Iron Mountain Aktie aktuell Sichere 10% Dividende. Geht das?

News: Aktuelle Analyse der Iron Mountain Aktie

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Iron Mountain
ISIN: US46284V1017
Ticker: IRM
Währung: USD

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Zur Iron Mountain Aktie

Das Unternehmen ist einer der weltweit führende Anbieter für die Speicherung und Sicherung von sensiblen Daten.
Inzwischen wird das Geschäft zunehmend digitaler, doch auch heute haben Kunden noch mehrere Millionen Kubikmeter an Papierdokumenten eingelagert.

Es ist ein krisensicheres Geschäft, denn Dokumentationspflichten bestehen immer und für nahezu jeden. Daher hat man mehr als 225.000 Unternehmenskunden und 98% aller Verträge werden verlängert.
Das generiert stetige Einnahmen und die schüttet man quasi vollständig an die Aktionäre aus.

Gewinner der Bürokratisierung

Ich bin der Meinung, dass wir uns in Teilen der Welt geradezu zu Tode bürokratisieren. Das gilt vor allem für Europa.
Durchschnittlich werden jeden Tag mehrere neue Verordnungen erlassen. Über die Jahre hinweg summiert sich das. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm und ich werde wohl nie verstehen, warum wir uns das selbst antun.
Wir haben vor 10 Jahren schliesslich auch überlebt, damals gab es tausende Verordnungen weniger. Sind sie also wirklich notwendig?

Einer der Profiteure dieser Entwicklung ist Iron Mountain. Die Dokumentationspflichten werden ständig ausgeweitet, als Mitarbeiter eines Brokers kann ich Ihnen ein Lied davon singen. Wo wir gerade beim Thema sind…
Sind Sie mit Ihrem Broker wirklich zufrieden? Ich bin bei LYNX.

Steueroptimierung

Wie wir bereits gesehen haben, ist das Unternehmen breit aufgestellt und profitiert von einem übergeordneten Trend. Gleichzeitig werden die Datenmengen allerorts grösser und das bedeutet mehr Einnahmen.

Dadurch konnte man den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 3,13 auf 4,26 Mrd. USD steigern.
Kennzahlen wie den Gewinn kann man sich hingegen sparen. Das Unternehmen rechnet sich sehr offensichtlich so arm, wie es eben nur geht.
Als Aktionär sollte man das begrüssen, denn dadurch fallen weniger Steuern an.

Was wirklich übrigbleibt, erkennt man an der Dividende. Iron Mountain schüttet nahezu alles aus, was man erwirtschaftet.
Nehmen wir als Beispiel das letzte Geschäftsjahr. Man hat einen FFO von 658 Mio. USD und ungefähr diese Summe als Dividende gezahlt.
Als Gewinn hat man aber nur 268 Mio. USD gemeldet, da man hunderte Millionen an Abschreibungen usw. vorgenommen hat. In gleicher Form geschieht das seit Jahren.

Zu schön?

Durch die jüngsten Kursverluste liegt die Dividendenrendite inzwischen bei 9,88%. Es ist fast zu schön und natürlich stellt sich die Frage, ob die Dividende auch sicher ist.

Sicher ist relativ, denn tatsächlich hat das Unternehmen auch ein wenig zu kämpfen. Der Kapitalbedarf ist in den letzten Jahren gestiegen, denn der Wandel von der physischen Lagerung, hin zum Cloud-Geschäft kostet Geld. Das könnte problematisch werden, da man bereits grössere Schulden hat. Für Anleger, die eine hohe Leverage fürchten, ist das Unternehmen also nichts.
Man sollte auch nicht mit einer Steigerung der Dividende rechnen und selbst wenn die Ausschüttung ein wenig gekürzt wird: Wären 7 oder 8% Dividende und dafür ein wenig mehr Wachstum so schlecht?

Für Investoren, die eine hohe Dividendenrendite suchen, könnte die Aktie eine interessante Depot-Beimischung sein.
Für antizyklische Anleger ist die Unterstützung bei 25 sowie der Bereich zwischen 21,50 und 23,70 USD interessant.
Prozyklische Signale ergeben sich hingegen über 27,50 USD.

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Chart vom 20.04.2020 Kurs: 24,99 Kürzel: IRM - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Iron Mountain Aktie

Anleger sind immer auf der Suche nach Rendite und einer der wichtigsten Faktoren ist die Dividende.
Doch eine hohe Ausschüttung bringt einem recht wenig, wenn sie nicht sicher ist, oder der Aktienkurs ständig sinkt.

In den meisten Fällen hat die hohe Dividendenrendite einen einfachen Grund: Das Unternehmen hat ernsthafte Probleme und die Aktie ist massiv eingebrochen.

