschland Aktie Prognose Telefonica Deutschland: 7,30% Dividende. Ein Fels in der Brandung

News: Aktuelle Analyse der Telefonica Deutschland Aktie

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Telefonica Deutschland
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Zur Telefonica Deutschland Aktie
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Es gibt Aktien, bei denen besteht Hoffnung, und andere, bei denen ist Hopfen und Malz verloren.
Und dann gibt es noch die Aktien, die eine so hohe Dividende ausschütten, dass kaum etwas schiefgehen kann. Zumindest scheint es so zu sein.

Lassen Sie uns gemeinsam der Frage nachgehen, zu welcher Kategorie Telefonica Deutschland gehört.
Immerhin bietet der Telekommunikationsanbieter mit mehr als 2 Millionen Breitband- und 40 Millionen Mobilfunk-Kunden mehr als 7% an Dividende.
Das ist ein schlagendes Argument, das gilt in unruhigen Zeiten umso mehr.

Rückblickend hat die Dividende den Aktionären von Telefonica Deutschland allerdings wenig gebracht.
In den letzten fünf Jahren wurde zwar insgesamt eine Dividende von 1,19 Euro an die Anleger ausgeschüttet, im selben Zeitraum ist der Kurs allerdings auch um knapp 2 Euro gesunken.

Ein gutes Geschäft war das nicht. Wenn man Telefonica nicht ganz so lange im Depot hat, sieht die Sache allerdings schon wieder besser aus. Seit 2020 läuft der Kurs immerhin seitwärts.
Das bedeutet, dass man die Dividende auch tatsächlich vereinnahmen konnte, ohne dafür mit Kursverlusten zu zahlen.

Wird das auch in Zukunft möglich sein? Zunächst sollte man sich vielleicht die Frage stellen, wie sinnvoll es überhaupt ist, Unternehmen mit einer Dividende in der Grössenordnung von 7% zu kaufen.

Wenn man die Dividende wirklich kassieren kann, ohne dafür im Gegenzug mit sinkenden Kursen zu zahlen, erscheint das als eine gute Idee.
Statistisch gesehen ist das allerdings der sicherste Weg zur Mittelmässigkeit.

Denn Unternehmen schütten keine 7% aus, weil sie es im engeren Sinne wollen, sondern, weil sie keine sinnvolle Verwendung für die Mittel haben.
Die Unternehmen signalisieren uns also etwas. Sie signalisieren uns, dass sie keine sinnvolle, sprich renditebringende Möglichkeit zum Reinvestieren der freien Mittel haben.

Sie sagen uns: „Bitte, lieber Anleger, nimm Du dieses Geld, denn wir können damit nichts anfangen und es nicht sinnvoll reinvestieren.“
Und genau so sehen dann eben auch die Zahlen aus.

Im Fall von Telefonica Deutschland bedeutet das, dass der Umsatz seit etlichen Jahren stagniert. Die Einnahmen lagen vor fünf Jahren bei 7,50 Mrd. Euro und im letzten Jahr bei 7,53 Mrd. Euro.
Unter dem Strich passiert hier also gar nichts.

Stagnation hört sich nicht sonderlich erfreulich an, in der Realität ist es aber noch viel problematischer als man meinen möchte.
Denn Stagnation bedeutet keineswegs, dass alles beim Alten bleibt. Es gibt schliesslich so etwas wie Inflation.

Für Anleger bedeutet Stillstand, dass in der Realität ein Verlust stattfindet, denn natürlich nützt einem eine Rendite nur dann wirklich etwas, wenn sie mindestens den Kaufkraftverlust ausgleicht.
Bei einem stagnierenden Aktienkurs, 7% Dividende und 2% Inflation ist das vielleicht der Fall, bei 10% Inflation aber nicht mehr.

Chart vom 29.11.2022 – Kurs: 2,27 Kürzel: O2D - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 29.11.2022 – Kurs: 2,27 Kürzel: O2D – Wochenkerzen

Doch das ist nicht das eigentliche Problem, das eigentliche Problem findet auf Unternehmensseite statt.
Stagniert der Umsatz, bedeutet das, dass es früher oder später zu einer Erosion der Profitabilität kommt. Denn Telefonica Deutschland mag wohl stagnieren, die Gehälter der Angestellten und die Preise der notwendigen Betriebsmittel tun es nicht.

