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Aktienanalyse:
Dialog Semiconductor: Apple gibt, Apple nimmt …

Aktuelle Analyse der Dialog Semiconductor Aktie

Der Chiphersteller Dialog Semiconductor und Apple scheinen auf alle Zeit untrennbar miteinander verbunden zu sein. Bis zum Sommer 2018 war Apple der Grund, warum die Aktie massiv unter Druck geriet, während die Halbleiterbranche an sich gut lief. Damals gingen hartnäckige Gerüchte um, Apple wolle sich von seinem Zulieferer Dialog Semiconductor trennen und zukünftig selbst Chips entwickeln und herstellen. Dann kehrte sich das Bild völlig um, nachdem Apple sich im Gegenteil sogar enger an Dialog Semiconductor band und Teile des Unternehmens in das eigene integrierte. Seither folgt die Dialog-Aktie Apple als seinem mit Abstand größten Kunden wie ein Schatten. Aber genau das könnte jetzt wiederum zum Problem werden.

Denn nachdem Apple am Montagabend meldete, dass es wohl nicht gelingen werde, die eigenen Umsatzziele für das laufende erste Kalenderquartal zu erreichen, kam im Kielwasser des Großkunden auch der Zulieferer Dialog Semiconductor unter Druck. Die Aktie verlor am Dienstag 4,46 Prozent. Und diese durchaus nachvollziehbare Reaktion unterstreicht, was viele Marktteilnehmer im Vorfeld nicht wahrhaben wollten: Wenn wie in diesem Fall wegen der Lage in China auch nur ein Glied einer großen Lieferkette bricht, steht der ganze Prozess still. Dialog Semiconductor kann zwar völlig problemlos liefern. Apple dürfte aber weniger Bedarf haben als zuvor avisiert, weil die Produktion in China zeitweise gestoppt werden musste.

Expertenmeinung: In welcher Größenordnung sich die geringere Chipnachfrage bewegt und vor allem, ob diese Ausfälle nicht womöglich in den kommenden Monaten aufgeholt werden, ist jetzt noch nicht absehbar, daher gingen die Marktteilnehmer erst einmal in Deckung. Aus Sicht des bullischen Lagers war der Zeitpunkt von Apples Umsatzwarnung höchst ungünstig, denn man war gerade dabei, die Aktie nach vier Wochen deutlich nachgebender Kurse zumindest über die nächstgelegenen Widerstandslinien zu ziehen und damit den Abstieg aufzuhalten. Das wurde durch das Minus des Dienstags torpediert. Dadurch ist der Kurs unmittelbar im Bereich der 200-Tage-Linie und den Zwischentiefs vom Oktober und November wieder nach unten abgewiesen worden und hat zu allem Überfluss noch ein neues Jahrestief markiert. Ist der Weg damit nach unten frei?

Ganz kurzfristig und aus rein charttechnischer Sicht ja, aber solange der übergeordnete, im Sommer 2018 etablierte Aufwärtstrend hält, sollte man mit Short-Trades vorsichtig sein. Diese Trendlinie verläuft derzeit bei 33,90 Euro. Und damit diese Linie nicht nur bricht, sondern auch gebrochen bleibt, müsste normalerweise mehr passieren als eine womöglich nur vorübergehende Verringerung des Umsatzes durch eine geringere Nachfrage seitens Apple und womöglich auch noch einiger anderer Kunden. Jetzt in ein fallendes Messer zu greifen und im blinden Vertrauen auf eine umgehende, erneute Aufwärtswende Long zu gehen, mag nicht gerade ratsam sein. Aber im Gegenzug gilt eben auch, dass das Chance/Risiko-Verhältnis auf der Short-Seite erst dann tauglich wäre, wenn diese übergeordnete Trendlinie durch Schlusskurse klar unter 33,90 Euro gebrochen wäre.

Dialog Semiconductor Aktie Chart vom 18.02.2020, Kurs 37,10 Euro, Kürzel DLG | Online Broker LYNX

 

 

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