Moodys Aktie Prognose Moody’s: Jetzt trifft es auch die Besten

News: Aktuelle Analyse der Moodys Aktie

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Moody’s ist ein massiver Outperformer. Auf Sicht von zehn Jahren ist die Aktie um mehr als 600% gestiegen.
Wer lange dabei ist, kann sich also freuen. In diesem Jahr ist das Fahrwasser allerdings ziemlich ruppig.

Das Geschäftsmodell ist geradezu unkaputtbar, zumindest ist das eine These, zu der mich die Finanzkrise gebracht hat.
Die Ratingagenturen tragen eine gewisse Mitschuld für die damalige Misere, doch selbst das konnte die Macht der beiden Marktführer in diesem Bereich nicht brechen.

Bis heute handelt es sich beim Rating-Geschäft um ein faktisches Duopol. Das Wachstum ist hoch, die Margen sind noch höher.
Der Kapitalbedarf ist niedrig und dementsprechend hoch sind die Kapitalrenditen.

All das hat dazu beigetragen, dass Moody’s sich als gutes Investment herausgestellt hat. Und das dürfte auch in Zukunft so bleiben, auch wenn es aktuell eher mässig läuft.

Könnte besser laufen

Am Mittwoch hat Moody’s vorbörslich Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt. Wir dürfen wirklich gespannt sein, wie der Kurs darauf reagieren wird.

Der Gewinn lag mit 2,22 je Aktie weit unter den Erwartungen von 2,40 USD. Der Umsatz verfehlte mit 1,38 Mrd. die Analystenschätzungen von 1,44 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzminus von 11% und einem Umsatzeinbruch um 31%.

Ferner wurde die Prognose gekappt, beim Gewinn musste man von 10,75 – 11,25 USD auf 9,20 – 9,70 USD je Aktie erheblich zurückrudern.
Teilweise wurde das aber schon erwartet, die Konsensschätzungen für 2022 lagen bereits zuvor nur noch bei 10,15 USD je Aktie.

Das müssen die erfolgsverwöhnten Aktionäre von Moody’s erstmal sacken lassen. Tatsächlich handelt es sich um den stärksten Rückgang des Geschäfts seit 2008.

Zweigeteilt

Moody’s hat zwei grosse Geschäftsbereiche, einerseits „Investors Service“, was vor allem das Rating-Geschäft umfasst, aber auch Research und Risikoanalysen.

In diesem Segment scheint der Hunger der Kunden stark nachgelassen zu haben, viele dürften die Aufträge vorerst verschieben, um Geld einzusparen. Das zeigt sich auch dadurch, welche Bereiche am stärksten gelitten haben, nämlich hochverzinsliche Anleihen sowie Leveraged Loans.
Da das Geschäft zum grössten Teil keine wiederkehrenden Einnahmen produziert, kommt es in Krisenzeiten entsprechend schnell unter Druck.
Daher ist der Umsatz in diesem Segment im ersten Halbjahr auch um 24% auf 1,53 Mrd. USD eingebrochen.

Selbstverständlich ist man sich bei Moody’s darüber bewusst. Daher hat man über die Jahre hinweg auch grössere Anstrengungen unternommen, einen grösseren Teil des Umsatzes durch wiederkehrende Einnahmen zu generieren.

Besonders gut gelingt das im zweiten grossen Geschäftsbereich „Moody’s Analytics“. In diesem Segment stellt man Daten und Tools zur Datenanalyse zur Verfügung, um den Kunden die Entscheidungsfindung zu erleichtern.

Dieser Geschäftsbereich generiert nicht nur fast ausschliesslich wiederkehrende Einnahmen, die Nachfrage ist auch anhaltend hoch.

Der Umsatz im Segment Moody’s Analytics ist im Jahresverkauf um 20% auf 1,37 Mrd. USD gestiegen.

Ausblick und Bewertung

Was fängt man mit all diesen Informationen an? Moody’s ist heute kein schlechteres Unternehmen als es noch vor einem Tag war und langfristig wird sich die positive Entwicklung fortsetzen.
Die zugrundeliegenden Trends sind ungebrochen, die äusseren Umständen jedoch unvorteilhaft.

Doch das wird sich auch wieder ändern. Blickt man auf die Vorbörse, ist es wahrscheinlich, dass Moody’s bei etwa 275 USD eröffnen könnte, was einem Abschlag von 5% entsprechen würde.

Die Kursreaktion auf die Zahlen hält sich also bisher in Grenzen. Das dürfte vor allem darauf zurückzuführen sein, dass eine schwache Geschäftsentwicklung antizipiert wurde und die Aktie schon erheblich korrigiert hat.

Auf Basis der neuen Prognose kommt Moody’s jetzt auf eine forward P/E von 28,2. In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 25,3.

Man sollte aber mit solch direkten Vergleichen vorsichtig sein, denn die perspektivische Ertragskraft und somit der auch der intrinsische Wert von Moody’s werden nicht durch einige wenige Quartale bestimmt.

Was ich damit ausdrücken will: Auch wenn der Gewinn in einem Jahr um ein Viertel einbricht, ist ein Unternehmen deshalb nicht ein Viertel weniger Wert.

Chart vom 26.07.2022 - Kurs: 275 Kürzel: MCO - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 26.07.2022 – Kurs: 275 Kürzel: MCO – Wochenkerzen

Übergeordnet ist die Aktie klar bullish. Fällt Moody’s jetzt unter 275 USD, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 250 USD gerechnet werden.

Darunter wäre der Weg bis zu unteren Aufwärtstrendlinie bei etwa 240 USD frei. Möglicherweise wird auch noch die Unterstützung bei 222 USD angesteuert.

Für langfristige Investoren könnte sich das als Gelegenheit herausstellen.

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