Plötzlich wird aus der Stabilität, die die Stagnation suggeriert, ein Abwärtsstrudel. Und aus einer sicher geglaubten Dividende wird eine schmelzende Ausschüttung.
Genau so ist es auch bei Telefonica Deutschland geschehen.
Vor einiger Zeit zahlte man noch eine Dividende von 0,27 Euro je Aktie, heute sind es allerdings nur noch 0,18 Euro.

Man muss kein Genie sein, um zu erahnen, was mit dem Aktienkurs passieren wird, wenn die Dividende dereinst wieder gekürzt werden muss.

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Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich.

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Vorherige Analysen der Telefonica Deutschland Aktie

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Ein Minus von 9,82 Prozent als Reaktion auf nur eine einzige, negative Analysten-Einstufung … das ist ungewöhnlich. Und es bringt die Telefónica Deutschland-Aktie aus charttechnischer Sicht an den Rand einer Abwärts-Trendwende. Worauf muss man hier jetzt achten?

Die Analysten der Berenberg Bank hatten gestern ihr Rating für die Aktie des Telekommunikationsanbieters Telefónica Deutschland begonnen und die Aktie mit „Verkaufen“ bewertet … und ein Kursziel von 2,10 Euro ausgegeben. Bislang lag die Spanne der Analysten-Kursziele zwischen 2,20 und 3,60 Euro. Und da haben wir auch schon einen Aspekt, der den Druck verstetigen könnte:

Die Aktie war den Einschätzungen der meisten Analysten zuletzt davongelaufen. Auf der Suche nach „sicheren Häfen“ stieg die Aktie zuletzt deutlich über das im Februar markierte, vorherige Jahreshoch und erreichte mit in der Spitze 3,0250 Euro am Dienstag einen Kurslevel, der so hoch lag wie seit Anfang 2019 nicht mehr – über dem durchschnittlichen Analysten-Kursziel bei 2,83 Euro. Und die meisten Experten urteilen nicht nur in Bezug auf das Kursziel eher verhalten, auch die Einschätzungen an sich sind derzeit nicht überschwänglich, die Mehrheit der Analysten sieht die Aktie nur als Halteposition.

Expertenmeinung: Damit könnte diese Einschätzung der Berenberg Bank als ein Weckruf fungieren. Die Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis wäre auf dem momentanen Niveau sehr hoch. Und auch, wenn Telefónica Deutschland im ersten Quartal mal wieder einen Nettogewinn verbuchte, die Bäume werden in diesem gesamtwirtschaftlichen Umfeld nicht in den Himmel wachsen. Jetzt kommt es auf die Linie an, auf die die Aktie vom vorherigen Jahreshoch sang- und klanglos zurückgefallen ist und an der Richtung Handelsende der Versuch unternommen wurde, sie zu halten:

Telefónica Deutschland-Aktie: Chart vom 08.06.2022, Kurs 2,712 Euro, Kürzel O2D | Online Broker LYNX

Die Linie bei 2,69/2,70 Euro. Dort lag das Hoch vom Februar, dorthin sackte die Aktie am 20. Mai durch, als der Dividendenabschlag in den Kurs „eingearbeitet“ wurde. Was könnte die Aktie davor bewahren, dort einfach durchzurutschen? Eben diese Dividende. Die ist jetzt zwar erst einmal bezahlt, bis zur nächsten müsste man als Käufer noch fast ein Jahr warten. Aber die Dividendenrendite ist beachtlich. Für 2021 wurden im Mai 0,18 Euro ausgezahlt, daraus errechnete sich eine sagenhafte Dividendenrendite von 6,5 Prozent. Der Haken ist indes, dass viele natürlich denken könnten: Warum jetzt kaufen, wenn die Aktie mit anderthalb Beinen über dem Abgrund hängt und nicht später, wenn man sie vielleicht viel günstiger kaufen könnte?

Sollte die Telefónica Deutschland-Aktie diese Linie bei 2,69/2,70 Euro heute oder in den kommenden Tagen durchbrechen, wäre die Aktie sofort ein „fallendes Messer“. Der Kurs könnte sich zwar irgendwo im Bereich der vorherigen Zwischenhochs im Bereich zwischen 2,50 und 2,55 Euro fangen, darauf verlassen kann man sich aber nicht, bevor die Aktie wirklich einen Boden bilden und nach oben drehen würde. Für den Moment wäre ein Long-Einstieg also äusserst riskant.