Börsenblick

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Analyse:
AXA: Rallye mit Achillesferse

Erst hat die Aktie des französischen Versicherungs- und Finanzdienstleistungsriesen AXA im August ein großes Doppeltopp vollendet und die 200-Tage-Linie durchschlagen. Dann dreht sie plötzliche Ende August und überwindet beide Hürden, die Nackenlinie des Doppeltopps ebenso wie die 200-Tage-Linie, als wäre es gar nichts. Wieso? Woher kommt auf einmal diese Zuversicht der Anleger, die den Kurs allein in den letzten fünf Handelstagen um über sieben Prozent nach oben katapultierten?

Angeschoben wurde diese Rallye wohl durch die Hoffnung auf die EZB-Maßnahmen. Für Banken an sich wäre ein noch niedrigeres Zinsniveau zwar tendenziell negativ. Aber AXA ist ein Versicherer und Finanzdienstleister, so dass ein im Kielwasser einer wieder aktiv werdenden EZB steigender Aktienmarkt auch deren Geschäft beleben würde … zumindest könnte man sich das so ausmalen.

Neue Dynamik kam in die Rallye, nachdem es gelang, vorgenannte Hürden zurückzuerobern und das große Doppeltopp dadurch zu egalisieren. Dadurch dürften viele technisch orientierte Trader auf den Zug aufgesprungen sein. Und würde die Rechnung der Bullen aufgehen, könnte die Aktie durchaus zügig an die massive Widerstandszone 23,90/24,00 Euro vordringen. Die Rallye hat aber eine Achillesferse:

Expertenmeinung: Die Hoffnung, noch tiefere Zinsen würde mehr Sparer in Investments treiben bzw. Anleger würden bestehende Positionen aufstocken, muss sich keineswegs erfüllen. Ebenso, wie viele Volkswirte davon ausgehen, dass Maßnahmen der Europäischen Zentralbank im aktuellen Umfeld großer Verunsicherung verpuffen werden, ist es fraglich, ob die Kunden der AXA die Türen einrennen werden, wenn man fürchten muss, dass Europa in eine Rezession rutscht. Und dass die Aktie im August eine Abwärtswende vollzog, kam nicht aus dem Nichts. Die am 1. August vorgelegte Bilanz zum zweiten Quartal wies einen unerwarteten Gewinnrückgang aus. In einem günstigen Fahrwasser ist die AXA also derzeit nicht unterwegs.

Allerdings stieg der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn trotzdem, zugleich gab es einen Zuwachs im Neugeschäft. Diese Aspekte wollte man im August in einem zusehends nervösen Umfeld nicht wahrnehmen. Jetzt, da die Aktie steigt, dürfte man sich indes wieder an diese Hoffnungsschimmer erinnern. Dennoch, es ist unter dem Strich die Hoffnung, welche die AXA höher treibt. Und die richtet sich primär erst einmal nicht auf das Geschäft der AXA selbst, denn da kommen erst in anderthalb Monaten neue Zahlen.

Die Bullen setzen darauf, dass die Aktie nach der heutigen EZB-Entscheidung weiter zulegt. Kommt es so, könnte der Kurs tatsächlich noch bis 23,90/24,00 Euro laufen. Dreht die AXA aber heute und morgen deutlicher nach unten ab, gälte es, auf den Level von 21,69 Euro zu achten. Denn schließt die Aktie darunter, wären die 200-Tage-Linie und die Nackenlinie des Doppeltopps erneut unterboten und diese laufende Rallye zu einer Bullenfalle geworden.

Chart vom 11.09.2019, Kurs 22,45 Euro, Kürzel CS | Online Broker Aktienempfehlungen

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