Wir haben für Sie die Aktien mit der höchsten Dividende im S&P500 unter die Lupe genommen.
Hier die Top 5:

  1. Der Retail-REIT Macerich: Dividendenrendite 10,81%
  2. Der Retailer Macys: Dividendenrendite 9,51%
  3. Der Öl- und Gaskonzern Occidental Petroleum: Dividendenrendite 7,88%
  4. Datensicherung Iron Mountain: Dividendenrendite 7,59%
  5. De Zigarettenhersteller Altria: Dividendenrendite 7,24%.

Macerich

Der REIT hat beispielsweise zwei Drittel an Wert verloren. Die Branche stand zuletzt massiv unter Druck. Doch auch zuvor konnte man nicht abliefern. Immer wieder führte man Kapitalerhöhungen durch, die zu keinem nachhaltigen Umsatz- und Gewinnwachstum führten.

Die Aktie ist ein langfristiger Underperformer und notiert heute auf dem Niveau von 1997.

Darüber hinaus ist die Ausschüttungsquote in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und liegt nun bei nahezu 100%. Kommt es zu operativen Problemen, wird man die Dividende kürzen müssen.
Selbst jetzt scheinen die Kursrisiken noch erheblich zu sein.

Macys

Anderes Betätigungsfeld, aber ebenfalls im Einzelhandel tätig. Auch Macys hat mit erheblichem Gegenwind zu kämpfen.

Der Umsatz stagniert seit Jahren, der Gewinn ist trotz stetiger Buybacks sogar rückläufig.

Auch hier zieht sich das Trauerspiel schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Die Aktie notiert heute auf dem Niveau von 1996.
Daran haben wir als Investoren kein Interesse.

Occidental Petroleum

Das Unternehmen bewegt sich in einer notorisch kapitalintensiven und schwierigen Branche. Der Geschäftserfolg ist massgeblich vom Auf und Ab der Rohstoffpreise abhängig.

Das zeigt sich auch in den Unternehmenszahlen. In den letzten zehn Jahren wurde ein Umsatz zwischen 10,09 und 24,45 Mrd. USD erzielt. Zuletzt waren es 17,82 Mrd. USD.

Trotz jährlicher Milliardeninvestitionen ist kein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Der Gewinn springt wild, zuletzt war man kaum noch profitabel.

Die Ausschüttungsquote lag mehrfach über 100%, die Dividende wird also aus der Substanz finanziert. Die Schulden steigen stetig.

Iron Mountain

Der erste kleine Lichtblick ist Iron Mountain. Der Umsatz ist in den letzten zehn Jahren von 3,01 auf 4,23 Mrd. USD gestiegen.
Die operative Marge ist mit 19% ordentlich. Das Geschäft ist zwar ebenfalls kapitalintensiv, vor allem im Vergleich zum eher schwachen Wachstum, doch man erwirtschaftet einen nennenswerten freien Cashflow.
Ein Outperformer ist die Aktie aber beileibe nicht und günstig umso weniger.

Altria

Die Aktie des Zigarettenherstellers hat die Hälfte an Wert verloren. Die Branche befindet sich im Umbruch, Cannabis und Vaping scheinen die Zukunft zu sein.
Doch in beiden Segmenten gibt es auch ausreichend Probleme. Die Bewertungen sind hoch, die Rechtslage unsicher.

All diese Faktoren haben sich negativ auf die Kurse ausgewirkt.

Es ist aber wahrscheinlich, dass Altria auch diese Krise gut überstehen wird. Wenn Branchen im Umbruch sind, überleben die anpassungsfähigen und kapitalstarken Unternehmen.
Beides trifft auf Altria zu. Der Konzern hat sich über die Jahrzehnte so extrem gewandelt, wie kaum ein anderer. Wussten Sie zum Beispiel, dass Kraft früher ein Teil von Altria war? Man hält auch eine bedeutende Beteiligung an Anheuser Busch.

Auch in der jüngeren Vergangenheit hat man nicht gezögert. Cannabis und Vaporizer wurden zu Trend-Themen. Altria ist mit MarkTen selbst engagiert, hält 35% an Juul und 45% an Cronos Group.
Bisher sind die Investments in Juul und Cronos wenig erfreulich, doch man kann es sich schlichtweg leisten.
Manche Investments werden sich auszahlen, manche nicht. Hauptsache man verliert nicht den Anschluss und bleibt im Spiel.

Bei einem freien Cashflow von knapp 8,0 Mrd. USD hat man ausreichend Kapital, um am Ball zu bleiben. Daher kann man sich sowohl Fehler, als auch die enorme Dividende von 7,24% leisten.

Die antizyklische Kaufzone beginnt bei 45 USD und erstreckt sich bis 40 USD. Fällt die Aktie nachhaltig unter diese Marke, droht eine Ausdehnung der Korrektur.
Bricht Altria hingegen über 47,50 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 50 und 55 USD.

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Chart vom 11.11.2019 Kurs: 46,40 Kürzel: MO - Wochenkerzen | LYNX Online Broker