Börsenblick

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Aktienanalyse:
Deutsche Börse: Gute Nerven können hier eine Chance bringen

Aktuelle Analyse der Deutsche Börse Aktie

Wenn der Aktienmarkt derart unter Druck steht, verkaufen große Adressen wie z.B. ETFs DAX-Aktien „en bloc“. ETFs bilden den DAX ja genau ab. Was bedeutet: Fließt Kapital zu, muss der ETF die DAX-Aktien ihrer Index-Gewichtung entsprechend kaufen. Fließt Geld ab, weil die Anleger aus dem ETF aussteigen, muss entsprechend en bloc verkauft werden. Damit kommen dann alle im DAX gelisteten Aktien unter Druck; ob sie jetzt von der Virus-Pandemie mehr oder weniger betroffen wären, kann da nicht berücksichtigt werden. Ähnlich sieht es bei den Arbitrage-Aktivitäten aus, bei denen große Investoren bei starken Bewegungen Differenzen zwischen dem DAX Future und dem DAX selbst ausgleichen. So etwas bezeichnet man als den Verkauf in „Körben“. Und in diesen Körben ist dann auch die Aktie der Deutschen Börse AG. Wäre es indes so, dass das Gros der Aktivitäten differenziert ablaufen würde, könnte sich diese Aktie durchaus besser halten, denn:

Natürlich geht die Entwicklung an keinem Unternehmen spurlos vorüber. Aber die äußerst gestiegenen Umsätze am Aktienmarkt sind etwas, wovon das Unternehmen profitiert. Und ob Leerverkäufe in Kürze zeitweise untersagt werden oder nicht, das würde die Deutsche Börse nicht dramatisch unter Druck setzen. Selbst eine Schließung der Parkettbörse wäre keine Maßnahme, die einen derartigen Kurseinbruch fundamental unterfüttern würde, zumal das Xetra-System theoretisch auch dann weiterlaufen könnte, wenn das Parkett der Frankfurter Börse verwaist ist. Aber alleine die Überlegung, dass die Aktie der Deutschen Börse grundsätzlich zu weit gefallen ist, kann in einem solchen Umfeld noch kein Kaufsignal sein.

Expertenmeinung: Der hier abgebildete Chart auf Wochenbasis weist eine Chance für eine kräftige Gegenbewegung nach oben auf. Aber die ist noch nicht genutzt. Erst, wenn es gelingen würde, die Handelswoche morgen mit Schlusskursen über 105 Euro zu beenden, wäre eine Situation geschaffen, die zum einen die potenzielle Basis für eine starke Gegenbewegung nach oben, zum anderen die Möglichkeit bieten würde, einen charttechnisch fundierten und zugleich relativ engen Stoppkurs zu platzieren. Sie sehen, dass die Aktie der Deutschen Börse am Mittwoch unter das Ende 2018 ausgebildete Tief bei 102,45 Euro gerutscht ist, vor allem aber unter die im Chart schwarz markierte 200-Wochen bzw. 1.000-Tage-Linie. Beides sind wichtige Supportmarken. Geht der Abstieg weiter, wäre das nächste Kursziel die markante, bis ins Jahr 2015 zurückreichende Unterstützungslinie bei 87 Euro.

Aber angenommen, die Aktie würde die Woche über den gerade unterbotenen Unterstützungen beenden, was bei einem Schlusskurs über 105 Euro der Fall wäre, wäre alleine die Verteidigung solcher wichtigen Supportmarken auf Wochenbasis ein Weckruf. Und man hätte damit wichtige Chartmarken unter dem Kurs und so die Basis, einen knapp darunter liegenden Stoppkurs zu platzieren, der das Risiko eingrenzen würde. Aber es braucht Nerven, eine solche Chance zu nutzen. Nicht die Nerven, um einfach mal auf Verdacht jetzt schon einzusteigen. Das wäre ein reines Glücksspiel, davon muss man dringend abraten. Nein, die Nerven brauchen die Investoren, um die Geduld aufzubringen abzuwarten, ob sich eine solche Chance mit Wochen-Schlusskursen über 105 Euro wirklich eröffnet oder nicht!

Deutsche Börse Chart vom 18.03.2020, Kurs 99,08 Euro, Kürzel DB1 | Online Broker LYNX

 

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